Leipzig: Verkehrsprojekte

  • ^ Das Bild ist aber irgendwo in Polen aufgenommen, wo die Bahnen gebaut werden. Und ob die für Leipzig bestimmten Bimmels dann tatsächlich so aussehen werden, steht auch noch in den Sternen. Ich finde, das Design wirkt schon wieder überholt.

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    Die neuen Bahnen der LVB orientieren sich von Ausstattung Komfort und Co. an den XXLern, so wurde es zumindest im Rahmen der Ausschreibung verlangt. Insofern können wir davon ausgehen, dass die Bahnen zumindest nicht komplett anders daher kommen als die jetzigen.
    Einziges Manko: Es wird explizit keine Klimaanlagen mehr geben. Angeblich zu hohe Kosten. Fragt man sich, wieso sie dann erst angeschafft wurden und dann sogar noch 9 Bahnen wieder mit Klima nachbestellt wurden.

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    Es wurde unter anderem auf Facebook erwähnt, dass in der Ausschreibung keine Klimaanlagen gefordert wurden. Weiterhin hat sich die LVB angeblich "bewusst" gegen Klimaanlagen entschieden, um Energiekosten zu sparen, da sich die Türen zu oft öffnen würden und damit zu viel kühle Luft im Sommer verloren ginge.


    Argumentation wie im Kindergarten, denn im Winter geht die Wärme der Heizung auch verloren, wenn draußen unter 15 Grad herrschen. Schaltet man deshalb künftig keine Heizungen mehr an?!


    Meiner Meinung nach in Zeiten des Klimawandels (ob es den nun gibt oder nicht mal dahingestellt) ein absoluter Rückschritt in Richtung eines wenig attraktiven Nahverkehrs, zumindest im (Hoch)Sommer. Zumal wir in Leipzig mit die höchsten Preise deutschlandweit haben aber beim Service bei weitem nicht Platz 1 sind, auch wenn sich die LVB wieder mal als "Service Champion" bezeichnet.

  • Kein kleinster Kleinwagen ist heute mehr unklimatisiert. Die Entscheidungsträger leben offensichtlich noch in anderen Zeiten nach dem Motto: Früher ging es auch ohne.


    Als häufiger S-Bahnnutzer freue ich mich jedoch über die generell vollklimatisierten S-Bahnzüge. By the way: auch für MDSB II werden nur klimatisierte Züge gekauft. Ich persönlich hoffe, dass die Bedeutung der S-Bahn weiter wächst.

  • ^ Grundsätzlich braucht es einen zusammenwirkenden Bedeutungsschub für den ÖPNV in Leipzig und im Großraum. Beide - S-Bahn wie Tram - müssen sich miteinander ergänzen. Dafür braucht es gemeinsame Konzepte und Qualitätsansprüche. Tendenziell fährt man mit der Tram kürzere Strecken. Von daher finde ich es nicht ganz so schlimm, ohne die Klimaanlage. Es ist ja auch noch nicht klar was und wie groß die Züge werden. Die langen Stadtbahntrassen 11,15,16 werden wahrscheinlich kaum damit bedient. Das Design orientiert sich hoffentlich nicht am gezeigten Bild.

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    man fährt mit der Straßenbahn nur kurze Strecken? Das kenne ich von vielen anders. Wer nicht direkt an einer S-Bahn wohnt, fährt auch mal größere Strecken, zumal die S-Bahn viele Ecken nicht erreicht oder man Tram-S-Tram fahren müsste und so fahren manche Leute halt direkt mit der Straßenbahn durch.
    Da kommen schnell mal 30 min zusammen und die möchte man selten in einer 50 Grad heißen Bahn erleben. Ging früher zwar auch ohne, aber die Ansprüche steigen - genau wie beim Wohnen. Daher ist es ein Armutszeugnis, es mit zu oft öffnenden Türen zu begründen. Wie man am vorigen Posting sieht, scheint es ja die Bahn auch problemlos mit Klima zu geben, sofern wirklich Solaris den Zuschlag hat.

  • ^ Also: Tür auf, Tür zu, Tür auf, Tür zu, ... fast jede Minute bzw. darunter hält die Bahn an einer Haltestelle und die Türen gehen auf, kalte Luft geht rein, warme Luft geht raus. Trotzdem bleibt noch genügend kalte Luft im Innenraum. Jedoch kannste auch einen Hitzeschlag bzw. eine Erkältung bekommen. Im Innenraum ist bei 30°Grad Außentemperatur auf 15°Grad gekühlt und in Null-Komma-Nix steigst du aus der Straßenbahn aus und dich erwischen 30°Grad. Kann schlecht sein, muss es aber nicht. Dies nur mal als zwei Beispiele, was gegen eine Klimaanlage im ÖPNV sprechen könnte.


    P.S. Kann man zwar alles einstellen, aber die Klimaanlage im Silberpfeil ließ sie sich (nie) eigentlich gar nicht einstellen, dort war und ist es immer voll kühl. Und auch in den Classic XXL kam ich mir schon öfters wie im Eisfach vor.


