Leipzig: Old Industry - Umgang mit Industriedenkmälern

  • CG-Gruppe

    Der oben von Dase paraphrasierte Artikel aus der LVZ vom 11.5.2010 kann nun auch im Original auf der Website der CG-Gruppe eingesehen werden:
    http://www.cg-gruppe.de/cg-gru…_neustart_in_plagwitz.pdf


    Weitere Pressemeldungen, die ebenfalls zeigen, dass sich der Schwerpunkt der Aktivitäten der CG-Gruppe spätestens seit 2010 deutlich Richtung Berlin verschoben haben:
    http://www.cg-gruppe.de/live/c…vigation/presse/index.php

  • ^ wichtig wäre das man die beiden Leipziger Projekte voran bringt.
    Das wären zum einen die Bleichwert Werke, die ja 2011 starten sollen.
    Wichtig wäre aber vielmehr die Druckerei in der Salomonstraß , da diese weitaus mehr das Stadtbild und das gesamte Viertel prägt.
    Dort muss aus Gründen der Stadtansicht bald etwas passieren....

  • ^ Allerdings gibt es für letztere, wie im Artikel steht, ja bisher keine neuen Pläne. Insofern ist das zwar wichtig, aber momentan nicht in Aussicht.

  • ^ Hmm, seltsam, dabei dürfte es sich dann um die momentan in Sanieurng befindlichen rückwärtigen Stallungsgebäude des sanierten Postscheckamtes Prager Straße handelt. Etwas anderes, was man annähernd als Industriegebäude bezeichenen könnte, fiele mir da auf Anhieb nicht ein.


    Edit: Laut Printausgabe der LVZ handelt es sich tatsächlich um die Hinterhofgebäude des Postscheckamtes, die momentan rekonstruiert werden

  • Laut morgiger LVZ beginnt bald die Revitalisierung des Hochbau Mitte der Buntgarnwerke in Plagwitz. Allerdings, welch Überraschung, nicht mehr unter der Ägide der Casa-Gobau, sondern der *Trommelwirbel* GRK. Zwischendurch war das Projekt bereits an die MIB weitergerreicht worden. Hohmuth & Partner sind weiter für die Planung zuständig, wir können also davon ausgehen, dass sich an den Plänen nichts substanzielles geändert hat. Terminpläne wurden leider nicht genannt.

  • ^ Danke für diese Neuigkeit. Schön, dass es dort bald losgeht. Der Verfall des Hochbau Mitte wird nun immer ersichtlicher. Dass die GRK jetzt am Ruder ist, verwundert dennoch. Auf der Homepage der Casa Gobau ist das Projekt noch gelistet.


    Hochbau Mitte (vorn rechts) vom Wasser aus gesehen.

    Foto: Stahlbauer



    In diesem Zusammenhang kann ich auch vermelden, dass die Revitalisierung des Schillerschlösschen in Gohlis jetzt an die KSW gegangen ist. Zumindest prangt von der KSW jetzt ein großes Plakat am Gebäude.

  • ALTER POSTBAHNHOF


    Der Verleger und Projektentwickler Peter Kolar will den Alten Postbahnhof in Schönefeld aus seinem Dornröschenschlag wecken. Seit 16 Jahren ist das Gelände stillgelegt.


    Er will die historischen Gebäude erhalten, Ateliers unterbringen, einen Trödelmarkt in der alten Bahnhofshalle eröffnen, eine Markthalle soll kommen. Außerdem sollen 12 Lofts in einem denkmalgeschützten Gebäude entstehen und dazu noch 25 Stadthäuser am Mariannenpark.


    Diese Idee hatte er bereits dem Leipziger Stadtplanungsamt vorgelegt, bisherige Äußerung: Ablehnung!


    Dazu ein Artikel der Bild-Zeitung >> http://www.bild.de/BILD/region…laende-wiederbeleben.html


    ...und der guten LVZ >> http://www.stadtbild-leipzig.d…0810_AlterPostbahnhof.pdf

  • EIN SCHORNSTEIN GEHT


    ...und der nächste Schornstein verlässt das einstige Industrieviertel Schleußig. Bekanntlich beginnen bereits die Bauarbeiten an den neuen Wohnungen/Lofts an der Weißen Elster/Holbeinstraße. Dazu wird nun der Schornstein zurückgebaut >>



    Bohrlöcher für eine Sprengung? An der Stieglitzstraße.



    Blick in etwa auf Augenhöhe :cool:



    ...hatte mich schon gewundert, was die ganze Zeit so krach macht :D


    Edit: vermutlich wird es doch eine Sprengung geben, siehe Bild 1.

  • ALTER POSTBAHNHOF
    Diese Idee hatte er bereits dem Leipziger Stadtplanungsamt vorgelegt, bisherige Äußerung: Ablehnung!


    Irgendwie wundert mich die Ablehnung gar nicht. Das Projekt ist einfach viel zu sympathisch, als dass es genehmigt werden könnte :mad:


    Der Investor hat vergessen, einen Ikea oder Compimux einzuplanen, einen Discounter, außerdem Bäcker und Fleischer von irgendeiner Megakette und vor allem Parkplätze für min. 563 Fahrzeuge.

