Leipzig: Verkehrsprojekte

  • Die LVB haben zusammen mit den Verkehrsbetrieben Görlitz und Zwickau den größten Auftrag ihrer Firmengeschichte (ca. 600 Millionen Euro) über den Bau bzw. die Option für ca. 155 Straßenbahnen an die Leipziger Heiterblick GmbH vergeben. Die neuen Straßenbahnen werden 2,40m breit sein und somit die bereits seit Jahren geplante Kapazitätserweiterung (4 Plätze pro Reihe statt bisher 3) ermöglichen. Es wird eine XXL und eine L Variante geben. Weitere Details hinter der Bezahlschranke. https://www.lvz.de/Leipzig/Lok…n-werden-in-Leipzig-gebau

  • ^^ Womit auch endlich die hässlichen und altbackenen NGT8 peu a peu aus dem Stadtbild verschwinden werden - gute Nachricht.


    Edit: Dein Link funzt nicht. Hier gehts zum (Bezahl-)Artikel: https://www.lvz.de/Leipzig/Lok…-werden-in-Leipzig-gebaut


    Die Bahn soll demnach bereits Vorinstallationen für späteres autonomes Fahren und Wasserstoffantrieb enthalten. Mit 70 km/h dürfte es auch das schnellste Exemplar im LVB-Fuhrpark sein.

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  • PeterL  LeipzigSO - zum Thema S6 empfehle ich einen Blick in den Musterfahrplan. Im Grundangebot ist dort die halbstündlich alternierende Führung nach Leipzig Messe und Naumburg dargestellt, die Option ist Merseburg mit Kopfmachen in Großkorbetha (warum auch immer das 9 Minuten statt 6 Minuten wie auf der S3 in Halle/S Hbf dauern würde) statt Führung zur Messe, das ergäbe dann einen Halbstundentakt bis Großkorbetha.


    Insgesamt verstehe ich die Herangehensweise, beispielsweise bei der S10, nicht so wirklich. Während man für die recht lange Außenstrecke Strecke Grimma-Döbeln einen alternativlosen Umweg in Kauf nimmt, um die Linie in den CT zu kriegen (und dafür noch spezielle Fahrzeuge beschafft), erhalten mit Schkeuditz und Grünau zwei recht kurze wirkliche S-Bahn-Äste Verstärker nach Hbf oben: Oder durchgebundene Linien wie die S4 oder die S10-Option verbinden Äste der gleichen Himmelsrichtung, sind also für eventuelle Durchfahrer völlig uninteressant, etc.

  • Die LVB haben zusammen mit den Verkehrsbetrieben Görlitz und Zwickau den größten Auftrag ihrer Firmengeschichte (ca. 600 Millionen Euro) über den Bau bzw. die Option für ca. 155 Straßenbahnen an die Leipziger Heiterblick GmbH vergeben. Die neuen Straßenbahnen werden 2,40m breit sein und somit die bereits seit Jahren geplante Kapazitätserweiterung (4 Plätze pro Reihe statt bisher 3) ermöglichen. Es wird eine XXL und eine L Variante geben. Weitere Details hinter der Bezahlschranke. https://www.lvz.de/Leipzig/Lok…n-werden-in-Leipzig-gebau

    Die offizielle Pressemitteilung findet sich hier: 15. Dezember 2021: Zwickau, Görlitz und Leipzig beschaffen gemeinsam Straßenbahnen


    Auch gibt es abseits der gewonnenen Ausschreibung findet sich im Magazin des Herstellers Heiterblick, dem Kleiber, ein interessanter Artikel zur Fertigung eines Prototypen /Demo-Fahrzeuges (nur den Wagenkasten?) für die TSB-Magnetschwebebahn. Ausgabe 10/2021 (auf Seite 12)

    Nach zehnjähriger Entwicklungsphase sind die ersten Sektionen der Fahrzeuge bei der HeiterBlick GmbH in Leipzig montiert worden. Ausschlaggebend für die Beauftragung der HeiterBlick GmbH waren insbesondere die hohe Fertigungsqualität, gepaart mit Flexibilität und den mittelstandstypischen kurzen Entscheidungswegen. Von der Lackierung bis hin zur elektrischen und mechanischen Endmontage konnten die Leipziger ihre Fachkompetenz bei diesem Projekt unter Beweis stellen.