    Viel wichtiger ist die Luftfeuchtigkeit, im Sommer wie im Winter.

  • Kann die Diskussion nicht nachvollziehen. Wie viele derart heiße Tage gibt es in Leipzig, dass man unbedingt Klimaanlagen in öffentlichen Verkehrsmitteln bräuchte?


    Und auch wenn Deutschland wärmer wird, wird es noch eine Weile dauern, bis es in Leipzig hinreichend viele heiße Tage gibt, um sowas zu rechtfertigen.

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    Bereits ab 20 Grad Außentemperatur und voller Sonneneinstrahlung wird es in Bahnen warm. Spätestens ab 25 Grad unangenehm. In manchen Sommern hatten wir ca. 90 Tage Temperaturen >25 Grad, teils von April bis September.
    Unabhängig davon: Die Klimaanlage ist gleichzeitig Heizung, wird also auch im Herbst und Winter genutzt.

  • Eben, eine gute Klimaanlage hat eine Wärmepumpen-Funktion zum Heizen. Damit ist der elektrische Energiebedarf zum Heizen deutlich geringer (SCOP-Wert).

  • Gleisbau Bornaische Brücke


    Vom 19. bis 23. November 2014 finden vor und auf der Bornaischen Brücke Gleisbauarbeiten statt, damit die Straßenbahn wieder zweigleisig fahren kann, und anschließend wird die Fahrbahn asphaltiert, so dass am 3. Dezember 2014 die Bornaische Brücke wieder für den Kfz-Verkehr freigegeben werden kann und somit die Verbindung zwischen Connewitz, Dölitz und Markkleeberg.



    Gestern Nachmittag auf der Baustelle.



    Stadtwärtiges Gleis zur Haltestelle S-Bf. Connewitz.



    Asphaltarbeiten des Gleisbetts auf der Bornaischen Brücke.



    Und hinter der Brücke in Höhe Liechtensteinstraße.


    Ab 24. November 2014 verkehrt die Linie 11 wieder zweigleisig über die Bornaische Brücke.

  • ^ Passend dazu ein Zufallsfund von dieser Woche. Hier sieht man den Brückenumbau aus dem Jahr 1976. Hochinteressant finde ich auf den Bildern die Überreste der alten Eisenbogenbrücke. Habe ich so auch noch nicht gesehen. Wäre im sanierten Zustand heute dort sicher ein absoluter Hingucker.
    Hier ist auf dem Bild von Linie 11 (Seite 14) im Hintergrund recht die alte Brücke angeschnitten.

  • S-Bhf Gohlis

    Am S-Bahnhof Gohlis ist seit ein paar Wochen an der unteren Bahnbrücke eine blau-rote Beleuchtung installiert. Ist ein schöner Hingucker. Das rote Licht ist in der Realität nicht so dominant wie auf den Bildern (anfangs habe ich es gar nicht wahrgenommen).



  • Lützner Straße: Banddurchschneidung und Verkehrsfreigabe


    Heute wurde die Lützner Straße wieder komplett dem Verkehr freigegeben. Insgesamt wurden zwichen Saarländer Straße und Odermannstraße 40 Millionen Euro von LVB, KWL und Stadt verbaut, das mit Mitteln des Freistaats Sachsen gefördert wurde. Dabei wurde die Stadtbahnlinie 15 ein weiteres Stück zur Stadtbahn ausgebaut - alle Haltestellen sind ausgebaut, auch größtenteils das Gleisbett, lediglich der Abschnitt zwischen Talstraße und Gutenbergplatz fehlt noch. Auf 17,4 Kilometern Streckenlänge, 36 Haltestellen und 50 Fahrminuten ist sie die zweitstärkste Straßenbahnlinie der Stadt.



    Ronald Juhr, Geschäftsführer Technik und Betrieb der LVB; Dorothee Dubrau, Baubürgermeisterin der Stadt Leipzig; Mathias Wiemann, Unternehmensbereichsleiter Netze der KWL, bei der Banddurchschneidung.



    Blick vom Hubmeister auf den neuen Straßenraum in Richtung Grünau.



    Und die neue Haltestelle Lindenau, Bushof.


    Bilder von der Baumaßnahme 2011 bis 2014 finden sich auf http://www.BimmelBus-Leipzig.de <<

  • Ausbau Haltestelle S-Bf. Möckern im Jahr 2016


    Heute fand bekanntlich in der Agentur für Arbeit eine Infoveranstaltung zum Ausbau der Haltestelle S-Bf. Möckern statt, die sehr gut besucht war.


    Die Georg-Schumann-Straße ist in acht Bauabschnitten eingeteilt und soll ab 2015 für 40 Millionen Euro umgebaut werden. Dazu gibt es auch den "Städtebaulichen Entwicklungsplan Georg-Schumann-Straße". Da die Straßenraumbreite nicht überall gleich ist - sie schwankt zwischen 21 und 25 Metern -, kann nicht überall derselbe Querschnitt errichtet werden. Sie soll auch nicht in einem Zug umgebaut werden, sondern abschnittsweise.


