"Hafenpark-Quartier" auf dem Honsell-Dreieck (in Bau)

  • Ich musste das Ganze jetzt erst mal ein wenig sacken lassen und muss aber leider sagen, dass sich da seit meinem ersten Eindruck nicht so viel an meiner Einschätzung verändert hat.

    Was Postive vorweg - nicht der schlimmste Entwurf hat gewonnen, das ist für mein Empfinden definitv der Entwurf von David Chipperfield. Ich weiß nicht was mich da ratloser zurücklässt, die fragwürdigen und unpassenden Proportionen, der Mangel an Gestaltungswillen oder die Luftnummer an Werbegeschwafel (vermeintlich aus einen Abreisskalender für Worthülsen) die auf dem Rendering steht.

    Ähnlich brachial und unproportioniert erschien mir auf den ersten Blick auch der Entwurf von Ingenhoven Architects. Allerdings finde ich auf den zweiten Blick den Gedanken mit den Gärten im Innenhof und auf den Terassen recht charmant. Wenn man die Inneren Werte da auch ein wenig mehr nach aussen gekehrt hätte, die strenge, horizontale Linienführung durch geschossübergreifende Öffnungen mit etwas Grün hier und da ein wenig unterbrochen worden wäre, würde das Gebäude wahrscheinlich bereits viel einladender wirken.

    Auch beim Siegerentwurf von Meixner Schlüter Wendt hätte meines Erachtens ggf. ein Aufbrechen der Gradlinigkeit der Fassade ganz gut getan – zumindest im oberen Bereich des Hochbaus. Hier wirkt die Fassade schon ein wenig sehr uniform. Im hinteren Bereich der Flachbaus wurden diese Unterbrechungen ja auch vorgenommen, schade dass es auschließlich dort passiert ist.

    Die Tatsache dass der Siegerentwurf, sowie die Entwürfe von KCAP und HPP Architekten ein wenig wirken, als wären sie verschiedene Variationen des gleichen Gebäudes, spricht für mich irgendwie Bände und macht sie für mich leider recht austauschbar. Wobei HPP Architekten das für mich hier noch am Besten gelöst haben, klare Kanten nach außen, trotzdem geklustert und strukturiert, mit einem schönen Konzept für das Innenleben des recht offen Blocks.

    störmer, murphy and partners und KBNK ARCHITEKTEN haben zumindest außerhalb der „von der Stange“ Kathegorien gedacht und Mut bewiesen. Ob zuviel vermag ich aufgrund der zwei Abbildungen noch nicht so recht einzuschätzen, aber immerhin haben sie mein Interesse auf mehr geweckt. Die würde ich mir gerne nochmal im Detail anschauen.

    Mein Favorit wäre somit wahrscheinlich der Entwurf von C.F. Møller. Das Gebäude wirkt durch seine geschwungenen, organischen Formen und die angenehme Farbgebung sehr warm und einladend. Das Staffelgeschoss, sowie die Unterbrechungen im Rhytmus der Fassade tun dem Entwurf sehr gut, schaffen Harmonie und Kortraste zugleich. Auch die Idee mit der Durchwegung des Blocks finde ich gut, hier wäre allerdings vielleicht eine weitere Öffnung noch hinten ganz nett.

    2 Mal editiert, zuletzt von sweet_meat () aus folgendem Grund: Diverse Vertipper, ich fürchte ich brauche einen Sekretär! Sorry.

  • Die erste Gebäudeecke hat eine Höhe von vier oberirdischen Geschossen erreicht. Demnächst wird aus dieser Position die alte Großmarkthalle nicht mehr zu sehen sein.


    img_890536keh.jpg


    img_8913gkj8v.jpg

    Fotos von Beggi

  • Das Fassadenmuster vom Scandic Hotel wird seit gestern Abend gebaut, entweder ein heller Naturstein oder helle Betonplatten, dazwischen die Fenstereinfassungen in einem dunklen Bronzeton zwischen den einzelnen modernen Fassaden-Risaliten; ThomasFra wird uns bestimmt weitere Bilder zeigen wenn es fertig ist und wenn vielleicht die Sonne darauf scheint :-)



    Bild: Adama

  • ^

    Danke, den gleichen Artikel hatte ich auch gerade gelesen, dann brauche ich nicht mehr editieren. Der Blechanteil ist dann wohl auf die Fensereinfassungen (wie hier zu sehen) beschränkt. Sehr gut.


    Und was mir gerade auffällt: Schade, dass die Bar im obersten Stockwerk mit Terrasse wohl gestrichen wurde. Ältere Version zu neuer Version. Ist wohl schon länger so geplant, war mir vorher noch nie aufgefallen.

  • Baufeld Süd


    Da geh ich mal 2 Tage nicht am Fassadenmuster vorbei und schon wird es aufgebaut. Heute war es zwar fertig aufgebaut, aber mit Gerüst. Ich denke in den nächsten Tagen wird es abgebaut, dann gibt's frische Bilder.

