Leipzig: Old Industry - Umgang mit Industriedenkmälern

  • Die Stadtwerke Leipzig haben den alten Gasometer, den historische Speisesaal und die ehemalige Kabelhalle auf dem Kraftwerksgelände in der Eutritzscher Straße sanieren lassen. Die Gebäude sollen von einer Veranstaltungsagentur genutzt werden. Als erstes kann die alte Kabelhalle gastronomisch genutzt werden. Die anderen historischen Gebäude sollen folgen. Der Industriecharme soll bei den Sanierungsarbeiten erhalten geblieben sein.

  • Kleine Korrektur zum Gasometer. Dieses wird gerade erst komplett innen eingerüstet und die Schäden vom Brand vor ein paar Jahren entfernt. Ausserdem bekommt die Kuppel einen neuen Korrosionsschutzanstrich.

  • Bauprojekten der GRK Holding AG

    LVZ berichtet von diversen Bauprojekten (einige sind uns schon bekannt) die GRK Holding AG zurzeit in der Messestadt in Arbeit hat.


    In Ausführung


    - Castellum an der Dessauer Straße mit 75 Loftquartieren, einer Tiefgarage und Außenstellplätzen soll voraussichtlich im Juli fertig werden.


    - Noch schneller geht es beim ebenfalls in Eutritzsch stehenden zweiten Abschnitt des Tilia-Carrés, In zwei Monaten könnten die ersten Mieter in das viergeschossige Ensemble an der Bonhoeffer-, Heinicke- und Gedickestraße einziehen. Insgesamt hat das Unternehmen in die beiden Abschnitte (108 bzw. 120 Wohnungen) 42 Millionen Euro investiert.


    - Vor wenigen Tagen haben die Arbeiten für die 148 Wohnungen im Gohlis-Carré begonnen. Es liegt an der Otto-Adam-, Wilhelm-Plesse- und Virchowstraße. 36 Millionen Euro sind für das Baudenkmal kalkuliert, wobei ganz am Schluss noch ein Neubau mit 20 Wohnungen in einer Lücke folgen soll.


    - Soeben hat GRK den Umbau der Großbuchbinderei Heinrich Sperling in der Oststraße 24 zu 85 Wohnungen samt einer Tiefgarage im Hof gestartet.


    In Vorbereitung


    - Im Gohliser Quartier Siebengrün geht GRK ein außergewöhnliches Projekt an. Aus der früheren Reithalle, die zuletzt als Fußballfeld für die Bundeswehr diente, werden zehn Stadthäuser (mit je drei Ebenen) sowie 13 Wohnungen geschnitten.


    - Die Umwandlung der ehemaligen Heeresbäckerei gleich um die Ecke steht kurz bevor. Ab den Spätsommer sollen aus den um 1890 entstandenen Bauten für 60 Millionen Euro etwa 300 Wohnungen gezaubert werden, ergänzt um 100 Wohnungen in Neubauten.


    - Im Sommer soll die Sanierung der Stahmelner Mühlenwerke für 25 Millionen Euro beginnen. Das zweieinhalb Hektar große Grundstück liegt auf einer Insel zwischen der Weißen Elster und dem Elstermühlgraben. Dort werden 65 Wohnungen in denkmalgeschützten Gemäuern eingerichtet, anderes abgerissen. Ein paar Bilder dazu:





    Copyright © GRK Real Estate GmbH & Co. KG

  • ^ Vielen Dank für die Zusammenfassung. Vom Sanierungsstart der ehemaligen Großbuchbinderei Heinrich Sperling in der Oststraße habe ich noch zwei Fotos von gestern. Mehr Bilder vom Gebäude gibt es hier







    Schräg gegenüber befindet sich die ehemalige Kinderklinik, die heute zum Teil von der Uni Leipzig genutzt wird. Auf dem Gelände wurden einige Baucontainer abgestellt. Ich bin nicht ganz im Bilde, aber eine umfassende Sanierung wurde hier bislang nicht angedacht, oder? Zwei Bilder von gestern:



    Bilder: Cowboy

  • Es war vorgesehen, die gesamte Fläche an den Freistaat zurückzugeben. Im Universitätsklinikum herrscht aber Platzmangel, nach Einführung des DRG-Abrechnungssystems ist man von einer deutlichen Reduzierung des Bettenbedarfs ausgegangen und hat entsprechend (zu knapp) geplant und gebaut. Deshalb wird der Standort zumindest noch eine ganze Weile belegt.
    Derzeit ist geplant, dass das Anatomische Institut dorthin zieht und deren Räume saniert werden.

  • Bleichert-Werke: beim ersten reinen Industriebau des Areals erkennt man nunmehr einige Fortschritte:


    - im inneren mehrere Etagen neu errichtet
    - Arbeiten an Duchstuhl und Dachgauben
    - erste Fenster drin


  • Die Immobilie Büttner Str. 10 ist verkauft worden und soll demnächst saniert werden. Was genau mit der einstigen Gründungsstätte des DFB passieren soll, ob nur Wohnungen oder auch Platz für Kultur und Gastronomie, ist aber noch unklar. Auf der Brachfläche daneben soll zudem ein Neubau erfolgen, der dann fast bis zum Neubauprojekt Czermaks Garten heranreichen wird. Es bleibt also spannend im Graphischen Viertel.


    LVZ-Artikel




    Der 1. BA bei Karipol aka Globuswerke ist weitestgehend fertiggestellt. Die ersten Bewohner sind bereits eingezogen. Die Arbeiten am 2. BA hin zur Gießerstraße sind in vollem Gange. Ein paar Fotos von vor ein paar Tagen:





    Bilder: Cowboy

  • Das sog. Castellum in der Dessauer Straße noch mal bei schönem Wetter. Zum Zeitpunkt der Aufnahme war mir nicht klar, dass das vordere Wohngebäude Richtung Hartzstraße gar nicht zum Projekt gehört und schon vor vielen Jahren saniert wurde. Egal...