    Im Jahr 2000 gab es die Planung, in diesem Haltestellenbereich mit einem Bahnkörper und zwei Haltestelleninseln zu arbeiten. Am Huygensplatz hätte es dann sogar eine neue Kreuzung mit LSA gegeben. In den letzten Jahren hat man geschaut, wo und wie die Haltestelle am besten passe. Gedacht war ja auf der Brücke mit direktem Zugang zum S-Bf. Möckern. Doch die meisten Fahrgäste ziehen das Jobcenter und die Agentur für Arbeit an, weshalb sie etwa an bisheriger Stelle auch bleibt. Es bleibt auch ein Straßengebundener Gleiskörper wie jetzt. Das heißt, kein Bahnkörper, dafür Haltestellenkaps mit angehobener Radfahrbahn und Mobiliar. Damit ein Umstieg von TRAM in BUS klappt, wird nördlich der landwärtigen Haltestelle ein extra Kap für die Linie 90 errichtet. Interessant wird auch die Straßenbeleuchtung mit LED-Technik, die nach historischem Vorbild gestaltet wird, nämlich über ein Seil zwischen den Hauswänden. Sollte dies mal nicht möglich sein, kommt die Beleuchtung an die Hauswand. Die Farbe wird brillantweiß (wie am Promenadenring) sein. Südlich entstehen neben Baumreihen auch Parktaschen. Es muss ein Baum gefällt werden, dafür kommen 32 neue Bäume. Die Mauer vor der Agentur für Arbeit wurde die letzten Wochen wegen Brüchigkeit abgebrochen und soll durch eine ca. 50 cm hohe Mauer ersetzt werden, die auch als Sitzmöglichkeit dient. Die Grundstückseigentümer müssen sich mit 25 % Straßenausbaueiträgen beteiligen. Auf dem Huygensplatz soll außerdem eine Mobilitätsstation errichtet werden. Die südwestliche Ecke des Huygensplatzes wird ein wenig ausgebessert, da die Planung für die Straße erst nach der Platzplanung kam.



    Zwischen Huygensplatz und Haltestelle S-Bf. Möckern.



    Bereich um die Haltestelle S-Bf. Möckern.



    Zwischen Haltestelle S-Bf. Möckern und Brücke.


    Die Bauzeit beträgt vom 01.02.2016 bis 16.12.2016 - zwischen S-Bf. Möckern/Brücke und Huygensplatz auf 300 Metern. Es wird wieder halbseitig gebaut. Zuerst die nördliche Seite bis 24.06.2016 und ab 27.06.2016 die südliche Seite. Es wird eine Wochenendesperrung für den Einbau der Bauweichen geben sowie in den Ferien eine längere Sperrpause. Die Linien 10 und 11 werden eingleisig durch die Baustelle geführt. Erneuert werden 370 Meter Gleis. Zum Einsatz kommen eingedeckte Querschwellengleise, die den Geräuschepegel auf 3 bis 4 Dezibel mindern. Die Gleisaufweitung beträgt 2,56 Meter bis 2,80 Meter und im Haltestellenbereich 4,45 Meter. Die Fahrbahnbreite beträgt zwischen 3,25 Meter bis 3,50 Meter, 1,85 Meter breite Radstreifen und 2,50 Meter breite Gehwege. Die Stadtkosten belaufen sich auf ca. 1,5 Millionen Euro. Die LVB-Baukosten betragen ca. 1,9 Millionen Euro und hoffen auf eine Förderung von 75 % vom Freistaat Sachsen. Der Antrag des Planfeststellungsverfahren soll noch in 2014 erfolgen.

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    Ich bin mal gespannt, ob der Bereich zwischen Haltestelle Wiederitzscher Str. und Brücke (S Bahnhof Möckern) noch saniert wird, da dieses Stück ebenfalls noch nicht grundlegend saniert wurde, gleichzeitig wurden aber dieses Jahr für mehrere zehntausend Euro Bäume gesetzt und dafür extra Löcher in den Belag gebaut. Heißt, man reißt vllt in wenigen Jahren nochmal alles auf und baut dann richtige Baumringe, wie z.B. auf der Lützner Str.
    Am Huygensplatz wird auch wieder extra Geld aufgewandt, statt Straße und Platz zusammen zu sanieren. Ich frage mich, wer hier die Pläne erstellt!?
    Genauso verrückt finde ich die zeitliche Verzögerung ... der Bereich Chausseehaus bis Lützowstraße wurde seitens LVB 2011 (?) notdürftig geflickt, die Strecke sollte eigentlich bis 2012 schon komplett saniert sein, da die Gleise tlw. über 30 Jahre alt sind. Passiert ist jedoch bisher nichts außer Notausbesserungen, da man damals noch von einem zeitigerem Ausbau ausging.


    Mal sehen, ob es dann dort auch endlich digitale LVB-Anzeigen gibt, die fehlen bekanntlich von der Wiederitzscher Straße bis Wahren komplett trotz starker Nutzung des ÖPNV im Bereich Schumannstraße, außer an der Endstelle Wahren, während manch deutlich weniger genutzte Haltestelle über digitale Anzeigen verfügt.