    Das Engagement und die Kooperation beider Firmen haben das Projekt angetrieben. Die Zusammenarbeit hält noch bis heute an. HeiterBlick unterstützt das TSB Projekt weiterhin bei Problemlösungen vor Ort, und bietet personelle und organisatorische Unterstützung an.

    Mehr zur TSB-Magnetschwebebahn (Transport System Bögel) findet man hier: TSB Homepage

  • Gelegen an der Magistrale Georg-Schumann-Str. zwischen Auferstehungskirche und Dantestraße wurde der Dantepark kürzlich grundlegend aufgewertet:

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    Eigene Bilder

  • Laut LVZ könnten die Chancen für eine Seilbahn in Leipzig steigen. Leipzigs Verkehrsplaner ließen bereits 2019 zwei Strecken prüfen: Hauptbahnhof entlang der Parthe bis zum Zoo und Stannebeinplatz bis Nordplatz. Andere Ideen sahen eine Streckenführung via Hbhf über Arena nach Lindenau vor oder vom Hbhf über Zoo zur Arena. In Workshops des Bundesinnenministeriums kristallisierten sich sechs Kandidatenstädte heraus – eine davon war Leipzig. Laut Bund steht eine finanzielle Förderung des klimaneutralen Transportmittels zur Verfügung. Baubürgermeister Dienberg warnt vor unrealistischen Erwartungen insbesondere was die Wirtschaftlichkeit anbelangt ist aber dennoch offen für eine ernsthafte Prüfung wobei er auch auf den touristischen Effekt verweist.


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    Quelle: Patrick Moye


    https://www.lvz.de/Leipzig/Lok…ilbahn-in-Leipzig-steigen

  • Seilbahnen sind sehr sicher eine gute Option für urbane Mobilität. Man schaue hierfür nach La Paz oder Rio.

    Die Streckenvorschläge in Leipzig sind schlicht Unfug. Wozu eine Stecke parallel zu funktionierenden Tramlinien und zu Zielen mit Veranstaltungen, die entsprechend nur wenige Bedarfsspitzen haben.

  • Stuss pauschal ist es nicht unbedingt. Themen wie Querung von Auenwald oder anderen Schutzgebieten lassen sich somit überhaupt erst einmal darstellen. Doch wenn überhaupt, dann dort, wo der StraßenÖPNV strukturell eine Lücke hat und/oder haben wird.

  • ^Genau deshalb ist der oben gezeigte, angeblich geprüfte Streckenvorschlag Stuss. Dort gibt es keinen Auenwald und kein zu überquerendes Schutzgebiet. Gut, wer aus Berlin mit dem ICE anreist und in den Zoo möchte hätte kurze Wege, mehr aber auch nicht...

  • ^ volle Zustimmung! Von den Vorschlägen überzeugt nicht wirklich einer. Gemäß den Ablehnungsgründen Münchens, man könne ja preisgünstiger (Verhältnis 1:20) eine Busstrecke etablieren, kommen Strecken in Frage, welche in erster und zweiter Linie nicht mit dem ÖPNV abgedeckt werden können, idealerweise auch mit dem MIV nicht. Ohne nachzurechnen fallen mir ein:


    Herzklinik - Probstheida - Lößnig - S-Bf Connewitz - Wildpark - Großzschocher - (Meyersche Häuse - Allee Center wäre schon wieder Bus65)


    oder


    Sachsenpark - Messe - S-Bf Messe - Schenker/amazon - Mockau - (Abtnauendorf - Schönefeld Ost - Torgauer Platz - Sellerhausen - Reudnitz - Ostplatz)


    oder


    Adler - S-Bf Plagwitz - Baumwollspinnerei - Hafen - Rückmarsforf - Einkaufszentrum (- Böhlitz-Ehrenberg -Lützschena - S-Lützschena - GVZ)


    Klammerbereiche als vielleicht sinnvoll, vielleicht nicht.


