Europacity Allgemeines

  • Die Skyline Berlins ist, da hat Regula Lüscher völlig recht, von der Horizontale geprägt – durchbrochen von einigen (bislang kleineren) Hochausclustern.


    Natürlich wird Berlin von der Horizontalen geprägt. Wie sollte es auch anders sein? Wenn sich eine Stadt auf einer flachen Ebene ausbreitet und (fast) keine Hochhäuser besitzt, dann kann sie ja nur von der Horizontalen geprägt sein.


    Aber im Grundsatz mag ich das horizontale Panorama Berlins, eben weil das bei Städten dieser Größenördnung nur noch selten zu finden ist.


    Die horizontale Prägung Berlins ist keine Errungenschaft, die man jetzt stolz vorzeigen könnte. Das ist weder eine Leistung, noch ein Vorteil.

  • ^ Was ist denn das für ein, mit Verlaub, wirrer Beitrag? Ich habe geschrieben, ich mag das horizontal geprägte Panorama der Stadt. Und Du schreibst, dieses Panorama sei "keine Leistung". Was heißt hier "Leistung"? Da sind wir doch schon wieder bei dem selbstzweckhaften hoch=gut. Diese Betrachtungsweise ist mir – *kicher* – zu flach.

  • Ich frage mich, wo du dieses „horizontal geprägte Panorama der Stadt“ so üblicherweise bewunderst (hoffentlich vom Straßenniveau aus), und ob an diesen Orten höhere Türme überhaupt sichtbar wären, und was du da eigentlich so tolles siehst, also außer Nichts.

  • Ja, du hast das geschrieben, weil du dir das Fehlen von Hochhausern schön reden möchtest.


    Kannst Du vielleicht mal akzeptieren, dass Leute, die Deinen Geschmack nicht teilen, sich ihren Eindruck von der Stadt nicht schön reden, sondern ihn schön finden? Verbindlichsten Dank!


    Ich frage mich, wo du dieses „horizontal geprägte Panorama der Stadt“ so üblicherweise bewunderst (hoffentlich vom Straßenniveau aus), und ob an diesen Orten höhere Türme überhaupt sichtbar wären, und was du da eigentlich so tolles siehst, also außer Nichts.


    Zum Beispiel vom Kuppelumgang des Domes aus. Und da sehe ich einiges. Den Fernsehturm und das Hotel am Alex. Die Wohnhäuser in der Leipziger. Ein breites, flaches Panorama der Gründerzeitquartiere. Die Trümmerberge am Friedrichshain und am Gesundbrunnen. Die Hochhauscluster am Potsdamer- und am Breitscheidt-Platz. In der Ferne die Großsiedlungen von Marzahn-Hellersdorf und Gropiusstadt.


    Was soll der Unsinn? Willst Du hier den Nachweis führen, dass nur eine Skyline à la Frankfurt, London oder (Gott bewahre) Dubai attraktiv sei? Vergiss es!

  • ^^ Über die Dächer Berlins kann man natürlich nur von erhöhten Standpunkten aus blicken. In weiten Teilen sieht man eine Dachlandschaft, Kirch- und Rathaustürme usw. mit Himmel drüber.


    Jedenfalls ein schöner Anblick und weit mehr als nichts.


    Ich würde es jedenfalls nicht begrüßen, wenn in Friedenau oder im Prenzlauer Berg Hochhäuser gebaut würden. An anderen Orten hingegen schon, insbesondere am Alexanderplatz. Ein Plan macht da schon Sinn.

  • ... das Fehlen von Hochhäusern wäre nicht weiter schlimm, wenn im horizontalen Bauen Bemerkenswertes errichtet würde. Aber Berlin glänzt weder mit Hochhäusern noch mit beachtenswerten Konzepten nah am Boden.


    Kennt jemand von euch ein städtebauliches Projekt in Berlin aus den letzten 20 Jahren, dass international Aufsehen erregt / Staunen ausgelöst hat ? Ich kenne keines.


