Diverse Projekte Rhein-Neckar-Kreis

  • Kaufland-Baustelle Schwetzingen:


    - Verkaufsfläche: 3300 m²
    - Investition: 12 Millionen


    (für nen Supermarkt ist das verdammt viel - laut Stadt Schwetzingen geht ein guter Teil in die Fassadengestaltung!)


    Es ist mir nicht gelungen eine Visualisierung zu finden. Die Fassadengestaltung "ansprechend" werden und ins Stadtbild passen. In Schwetzingen heißt "Stadtbild" zumindest in diesem Quartiersbereich teilweise historisierend - keine Reko-Bauten im Pseudohistorismus, aber es geht in die Richtung. Für den Kaufland gehe ich von einer überwiegend verkleideten Fassade mit Sandsteinplatten oder ähnlichem Material aus.


    Der Bau sieht auf den ersten Blick eher typisch aus, weist aber ein interessantes Detail auf: An der vom Bahnhof abgewandten Seite entsteht ein Aufbau, der in den Proportionen recht gut dem an dem dem Bahnhof zugewandten Ende stehenden Eckhaus entspricht. An besagtem Eckhaus wurde die Fassade entfernt, das Gebäude wird derzeit im Erdgeschoß mit hellroten Sandsteinplatten neu verkleidet. Das Eckhaus wird allerdings nicht integriert, es wird wohl lediglich eine Anpassung vorgenommen. Der Eingang wird im anderen "Eckgebäude" entstehen.


    Diese beiden Endpunkte werden durch die anderthalbstöckige Seitenfassade des Gebäudes verbunden. Von dieser sieht man im Moment nur Beton - allerdings kann man schon erkennen, daß dieser noch recht üppig verkleidet wird: Die Notausgangsöffnungen verfügen über um rund 15cm hervorspringende Rahmen.
    Vor der Seitenfassade entstand entsprechend anderen "Shoppingstraßen" im Innenstadtquartier eine Alleebaum-Reihe.


    Oberhalb des Neubaus wird das Dach auf voller Fläche als Parkraum genutzt werden. Die Zufahrt erfolgt vom benachbarten neu gebauten Kreisel über eine zum Gebäude gehörende Rampe.


    Eckgebäude, Bestand, in Sanierung:


    Gegenüberliegendes "Eckgebäude", Rohbau:


    Seitenfassade, Rohbau:



    Kreisel, verdeckt "Einkaufszentrum":


    Bildquelle: Eigene Bilder.

  • Kaufland Schwetzingen


    Das Eckgebäude an der Bahnhofseite ist ein Neubau. Dort wird der Haupteingang zu Kaufland liegen. Das Gebäude selbst ist nur "hübsche Fassade" und dient der Anpassung an die Nachbarbebauung.


    Die Stadt Schwetzingen stellt die Architektur des Kaufland Marktes positiv heraus, was sicherlich im Vergleich zu anderen Märkten zutrifft. Allerdings sollte man auch einmal einen Blick auf einen früheren Projektentwurf für dieses Quartier werfen (http://www.architektur-pga.de/…rtier_7_projektstudie.htm, der eine ganz andere Qualität aufwies. Hier hat sich aber leider kein Investor gefunden, der den Mut für eine derartige Umsetzung aufbrachte.

  • Das Eckgebäude an der Bahnhofseite ist ein Neubau.


    Neubau ja, aber nicht erst im Rahmen von Quartier VII, sondern schon vorher. Der ursprünglich geplante Edeka sollte dieses auch nicht nutzen, das schon geplante Gebäude wurde erst später (2007?) in die Quartier-VII-Planung aufgenommen. Deswegen "Bestand", das steht im Gegensatz zum Rest nämlich, und wird umgebaut.
    Das Gebäude, das da früher vorher mal stand, sieht man vage in diesem Bild. Bebaut wird das komplette Gelände rechts.


    Allerdings sollte man auch einmal einen Blick auf einen früheren Projektentwurf für dieses Quartier werfen (http://www.architektur-pga.de/…rtier_7_projektstudie.htm, der eine ganz andere Qualität aufwies.


    ... und mal absolut weder zu Schwetzingen noch zur unmittelbaren Umgebung gepasst hätte.
    So was hätte man vielleicht nach Schwetzingen-Schälzig stellen können (war da nicht was an der Schnittstelle zwischen Schälzig und Oftersheim-Nord?), aber doch nicht in die Innenstadt. Grad in der Carl-Theodor-Straße. Da hätte man den UNESCO-Antrag gleich sein lassen können ;)


    Wens übrigens interessiert, den kompletten UNESCO-Antrag findet man hier.

