Leipzig: Old Industry - Umgang mit Industriedenkmälern

  • Passend zur Revitalisierung der Riesaer Str. 64 ein paar Eindrücke von heute:





    Rückwärtig wurde schon abgesperrt:



    Direkt gegenüber befindet sich dieses Gebäude:


    Eingang an der Böttgerstraße:

    Eigene Bilder

  • Hat da jemand beim Bau des Turms mit dem Art Deco gespielt oder sind das nur Farbgebungen aus der Nachwendezeit? Falls ersteres, wäre die Reco ja wirklich interessant!


    Die Farbgebung entspricht dem Originalzustand von 1925. Bei einer Fassadenerneuerung im Jahr 1937 hatte man dann eine dezentere Farbgebung gewählt (gelb und grau). 1993 erfolgte dann nach denkmalpflegerischer Abstimmung der Rückgriff auf die urspr. Farbigkeit.




    Ein kleiner Rundgang zur ehemaligen chem. Fabrik Schimmel & Co. in Miltitz




    Ehemaliges Kaiserliches Post-Amt.




    ...vielleicht das ehem. Casino?



    ...und noch ein bisschen Luftbild-Archäologie:



    größer



    Wasserturm Rückmarsdorf
    Auf dem Wachberg am Rande der Stadt befindet sich der 23 m hohe Wasserturm aus dem Jahr 1914,
    der vom Heimatverein Rückmarsdorf saniert wurde.


    vor der Sanierung:



    Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/…urm-R%C3%BCckmarsdorf.jpg


    ...und jetzt:








    ...von hoch droben gibt es weitere Industriedenkmäler zu sehen:









    Der Turm wird u.a. für Ausstellungen genutzt...



  • ^ An dieser Stelle mal ein herzliches Dankeschön für deine stets gut aufbereiteten Bildbeiträge. :)


    Ich weiß gar nicht, ob ich beim maroden Industriegelände in der Wittenberger Straße und Zerbster Straße auf dem aktuellen Stand bin, wenn ich die Beiträge ##590 ff hier verlinke. Damals wurde ein Entwurf von Architekt Eilmann verlinkt. Das ist jetzt offenbar passé, denn das Architekturbüro Homuth & Partner vermeldete jüngst auf seiner Facebook-Präsenz, dass die Baugenehmigung für das Gelände erteilt wurde und schoben eine von ihm erstellte Visualisierung nach.


    Viel schlauer bin ich allerdings trotzdem nicht, was Bauherr und Nutzungsabsichten anbelangt. Es sieht für mich fast so aus, als ob Büros statt Wohnungen entstehen. Und nur das alte Industriegebäude an der Ecke Wittenberger und Zerbster Straße bleibt offenbar bestehen und wird um eine Etage ergänzt. Alles andere, was auf den verlinkten Bildern oben zu sehen ist, dürfte abgerissen und neu gebaut werden.



    Besagte Visualisierung

    Bild: Homuth & Partner Architekten

  • Bleichertwerke Gohlis


    Es geht kontinuierlich voran. Zunächst ein Blick in den Innenhof von Osten





    Von der Sammetstraße


    die Sammetstraße entlang




    Übergang zum niedrigeren westlichen Gebäude




    Details der Fassade mit - nun ja - Balkonen


    Innenhof von Osten




    Die S-Bahn-Trasse ist zwar schön abgeschirmt - das Ganze ist aber arg eng und dunkel

  • ^ Das Ding ist aber wirklich rundum ein Schmuckstück! Zum Innenhof - ich denke, es wird auf die Gestaltung ankommen. Ich nehme mal an, der Neubau wird an der Seite ebenfalls weiß sein und den Eindruck noch etwas abmildern. Die Breite ist auf den Bildern nicht so leicht zu schätzen - ohne Gerüst sechs bis sieben Meter vielleicht? Bei den Witterungsverhältnissen heutzutage kann "lichtdurchflutet" bzw. "sonnig" auch nicht mehr uneingeschränkt als Verkaufs- oder Vermietungsargument dienen.

  • Saalfelder 6



    Soweit ich weiß, konnte die SL-Baukultur dieses Projekt nicht realisieren, da es keine Genehmigung für Wohnungen gab. Auch andere Projektideen wie Gastronomie oder Beherbergung wurden vom Amt abgelehnt. Das Grundstück wurde weiter verkauft. Es ist dabei so nach und nach zu verfallen.

  • Ecke Bitterfelder/Hohmannstraße - fiel mir beim vorbeifahren ins Auge und wird sicherlich noch einer Sanierung zugeführt. Weiß jemand, was da früher drin war?


  • ...Pittlerwerke in L-Wahren.






    Die Bild berichtet über Pläne des Eigentümers den Pittler-Werken neues Leben einzuhauchen:


    https://www.bild.de/regional/l…erkelt-64403892.bild.html


    So soll der 32 000 qm große Industriekomplex zukünftig die Bereiche Bildung, Forschung und Kreativität abdecken. Private Wohnungen sind nicht vorgesehen. Darüber hinaus sind u.a. Dachgärten, ein Open Air Kino, alternative Energieversorgung, Cafés und ein Boardinghouse Teil der Planung. Spannend, dass mit Snøhetta ein ganz dicker Fisch das Nutzungskonzept erarbeitet hat.

  • Das Instone-Projekt in der Hans-Driesch-Straße in Leutzsch ist angelaufen. Die ehemalige Fabrik für Lacke und Farben wird mit dem Projektnamen Theaterfabrik zu einem Komplex mit 69 Wohnungen umgestaltet.





    Nur einen Steinwurf entfernt befindet sich das Dietzold-Werk, inzwischen eine Art Atelierhaus, das zu einem größeren Hotspot für Künstler umgebaut werden soll. Meines Wissens war als eine der ersten Maßnahmen die denkmalgerechte Sanierung des Daches vorgesehen. Dies scheint sich allerdings etwas in die Länge zu ziehen.





    Ortswechsel nach Gohlis. Die Arbeiten an den Bleichertwerken kommen langsam zum Ende. Beim historisierenden Neubau an der Bahnstrecke erinnert der Schriftzug "Bleichertwerke" an den Industriepionier Adolf Bleichert.





    Die Wilhelm-Sammet-Straße zeigt sich jetzt abgerüstet. Verblüffend, dass die Umsetzung mit den Neubauten hinter der historischen Fassade ziemlich gelungen ist. Von der Straße aus nimmt man das kaum wahr.






    Erst wenn man davor steht und genau hinsieht, erkennt man den "Schwindel".


    Bilder: Cowboy

  • Die Arbeiten an den Bleichertwerken kommen langsam zum Ende.

    Ich habe mir das gestern angesehen. Sind im "Bleichert-Werke-Gebäude" echt Wohnungen gebaut worden? Das Gebäude, welches sich in stadteinwärtiger Richtung anschließt und im Moment kaum fotografiert werden kann -jedenfalls nicht in Gänze-, ist jedenfalls das angekündigte Parkhaus. Wenn ich das im eingerüsteten Zustand richtig gesehen habe, ist das ein geschlossener Block geworden.