    Die Stadt, die sich so gern ihrer Kreativität rühmt und eines der Hotspots in Europa ist, bleibt m.E. merkwürdig ideenlos / unkreativ beim Bauen. Mir ist auch unklar, wo die Stadt architektonisch, städtebaulich hinstrebt. Einfach nur die Brachen bebauen, Lücken schliessen oder doch auch mal zeigen, welches Potential in einer Metropole mit mehr als drei Millionen Einwohner steckt ?

  • Die Liste der Hochhäuser in Europa bei Wikipedia zeigt, dass die mit Abstand meisten Wolkenkratzer in totalitären Staaten gebaut wurden: Russland und die Türkei.
    Auch das z.Zt. nationalkonservative Polen baut gerade gerne Hochhäuser.


    Auch einen Wettstreit mit Frankfurt, Paris oder London um Anzahl und Höhe ist Unsinn, diese Städte haben doch einen jahrzehntelangen Vorsprung, nicht nur beim Hochhausbau.


    Ich finde Berlin sollte in Maßen neue Hochhäuser bauen lassen, aber dabei nicht die Bautradition völlig vergessen. Berlin ist tatsächlich bei den Bauuhöhen schon lange keine "flache" Stadt mehr. Ich empfinde aber die fast über die ganze Stadt verstreuten, meistens recht niedrigen Hochhäuser eher als störend. Man sieht überall ein paar Hochhäuser, ohne das damit besondere Standorte markiert werden.
    Die historischen Landmarken, die Kirchtürme, heben sich dabei kaum noch ab. Das ist aber ja nicht mehr zu ändern, sollte m.E. aber auf keinen Fall noch stärker werden.
    Daher halte ich, die sich abzeichnende Begrenzung der Hochhausstandorte auf westlich am Breitscheidplatz und östlich am Alexanderplatz (Ausnahmen bestätigen die Regel) für richtig . Dort können wegen mir, gerne in den nächsten Jahrzehnten Skylines entstehen. Dazwischen sollte es flacher zugehen.

  • ... Man möchte nicht wild in der Stadt verteilt Hochhäuser mit ca 150 Metern errichten, sondern nur in den Zentren. ...


    Die Rede ist hier vom Quartier in der Nähe des Hauptbahnhofs, also durchaus zentral. Ferner besagt der zitierte Artikel, Hochhäuser sollten in die Umgebung passen - wie darüber bereits gesagt, in einem weitgehend neu gebauten Quartier dürfte es kein Problem sein.


    Eine Frage wäre eher die ÖV-Anbindung - die letzten Tage durfte ich vollgestopfte Züge Richtung Londoner City bzw. Canary Wharf erleben. Vielleicht müsste die U5 eine Haltestelle weiter Richtung Norden gebaut werden? Vielleicht müssten dorthin die kürzlich zum HBf gezogenen Strab-Linien verlängert werden? (Je näher die Standorte am HBf, desto besser die bereits vorhandene Erschliessung - Bato verlinkte mal ein Konzept mit Türmen gleich am HBf.)


    Auch das z.Zt. nationalkonservative Polen baut gerade gerne Hochhäuser.


    Nicht Polen als Staat, sondern Privatinvestoren - und nicht erst seit PiS am Drücker ist, sondern seit Jahrzehnten, seit dem Fall des Kommunismus.

  • Nördlicher Europaplatz

    [..]
    http://europacity-berlin.de/
    [..]
    Für die Brücke über die (S- und Fern-)Bahngleise Richtung Lehrter Straße stünden mittels städtebaulichen Vertrags rund 5 Mio. Euro zur Verfügung; diesbezügliche Planungsabstimmung werde jedoch voraussichtlich nicht vor 2023 der Fall sein.


    Q: http://europacity-berlin.de/in…spraech-katrin-lompscher/
    Demnach soll der nördlich der Invalidenstraße gelegene Teil des Europaplatzes eine Art Entree in die westliche Europacity darstellen; noch ist er ein Provisorium: ein Abstellplatz für Busse. Für die Gestaltung des Platzes soll es einen freiraumplanerischen Wettbewerb und 2019 konkrete Gestaltungsideen dafür geben.