    Am mittleren Teil der Eytelweinstraße wird an der Rundung des Gebäudes gearbeitet



    An der runden Südwestecke ist lediglich eine Decke fertig geworden, daher heute kein Bild. Aber wieder eine Übersicht in 2 Bildern Richtung Süd und Südwest



  • Baufeld Süd


    Das Fassadenmuster ist entrüstet. Wie mir ein Mitarbeiter auf der Baustelle sagte, wird diese Fassade nur an der Eytelweinstraße verbaut, er bestätigte auch die Aussage von Schmittchen, dass sie aus Naturstein besteht. Die Südfassaden auch die der Hochhäuser wird aber wohl ähnlich.




    Und hier noch 3 Übersichtsbilder, von Süd - von Ost und von Nordost




  • Nach 3 Wochen mal wieder ein kleiner Rundgang, beginnend in der Mitte der Eytelweinstraße Blickrichtung Main



    die Ecke Eytelweinstraße / Mayfarthstraße



    Übersicht von der Mayfarthstraße



    diese Bögen werden künftig vermutlich im Innern der Hochbauten zu sehen sein



    viel Eisen liegt zurzeit in der Honsellstraße - eine Baustellenübersicht


  • + Blockrandbebauung / helle Farbe

    - Eine extrem monotone Fassade, gitterartige Struktur / keine Vielfalt / Baukörper unglablich klobig

    = zu viele grundlegende Fehler damit das ganze eine längerfristige Zukunft hat


    In 10-15 Jahren können wir hoffentlich schon mit einer Korrektur/Stadtreparatur rechnen.

  • ^

    bezweifle ich stark, dass in 10-15 an dem Gebäude großartig was verändert wird. Die meisten Mietverträge haben schon Laufzeiten von mindestens 10 Jahren in der Größenordnung. Derart aus der Zeit gefallen wird das Gebäude dann nicht sein, dass man quasi beim ersten Mieterwechsel schon über sowas nachdenkt.

  • Baufeld Süd


    Von der Eytelweinstraße in Richtung Südosten gesehen.



    der momentan höchste Gebäudebereich



    2 Bilder von der Mayfarthstraße




    Richtung Westen über den nördlichen Baustellenbereich gesehen



    der Aufbau eines neuen Fassadenmusters!?

  • Mittlerweile wird das Areal zu einer richtig interessanten Baustelle. Zuerst 2 Übersichtspanoramen, alle Bilder groß klickbar:


    pano_01vbjp6.jpg


    pano_02jajen.jpg


    Die organischen Formen des Wohn-, Hotelensembles passen gut zu den neu angelegten schwungvollen Wegen im Hafenpark. Gott sei Dank wird man den geplanten, belanglosen, zu niedrigen und viel zu massiven Büroturm aus vielen Perspektiven kaum oder nicht wahrnehmen; Die Höhe des Hotels entspricht in etwa der halben finalen Höhe. Die "Wand" an der Eytelweinstraße wird beeindruckend, die langen Wege im zukünftigen Hotel wohl eher nicht. ;-). Auf der Mole tut sich nichts und das ist gut so. Das einzige "Opfer" der Corona Krise über das mich mich freuen würde wäre der Molenstumpf.


    031bj52.jpg


    Besonders interessant finde ich de Bauweise der kleinen Wohnhochhäuser. Der Baukörper scheint am relativ kleinen Kern regelrecht zu hängen (siehe Rendering), momentan werden genau für diesen Bereich massive Träger eingebaut. Ob diese verbleiben oder nur eine momentane Stützkonstruktrion sind kann bestimmt ein anwesender Experte erläutern.


    Zuerst das Rendering, markiert der Bereich um den es geht, danach aus erhöhter Perspektive:


    hp16cj95.jpg

    Bild: B&L Gruppe, Renderspezialist: XOIO




    04ldjno.jpg


    Gelbe massive Träger, werden in einer ovalen Form um den schmalen Kern herauskragend angebracht:


    062dka3.jpg


    052pvj56.jpg




    Bilder: wenn nicht anders im Beitrag angegeben: Adama




  • ^^ und ^

    Kleine Ergänzung/Korrektur (da nach einem Experten gerufen wurde):

    Die vermeintlich angeschweißten "Anschlusseisen (sehen aus wie grosse Schrauben)" sind Kopfbolzendübel.

    Sie stellen die auch für Schubkräfte kraftschlüssige Verbindung zwischen den Stahlträgern und der Betondecke her, damit diese als Gesamtquerschnitt zusammenwirken. Das derartige Zusammenwirken von Stahlträger und Stahlbetondecke nennt man dann einen Verbundträger und bewirkt eine wesentlich höhere Tragfähigkeit als die des alleinigen Stahlträgers.

    Recht anschaulich ist das z.B. hier zu erkennen.

  • Die zum Main hin ansteigende Bauhöhe zeichnet sich im Rohbau ab:


    EPIAPC_1829.jpg

    Bilder: epizentrum


    Fotostandort ist übrigens die oberste Etage des Globetrotter-Gebäudes, die bekanntermaßen generell einen schönen (Über-) Blick in Richtung Süden, insbesondere auf den EZB-Campus, bietet. Siehe bspw. auf diesem und jenem Bild.