Stadtgespräch

  • Flächennutzung: Betriebsfläche nahm seit 2004 um 68% zu

    Die Flächennutzung Duisburgs und Veränderungen gegenüber 2004 in der Übersicht:


    Gebäude/Grundstück 83,5 qkm | 35,9% | -0,9%
    Landwirtschaft 44,5 qkm | 19,1% | -1,5%
    Verkehr 33,9 qkm | 14,6% | -1,3%
    Wasser 23,9 qkm | 10,3% | -0,3%
    Wald 20,2 qkm | 8,7% | + 4,1%
    Erholung 17,1 qkm | 7,3% | + 5,3%
    Betriebe 6,0 qkm | 2,6% | + 68%
    Sonstige 3,7 qkm | 1,6% | - 36,3%


    Visulisierung: Flächennutzung in Duisburg (Der Westen)


    Aktuelle Zahlen des Statistischen Landesamtes zeigen, wie sich die Flächennutzung in den vergangenen Jahren in Duisburg verändert hat. Dabei wurden für das 232 Quadratkilometer große Stadtgebiet einige beachtliche Zahlen ermittelt. Eine Zahl, die sofort ins Auge sticht, ist die Entwicklung der Betriebsfläche. Binnen zehn Jahren hat diese sich um satte 68% erhöht. Umgerechnet sind dies rund 2,4 Quadratkilometer mehr als noch vor zehn Jahren. Mit verantwortlich für diese Entwicklung sind die Umnutzung des Güterbahnhofsgeländes, die Hafenerweiterungen und die Revitalisierung industrieller Brachflächen. Erfreulich ist ebenso, dass sich der Anteil an Wald- und Erholungsflächen deutlich erhöht hat. Reduziert hat sich erstaunlicherweise die Verkehrsfläche (immerhin ein Minus von 1,3%), während sie im Landestrend zunimmt. Besondere Werte stellen die Anteile der Landwirtschafts- und Wasserflächen dar. Während es in kaum einer anderen Stadt so viele Wasserflächen gibt, stellt der Anteil der landwirtschaftlich genutzten Fläche mit knapp 20% einen der geringsten Werte unter den NRW-Städten dar. Als Grundlage für die Berechnung dienen die Flächennutzungspläne.


    Quelle: Duisburg ist flächenmäßig die größte Stadt im Umkreis (Der Westen vom 11. Juli 2014)

  • Übernachtungszahlen stark angestiegen

    430.000 Übernachtungen im Jahr 2013 (+ 11% gegenüber 2012) stellten einen neuen Rekord für Duisburg dar. Nach den ersten fünf Monaten des Jahres 2014 zeichnet sich ab, dass der positive Trend weiterhin anhält. Von Januar bis Mai konnten die Übernachtungszahlen in Duisburg um 15% gesteigert werden. Damit liegt der Wert deutlich über dem NRW-Schnitt von + 5,5%. Besonders erfolgreich war der Mai, in dem eine Steigerung um 30,4% gegenüber dem Vorjahresmonat registriert wurde. Bei den ausländischen Gästen lag die Steigerung sogar bei über 40%. Zurückgeführt wird dieser Anstieg auf die Messen im Umkreis, verschiedene Freizeitangebote und den Kanu-Weltcup.


    Quelle: Übernachtungsstatistik für Mai 2014: Übernachtungszahlen auffallend gestiegen (Stadt Duisburg vom 29. Juli 2014)

  • Zahl der Übernachtungen steigt weiter an

    Nach dem Rekordjahr 2013 sind die Übernachtungszahlen in Duisburg weiter angestiegen. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2013 stieg die Anzahl der Übernachtungen um 13,3% auf 219.065. 42.186 und damit rund 20% aller Übernachtungen entfielen auf ausländische Gäste. Dieser Wert erhöhte sich im Gegensatz zum ersten Halbjahr 2013 um 15,9%. Besonders stark stiegen dabei die Übernachtungen bei Gästen aus den Niederlanden (+ 30%). Die Gästezahl überschritt erstmals die Marke von 100.000. Insgesamt kamen 102.074 Gäste nach Duisburg, während es im ersten Halbjahr 2013 noch 93.853 waren (+8,8%). Damit liegt der Zuwachs deutlich über dem Landesdurchschnitt von 5,7%. Die mittlere Verweildauer aller Gäste lag bei 2,1, die der ausländischen Gäste bei 2,2 Tagen. Die Auslastung der Hotelkapazitäten erhöhte sich zwischen dem 30. Juni 2013 und dem 30. Juni 2014 leicht von 36,1 auf 36,3%. Im gleichen Zeitraum stiegen die Kapazitäten der 52 Duisburger Hotels von 2998 auf 3336 Betten (+ 11%).


    Doch für die Duisburger Hoteliers besteht noch Luft nach oben. Die Nachbarstadt Oberhausen hat nur halb so viele Hotels wie Duisburg, konnte jedoch etwas mehr Gäste begrüßen. Außerdem lag die Auslastung der Oberhausener Hotels bei satten 49%. Auch ist die Anzahl der Hotels und der Betten deutlich geringer als in Essen (100 Hotels/9.000 Betten) oder Dortmund (66 Hotels/6.800 Betten).