    Lageplan (aus Masterplan) & Visu (Stand 2011!): http://www.deutsches-architekt…hp?p=580644&postcount=259
    Neuere Visu dieses - dreieckigen - Teils des Europaplatzes nördlich der Invalidenstraße, samt der noch ausstehenden Bebauung am östlichen Rand: http://www.deutsches-architekt…um/showthread.php?t=13086

  • Fakten zur Europacity

    Frau Lüscher im Interview: http://europacity-berlin.de/in…espraech-regula-luescher/
    Sie weist darauf hin, dass eine neue (Grund-)Schule etwas außerhalb des Areals an der Boyenstraße in östlicher Richtung entsteht; über das Kanalufer sei das ein kurzer und sehr schöner Weg.


    Lüscher antwortet auf parlamentarische Anfrage (Stand: 01/2018): http://www.stiftung-naturschut…ne_Anfragen/S18-13013.pdf
    Demnach wurden für eine zweite - neue - Brücke über den Schifffahrtskanal keine Fördermittel bereitgestellt; siehe auch: http://www.deutsches-architekt…hp?p=587063&postcount=120


    Die öffentlichen Flächen auf der *Westseite* der Europacity (Nordhafenplatz und Erschließungsstraßen) werden demnach zusammen mit den privaten Baumaßnahmen bis ca. 2021 fertiggestellt. Der Grünzug West könne erst realisiert werden, wenn die Fläche nicht mehr für den Bau der S21 logistisch benötigt werde; also vsl. nicht vor 2023.
    Für die Brücke über die Bahngleise sei noch zu klären, welches Planverfahren anzuwenden sei.


    Insgesamt sollen ca. 661.000 m² Geschossfläche entstehen. Davon betrage der Gewerbeflächenanteil ca. 360.000 m² Geschossfläche und der Wohnflächenanteil ca. 301.000 m² Geschossfläche; es entstünden insgesamt ca. 3.000 Wohnungen.
    Auch 4 Kindergärten und besagte Grundschule seien vorgesehen.


    Die Deutsche Bahn habe im Dezember 2017 die Aufgabenstellung für den S-Bahnhof Perleberger Straße einschließlich einer Kostenschätzung an die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klima übersandt. Nach interner Prüfung werde ein Dienstleister mit der Erstellung einer Nutzen-Kosten-Untersuchung beauftragt.

  • Blick über das Europaviertel aus dem Motel One am Hauptbahnhof
    Bilder: Architektur-Fan


    Viele Baukräne im Norden des Europaviertels


    Der Süden des Europaviertels mit dem Tour Total, 50 Hertz und dem Vorplatz des Hauptbahnhofs

  • ^ Folgende Luftaufnahme zeigt einen Großteil der entstehenden Europacity ("links unterhalb" bzw. südwestlich davon muss man sich den Hauptbahnhof nebst Humboldthafen etc. dazudenken, welche auch zur Europacity gerechnet werden):
    https://www.luftbildsuche.de/i…n-deutschland-371913.html


    Wie zu erkennen, drehen sich die Kräne derzeit nur östlich der Heidestraße;
    das westlich der Heidestraße liegende "Quartier Heidestraße" wird erst noch erschlossen - mit Ausnahme einer Baugrube:
    https://www.luftbildsuche.de/i…n-deutschland-371963.html


    PS: der dortige Luftbilder-Vermerk "entlang der Heidestraße am Ufer des Flußverlaufes der Spree" ist Unsinn; bei den abgebildeten Gewässern handelt es sich um den Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal bzw. den Nordhafen

  • ^ Update der Luftbilder per 08.09.2018:


    Blick auf die Bautätigkeit östlich der Heidestraße:
    https://www.luftbildsuche.de/i…n-deutschland-383143.html
    https://www.luftbildsuche.de/i…n-deutschland-383140.html
    (Bei Letzterem handelt es sich um die "Wasserstadt Mitte" - und nicht das "Quartier Heidestraße", wie dort fälschlicherweise vermerkt.)



