Goetheplatz, Roßmarkt und Rathenauplatz

  • Unter den Gingkobäumen ist Kies vorgesehen, dies geht aus dem infantilen Bildchen (Link bei #20) halt nicht recht hervor. Deswegen wird schon ein anderes Ambiente als auf der Zeil entstehen, aus meiner Sicht ist der Vorschlag in dieser Hinsicht ganz okay. Beim Rathenauplatz befürchte ich Schlimmes, Wasserdampfdüsen, "illuminierter Bodennebel als immaterieller Brunnen" und Lichtstele hören sich gar nicht gut an.

  • Also Ginko-Bäume und Kies hört sich schonmal sehr gut an. Das ganze könnte ein wenig japansich wirken.


    Beim Rathenauplatz befürchte ich Schlimmes, Wasserdampfdüsen, "illuminierter Bodennebel als immaterieller Brunnen" und Lichtstele hören sich gar nicht gut an


    Das sehe ich positiv. Iluminierter Nebel kann ganz reizvoll sein.

  • Ich finds schade, dass man wahrscheinlich auf den "Pomodoro-Brunnen" verzichten wird. Restauriert an einem schönen Platz ist das doch ein Schmuckstück. Leider hat man den an seinem alten Standort total vergammeln lassen. Wäre mir persönlich lieber wie ein moderner Brunnen, der in 15 Jahren einfach nur sch... aussieht (wie zum Bsp. der auf der Zeil und am Eschersheimer Tor)... :puke:

  • Zitat von JinStuttgart

    Der Platz hat so keinen Charakter, er wirkt wie eine überdimensionierte Straße. Die Idee, ihn durch einen Riegel in zwei separate Plätze zu teilen gefiel mir deshalb auch gut.


    Mir auch. Schade, daß die Idee sich nicht durchsetzen konnte.

  • http://www.faz.net/s/RubFAE83B…Tpl~Ecommon~Scontent.html



    Architektur
    Ein "Stadtpalais" mit gläsernem Tor für den Goetheplatz


    12. August 2004 Nachdem sich die CDU-Fraktion vor kurzem abermals für die Bebauung des Goetheplatzes ausgesprochen hat, präsentiert der Frankfurter Architekt Jo Franzke nun einen eigenen Entwurf. Franzke schlägt vor, ein fünfgeschossiges Gebäude in der Verlängerung der Junghofstraße zu errichten.
    [...]
    Das von Franzke entworfene Gebäude, das er selbst als "Stadtpalais" im klassizistischen Stil bezeichnet, soll eine helle Natursteinfassade erhalten, die sich an dem vorherrschenden Farbton der Umgebung orientiert. Auch die Traufhöhe der benachbarten Häuser wird berücksichtigt. Das Gebäude soll in den beiden unteren Etagen einen Restaurant- oder Kaffeehausbetrieb aufnehmen. Die öffentliche Nutzung soll durch eine große gläserne Öffnung betont werden, die zudem eine Art Torfunktion zwischen Roßmarkt und Goetheplatz erhält. Die oberen drei Etagen sind für Büros vorgesehen.


    Nach Ansicht Franzkes kann der Riesenraum nur durch eine Teilung zum Stadtplatz werden, der von den Bürgern angenommen und dadurch eine "geistige Atmosphäre" erhalten würde. Der Architekt wendet sich auch gegen die Schaffung eines Ginkgo-Hains auf dem Goetheplatz, wie ihn die Siegerin des unlängst entschiedenen Gestaltungswettbewerbs für die drei Plätze, Gabriele Kiefer aus Berlin, vorgeschlagen hatte. Er schlägt statt dessen eine Rahmung des Platzes mit jeweils zwei Platanenreihen zu beiden Seiten vor. Das Goethedenkmal will er dorthin stellen, wo einst der Pomodoro-Brunnen stand.
    [...]
    (ale.)

  • auf alle Fälle keine Ginkobäume, die stinken zu manchen Jahreszeiten furchbar... !! Besser wäre Akazienbäume, die finde ich so filigran und elegant...