    Quellen:
    Beherbergung im Reiseverkehr in Nordrhein-Westfalen (IT NRW)
    Hotels haben immer mehr Gäste aus dem Ausland (Der Westen vom 20. August 2014)

  • Interview mit Jürgen Bahl

    Die WAZ veröffentlichte heute ein Interview mit dem Architekten Jürgen Bahl, der zahlreiche Bürobauten im Innenhafen entwarf und bemängelt, dass dieser nicht so bekannt wie der Düsseldorfer Medienhafen sei. Vielleicht hätten seine Entwürfe orogineller sein sollen? Oder gehört Duisburg doch nicht ganz in die allererste Liga bekannter Metropolen?


    Ferner hält Bahl das Möbelhaus in der Duisburger Freihait für eine Katastrophe, die der Innenstadt Schluckbeschwerden bringen würde.

  • Größter Hochofen Europas wieder angeblasen

    PM: "Der Hochofen 2 in Duisburg-Schwelgern läuft wieder. Gut drei Monate war die Produktion ausgesetzt, um erforderliche Modernisierungsarbeiten durchzuführen. Vor einigen Tagen wurde der größte Hochofen Europas wieder angeblasen, d.h. mit Holz und Koks gefüllt und durch heiße Luft entfacht. Anschließend fuhr ThyssenKrupp Steel Europe die Roheisen-Erzeugung schrittweise hoch. Rund 200 Millionen Euro kostete die Modernisierung des 21 Jahre alten Hochofens. Bis zur Produktionsunterbrechung im Juni wurden dort 78 Millionen Tonnen Roheisen erschmolzen.
    Parallel zum Hochofen wurde auch die Stranggießanlage 1 in Duisburg-Beeckerwerth für rund 90 Millionen Euro saniert."


    Quelle: idr
    Infos: www.thyssenkrupp.com

  • ...dennoch gehen die Lichter aus

    ^ Interessant, dass selbst das Anschmeissen eines Hochofens inzwischen zur vielbeachteten städtebaulichen Nachricht wird. Dennoch berichtete die WAZ, dass die Gewerbesteuer im ersten Halbjahr 2014 um ca. 3 Mio. auf 151 Mio. EUR gesunken ist - trotz (oder wegen) der Anhebung des Hebesatzes. Die Gewerbeanmeldungen sinken, die Abmeldungen steigen. 2015/2016 soll der Hebesatz von 505 auf 510 und dann 520 Punkte steigen - Rekord in NRW.


    Eine Frau von einem "Regionalverband Ruhr" (das sind die, die von unseren schwer erarbeiteten Steuern für das ständige Reden über eine "Metropole Ruhr" bezahlt werden) hat eine Angleichung der Hebesätze im gesamten Ruhrgebiet ("Metropole Ruhr") angeregt. Dann wäre sichergestellt, dass die Gewerbesteuer überall gleich abschreckend ist und die abgemeldeten Firmen nicht in eine andere Ruhrgebietsgemeinde, sondern in das Umland abwandern. Solche dirigistischen Ideen gegen den Wettbewerb kommen immer, wenn durch frühere dirigistische Einfälle etwas aus dem Ruder läuft. Man sollte nachrechnen, wieviel Steuergeld und damit Hebesatz-Punkte könnte man einsparen, würde man diesen RVR ("Metropole Ruhr") endlich mal abschaffen.


    Übrigens:


    Zitat

    Betriebsfläche nahm seit 2004 um 68% zu


    Das ist auch irgendwie Kunst - das Gewerbe nimmt ab, trotzdem benötigt explosionsartig immer mehr Fläche?

  • Kooperation Rheinland

    Das Leben scheint behördliches Zelebrieren des Ehemalige-Gruben-und-Zechen-Folklores (die sog. "Metropole Ruhr") weitgehend wegzuwischen - die Duisburger RP veröffentlichte heute das Interview mit dem Duisburger OB und dem Landrat des Kreises Neuss über die regionale Zusammenarbeit, u.a. mit Düsseldorf. Einige Teile wurden bereits in der Düsseldorfer RP veröffentlicht, hier wird umfassend u.a. die Kooperation der Häfen (Neuss-Düsseldorf, Krefeld und Köln) sowie IT-Kooperation Rheinland besprochen. Duisburg brauche den Flughafen als wichtigen Standortfaktor genauso wie Düsseldorf. Da etwa für die Chinesen Duisburg als Logistikstandort viel zu klein sei, benötige man die regionale Zusammenarbeit.

