Zukunft des Rathausforums / Marx-Engels-Forums

  • Auf dieser weise wird nichts entwickelt in die historische stadtkern Berlins. Der geburtsstandort Berlins
    Auf dieser weise bringen die kleinkinder der eigentlichen eigentumer der zukunftige stadtebauliche entwicklung von Berlin to a grinding halt. I don't know the german word for that.

  • Ich fänds nicht schlimm, wenn diese Freifläche nicht bebaut werden würde.


    Wenn das Schloss wieder steht, ein paar Hochhäuser am Alex stehen und das viertel an der Klosterstrasse wieder bebaut ist, könnte das eine sehr angenehme grüne Mitte der östlichen Innenstadt Berlins sein.


    Das wichtigste wäre da eher, die ganzen hässlichen Platten rund um das Marx Engels Forum und der Grünanlage Richtung Fernsehturm durch eine dichte hochwertige neue Bebauung zu ersetzen....

  • paderwan: erstmal danke für den Artikel. Gibt einem schon zu denken solche Spielereien. Da könnte man natürlich einerseits auch sagen, daß es etwas ärmlich ist, daß sich die Stadt hinter bürokratischen Spielereien verstecken kann, um Ausgleichszahlungen für vergangene Ungerechtigkeiten zu umgehen.


    Warum zeigst du aber keine Bilder vom eigentlichen MEF?
    Es wäre m.M.n. wesentlich interessanter zu sehen, ob es dort auch so zugeht wie am Rathaus und unterm Fernsehturm, denn um das MEF geht es bei der Diskussion doch hauptsächlich.

  • Frau Junge-Reyer äußert sich in einem Interview in der Berliner Zeitung auch mal zum MEF. Ein Nachbauen der Vorkriegsbebauung lehnt sie ab, auch historisierendes Bauen möchte sie nicht. Stattdessen schweben ihr eher moderne Solitäre entlang der Karl-Liebknecht-Straße vor, mit "herausragender, internationaler Nutzung". Sie könnte sich eine Kunsthalle, aber auch die Zentral-und Landesbibliothek dort vorstellen. Wohn- und Geschäftshäuser möchte sie an der Stelle aber lieber nicht. Weiterhin hält sie hochwertige Grünflächen für die gesamte Innenstadtregion von Fernsehturm, über Molkenmarkt bis zum Schinkelplatz für wichtig und ein "Markenzeichen der städtischen Lebensqualität".


    Auja, große Solitäre sind genau das was diese Gegend jetzt noch braucht...:nono:

  • Ich verstehe nicht, warum diese gebiete mit ach und Krach bebaut werden müssen. Schließlich ist das Marx-Engels Forum keine unansehnliche Brache, sondern eine gestaltete Grünfläche.

  • NewUrban:
    steht doch schon alles weiter oben in diesem Thread.
    a) Das MEF wird in Kürze (und das für längere Zeit) zu einer Brache werden
    b) selbst die Grünflächenbefürworter wollen eine andere, eine aufgewertete Grünfläche, weil das MEF in seiner jetzigen Form zwar gestaltet sein mag, aber keine Aufenthaltsqualität bietet
    c) es gibt Einige die Berlins historische Mitte ganz arg vermissen
    d) es gibt viele Überlegungen zwischen den beiden Extremen
    e) warte ich noch auf denjenigen der sagt "So wies jetzt ist finde ichs aber eigentlich ganz toll!"


    Ich bin heute mal wieder zufällig in der Nähe gewesen und bin mal absichtlich nicht daran vorbeigelaufen. Das Gebiet ums Rathaus, die Rathauspassagen und den Fernsehturm war schön voll. Paderwan hat das auf seinen Fotos eigentlich ganz gut eingefangen. Direkt über die Straße am MEF waren aber gerade mal eine Handvoll Touris die die Herren Marx und Engels fotografierten und dann schnell wieder verschwanden. Ein Obdachloser schlief friedlich auf einer der Bänke am Rand des MEF, wo es trotz etwas Sonnenscheins durch die vielen Bäume immer schön stockfinster ist. Es könnte also besser sein.

  • Brako hat das ganz gut zusammengefasst. Nun, wo das Schloss gebaut wird, ist klar, dass wir uns auf mehrere Jahre mit sehr kontroversen Diskussionen auseinandersetzen werden. In dieser Hinsicht bleibt Berlin die spannendste Stadt, freuen wir uns darauf. :daumen:

  • Wäre ein prima Platz für ein paar Hochhäuser - dann muss man für die Umsetzung der Stadtkrone nicht extra die Bauten an der Alexanderstr. abreissen. Und der Fernsehturm steht dort wo er hingehört: in der Mitte der Wolkenkrätzerchen. Bei dem Bauvolumen auf kleiner Fläche macht dann auch die Entschädigungssumme nicht mehr so viel aus und die Restflächen könnten entschädigungsfrei als Grünanlagen erhalten bleiben.