    Blick von der Hartzstraße





    Das Castellum war ein um 1928 im Bauhausstil errichtetes Lagergebäude, zudem auch das oben abgebildete Wohngebäude gehörte. Es ist sicher nicht ganz einfach, hochmodernen Wohnkomfort zu schaffen und gleichzeitig denkmalschutzrechtlichen Ansprüchen zu genügen. Ich finde, die Umsetzung ist ganz gut gelungen.



    Castellum vor der Sanierung

    Bild: Altbaufan





    2 Bilder von Montag aus anderer Perspektive



    Bilder: Cowboy

  • Ein Blick von der Geibelstraße zu den Bleichertwerken in der Wilhelm-Sammet-Straße. Das CG-Projekt gewinnt jetzt deutlich an Fahrt.

    Bild: Cowboy

  • GLOBUS-Werke: Dachstuhl brannte


    Zum Bauprojekt "GLOBUS-Werke" gab es beim Eckhaus in der Limburger-/Gießerstraße einen Dachstuhlbrand, dabei war das Dach schon ausgebaut.



    Blick von der Limburger Straße aus. Foto: Peter G.

  • Sanierungsvorhaben Leipziger Großbuchbinderei "Buchwerk"

    Die Leipziger Großbuchbinderei "Buchwerk" in der Albert-Schweitzer-Straße (Standort) im Stadtteil Reudnitz soll zu modernen Wohnungen umgebaut werden. Bauherr ist die hiesige Firma Stadtbau Wohnprojekte GmbH. Nähere Informationen folgen.




    © Andreas M. Gärtner u. Oliver A. Christ GbR Architekturdarstellung

  • Gießerei-Gebäude Nonnenstraße 13


    Wie bereits im Strang "Leipziger Wohnungsbau" berichtet, muss das Industriegebäude Nonnenstraße 13 an der Weißen Elster weichen. Es ist das letzte Gebäude, das an den industriellen Gießerei-Ursprung in der Nonnenstraße erinnert. Heinrich Hirzel begann dort 1873 mit einer chemischen Fabrik, daneben startete Ludwig Jerrmann 1873 mit einer Eisengießerei. Hirzel übernahm 1884 Jerrmanns Gelände und betätigte sich dann auch als Gießer. Danke für die historischen Infos, Auenschreck! Vom ABD habe ich bis jetzt keine Infos zum Gebäude erhalten. Parallel fragte ich das Restaurant Thiseas an. Das Restaurant wurde am 24. Juli 2016 geschlossen und wird zurzeit ausgeräumt und zieht ab Oktober 2016 in die Holbeinstraße 28a nach Schleußig. Die Bireme - griechisches Kriegsschiff - wird zum neuen Standort umziehen. Mitte August 2016 soll der Abriss starten.



    Die Bireme, die seit 2008 als Freisitz genutzt wird.



    An der Weißen Elster im Jahr 2015.

  • Ausstellung vom 11.-14.8. im ehemaligen VEB Polygraph, Leutzsch

    Wer noch nicht im ehemaligen VEB Polygraph, Georg-Schwarz-Str. 185, in Leutzsch war, hat am übernächsten Wochenende die Möglichkeit dazu:


    Im letzten Jahr stellte "If Paradise Is Half As Nice", ein zehnköpfiges Kollektiv von niederländischen und deutschen Künstler_innen, bereits zum Tag der Industriekultur Leipzig im Atelierhaus Frank-Flemming-Str. 9 aus. Auch in diesem Jahr kommen sie wieder nach Leutzsch.


    Nachdem sie einen Monat lang in der leerstehenden Fabrik zwischen den beiden Georg-Schwarz-Brücken an ortsspezifischen Kunstinstallationen gearbeitet haben, wird das Gelände am Wochenende vom 12. bis 14. August für ein weiteres Publikum geöffnet. Ergänzend gibt es Vorträge und Führungen zur Architektur und Geschichte des ehemaligen VEB Polygraph:


    Eröffnung: Donnerstag, 11.8., 18:00 Uhr
    Multimediale Ausstellung / Performances / Tanz / Musik / Getränke


    Geöffnet:
    Fr, 12.08., 13:00 - 20:00
    Sa, 13.08., 13:00 - 23:00
    So, 14.08., 13:00 - 18:00


    Führungen:
    Täglich 13:00 und 16:00 Uhr und spontan bei hoher Anwesenheit


    Vorträge zum Gebäude:
    Sa, 13.08., ab 14 Uhr Kunsthistoriker Guus Vreeburg / Bernd Sikora


    http://www.ipihan.com/
    https://www.facebook.com/ifparadiseishalfasnice/


    Vielleicht erfährt man dort ja auch neues zu den Zukunftsplänen mit dem Gebäude.


    4. Tage der Industriekultur Leipzig
    http://www.industriekulturtag-leipzig.de/
    https://www.facebook.com/TagDe…riekulturLeipzig/?fref=ts

  • Gießerei-Gebäude Nonnenstraße 13


    Das Restaurant wurde am 24. Juli 2016 geschlossen und wird zurzeit ausgeräumt und zieht ab Oktober 2016 in die Holbeinstraße 28a nach Schleußig. Die Bireme - griechisches Kriegsschiff - wird zum neuen Standort umziehen. Mitte August 2016 soll der Abriss starten.


    Seit letzter Woche steht die Bireme am neuen Standort Holbeinstraße 28a.