    Denn: Wenn die Strecke zu kurz ist braucht es ob der Streckenlängenunabhängigen Kosten einen erheblichen Nachfragegrundstock, je länger die Strecke ist, desto mehr Nutzer gibt es, die Kosten steigen "nur" noch um die längenabhängigen Kosten an, Energieverbrauch wäre irgendwann zu groß. Das "Tempo" ist ja eher gemächlich, dafür mit "Null-Wartezeit" und staufrei. Die Zustiege mit Bauwerken bedeuten einen Zeitverlust für Treppauf / Treppab.

    2 Mal editiert, zuletzt von C. S. ()

  • Die letzte absurde Idee der CDU war ja die aufgeständerte Bahn entlang des Elsterflutbeckens.
    Ansonsten fiel die Fraktion durch allerlei Tunnel-Vorschläge auf.

    Viel verkehrsplanerische Kompetenz scheint dort nicht angesiedelt zu sein.

  • Die letzte absurde Idee der CDU war ja die aufgeständerte Bahn entlang des Elsterflutbeckens.
    Ansonsten fiel die Fraktion durch allerlei Tunnel-Vorschläge auf.

    Viel verkehrsplanerische Kompetenz scheint dort nicht angesiedelt zu sein.

    Leider muss man sagen, das die schlechte verkehrsplanerische Kompetenz nicht nur ein Problem der CDU Fraktion ist, sondern alle Fraktionen glänzen nicht. Man sonnt sich mit der wachsenden Stadt, passende Planungen und deren Ausführungen im Verkehrsbereich hinken Lichtjahre hinterher. Im Moment sieht man in keinem Bereich, egal ob ÖPNV, Fahrrad, Auto usw. eine wirkliche Strategie, ziemliches Flickwerk in Teilbereichen, was alles sicherlich kein großer Wurf wird. OK, es muss halt viel unter einen Hut gebracht werden, aber bis 2030 sind meine Erwartungen in Leipzig verkehrsplanerisch eher gedämpft.

  • Wie gesagt - Seilbahnen als weiterer Verkehrsträger (mit entsprechendem Aufwand) ergeben dann ihren grundsätzlichen Sinn, wenn sie Strecken bedienen, welche Schienenbahnen gar nicht abdecken oder auch Busse nur umwegig / langsam / anderweitig hinderlich erreichen. Eine Wirtschaftlichkeit kommt obendrein dazu. Baukostenmäßig ganz grob bei der Hälfte bis Drittel einer Tramstrecke einzuordnen, im Personalaufwand bei rund einem Drittel bis Viertel, je nach Tram / Bus-Vergleich.


    Strecke Nord: ca. 8,4 km lang

    Bindet Industriegebiet an, an der Radefelder Allee entsteht voraussichtlich noch mehr. Verknüpfungen zu S-Bahnen und Tramstrecken, Bus sowieso. Fahrzeit end-to-end wäre ca. rund 20 Minuten. Baukosten rund 60 Mio. Euro.


    Strecke West: ca. 6,5 km lang

    Verbindet den Adler als DEN ÖPNV-Knoten im Westen mit S-Bahnen, Spinnerei, Hafen und Rückmarsdorf (die nur eine marginale Busanbindung haben) und das EKZ. Ich sehe gerade, dass eine kleine Verlängerung die Kombi mit Strecke Nord ermöglicht. Fahrzeit grob geschätzt 15 Minuten, Kosten ca. 50 Mio. Euro


    Strecke Ost, ca. 12 km lang!