  • Kann man so sehen - muß man aber nicht. Das Gebiet ist wirklich etwas abgeschnitten für eine Wohnbebauung. Man könnte auch sagen, die Einwohner dort fehlen dann an anderer Stelle in Leipzig, wo eine entsprechende Nachfrage andere Sanierungen induzieren würde.
    Andererseits fehlt natürlich komplett eine Konzept nebst Investor aus der Abteilung "Gewerbe". Was wiegt schwerer?

  • Grundsätzlich ist es natürlich nachzuvollziehen, dass jemand aus der unteren Verwaltung auf einer nicht für Wohnbauzwecke vorgesehenen Fläche erstmal keine Wohnbauten zulässt. Immerhin hat die Stadt Leipzig in den vergangenen Jahren einigen Aufwand darin investiert, den Bau von Wohnungen zu steuern und dies aus gutem Grund meist in Form von Lückenbebauung in die existierenden Wohnquartiere gelenkt. Die hier gebauten Häuser fehlen dnan natürlich andernorts.


    Andererseits muss man natürlich konstatieren, dass die Stadt hier seit 16 Jahren unter den bisherigen Prämissen nichts gebacken gekriegt hat und dass sich die 25 Stadthäuser plus 12 Lofts auch in Grenzen halten. Insofern ist es vernünftig, dass der Herr an die Presse gegangen ist und jetzt vielleicht Druck aufgebaut wird, dass die städtische Gebietsplanung dort geändert wird. Alles unter der Prämisse, dass das Ganze finanziell seriös unterlegt ist, natürlich.


    Was die Lage betrifft, einerseits ist man mit der alle 10 Minuten verkehrenden Buslinie 90 doch recht gut angebunden, andererseits fehlen dann doch ein Supermarkt, Waren des täglichen Bedarfs, etc. Man muss mindestens zum Stannebeinplatz. Etwas eigenes wird man dort allerdings auch nur schwierig genehmigt bekommen.

  • Nun ja, wenn der mögliche Investor für die seit 16 Jahren vor sich hinwuchernde Industriebrache wirklich so seriös ist, wie er sich in der Presse gibt, dann wird sein Projekt schon nicht wegen 25 Stadthäusern und 12 Lofts scheitern. Ich denke, die Stadt ist da gern zu einem Kompromiss bereit, zumal die Revitalisierung des brachliegenden Geländes, dessen Fläche beinahe dreimal so groß ist wie jene, worauf jetzt die Höfe am Brühl gebaut werden, natürlich höher wiegt. Das letzte Wort darüber wird wohl noch nicht gesprochen sein. Die geplante Bausumme von 40 Mio Euro halte ich angesichts der Größe allerdings für arg niedrig.

  • Wendische Höfe: jetzt tatsächlich Baustart

    #15 hier sowie #73 im Bauerbe:


    Unbemerkt vom Forum lag das Projekt "Wendische Höfe" aufgrund der Finanzkrise auf Eis, jetzt soll es aber tatsächlich losgehen. Als erstes werden sämtliche Gebäude entlang der Elster saniert, die ersten 10 Lofts sollen bereits im Frühjahr 2011 fertiggestellt sein. Auch mit dem Bau der Stadthäuser soll bereits im Herbst begonnen werden. In der LVZ ist auch die Rede davon, dass das Fachwerkhaus an der Einfahrt, welches offiziell nicht zum Projekt gehört, in dem aber Napoleon übernachtet haben soll (wahrscheinlich wie in allen entsprechend alten Häusern in dieser Gegend) später ebenfalls vom Bauträger saniert werden soll.

  • bin grad zufällig am westplatz durch das schrebergäschen gefahren wo die alte aroma Fabrik saniert wird. Ein Teil der Gerüste in der Schrebergasse sind gefallen und naja die im Forum bereits kritisiertenn Aufbauten am Dach stechen doch ganz schön raus. Ich bin auch sehr erstaunt wie schnell die Bauarbeiten vorankommen, vlt. zu schnell meiner Meinung nach. #69
    MfG.: FLO

    Einmal editiert, zuletzt von mfg_flo ()

  • Nun auch wieder etwas neues von der CG Gruppe:
    Es geht vorwärst!


    die alte Druckerei in der Salomonstraße wird bald wieder schön werden, nicht als Büro sondern als Wohnobjekt:
    http://www.cg-gruppe.de/cg-gru…actsheet_haus_salomon.pdf


    Zudem steht ja als Gewerbeobjekt ab 2011 das Bleichert Werk in Gohlis an.


    Zudem plant man die Westseite des Hauptbahnhofes neu zu bebauen. siehe dazu ab Seite 11:
    http://www.cg-gruppe.de/cg-gru…g_gruppe/cg_magazin_5.pdf

  • finde ich schlimm das man fast jedes Industriegebäude jetzt als Wohngebäude nutzt,und gleichzeitig die neuen Industriegebiete noch nichteinmal mit öffentlichen Verkehrsmittel erreichen kann das ist das allerletzte.