  • Die F.A.Z. berichtet heute, dass die bisherige Planung wohl umgestoßen wird. Der Entwurf von Gabriele Kiefer (s. oben) wird wohl nicht realisiert, jedenfalls nicht wie ursprünglich vorgesehen und sicherlich ohne Ginkgobäume. Auch Brunnen und Lichtskulptur am Rathenauplatz sollen anders als zunächst geplant ausgeführt werden.


    In Verlängerung der Junghofstraße könnte ein mehrgeschossiges Gebäude errichtet werden, das allerdings die Platzfolge teilen würde. Man will dieses daher möglichst transparent halten. Also Vorsicht: Glas!


    Diese Simulation (seltsamerweise mit Gastronomiepavillon, den man anscheinend gar nicht will) war beigefügt:


  • das ganze nochmal hier, habe diesen Thread fast vergessen:


    Goetheplatz wird wohl nicht bebaut
    (...)
    Diese Lösung zeichnete sich gestern ab, nachdem die SPD-Fraktion von dem bisher favorisierten kleinen Gebäude am Rand des Platzes abrückte. «Dafür gibt es derzeit keine Mehrheit», sagte Fraktionschef Klaus Oesterling.


    (...)
    Laut Oesterling soll jetzt versucht werden, Lokale im Erdgeschoss der bestehenden Gebäude am Rand des Platzes unterzubringen. Falls dies nicht gelinge, könne man neu über eine Bebauung nachdenken.


    Quelle:
    http://www.rhein-main.net/sixc…2_news_article&id=2059729

  • Gut so, ein kleines Gastrogebäude wäre doch nur wieder zur Pinkelecke verkommen. Wie die auf der Zeil. Lokale in den Gebäuden am Platzrand sind auch für den Sommer die deutlich bessere Lösung, klappt doch beispielsweise am Paulsplatz auch sehr gut.

  • Ich verstehe nicht ganz, warum man auf dem neuen Platz unbedingt Bäume pflanzen will. Gerade die Bäume waren es, die mich auf dem alten Platz gestört haben. Für mich passen Bäume einfach nicht auf einen solchen platz. der Gesamteindruck-und überblick geht verloren, es wird gedrungen wirken.
    Auf der Zeil ist man ja gerade bestrebt, irgendwie die Bäume wegzubekommen, warum nun erneunt Bäume auf dem Goetheplatz? von der Größe kann man ja den Goetheplatz ungefähr mit der Piazza-Navona in Rom vergleichen. Dort findet man nicht einen Baum, und wer würde sagen, dort wäre keine Atmosphäre???

  • Den Bildern zu urteilen, ist der Platz doch breit genug für ein paar Bäume. Entscheidend dabei ist besonders die Anordnung und Höhe der Bäume. Ohne Bäume würde der Platz sicher zu steril aussehen (ich denke gerade an die Neue Große Bergstraße in HH-Altona :nono: ).

  • Der heutigen Print-Rundschau nach hat sich der Römer-Planungsausschuss gestern Abend über die Gestaltung des Goethe- und des Rathenauplatzes geeinigt:


      Eine Gastronomie-Bebauung des Goetheplatzes wird es nicht geben.


      Mit dem Besitzer des Hauses Goetheplatz 2 soll über eine Gastronomie-Nutzung verhandelt werden.


      Das Goethe-Denkmal wird auf den Goetheplatz verlegt.


      Es werden Bäume gepflanzt, die den Blick auf das Denkmal nicht behindern.


      Auf dem Rathenauplatz entsteht ein offener Brunnen.

  • Das dürfte das Gebäude Ecke Junghofstraße sein, in dem das Churrasco-Steakhaus war. Bin aber nicht sicher. Warum der Planungsausschuss an die Westseite des Platzes denkt, ist mir allerdings schleierhaft. Es würden doch täglich zwei Kellner überfahren, wenn die von dort aus Gäste auf dem Goetheplatz versorgen müssten.