  • Jahresrückblick 2014

    Es ist die letzte Nacht des Jahres, also Zeit noch einmal auf 2014 zurück zuschauen. Vor einem Jahr habe ich prognostiziert, dass 2014 nach Jahren des Stillstandes ein gutes Jahr für die Stadtentwicklung werden könnte. Doch so rosig wie erhofft war dieses Jahr dann doch nicht. Die Gewerbeentwicklung wurde mit Sicherheit durch die Anhebung des Gewerbesteuersatzes behindert. Immerhin gab es innerhalb eines Jahres 600 Firmen weniger in der Stadt. Bezeichnenderweise sanken die Einnahmen durch die Gewerbesteuer im 1. Halbjahr 2014 trotz der Erhöhung der Hebesätze um 3,1 auf 151 Millionen Euro. Die Stadt hat allerdings nicht die Zeichen der Zeit erkannt und wird den Satz der Grundsteuer 2015 von 695 auf 855 Punkte anheben.
    Ein Marker für die Stagnation in der Stadtentwicklung ist der Duisburger Büromarkt. 2013 wurde mit einem Flächenumsatz von 48.000 Quadratmetern das schlechteste Ergebnis seit vielen Jahren eingefahren. Im 1. Halbjahr 2014 lag der Flächenumsatz zwar bei 28.500 Quadratmetern, die reine Vermietungsleistung übersprang gerade einmal knapp die 10.000 Quadratmetergrenze. Die Neubautätigkeit beschränkte sich in diesem Jahr hauptsächlich auf Eigennutzer. Das Zugpferd der Duisburger Wirtschaft bleibt hingegen auch in diesem Jahr der Hafen. 2014 konnte die Duisport-Gruppe den Güterumschlag von 62 auf 65 Millionen Tonnen steigern, der Containerumschlag stieg um 13% auf 3,4 Millionen TEU. Im Frühjahr eröffneten Yusen und VW große Logistikkomplexe. Die Firmen Benteler und Satellite Industries begannen 2014 damit, ihre europäischen Zentrallager im Duisburger Hafen zu errichten bzw. einzurichten. Eine weitere Wachstumsbranche ist vielleicht etwas überraschend der Tourismus. Zum zweiten Mal in Folge registrierten die Hotels bei den Übernachtungszahlen zweistellige Wachstumsraten. Auf dem Hotelmarkt scheint jedoch der Aufschwung (noch) nicht angekommen zu sein. Marken wie Motel One, Holiday Inn oder B&B-Hotels machen einen Bogen um Duisburg. In diesem Jahr sollten das Stadthotel am Hauptbahnhof und das H2-Hotel im alten Ordnungsamt eröffnen, allerdings ist derzeit nicht einmal ein Baustart in Sicht.


    Pleiten


    Doch die beiden nicht eröffneten Hotels sind nicht die einzigen Baupleiten des Jahres. Gegenüber des alten Ordnungsamtes sollte eigentlich das Marientor-Carree entstehen. Nach zuletzt leeren Versprechungen trennte sich die Stadtverwaltung im Sommer vom Investor. Seitdem sucht die Stadt vergebens nach Ideen für eine Nutzung des Areals und einem neuen Investor. Halt machte das leidige Thema Investoren auch nicht vor dem Innenhafen. Die Hoffnung, dass das Eurogate doch noch bald entwickelt werden könnte, zerschlug sich im November. Auf die neuerliche Ausschreibung meldete sich schlichtweg nicht ein Interessent. Für ein weiteres Projekt am Innenhafen wird gar nicht mehr nach einem Investor gesucht. Lange wurde - auch hier im Forum - auf die Pläne für ein Bürogebäude am Calaisplatz gewartet, jedoch zog sich im Herbst überraschenderweise der Projektentwickler zurück. Investiert hat hingegen die Metro und zwar in die Sanierung der Kaufhoffassade. Eigentlich eine erfreuliche Meldung, denn im vergangenen Jahr wurden wenige Projekte umgesetzt. Doch die Art und Weise der Sanierung ist alles andere als erfreulich, erinnert der Kaufhof heute doch eher an einen Hochbunker als an ein Kaufhaus.


    Fertigstellungen und laufende Projekte


    Große Projekte wurden in diesem Jahr nicht fertiggestellt. Dafür wurden aber einige interessante Projekte gestartet. Erst vor knapp einem Monat fand der erste Spatenstich für die neue Firmenzentrale von Kühne Messtechnik in Duissern statt. Für 250 Mitarbeiter errichtet der Weltmarktführer der Messtechnik ein siebengeschossiges Bürogebäude mit 8.195 Quadratmetern Geschossfläche. In ähnlicher Größenordnung bewegt sich der Erweiterungsbau der Targobank, der im Schatten des 72 Meter hohen Targobank-Hochhauses entsteht. Ende des Jahres wurden die Arbeiten am Rohbau abgeschlossen, sodass der geplanten Eröffnung im Sommer nichts mehr im Wege steht. Ebenfalls fertig ist der Rohbau des Stadtfenster an der Steinschen Gasse. Im Juni wird an dieser Stelle die Stadtbibliothek einziehen, zum Wintersemester nimmt außerdem die VHS ihren Betrieb im neuen Bildungshaus auf.