    Und die dadurch resultierende exzellente Verbesserung des Blicks von meinem Balkon nicht zu vergessen! :lach:



    (photo: ich)

  • Neubebauung Rathausplatz / Marx-Engels-Forum

    Wie die Berliner Presse in den vergangenen Wochen mehrmals berichtete, finden auf Landesregierungsebene Überlegungen zum Umbau des Rathausplatzes, vor allem aber des Marx-Engels-Forums statt.


    Dabei gibt es grob 3 Positionen die bisher von verschiedenen Persönlichkeiten politischer Funktionen vertreten wurden:


    1: Die Bewahrung des Ensembles als Grünfläche bei gleichzeitiger Aufwertung.


    2: Die weitgehende Bewahrung der Grünflächen, doch zeitgleiche Teilbebauung z.B. an den Rändern des Areals, vor allem zur Karl-Liebknecht Straße hin.


    3. Die Bebauung des Areals in den historisch gewachsenen Straßenstrukturen der Vorkriegszeit in Anlehnung oder Rekonstruktion der damaligen Bebauung.


    da die Platzfläche die nächsten Jahre durch den U-Bahn und Schlossbau strapaziert wird, ist die grundsätzliche Debatte über die Zukunft des Geländes angebracht. realisiert können Ideen jedoch erst ab 2017/2018, nach Fertigstellung des U-Bahnbaus. Derzeit laufen jedoch schon kleinere Maßnahmen zur Verbesserung des Aufenthaltcharakters.


    hier erst mal Fotos des Marx-Engels Forums:


    die Ansicht von der Rathausbrücke:


    die Ansicht des Marx-Engels-Denkmals mit Blick zum Alexanderplatz:


    die Ansicht des Denkmals von vorn:


    relativ leer an einem normalen wochentag, aber mit touris und ausruhenden:


    die recht auslandende, überdimensionierte Spandauer Straße teilt das Marx-Engels-Forum vom Rathausplatz:



    der Rathausplatz ist deutlich belebter (ebenfalls unter der woche, mittags):


    kuschelig eng wird es an einem sonnigen samstag nachmittag:






    der Brunnen zu Fuße des Fernsehturms ist ein echter Magnet und die Leute sitzen da doch recht lange und schauen dem Fontänenspiel zu. Die Flächen drumrum werden offenbar besonders gern von ausländischen jungen Touries zum sitzen und relaxen genutzt.
    Alles in allem zeigt sich, das der Rathausplatz als Platz wirklich funktioniert und auch ohne großem glamourschmuck einen ausgleich zum Alexanderplatz bietet. Beim Marx-Engels Forum herrscht m.e. schon eher handlungsbedarf.


    bisher wurde schon unter dem Thread "Stadtgespräch" ausgiebig darüber gestritten, nun kann es dazu ja hier weitergehen.



    D.

  • Ein wesentliches Argument ist ja die Wiederherstellung der alten Strassenführungen, also in diesem Fall der weitgehend mittelalterlichen Winkel und Gassen.


    Aber warum sollte man das tun? Eine mittelarterliche Stadtstruktur mit modernen Gebäuden sieht meiner Meinnung nach unharmonisch aus. Und von einer Rekonstrukton der Gebäude selbst ist ja gar keine Rede. Warum nutzt man also nicht die Gelegenheit, neue Plätze und Boulevards zu schaffen? Dem ME-Denkmal kann man ja einen neuen Rahmen verpassen, vielleicht als Platz innerhalb eines neuen Carrees.

  • Oder man setzt die Skulptur um irgendwo auf oder zwischen Straußberger Platz und Frankfurter Tor. Da würde der Kontext wieder stimmen (K.Marx auf die K.Marx-Allee ist doch naheliegend) und da die Skulptur mittlerweile recht bekannt bei Touristen und ein Foto gemeinsam mit den beiden ein sehr beliebtes Motiv ist, könnte man damit wieder mehr Touristen auf Spaziergang auf die KM-Allee bringen. Meines Erachtens ist der Straßenzug nämlich viel zu unterschätzt. Touristen findet man zu wenig für diese herausragende Sehenswürdigkeit.

  • Naja, ob man wegen eines Denkmals eher zur dieser eigentlich schon jetzt beeindruckenden Straße pilgert? Vielleicht würden interessantere Geschäfte da mehr bewirken.