    Über eine von den "Europacity"-Eigentümern betriebene Seite gibt es eine neue Ausgabe vom "Magazin" mit vielen Fotos und Infos:
    http://europacity-berlin.de/wp…10/Europacity_Nr3_web.pdf

  • "Hamburger Höfe"

    Aus 2008, dem Jahr der ersten Fassung des "Masterplan Heidestraße" :)
    https://www.stadtentwicklung.b…h_0811/nachricht3268.html
    Demnach sollte sich das Gebiet in sechs Quartiere gliedern, darunter die „HAMBURGER HÖFE“, eine gemischte Baufläche aus Büro- und Dienstleistungsnutzungen mit einem Wohnanteil zwischen 20% und 50%, erschlossen über die Heidestraße.


    Aus 2009, dem Jahr der dann beschlossenen Masterplan-Fassung:

    [..]
    Das Quartier soll in 5 Teilbereiche gegliedert werden:
    ..
    3. "Hamburger Höfe" an der Westseite der Heidestraße: Blockrandbebauung mit mehreren Hinterhöfen [...]


    Im Mai 2010 wiederum erfolgte eine Überarbeitung: https://www.stadtentwicklung.b…/de/strukturkonzept.shtml
    Optimiert wurde dabei demnach auch der Block um die "Hamburger Höfe" nördlich des Döberitzer Grünzugs.
    --> "Strukturkonzept Stand: Mai 2010": https://www.stadtentwicklung.b…t_heidestrasse_100501.pdf


    Es geht um die (teils unbebaute) Fläche *links im Vordergrund* auf folgendem Foto (aus ca. 2013): https://www.kauricab.com/img/image-0104196auto.jpg


    Aus dem "Am Hauptbahnhof | Europacity"-Nachbarthread:


    (Dort findet man auch etwas zur auf dem Foto abgebildeten Altbausubstanz: http://www.deutsches-architekt…hp?p=589750&postcount=166)


    Aktueller Lageplan: http://europacity-berlin.de/projekte/
    --> Unter der Nr. 14 seitens Eigentümer CA Immo verzeichnet sind dort die "Hamburger Höfe 1" (nördlich der Döberitzer Straße) "In Planung // Planned Wohnen/Büro // Living/Office"


    Ist denn dazu schon irgend etwas - über obiges "Strukturkonzept" hinaus - bekannt (Visus)?
    Gehören die Altbauten entlang der Heidestraße nun CA Immo?
    Aus dem "Eigentümerverzeichnis" auf https://www.stadtentwicklung.b…he_konzepte/heidestrasse/ nicht klar erkennbar..
    Geht man nach der 2018er CA Immo-"Portfoliobroschüre" (PDF-Seite 45, https://www.caimmo.com/de/presse/videos-und-downloads/): nein
    Bislang verkaufte CA Immo Bestände, die WOHNnutzung vorsahen, an Dritte..



    ================================================



    Unter Nr. 15 sind in obigem Lageplan wiederum die "Hamburger Höfe 2" seitens CA Immo verzeichnet ("In Planung // Planned Büro // Office");
    diese sind wohl dem - noch nicht festgesetzten - B-Plan 1 - 62c zuzuordnen:
    https://www.stadtentwicklung.b…verfahren/de/plaene.shtml
    ("Aktueller Status: im Verfahren" gemäß:
    http://www.stadtentwicklung.be…fahren/berlin/index.shtml)


    Aus 2016 ein Foto dieses Areals südlich der Döberitzer Straße:

    [..]
    Ecke Minna-Cauer-Straße (links geht es Richtung Tiergartentunnel):


    http://www.deutsches-architekt…/07/heidestr_fertig05.jpg


    Ende 2020 soll ja die S21-Baustelle dort der Vergangenheit angehören, insofern fragt sich, wann der B-Plan festgesetzt wird..

  • ^ Letzteres Areal der "Hamburger Höfe 2" auf folgendem Luftbild oben rechts:
    https://www.luftbildsuche.de/i…n-deutschland-340973.html
    Mit dem - absehbaren - Ende der S21-Tunnelarbeiten wird die das Areal in Beschlag nehmende Baulogistik ebenfalls verschwinden und CA Immo kann auch dessen Bebauung in Angriff nehmen.