    Ausblick auf 2015


    Anstelle des alten Bibliothekgebäudes an der Düsseldorfer Straße wird ab dem 2. Halbjahr 2015 das House of Fashion errichtet, Primark wird als Ankermieter gehandelt. Nächstes Jahr sollen ebenfalls am Bahnhofsplatz die Bagger anrollen. Voraussichtlich im Frühjahr beginnen die Bauarbeiten für das InterCity-Hotel. Ob nächstes Jahr ein Investor für das andere Baufeld am Hauptbahnhof gefunden wird, ist allerdings mehr als fraglich. Fragezeichen stehen außerdem hinter dem geplanten Möbelzentrum auf dem alten Güterbahnhofsgelände. Möglicherweise kann dagegen im Januar der erste Ansiedlungserfolg im Quartier 1 gefeiert werden. Dann will das Landesumweltamt bekannt geben, ob es seinen Düsseldorfer Standort auf das Freiheitsgelände verlagern will. Duisburg gilt derzeit als Favorit. Vorgestellt werden im nächsten Jahr definitiv die detaillierten Pläne für den Erweiterungsbau des Museums Kuppersmühle, dessen erster Entwurf erst vor Kurzem präsentiert wurde. Ob die überarbeiteten Pläne für das Mercator-Quartier 2015 veröffentlicht werden, ist jedoch noch unklar. Während einige Großprojekte weiterhin unsicher sind, werden spannende kleinere Projekte anlaufen. Beispielhaft hierfür sind das Wohnquartier Wilhelmshöhe oder die überfällige Sanierung des Wedauer Bahnhofes.


    Ob das kommende Jahr ein Gutes für die Duisburger Stadtentwicklung wird, mag ich angesichts der schlechten Rahmenbedingungen kaum zu bewerten. Ich würde allerdings wünschen, wenn der Abwärtstrend endlich gestoppt wird.
    In diesem Sinne wünsche ich allen Nutzern einen guten Rutsch und ein erfolgreiches, gesundes neues Jahr 2015! :)


    Quellen:
    Sämtliche Threads des DAF
    Entwicklung mit angezogener Handbremse (Rheinische Post vom 27. Dezember 2014)

  • 2014 war erneutes Rekordjahr für Hoteliers

    Bei den Übernachtungszahlen konnten die Duisburger Hotels wie im Vorjahr einen neuen Rekordwert vermelden. Die Zahl der Übernachtungen stieg um 6,8% auf 459.092 (2013: 430.052), während sich die Anzahl der Gäste um 5,9% auf 214.766 erhöhte. Im Vergleich zum Vorjahr sank allerdings die Anzahl der ausländischen Gäste um 2,4% auf 40.849, die der Übernachtungen von ausländischen Gästen sogar um 4,4% auf 82.946. Als Ursache hierfür wird die Kanu-WM 2013 angeführt, als zahlreiche Gäste aus dem Ausland für mehrere Tage in Duisburg verweilten. Die mittlere Aufenthaltsdauer lag im letzten Jahr bei 2,1 Tagen, bei ausländischen Gästen bei genau 2 Tagen. Die Bettenkapazität der 51 Duisburger Hotels erhöhte sich minimal von 3.321 auf 3.332 Betten. Die mittlere Auslastung der Hotelbetten sank von 38,8 auf 37,7.


    Der Begriff "Rekordzahlen" soll jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die Übernachtungszahlen im Vergleich zu anderen NRW-Städten auf einem niedrigen Niveau befinden. Dennoch wird erwartet, dass die Zahlen in den nächsten Jahren weiter steigen werden. Als Gründe werden der geplante Neubau des InterCity-Hotels und der Eigentümerwechsel im Theater am Marientor genannt, wodurch Duisburg wieder zur Musical-Stadt wird.


    Quellen:
    2014 war erneut ein Rekordjahr für Duisburger Hoteliers (Der Westen vom 24. Dezember 2015)
    Beherbergung im Reiseverkehr in Nordrhein-Westfalen 2013 und 2014 (IT.NRW)

  • Duisburgs Bevölkerung nimmt bis 2040 um ca. 5 % ab

    Nach einer Prognose des Landesbetriebes Information und Technik Nordrhein-Westfalen wird die Bevölkerungszahl der Stadt Duisburg bis 2040 um fünf Prozent abnehmen. Damit fällt der Rückgang in Duisburg stärker aus als im Bundesland. Bis 2040 soll die Bevölkerungszahl Nordrhein-Westfalens von 17,57 auf 17,49 Millionen abnehmen, was einem Rückgang von 0,5% bespricht. Für Duisburg sehen die Zahlen für den 1. Januar des jeweiligen Jahres wie folgt aus:
    2014: 486.855
    2020: 484.265
    2025: 480.069
    2030: 474.854
    2035: 468.558
    2040: 462.988
    Zunahmen wird es in den Altersklassen der 65-80-Jährigen (+ 14,2%) und der über 80-Jährigen (+ 33,2%) geben. Starke Rückgänge gibt es dagegen bei den 19-25- (- 18,2 %) und bei den 40-65-Jährigen (- 13,3 %)


    Interessanterweise wird bis Ende des Jahrzehnts ein moderater Rückgang erwartet. Die stärkeren Rückgänge aber für die Zeit zwischen 2020 und 2030. Dies ist genau der Zeitraum, in dem große Neubaugebiete wie das Mercatorquartier (ca. 250 WE), Güterbahnhof Wedau (ca. 1.800 WE) oder Rheinort (ca. 3.600 WE) entwickelt werden sollen. Die größten Herausforderungen der Stadtentwickler werden darin liegen, genügend Arbeits- und Ausbildungsplätze für die junge Generation zu schaffen un den natürlichen Saldo mit dem Wanderungssaldo auszugleichen. Der derzeitige Bevölkerungsrückgang der Stadt Duisburg (ca. - 0,3%/a) resultiert in erster Linie aus dem hohen Sterbeüberschuss, der sich durch die Zuzüge (noch) nicht ausgleichen lässt.