    Ich würde auch sagen, dass man die beiden Herren dort stehen lassen kann, und die lediglich Grünfläche bebaut. Dabei muss man sich nicht an den hist. Grundriss halten. Der bestand auch lediglich auch 3 Blocks und war kein Gassengewirr, wie man es bei vielleicht vermutet. Ich bin natürlich für sogut wie jede Reko zu haben. Aber es handelte sich bei der Bebauung doch in erster Linie um normale gründerzeitl. Häuser, bis auf die Postdirektion. Dafür Investoren oder so zu finden...Man kann einen neune Grundriss in +-Form schaffen, mit dem Denkmal auf der Kreuzung. So hat man auch Blick auf die "Ostfassade des Schlosses", was sonst nicht der Fall wäre.


    Wichtiger wäre es, die Spandauer Str. von Autobahn- auf Innenstadtformat zurückzubauen und beim Rathausplatz muss der Neptunbrunnen erst mal wieder an seinen alten Platz. Es gibt doch den Brunnen vor dem Fernsehturm, wozu brauch man dann noch diesen an einer Stelle, wo er eh nicht hingehört?


    P.S. Das hier habe ich in Rom in der Nähe des Vatikan gefunden...

    Über die Botschaft kann man streiten ;).

  • Vergangenen Montag präsentierte Hans Stimmann in der Bauakademie Pläne für eine Bebauung des historischen Zentrums. Für diese Diskussion lud er fünf Architekten ein Testentwürfe zu erstellen. Mit dabei waren: Romano Burelli, Hans Kollhoff, Christoph Sattler, Natascha Meuser, Christoph Sattler sowie Petra und Paul Kahlfeldt. Die Entwürfe sollen, so Stimmann, zum Nachdenken anregen und zur erhofften Revision erinnerungsloser Stadtbaukunst anstiften.


    Artikel Mopo


    Insbesondere die Pläne von Bernd Albers dürften für Diskussionsstoff sorgen, da er eine Bebauung vorsieht, die wenig Bezug zum aktuellen Bestand (Fernsehturm, Rathauspassagen) aufnimmt:





    Bildquelle: Bernd Albers

  • Klingt ja soweizt erst mal wieder sehr spannend. Immer dieses Gerede von Freiflächen... Es gibt genug Frei- und Grünflächen in der Stadt und Umgebung, die eine weitaus entspannendere Wirkung haben, als diese wüsten Leerräume ohne Anfang und Ende. Dass man in diesem Rahmen auch daran denkt, die Pavillons und Treppen des Fernsehturms abzureißen überrasccht mich schon, wenngleich ich es für eine zusammenhängende Struktur schon für logisch halt, ragen diese Spitzen und der Brunnen doch sehr weit heraus. Aber vorstellen kann ich es mir nicht...Naja, man muss sich wohl mal diese Ausstellung genauer anschauen, um sich ein Bild zu diesen Ideen zu mache

  • Vielen Dank Batō für den interessanten Artikel.


    Jaja, Stimmann kann es einfach nicht lassen.


    Auch Stimmann betont immer wieder, dass es beim „Neubau der Altstadt“ nicht um eine Wiedererrichtung der verloren gegangenen Häuser geht. „Wir wollen keine Fassadensimulationen wie in Dresden“, betont er.

    Quelle:Morgenpost


    Was für eine Altstadt? Stimmann will ja den Zustand wie vor dem II.WK. Mir ist nicht bekannt das Berlin jenseits der Fischerinsel (+ Jüdenhof) eine Art "Altstadt" besessen hätte. Was hat das mit Dresden zu tun? Mit dieser negierten Altstadt, dessen Bebauung ja mancher Meinung nach rekonstruiert werden muss, wird insbesondere das MEF in Verbindung gebracht. Gab es dort eine "Altstadtbebauung" mit ortsspezifischen Gebäuden? Das waren in der Regel noch banalere Gebäude als in den "Nicht-Altstadt-Vierteln" drumherum. Wenn es vor dem II. WK dort diese Kleinteiligkeit gab, war sie städtebaulich in manchen Straßenzügen obsolet oder schon nicht mehr vorhanden(Molkenmarkt & Nikolaiviertel).