    Auch das benachbarte Areal der "Hamburger Höfe 1" mit den Altbauten dürfte nun seitens CA Immo vorangetrieben werden: https://www.luftbildsuche.de/i…moabit-berlin-253902.html


    =========================================================



    Noch gut zehn Jahren werde es dauern, bis alle Neubauten stehen; als letztes Hochhaus wohl der 100-Meter-Tower direkt neben dem Hauptbahnhof (Projekt "MK8": http://www.deutsches-architekt…hp?p=601942&postcount=212).
    Im Jahr 2030 soll dann eine Geschossfläche von einer Million Quadratmetern in Beton gegossen sein, ein Drittel davon Wohnungen.
    Die Investitionssumme der vor mehr als einem Jahrzehnt gestarteten "Europacity" - dreimal so groß wie das vor 20 Jahren errichtete Quartier am Potsdamer Platz - werde auf rund fünf Milliarden Euro geschätzt.


    Q: https://www.tagesspiegel.de/be…auptbahnhof/23745400.html
    https://www.morgenpost.de/bezi…r-Europacity-geplant.html

  • Namen für neue Straßen & Plätze


    Die dort fehlende Legende findet man auf PDF-Seite 20 in: https://www.stadtentwicklung.b…eide_webdruck_deutsch.pdf
    Demnach soll durch das (nordwestliche) "Quartier Heidestraße" und vorbei am künftigen "Hochhaus am Nordhafen" eine "Sammelstraße mit Buslinie" (rot-orange eingezeichnet) führen.


    Von 2015 bis 2017 stimmte die Bezirksverordnetenversammlung für die Benennung von sieben neuen Straßen und Plätzen, die im neuen Wohn- und Geschäftsgebiet entstehen: https://www.berlin.de/ba-mitte…hichte/artikel.637616.php
    (Zum Otto-Weidt-Platz siehe auch: https://www.deutsches-architek…hp?p=600660&postcount=151)


    Der Vollständigkeit halber,
    aus dem "Wohnen am Humboldthafen"-Thread:

    ...
    Blick von der Invalidenstraße zur Stadtbahntrasse:


    https://abload.de/img/img_20180816_183247oqf5r.jpg
    (Fotos: Hallole)


    Zwischen den beiden Gebäuden verläuft vielleicht der künfige Hilda-Geiringer-Weg: https://www.berliner-woche.de/…geiringer-benannt_a139489



    Präventiver Hinweis:D

    ...
    Die Straßennamen-Diskussion bitte dort weiterführen. Hier nun im Thema weiter. Danke
    Bato

  • (Nördlicher) Europaplatz / Neugestaltung

    Q: http://europacity-berlin.de/in…spraech-katrin-lompscher/
    Demnach soll der nördlich der Invalidenstraße gelegene Teil des Europaplatzes eine Art Entree in die westliche Europacity darstellen; noch ist er ein Provisorium: ein Abstellplatz für Busse. Für die Gestaltung des Platzes soll es einen freiraumplanerischen Wettbewerb und 2019 konkrete Gestaltungsideen dafür geben.


    Letzterer Wettbewerb zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität und zum Ausbau der verkehrlichen Anbindung sei nun ausgeschrieben worden: https://www.tagesspiegel.de/be…umgestaltet/24099584.html
    Demnach soll der Baustart für die Umgestaltung 2021 erfolgen, allerdings zunächst nur für den Teil nördlich der Invalidenstraße; das Areal südlich der Straße und somit direkt vor dem Hauptbahnhof soll bekanntlich noch mit einem 100-Meter-Hochhaus ("MK8") bebaut werden und ist derzeit bereits geblockt:

    .. bis (vorerst..) 31. Dezember 2022 (!) gilt eine veränderte Verkehrsführung auf dem Europaplatz, also dem nördlichen Hauptbahnhofs-Vorplatz, wie die DB hinsichtlich der S21-Tunnelbauarbeiten heute in einer PM ankündigt: https://www.deutschebahn.com/p…3244646?contentId=1317082


    Fundstelle zur Ausschreibung mit Einzelheiten (Planzeichnungen etc.):