  • Neubau ja, aber nicht erst im Rahmen von Quartier VII, sondern schon vorher


    Hm, nach meiner Information entsteht das Eckgebäude gerade im Zusammenhang und als Bestandteil des Kauflands. Zuvor stand dort ein kleinerer, zweigeschossiger "Neubau" aus den 50er/60er Jahren, dem niemand eine Träne nachweint.
    Das niedrige, weiße Gebäude ist auf dem Bild im Hintergrund (in der Häuserzeile ganz rechts neben der rechten Baumreihe, Blick von der Bahnhofanlage auf die Carl-Theodor-Straße) schwach zu erkennen.
    http://bauer-landschaftsarchit…/schwetzingen_bilder.htm#
    Bildquelle: Bauer und Partner . Landschaftsarchitekten
    Freie Landschaftsarchitekten, Freie Architekten | Pforzheimer Strasse 15 b | 76227 Karlsruhe

    ... und mal absolut weder zu Schwetzingen noch zur unmittelbaren Umgebung gepasst hätte.
    So was hätte man vielleicht nach Schwetzingen-Schälzig stellen können (war da nicht was an der Schnittstelle zwischen Schälzig und Oftersheim-Nord?), aber doch nicht in die Innenstadt. Grad in der Carl-Theodor-Straße. Da hätte man den UNESCO-Antrag gleich sein lassen können


    Schon richtig. Ich hatte mit dem verlinkten Beispiel nicht unbedingt die Architektur im Sinn. Vielmehr fand ich das Gesamtkonzept zur Nutzung des Areals mit einer Durchmischung von Einkauf (einschließlich EDEKA), Büro und Wohnen wesentlich spannender und dem Standort angemessener. Ein schnöder Supermarkt ist da eher grenzwertig, wenn auch von der Schwetzinger Bevölkerung gern gesehen. Und ansonsten ist der Gebäudeteil an der Gustav-Hummel-Straße auch nicht unbedingt welterbeverdächtig. Das Umfeld der Carl-Theodor-Straße erfreut sich auch an einigen Bausünden (Volksbank, Post, ...) - das Ensemble ist sowieso nicht unbedingt einheitlich, da wirbeln auch Baustile und Baumassen munter durcheinander.

    den kompletten UNESCO-Antrag


    Das ist der alte, zurückgezogene Antrag. Den grundlegend überarbeiteten Neuantrag von 2010 habe ich noch nicht gefunden - vielleicht kann jemand aus dem Forum helfen ?!

  • Das Umfeld der Carl-Theodor-Straße erfreut sich auch an einigen Bausünden (Volksbank, Post, ...) - das Ensemble ist sowieso nicht unbedingt einheitlich, da wirbeln auch Baustile und Baumassen munter durcheinander.


    Naja, das ist aber auch nur der Bereich unmittelbar vorne bis zur ersten Kreuzung, ca 5 Häuser rechts und 3 links. Danach ists dann ziemlich einheitlich gestaltet.


    Und ansonsten ist der Gebäudeteil an der Gustav-Hummel-Straße auch nicht unbedingt welterbeverdächtig.


    Allerdings ist das Gelände aufgrund der kurfürstlichen Achse dran vorbei dann doch eher "sensitiv" bezüglich dem Welterbeantrag.

  • Schwetzingen UNESCO Welterbeantrag

    Nicht mehr ganz aktuell, aber hier noch nicht benannt: Der überarbeitete Welterbeantrag wurde zum 1. Februar 2011 von der Bundesrepublik Deutschland unter dem Titel „Schwetzingen – Kurfürstliche Sommerresidenz“ bei der UNESCO in Paris eingereicht.


    Das Auswärtige Amt in Berlin bestätigte bereits im Herbst 2010, dass der im Januar 2010 eingereichte Welterbe-Antrag "Schwetzingen - Kurfürstliche Sommerresidenz" den technischen Richtlinien zum Welterbe-Abkommen entspricht und vom Welterbe-Zentrum als vollständig betrachtet wird. Die Kultusministerkonferenz beschloss daraufhin die offizielle Nominierung der "Kurfürstlichen Sommerresidenz Schwetzingen".