    Also ich kann bei "seinen" Ideen für das MEF nur den Kopf schütteln. Wenn man sich die Visualisierungen in der Mopo von Stimmanns Favoriten Albers so ansieht... Einfach furchtbar. Wie kann ich das höchste und eines der markantesten Gebäude der Stadt in einen Baublock von Stadthäusern stecken? Auf kein Bestandsgebäude wird Rücksicht genommen. Da entstehen Townhäuser im Schatten der Rathauspassagen. Da hätte man soviel Mut haben müssen und auch Stimmanns Hassobjekt No 1 in Frage zu stellen. Eine kleinteilige Blockrandbebauung wird zwischen den Gebäuderiegeln der Karl-Liebknecht-Straße, den Rathauspassagen und dem Fernsehturm gequetscht. Eine Insel. Selbst die Marienkirche wirkt seltsam im riesigen Vierkant von Platz. Der Rathausplatz im Vergleich zur heutigen Situation null Aufenthaltsqualität. Gerade die Solitäre der Randbebauung wie das Rathaus und die Rathauspassagen trennt man mit diesem Typologiewechsel über die Rathausstraße hinweg von der neuen, kleinteiligen Blockrandbebauung. Man orientiert sich nirgendwo an der umliegenden Bebauung. Genau diese städtebaulichen Monostrukturen bemängelt man bei der sozialistischen Stadtplanung und propagiert nun selber eine dogmatische Tabula rasa Stadtplanung. Berlin muss halt alle 50 Jahre komplett sein Gesicht wechseln...
    Aber das MEF ist ja ein anderes Thema....


    Hier noch mal die Visualisierungen aus der Mopo (Bild 13-18 ist eigentlich nur interessant)

  • Tatsächlich ist der Albers-Entwurf dadurch gekennzeichnet, dass er keinerlei Bezug zur aktuellen Bebauung sieht. Wahrscheinlich ist er in der Grundauffassung gemacht worden, dass die aktuelle Bebauung so minderwertig ist, dass jede Bezugnahme eine gehaltvolle Architektur zerstört. Der Entwurf scheint mir somit darauf ausgerichtet, langfristig die jetzigen Bauten an die neuen Entwürfe anzupassen, also abzureißen und neu zu bauen. Man kann natürlich darüber diskutieren, ob solch radikale Grundhaltungen zu sinnvollen Ergebnissen führen.


    In diesem Fall hat die Medaille zwei Seiten. Bei der Fläche des eigentlichen MEF könnte ich mich mit ven Visualisierungen anfreunden. Da ergibt sich ein passables, verdichtetes Bild der Bebauung. Zwar verschenkt der Entwurf an einigen Stellen Potenzial, das wir in dem Visionen-Thread schön rausgearbeitet hatten (Sichtachsen Schloss-Balkone Fernsehturm), aber damit könne man sicher leben. Östlich der Spandauer Straße, also im Ensemble Marienkirche, Rathaus, Fernsehturm geht die Ignoranz des Bestandes aber gar nicht. Den Fernsehturm so einzubauen und ihn seines Sockels zu entreißen, hat mich "Reparatur" kaum was zu tun. Der Entwurf verhehlt kaum, dass er diese Teile der Bebauung als noch störender darstellen will, als sie sind.
    Der Platz an der Marienkirche und am Rathaus gefallen mir für sich selbst nicht sooo schlecht, aber der Weisheit letzter Schuss (Riegel Karl-Liebknecht-Straße und Rathauspassagen) ist dies auch nicht.


    Grüße, Jan

  • ^
    Stimmt. Irgendwie hängt wieder alles mit allem zusammen.


    Zum Spittelmarkt, korrekter Fischerinsel/Gertraudenstraße:


    Die Idee mit der Petrikirche finde ich in sofern gut dass das Viertel, um es mit Stimmanns Worten zu sagen "Alt-Cölln", wieder ein strukturelles Zentrum durch eine neue Bebauung, einen Platz mit einen Solitär erhält. Bis jetzt ist der Ort mit der Gertraudenstraße nur ein Bindeglied zwischen dem sozialistischen Stadtzentrum und der Friedrichstadt, eher ein Unort. Ob das jetzt eine Kirche sein muss, ein Turm oder etwas anderes markantes, was dieses Zentrum bilden kann, ist eigentlich egal.

  • In dem Bericht der Morgenpost wurde doch auch erwähnt das man nicht davor zurückhält, die DDR Plattenbauten an der Karl-Liebknechtstraße abzureißen. Denn gerade dort könnte ich mir eine an der Umgebung anpassende Stadtverdichtung vorstellen. Aber auch der Gebäuderiegel der Rathauspassagen wie schon erwähnt sollte abgerissen werden, und durch einen modernen Bau ersetzt werden oder vielleicht könnte man ihn auch von Grund an neu sanieren!

  • ^ da hast du dich verlesen - Zitat: "Wir stellen die Bauten aus der DDR-Zeit, etwa die Wohnblocks entlang der Karl-Liebknecht-Straße, nicht infrage

  • Oh Sorry, tut mir leid. Aber trotzdem wäre es wünschenswert diese großen Altbauten abzureißen da sie überhaupt nicht in das Cityumfeld passen!