    Verbindet ÖPNV-Knoten S-Bf Messe mit Sachsenpark (25.000 Besucher täglich), Messe (Eingang Ost + Schenker/amazon südlich) auf eine Weise mit den östlichen Wohngebieten, die keine direkte schnelle Messeanbindung haben. Abtnaundorf ist gänzlich ohne ÖPNV, läge hier " auf dem Weg) und die Stadtteilschwerpunkte Torgauer Platz - Sellerhausen - Reudnitz und Ostplatz haben untereinander nur zähe ÖPNV-Verbindungen. Baukosten ca. 100 Mio. Euro realistisch, Fahrzeit grob 30 Min.


    Strecke Süd: ca. 15 km lang

    Verbindet periphere Standorte an ÖPNV Knoten (bzw. gehören als solche ausgebaut!) mit EKZ (Globus, auch ca. 25.000 Besucher täglich), Wohnschwerpunkten, Kliniken, Ausflugszielen auf einem direkten abkürzenden Weg in den Südwesten, weiter zu Schwerpunkten innerhalb Grünaus. Weitere 2km könnten die Verbindung zur Strecke West herstellen.

    Fahrzeit ca. 40 Min., Baukosten ca. 120 Mio. Euro, würde Bus 65 ersetzen, erfordert Nahverkehrsausbau der Strecke L-Chemnitz zzgl. zum geplanten Fernverkehr.


    Zum Kostenvergleich: Die "Südsehne" der LVB zwischen Schleußig und Prager Str. würde grob geschätzt um die 70 Mio. Euro kosten, käme das Brünner-T dazu, wären ca. 100 Mio. Euro realistisch. Das ergibt einen groben Vergleich, was für die enormen Investsummen zu haben wäre.


    Das sind auch nur mal fix skizzierte erste Gedanken, da kann sicher optimiert werden. Oder mal die Nachfrage abgeschätzt. Üblicherweise kommen die Gondeln im 10 bis 20 Sekunden-Takt, also Null-Wartezeit! Das hat schon was!

  • Eine Wirtschaftlichkeit kommt obendrein dazu. Baukostenmäßig ganz grob bei der Hälfte bis Drittel einer Tramstrecke einzuordnen, im Personalaufwand bei rund einem Drittel bis Viertel, je nach Tram / Bus-Vergleich.

    Ich bin mal absichtlich polemisch. Was sind die Kosten für Auto freie Fahrradstraßen-Zubringer in die Innenstadt sowie zentrale Ausleihstationen von Rädern an Fixpunkten von Stadtquartieren um das zu füttern?


    In einer so flachen Stadtstruktur wäre das doch wesentlich effektiver, schneller, und vor allem günstiger zu erreichen als diverse Szenarien mit Seilbahnen. Für mich sind die Gedanken zu Seilbahnen bei der Stadt absurd, wenn ich immer noch kein effektives und sicheres Radwegesystem erkennen kann. Von festen Ausleihstation an jedem Straßenblock ganz zu schweigen.


    Dennoch danke für deine Aufstellung C. S. . Ausser an Punkten wie der Neuen Messe, der Alten Messe, und am Cospudener See sehe ich es jetzt nicht unbedingt für Leipzig.

  • Die Frage ist berechtigt. Doch genauso wie Radfahren effektiv ist (mach ich ja selbst) wolle oder können es auch viele nicht und sitzen öfter als sinnvoll im PKW. Mit der Frage würde man auch ein besseres S-Bahnsystem (Taktverdichtung wird in Summe teurer als die vier hier ausgedachten Strecken) oder eine ÖPNV-Verbesserung in Frage stellen - was gewiss nicht gewollt ist. Nein, abseits vom Rad braucht es für längere Strecken attraktive Lösungen.

  • Am S-Bahnhof Connewitz werden die Behausungen unschuldiger FDP-Wähler brutal weggebaggert!





    ...sollten das etwa Anzeichen dafür sein, dass nur wenige Jahre nach Eröffnung des City-Tunnels die halbe Brücke rüber zur Bus- und Straßenbahn-Haltestelle dann doch mal fertiggebaut werden könnte?

  • das war auch mein erster Gedanke gewesen... :) Was mich diese Nicht-Brücke schon an Lebenszeit gekostet hatte....?