    Quelle: Zukünftige Entwicklung der Bevölkerung Duisburgs (Bürgerzeitung Duisburg vom 14. August 2015)

  • Sind fünf Hotelprojekte zu viele für die Innenstadt?

    Der derzeitige Hotelboom in der Innenstadt sorgt nicht nur dafür, dass die örtliche Presse den Überblick verliert.* ;) Er sorgt auch dafür, dass sich die Kritiker zu Wort melden. Der Geschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbandes Nordrhein, Thomas Kolaric, bezweifelt, dass Duisburg überhaupt neue Hotels benötigt und stellt daher die Hotelprojekte in der City in Frage (Anmerkung Neubauten: InterCity-Hotel, B&B-Hotel und Hotel am Buchenbaum, Erweiterungen: Hotel Conti und Hotel am Kantpark). Er spricht von Überkapazitäten, die zu Verdrängung, Preiskampf und Qualitätsverlusten führen. Kolaric wundert sich darüber, dass es angeblich nicht möglich sei, mit den vorhandenen 51 Hotels die 40-Prozent-Nachfrage zu bedienen. Die Auslastung der Hotels in Duisburg liege derzeit bei 38,9 % und damit knapp unter dem NRW-Schnitt von 40,4%. Nach Angaben von Duisburg Marketing seien einige Tagungen nicht in Duisburg abgehalten worden, weil es in der Stadt keine entsprechend großen Hotelkapazitäten geben würde. Durch die Neubauprojekte könnten die Nachfragen in Zukunft bedient werden. Außerdem verzeichne die Stadt durch ihre Lage und die Nähe zu Messestandorten im Bereich des Geschäftstourismus starke Zuwächse.


    Eine Studie des Wuppertaler Beratungsunternehmens Schollen unterstreicht die Bedenken des Geschäftsführers des Hotel- und Gaststättenverbandes Nordrhein. Im Hotelreport NRW belegt der Standort Duisburg den 14. Platz bei 15 untersuchten Städten. Als Kriterien flossen das Angebot und die Nachfrage sowie das Preisniveau, die Wettbewerbssituation, der Makrostandort und die Zukunftsaussichten in die Analyse ein. Die Gesamtbewertung erfolgte auf einer Skala von Triple-Plus bis Triple-Minus. Duisburg erhielt ein einfaches Minus, was für Investoren bedeutet, dass sie ihre Investitionen kritisch überprüfen sollten. Die Studie nennt einige Schwachpunkte. Besonders schlecht bewertet werden das Angebot und die Nachfrage, obwohl die Duisburger Hotels mit 459.000 Übernachtungen ein neues Rekordergebnis verzeichneten. Ebenfalls schlecht sei die Auslastung von 38%, womit Duisburg den 14. Platz belegte. Nachteilig wirkte sich auch die sogenannte Parahotellerie aus, die u.*a. Schulungsheime und Jugendherbergen umfasst. Mit einem Bettenanteil von 35% sei sie außergewöhnlich stark. Ein weiterer schwacher Indikator seien die Übernachtungen pro 1000 Einwohner. In Duisburg kommen lediglich 943 Übernachtungen auf 1000 Einwohner. Dagegen sind es im Mittel 2824 Übernachtungen pro 1000 Einwohner, in Düsseldorf sind es sogar knapp 7.500. Positiv wird hingegen die Wettbewerbssituation gesehen. Dies liegt daran, dass der Markt noch nicht durch große Hotelketten beeinflusst wird. Privathotels machen 57% aller Zimmer und 80% aller Betriebe aus.


    Nach Einschätzung des Beratungsunternehmens erhöhe sich zwar durch die aktuellen Hotelprojekte die Bettenkapazität, ein langfristiges Wachstum erwarten die Experten jedoch nicht. Dem Standort Duisburg würden ein größeres Tagungshotel und eine markengebundene Budget- bzw. Economy-Hotellerie weiterhelfen.


    Quellen:
    Duisburger Hotels profitieren nicht von Rekord-Gästezahl (Der Westen vom 22. Mai 2015)
    Braucht die Duisburger City wirklich vier neue Hotels? (Der Westen vom 7. Juli 2015)*

  • Wird Duisburg größter Standort des LANUV?

    Der NRW-Staatssekretär Horst Becker besichtigte gestern ein Laborschiff im Duisburger Hafen. Er bestätigte im Rahmen seines Besuches, dass Duisburg in den nächsten Jahren zum NRW-Zentrum für den Gewässerschutz ausgebaut werden soll. Neben der Düsseldorfer Dependence des Landesumweltamtes wird wahrscheinlich auch eine der zentralen Messstationen zur Überwachung der Wasserqualität im Rhein nach Duisburg verlegt. Letztendlich könnten somit zwischen 400 und 500 Mitarbeiter des LANUV in Duisburg arbeiten. Im geplanten Neubau des LANUV am Hauptbahnhof sollen bis zu 350 Angestellte arbeiten.