    Verkehrsuntersuchung und Machbarkeitsstudie zur Vorbereitung des Wettbewerbsverfahrens zur Neugestaltung des Europaplatzes
    ("Ausführungszeitraum ab Auftragserteilung (ca. ab Mai 2019)"): https://meinauftrag.rib.de/public/publications/219143


    Der "Tagesspiegel" fasst die Pläne mit "Grün,hipp und bunt" zusammen; er weist auf Fahrradparkhäuser mit begrünten Dächern, eine Fahrradwerkstatt, Co-Working, Gastronomie, Pop-Up-Stores, Ladetechnik für Busse sowie Cafés in bunten Containern, einen Out- und Indoor-Fitnessbereich mit modernen Geräten hin; eine Mobilitätsstation solle die verschiedenen Verkehrsangebote, zum Beispiel Carsharing und Leihräder verknüpfen.



    Zu dem Teil nördlich der Invalidenstraße siehe auch: https://bauprojekte.deutscheba…uabschnitt-1-20180828.jpg
    Q: "Mediagalerie" unten auf: https://bauprojekte.deutschebahn.com/p/berlin-s21


    Lageplan (aus Masterplan) & Visu (Stand 2011!): http://www.deutsches-architekt…hp?p=580644&postcount=259
    Neuere Visu dieses - dreieckigen - Teils des Europaplatzes nördlich der Invalidenstraße, samt der noch ausstehenden Bebauung am östlichen Rand: http://www.deutsches-architekt…um/showthread.php?t=13086


    Die traurige Realität (hier anno 2017):

    ...
    Und eines Tages, wenn die S21-Baustelle auf - oder vielmehr: unter - dem (nördlichen) Europaplatz fertiggestellt ist und das solange noch gesperrte Friedrich-List-Ufer (schon lange angelegte, schmale Straße!) wieder durchgängig nutzbar ist, kann ein kürzlich gefasster Beschluss zur Errichtung eines Fahrradparkhauses (wie z.B. vor dem Amsterdamer Central-Bahnhof) unter der Stadtbahntrasse verwirklicht werden: http://www.bz-berlin.de/berlin…-hauptbahnhof-ist-radvoll
    Und noch später, wenn auch die Bauarbeiten am geplanten Hochhaus auf dem Europaplatz beendet sind, dann, ja dann könnte die CA Immo auch noch folgendes (siehe: http://www.tagesspiegel.de/ber…ste-lebt-auf/9060372.html ) umsetzen: "Der abschreckende nördliche Vorplatz des Bahnhofes, mit wild parkenden Autos, Würstchenbuden, Bushaltebuchten und Dauerbaustellen, wird nach Abschluss der S-Bahn-Arbeiten neu gestaltet: Einen mindestens 100 Meter hohen Turm will die CA-Immo dort in den Himmel über Berlin wachsen lassen und auch einen Vorplatz anlegen." ;)
    Momentaufnahme vom Europaplatz: http://www.bz-berlin.de/berlin…inen-namen-nicht-verdient


    Zu den Fahrradparkhäusern & -abstellplätzen der DB siehe: https://www.deutsches-architek…p?p=618217&postcount=2091



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    Aus der "Leistungsbeschreibung" vom 04. März 2019 (11-seitiges PDF: https://my.vergabeplattform.be…43f681b3e72eb908afee35ef4) möchte ich im Folgenden einzelne Aspekte herausgreifen:


    Positiv:


    - Räumlicher Bestandteil der Planungen soll auch eine sog. "Verbindungsstraße" sein, die den Europaplatz Nord mit der südlichen Heidestraße verbindet; sie liegt zwischen dem "Amano Grand Central"-Hotel und dem "KPMG"-Bürohaus:


    Die Vergabe eines Namens für diese Straße steht wohl noch aus (vgl. Post #238): noch Arbeit für die Bezirksverordnetenversammlung.. ;-)
    Die "Verbindungsstraße" soll demnach gestalterisch eingebunden werden und voraussichtlich einen Großteil des Fußverkehrs zwischen Bahnhof/Europaplatz Nord und der (nördlichen) Europacity aufnehmen.