    Schwetzingen befindet sich somit 2011 erneut in der so genannten Evaluationsphase. Darin wird der Antrag von einem Fachgremium gelesen und das zur Eintragung vorgeschlagene Ensemble vor Ort durch einen Evaluator (wie schon einmal geschehen) begutachtet. Die Entscheidung über den Antrag erfolgt im Rahmen der Sitzung des WelterbeKomitees im Jahr 2012.


    Zur Erinnerung: Der ursprüngliche Antrag aus 2009 wurde (nach negativ gewerteter Begutachtung) zunächst zurückgezogen, 2010 wurde der Neuantrag erfolgreich zur technischen Vorprüfung bei der UNESCO eingereicht.


    Der Antragstext kann hier heruntergeladen werden.

  • Darin wird der Antrag von einem Fachgremium gelesen und das zur Eintragung vorgeschlagene Ensemble vor Ort durch einen Evaluator (wie schon einmal geschehen) begutachtet.


    Na hoffentlich nicht bevor der Schloßplatz fertig ist. Der sieht nämlich immer noch nach Schlachtfeld aus.

  • Eurasian Sports Center

    Solange es noch nichts festes ist erst mal hier drin:


    Das Asiatische Olympische Kommittee OCA möchte gerne in Eppelheim unter der Bezeichnung Eurasian Sports Center ein Trainingszentrum auf großer Spur ansiedeln. Das Trainingszentrum soll der Olympia-Vorbereitung asiatischer Athleten dienen.


    Vorgesehen sind:
    - ca 15 Hektar Fläche mit verschiedenen Sportstätten
    - Hotels für rund 300 Athleten
    - Konferenzzentrum mit Seminarräumen
    - Gesamtrahmen 100 Millionen Euro


    Das ganze soll auf den Eppelheimer Zipfel östlich der A5, dasselbe Gelände, um das es schon bei Dietmar Hopp fürs Fußballstadion ging.


    Hervorgehoben wird vor allem die Nähe zu vorhandener Sportinfrastruktur auf höherem Niveau - u.a. Olympischer Reitsport in Mannheim - sowie die Nähe zu den Heidelberger Kliniken, die im arabischen Raum (wo das OCA herkommt) sehr angesehen sind.

  • Ansiedlung Spedition Pfenning, Heddesheim


    Das neue Logistikzentrum wird mittlerweile "multicube rhein-neckar" genannt.


    Vorgesehen sind 10 Logistikhallen von jeweils 97x96 Meter (10,5 oder 16 Meter Höhe, je 9 Anlieferungstore), dazu ein Verwaltungsgebäude mit 6.500 m² Nutzfläche, ein Parkhaus mit 273 Plätzen, Tankstelle und LKW-Werkstatt sowie ein Gleisanschluss mit Ganzzugkapazität (54 Waggons).
    In den Logistikhallen sollen auch Dienstleistungen wie Kommissionierung und einfache Verarbeitungsmaßnahmen angeboten werden.


    Mittlerweile kann man bei Pfenning schon Plätze vorordern.

  • Decathlon investiert auf dem Gelände des ehemaligen Bahnausbesserungswerks in Schwetzingen langfristig 40 Millionen Euro in ein neues Logistikzentrum (ihr erstes in Deutschland). Vorgesehen sind 20.000 m² Lagerfläche (nächste Ausbaustufe 30.000 m², danach weiter) und mittelfristig 100-120, langfristig 300-350 Arbeitsplätze. Vertrag ist unterschrieben. Baubeginn 2012, Fertigstellung 2013.



    Quelle: Decathlon


    Mit dem Bau werden 60% der Konversionsfläche, d.h. rund 10-11 Hektar belegt. Als besonderen Deal kauft Decathlon den Rest der Fläche ebenfalls von Aurelis und schenkt diese der Stadt Schwetzingen. Auf den verbleibenden 7 Hektar steht u.a. die denkmalgeschützte ehemalige Wagenrichthalle des Werkes. Die Stadt sieht um diese herum ein Gewerbegebiet mit zu Decathlon artverwandter Ausrichtung, primär Sport- und Freizeit-Artikel, vor.


    Das Gelände erhält zur Anbindung angeblich einen direkten Anschluss an die B535, womit vermutlich aber eher die bereits bestehende Abfahrt Plankstadt-Nord gemeint ist. Von dieser zum Bahnausbesserungswerk fehlt noch eine leistungsfähige Stichstraße. Noch eine weitere Abfahrt zwischen Plankstadt-Nord und Schwetzingen-Mitte zu quetschen wäre wohl etwas zuviel des Guten.