    Noch ist keine Entscheidung über die Verlagerung der Messstation gefallen. Die Planungen für das neue Gebäude sind jedoch schon weit vorangeschritten. Ich kann mir gut vorstellen, dass angesichts des Platzbedarfes für 50 bis 150 zusätzliche Mitarbeiter, das LANUV einen weiteren Standort in Duisburg beziehen wird.


    Quelle: Duisburg wird zum NRW-Zentrum für Gewässerschutz (Der Westen vom 22. August 2015)

  • "Duisburg 2027"

    Unter #121 wurde bereits der Flächenverbrauch thematisiert - die NRZ berichtete heute, dass der BUND den massiven Flächenverbrauch im Konzept "Duisburg 2027" kritisiert. U.a. sollten dem Konzept nach 103 Hektar von Landschaftsschutzgebieten und 21 Hektar Wald zugebaut werden.


    Da die Einwohnerzahl ohnehin schrumpft, sehe ich nicht ein, wieso man zusätzliche Flächen zubauen statt eher freigeben sollte. Dass diese Neubausiedlungen in Außenbereichen überproportionale Infrastrukturkosten pro Einwohner und verschlechtete Verkehrsstruktur bedeuten würden, müsste den Verantwortlichen irgendwann mal endlich klar sein?

  • ^^


    U.a. sollten dem Konzept nach 103 Hektar von Landschaftsschutzgebieten und 21 Hektar Wald zugebaut werden.


    Malen sie bitte nicht den Teufel an die Wand. Die Wahrscheinlichkeit, dass Duisburg in den nächsten 10-12 Jahren zur Betonwüste wird, ist nicht so hoch wie im Artikel dargestellt. ;) Dazu sollte man vielleicht wissen, dass es sich bei Duisburg 2027 um einen Prozess handelt, dessen Ziel die Aufstellung des Flächennutzungsplan ist. In diesem Prozess wurden Flächennutzungen seitens der Stadt vorgeschlagen und anschließend in Dialogen diskutiert. Als Resultat aus den Gesprächen hat die Stadt schon einige Nutzungsvorschläge zurückgenommen. Da der Prozess noch nicht abgeschlossen ist, werden wahrscheinlich noch weitere Flächen gestrichen. Zudem handelt es sich um die Aufstellung des Flächennutzungsplanes, der lediglich die Richtung der Stadtentwicklung in den kommenden Jahren vorgibt. Das bedeutet, dass diese Flächen nicht zwangsläufig bebaut werden, sondern dass sie bebaut werden können. Der Artikel lässt sich so interpretieren, dass die angesprochenen Grünflächen definitiv bebaut werden, aber von einer verbindlichen Bauplanung ist die Stadt in vielen Fällen noch weit entfernt.


    Nichtsdestotrotz stimme ich ihnen zu, dass nicht unnötig Grünflächen für neue Bebauung geopfert werden müssen. In meinen Augen ist es besser, erst einmal die Kernbereiche der Siedlungsflächen zu stärken. Dies ginge durch das Schließen von Baulücken, die Erschließung von Brachflächen oder den Abriss von leerstehenden Gebäuden und anschließendem Neubau. Ähnliche Projekte gibt es bereits in Duisburg, siehe Beispiel 1 und Beispiel 2. Derzeit bereitet die Stadt Duisburg drei größere Neubaugebiete vor. Dabei handelt es sich um die Nachnutzung von Brachflächen. In Hochfeld soll das ehemalige Gelände von Arcelor-Mittal bebaut werden (ca. 3.600 WE), in Wedau der ehemalige Güterbahnhof (ca. 1.800 WE). Das Mercatorquartier (250 WE +) als innerstädtisches Stadtviertel soll auf dem Areal einer nicht mehr genutzten Schule entstehen. Dies sind Projekte, die ich in dieser Form unterstütze.



    Da die Einwohnerzahl ohnehin schrumpft, sehe ich nicht ein, wieso man zusätzliche Flächen zubauen statt eher freigeben sollte.


    Von ihrer Haltung bin ich etwas überrascht. Kürzlich haben sie in Bezug auf Düsseldorf sinngemäß geschrieben, dass man Bevölkerungsprognosen hinterfragen sollte. Aufgrund der Vielzahl von Immigranten sehen sie die Prognose für Düsseldorf zu niedrig angesetzt. Für Duisburg stellen sie die Zahlen jedoch nicht in Frage und nehmen sie kommentarlos hin. Warum setzen sie sich nicht hier kritisch mit den Zahlen auseinander?


    Ich finde, dass man generell nicht zu sehr auf langfristige Bevölkerungsprognosen setzen kann. Noch vor rund zehn Jahren sollten nach den Prognosen die Einwohnerzahlen in Dortmund, Essen und Duisburg deutlich sinken. Doch wie sieht die Realität aus? In Dortmund und Essen steigen die Einwohnerzahlen mittlerweile wieder und selbst in Duisburg verläuft der Einwohnerrückgang deutlich gebremster. Für Duisburg wird die Bevölkerungszahl Ende des Jahres ca. 15.000 Einwohner über der Prognose von 2003 liegen und immerhin noch mehrere tausend über der von 2009. Die Bevölkerungsentwicklung ist von vielen Trends oder Ereignissen abhängig, sodass über einen längeren Zeitraum keine realistische Prognose möglich ist.