    - Untersuchung der Nutzungsmöglichkeiten für die im B-Plan II-201a als "MK V3" / Verkehrsfläche besonderer Zweckbestimmung bezeichneten Kerngebietsflächen unter dem Bahnviadukt im Westen des Hauptbahnhofs, u.a. für einen neu zu errichtenden Zugang zum S-Bahnsteig von der Clara-Jaschke-Straße aus in Kombination mit einem neuen, großflächigen Fahrradparkhaus


    - Unter dem östlich des Hauptbahnhofs gelegenen Viadukt sieht der - noch nicht rechtskräftige - B-Plan II-201da eine planungsrechtliche Ausweisung eines weiteren Fahrradparkhauses vor; eine Realisierung könne jedoch wegen der Baustelleneinrichtung für die S-21 nicht vor 2035 (!) begonnen werden..


    - Klarstellung, dass es sich bei den Reisebussen vorrangig um solche Busse handeln soll, die Reisende aufnehmen, die am Hauptbahnhof ankommen und zu Zielen der Bundesregierung bzw. zu Hotels gebracht werden sollen; Fernreisebusse (a la "Flixbus") sollen demnach nicht am Hauptbahnhof halten. Die räumliche Präsenz der Reisebusse im öffentlichen Raum auf dem Europaplatz Nord sei zu minimieren bzw. idealerweise zu vermeiden durch Schaffung von Abstellmöglichkeiten im westlichen Bereich (z.B. Emma-Herwegh-Straße, Flächen unter Viadukt u.ä.) oder an anderer Stelle



    IMHO negativ:


    Der (wohl auch noch nicht rechtskräftige) B-Plan II-201db (nördlicher Humboldthafen) an der Ecke Invalidenstraße / Friedrich-List-Ufer wurde gar nicht in Bezug genommen (von wegen "Erweiterter Betrachtungsraum"), somit auch nicht das dort vorgesehene "Sondergebiet mit der Zweckbestimmung Kultur und Gesundheit": https://www.deutsches-architek…hp?p=619250&postcount=121
    In dem Zusammenhang vermisse ich auch die Einbeziehung des Zugangs zu den dort geplanten Schiffsanlegern am nordwestlichen Rand des Humboldthafens..


    --> Sollen Entscheidungen zu Letzterem vertagt werden auf das Jahr 2035 - wegen der S21-Tunnelbauarbeiten..?

  • Bekanntlich betreiben die zahlreichen "Europacity"-Eigentümer gemeinsam eine Übersichts-Seite: http://europacity-berlin.de
    Dort ist nun die 4. Ausgabe von "DAS MAGAZIN" mit vielen Fotos & Infos, u.a. zu "Plätzen, Parks und Promenaden" (auf den Magazin-Seiten 24-27 bzw. PDF-Seiten 13-14), abrufbar: http://europacity-berlin.de/wp…03/ECMZ4_MRZ_2019_Web.pdf


    Randbemerkungen:
    Die darin (auf Magazin-Seite 11 bzw. PDF-Seite 6) getätigte Aussage, der "Cube" feiere bereits jetzt im Frühjahr seine Fertigstellung, halte ich für falsch; korrekt dürfte Herbst (wohl im Dezember) 2019 sein.
    Dagegen dürfte die Ankündigung (auf dortiger Seite 10), dass das "Quartier Heidestrasse"-Teilprojekt "QH Core" im Herbst 2019 Richtfest feiern wird, ebenso zutreffend sein wie die Grundsteinlegung noch in diesem Jahr bei den anderen Teilprojekten "QH Spring" (siehe: https://quartier-heidestrasse.…r-heidestrasse-erteilt-1/) und [wohl zumindest eines Bauabschnitts vom] "QH Track" auf dessen Länge von insgesamt über 500 Metern entlang der Gleise (https://quartier-heidestrasse.…er-heidestrasse/qh-track/)..


    Kleine Webcam (& Baustellenfotos)-Sammlung zur Europacity:
    https://quartier-heidestrasse.com/de/aktuelles/baustelle/
    https://cube-berlin.webcam-profi.de
    https://rieck1-berlin.webcam-profi.de
    https://myb-berlin.webcam-profi.de