  • Das Asiatische Olympische Kommittee OCA möchte gerne in Eppelheim unter der Bezeichnung Eurasian Sports Center ein Trainingszentrum auf großer Spur ansiedeln.


    Entscheidung soll noch diese Woche in Kuwait fallen. Möglicher Ersatzstandort ist Haßloch (bei Neustadt/Weinstraße), der "ESC"-Verein bevorzugt Eppelheim.


    Sollte sich das Komittee für Eppelheim entscheiden würde nach der Sommerpause das ganze im Gemeinderat durchgebracht und auf den nächsten Sitzungen des Nachbarschaftsverbandes HD-MA und des Planungsausschusses der MRN im Herbst das ganze nochmal verabschiedet. Grob anvisiert ist eine Baurechtsschaffung bis zweites Quartal 2012, Fertigstellung und Eröffnung 2013.


    In der aktuellen Planung vorgesehen:
    - Gebäude: Hotel-/Konferenzkomplex, Schwimmhalle, Mehrzweckhalle, Fitness-/Kraftraumgebäude, kleines Rehazentrum
    - 13 einzelstehende Wohnhäuser für Delegationsleitungen in geschlossenem Komplex, ursprünglich mit angegliederter kleiner Moschee (gestrichen, Gebetsraum in Hotelkomplex)
    - geschlossenes Außengelände: Tennisplätze, Fußball-/Leichtathletiksportplatz, ursprünglich Reitplatz (gestrichen, Mitnutzung Mannheimer Gelände bei Bedarf)
    - das ganze in eine zu schaffende Garten- und Parklandschaft eingebettet

  • Entscheidung soll noch diese Woche in Kuwait fallen.


    Eppelheim setzt mittlerweile dem OCA ein Ultimatum bis zum 30. Januar. Sollte bis dahin keine Entscheidung fallen wird der Antrag auf Änderung der Ausweisung des Geländes im Flächennutzungsplan des Nachbarschaftsverbandes zurückgezogen.

  • Nachdem der SV Sandhausen in die zweite Bundesliga aufgestiegen ist hat der Verein noch gerade mal 3 Monate Zeit um das Hardtwaldstadion Bundesliga-tauglich aufzurüsten.


    Vorgesehen ist hierfür eine Investition von 3,6 Millionen Euro für den Umbau im Bestand sowie eine zusätzliche Zuschauertribüne, mit der die Kapazität des Stadions von derzeit rund 10.000 Plätzen auf 12.000 Plätze gebracht wird. Bauen darf INWO-Bau aus demselben Ort, deren letztes Großbauprojekt die Stadtgalerie Wiesloch war. Baurecht steht schon, der Bebauungsplan wurde beim Aufstieg in die dritte Liga gleich für die zweite Liga ausgelegt.


    Sollte sich Sandhausen in der zweiten Liga halten steht in einem Jahr dann für zusätzliche 2,2 Millionen der Ausbau auf 15.000 Plätze an - womit dann das komplette Dorf ins Stadion passt.


    Das Hardtwaldstadion ist die nach Zuschauerplätzen drittgrößte Fußballstadion des Nachbarschaftsverbands Heidelberg-Mannheim, nach Carl-Benz-Stadion (27000 Plätze) und Seppl-Herberger-Stadion (15200 Plätze).

  • Decathlon investiert auf dem Gelände des ehemaligen Bahnausbesserungswerks in Schwetzingen langfristig 40 Millionen Euro in ein neues Logistikzentrum [...] Baubeginn 2012, Fertigstellung 2013.


    Spatenstich war 4. Mai, Video dazu hier.


    Vorgesehener Baubeginn Tiefbau ca 21. Mai. Fertigstellung und Inbetriebnahme bis Frühjahr 2013.

  • Multicube, die Logistikansiedlung im ersten Post dieses Threads, hatte Mitte November Baustart.


    Multicube ist seit September im Betrieb. Hauptkunden sind Mondelez (aka ex-Kraft Foods) sowie ab Dezember die BASF. Die KMP Holding (Pfenning, der Besitzer) wird seinen Hauptsitz Ende des Jahres in die auf dem Gelände liegenden Bürobauten verlegen.

  • Richtfest bei Decathlon

    Spatenstich war 4. Mai, Video dazu hier.


    Vorgesehener Baubeginn Tiefbau ca 21. Mai. Fertigstellung und Inbetriebnahme bis Frühjahr 2013.


    Mittlerweile war auch Richtfest - es gibt an gleicher Stelle ein ganz interessantes Video dazu.