    Es steht noch die Frage im Raum, warum Duisburg aktuell im Gegensatz zu Essen und Dortmund immer noch leicht sinkende Einwohnerzahlen vorweist? Als Hauptursache kann der hohe Sterbeüberschuss genannt werden, der durch der positive Wanderungssaldo nicht ausgeglichen werden kann. Der Wanderungssaldo fällt aufgrund der hohen Anzahl an Fortzügen geringer aus als bspw. in Essen oder Dortmund. Hierfür gibt es drei Hauptgründe. Neben der wirtschaftlichen Situation und auch der allgemeinen (politisch bedingten) Unzufriedenheit ist einer der Hauptgründe das Fehlen von modernen Wohnangeboten. Das Angebot an Einfamilienhäusern und innenstadtnahen Eigentumswohnungen ist viel zu gering, um die Nachfrage zu bedienen. Es gibt genügend Familien, die in Duisburg ein Haus oder eine Wohnung suchen, aber nur in den Nachbarstädten oder am Niederrhein fündig werden. Letzteres gilt insbesondere für das Einfamilienhaussegment. Aus lokalpolitischer Sicht hat der Einwohnerverlust hohe finanzielle Folgen für die Stadt Duisburg. Zum einen gehen Einnahmen durch die Einkommenssteuer verloren, zum anderen zusätzliche Fördermittel des Landes durch Unterschreiten der 500.000-Einwohner-Marke. Ob der finanzielle Schaden höher ist als die überproportionalen Infrastrukturkosten pro Einwohner kann ich aber mangels Hintergrundwissen nicht abschätzen. Wenn man bedenkt, dass viele Fortzügler (mit dem Auto) vom Niederrhein in Richtung Duisburg pendeln, ist die Entwicklung auch regional-ökologisch kritisch zu sehen.

  • Duisburg hat wieder über 490.000 Einwohner

    Das Thema Bevölkerungsentwicklung holt uns schneller ein als gedacht. Wie die Stadt gestern gegenüber Radio Duisburg bestätigte, hat Duisburg seit August wieder über 490.000 Einwohner. Im Vergleich zum Jahresende 2014 ist dies ein Plus von 3.000 Einwohnern bzw. 0,6 %. Ursächlich für die Entwicklung ist ein starker Zuzug aus dem Ausland. Dagegen zieht es vor allem Personen mit deutschem Pass aus der Stadt. Dazu gab es gestern die Meldung, dass in Duisburg im vergangenen Jahr rund 4.400 Kinder geboren wurden. Das ist der höchste Stand seit über zehn Jahren. Auch in diesem Jahr wird von einem Babyboom ausgegangen. Das Klinikum Duisburg als größte Geburtsklinik hat in diesem Jahr schon über 1.000 Geburten registriert.

  • Factory Outlet Douvil

    Das Deal Magazin schrieb gestern darüber, dass die Duisburger SPD-Ratsfraktion für die Sitzung am 29.02 den Planungsstopp für das Projekt Factory Outlet Douvil beantragen will. Während die Entwickler Douvil und immeo angebliche Millionenverluste beklagen und mit Schadensersatzforderungen drohen, sollte die Stadt die Ausblutung der Innenstadt vermeiden. Bereits ohne FOC müssen Neubauten in der Duisburger Freiheit ohne Einzelhandel im EG auskommen - mit dem FOC stünde in der Innenstadt noch weniger Kaufkraft zur Verfügung.


    Was für Verluste? So wie gerade in etlichen Großstädten die Nachfrage nach Wohnraum steigt, können Douvil und immeo das Areal problemlos mit Wohnbauten bebauen.

  • ^^


    Ich begrüße es, dass die Stadt den Ausstieg aus den FOC-Plänen beschließen will. In den vergangenen Jahren konnte bei den Planungen kein Fortschritt beobachtet werden, de facto existierte das Factory-Outlet-Center nur in Modellen und Visualisierungen. Die Stadt wurde glaube ich lang genug vom Projektinvestor hingehalten, sodass es nun an der Zeit ist, die Reißleine zuziehen.


    Drei offene Fragen werden durch die Stadt zu klären sein:

    • Wie können die Grundstücke des alten Stadtbades und der Rhein-Ruhr-Halle genutzt werden?
    • Wie geht es mit der Zinkhüttensiedlung weiter?
    • Gibt es einen alternativen Standort für ein Factory-Outlet-Center bzw. ist eine Ansiedlung überhaupt sinnvoll?


    Als alternativer Standort für ein FOC wurde bereits der Duisburger Güterbahnhof vorgeschlagen. Allerdings überzeugt mich diese Idee nicht wirklich. Ich frage mich, ob die Konzentration auf die Stärkung der Innenstadt nicht besser wäre. als weiter die Ansiedlung eines FOC in der Stadt zu verfolgen. Außerdem gefällt mir die Idee des Einzelhandelsverbandes, das Freiheitsgelände als Wohn- und Arbeitsstandort, nach wie vor besser. In diesem Fall würde auch die kleinräumige Ansiedlung von Einzelhandel Sinn machen. Dagegen würde sich Einzelhandel in einem reinen Büroviertel nicht zwangsläufig rechnen. Ich kann daher nachvollziehen, dass Aurelis anstelle der ursprünglich im Quartier 1 geplanten Einzelhandels- lieber Büroflächen entwickeln wird. So ließen sich höhere Renten erzielen. Der befürchtete Kaufkraftverlust in der Innenstadt dürfte für die Entscheidung von Aurelis nicht ausschlaggebend gewesen sein.

  • ^


    Zu 1:
    Kann mir für das Gelände der Rhein-Ruhr-Halle eigentlich nur sowas wie ein Fachmarktcenter vorstellen. Wohnung kann man wohl ausschließen, ein Bürogebäude in Hamborn halte ich auch für eher unwahrscheinlich.
    Das ehm. Hamborner Bad hingegen könnte ich mir durchaus als Ort mit Veranstaltungsräumen, Büros oder vllt Lofts (naja) vorstellen.


    Zu 2:
    Die Zinkhüttensiedlung kann ich mir durchaus weiterhin als Wohnquartier vorstellen, vllt mal wieder etwas renovierung.;)


    Zu 3:
    Einziger, für mich, sinnvoller Standort ist der Bereich um die Münzstraße. Gleichzeitig halte ich es dort, aber für äußerst unwahrscheinlich unter anderem Aufgrund der scheinbar eher schwierigen Lage was die Besitzverhältnisse der Immobilien angeht.
    Güterbahnhof geht gar nicht :nono:, da hätte man ja gleich Multi Casa bauen können.

  • ^^


    Zu 1:
    Über eine Nutzung der Grundstücke habe ich mir auch schon einige Gedanken gemacht, aber für die Fläche der Rhein-Ruhr-Halle sind mir ehrlich gesagt keine sinnvollen Vorschläge eingefallen. Neben einem Fachmarktcenter käme mir lediglich kleinteiliges Gewerbe in den Sinn.


    Die Idee, das Hamborner Stadtbad als Veranstaltungsort zu nutzen, finde ich dagegen gar nicht mal so übel. Ich könnte mir in diesem Zusammenhang das Stadtbad als nördliches Pendant zum Steinhof vorstellen. Im Internet habe ich mal nach möglichen Vorbildern für ein Nutzungskonzept geschaut. In Hameln wurde beispielsweise das alte Schwimmbad ähnlich wie der Steinhof in einen Veranstaltungsort umgewandelt (s. hier). Außerdem bin ich auf das alte Hallenbad in Heidelberg gestoßen. Das wird nicht nur für Events genutzt, sondern beherbergt daneben eine Markthalle und Gastronomieeinrichtungen. Diese Nutzung wäre vielleicht auch etwas für das Hamborner Bad (s. hier).



    Zu 2:
    Die Zinkhüttensiedlung sollte auch in meinen Augen weiterhin ein Wohnquartier bleiben. Aber wie du schon richtig sagst, ein Pinsel oder vielleicht etwas mehr sollte in die Hand genommen werden. Das Wohnprojekt der GEBAG an der Stromstraße in Rheinhausen könnte vielleicht ein entsprechendes Vorbild sein. ;)



    Zu 3:
    Ich sehe es genauso wie du - für mich wäre auch die Altstadt der einzige alternative Standort für ein FOC. Aber wie du schon geschrieben hast, wäre eine Umsetzung sehr schwierig. Alles in allem bin ich dafür, dass die Stadt das Thema FOC zu den Akten legt. Dabei sollten die möglichen positiven Effekte für die Innenstadtentwicklung nicht außer Acht gelassen werden. Es zeichnet sich immerhin leise ab, dass die Entscheidung zum FOC-Aus der Innenstadtentwicklung einen Schub geben könnte. Es soll beispielsweise ein Standortexposé für potenzielle Investoren und Mieter erstellt werden. Zudem sind im Wallquartier einige Aufwertungsmaßnahmen geplant (Quelle: Der Westen vom 11. März 2016).

  • Außerdem bin ich auf das alte Hallenbad in Heidelberg gestoßen. Das wird nicht nur für Events genutzt, sondern beherbergt daneben eine Markthalle und Gastronomieeinrichtungen.


    Als Anmerkung: Das Nutzungskonzept des Alten Hallenbads in Heidelberg ist kommerziell nicht allzu erfolgreich, insbesondere eben die Markthalle und die Gastronomie; die Investitionskosten haben sich inzwischen gegenüber ursprünglichen Planungen verdoppelt, auch weil immer mal wieder umgebaut wird - derzeit mit neuer Außentreppe ins Obergeschoss zur Markthalle, um diese "zugänglicher" zu machen.
    Konzeptionell war die Umnutzung ursprünglich eng an die Centralstation in Darmstadt angelehnt, die aber im Gegensatz zum Alten Hallenbad von direkter Innenstadtlage (Laufkundschaft) profitiert. Eben diese Laufkundschaft fehlt vor allem der Markthalle in Heidelberg.


    In Hamborn wäre diese, so wie ich den Standort sehe, wohl überhaupt nicht gegeben.