"Hafenpark-Quartier" auf dem Honsell-Dreieck (in Bau)

  • Vollständig wird die Sache mit der Pressemitteilung der B&L Gruppe (PDF) ...


    [INDENT]Hadi Teherani Achitects aus Hamburg sind als Sieger des Architekten Workshops für das prägende Baufeld Süd des Hafenpark Quartiers auf dem Frankfurter Honsell-Dreieck hervorgegangen. Hier sollen in unmittelbarer Nachbarschaft zur Europäischen Zentralbank bis 2019 über 250 Eigentumswohnungen sowie ein Hotel mit ca. 400 Zimmern entstehen.


    Die Auslobung dieses Workshops, der von der Stadt Frankfurt und der B&L Gruppe initiiert worden war, fand im November 2015 statt und die Ergebnisse wurden Ende April präsentiert. Ziel des Workshops war es, das von AS&P Albert Speer & Partner entwickelte städtebauliche Konzept zu verifizieren und umzusetzen. Insgesamt sechs renommierte Büros aus dem ganzen Bundesgebiet nahmen an dem Wettbewerb teil.


    Der von Hadi Teherani Architects vorgelegte Entwurf begeisterte schließlich sowohl die Vertreter der Stadt Frankfurt als auch die B&L Gruppe als Projektentwickler und Investor des Hafenpark Quartiers. Spatenstich ist für den Beginn des nächsten Jahres geplant.


    Seinen Entwurf kommentiert Hadi Teherani so: „Die Formgebung des Ensembles ist allein aus den sich bietenden Blickbeziehungen und optimalen Belichtungsverhältnissen entwickelt worden: Nach Süden wird der Block geöffnet, um allen Wohnungen einen Blick auf den Main zu ermöglichen. Nach Westen ist der Blockrand in der Höhe reduziert worden, damit der Hof möglichst viel Licht am späten Nachmittag erhält. Zwei exponierte Punkthochhäuser mit herausragenden Wohnqualitäten schaffen zudem eine identitätsschaffende Außenwirkung.


    Außen- und Innenraum sollen somit bestmöglich miteinander verbunden werden und jede Wohnung soll von der außergewöhnlichen Lage und den fantastischen Ausblicken profitieren – den Main auf- und abwärts sowie auf die Skyline Frankfurts. Alle Wohnungen erhalten zudem einen ungewöhnlich großen Anteil an gut nutzbaren und der Sonne zugewandten Terrassen und Dachterrassen.


    Im Inneren des Blocks entsteht ein hochwertiger grüner Freiraum, der sich als modellierte Wiese über das gesamte Gelände spannt. Die durchgehende Bepflanzung öffnet sich jedoch in großen Lichtungen, die wahlweise als tiefer liegende Orte der Kontemplation, als Kinderspielplatz, als Liegewiesen oder als mit Grand befestigter Treffpunkt ausgebildet sind.


    Die äußere Erscheinung des Ensembles wurde mit Hinblick auf die kraftvolle Gebäudestruktur der EZB bewusst ganzheitlich interpretiert. Im Detail differenziert sich die Gesamtform dagegen aufgrund der vielfältigen Wohnungstypologien wie zweigeschossige Stadthäuser, Apartmentwohnungen und Penthäuser: Gebäudeteile springen vor- und zurück, sind ein- und zweigeschossig, Balkone treten aus der Fassade hervor und es ergeben sich ganz unterschiedliche Eingänge."


    Das Hafenpark Quartier in Frankfurts Ostend besticht durch seine Nähe zur Innenstadt und seine attraktive Lage am neugestalteten Mainufer. Durch den nahe gelegenen Ostbahnhof und die neue Osthafenbrücke bietet es seinen zukünftigen Bewohnern und Nutzern eine hervorragende Verkehrsanbindung. Insgesamt wird die Hamburger B&L Gruppe dort Gebäude mit ca. 160.000 m² oberirdische Bruttogeschossfläche realisieren. Dazu gehören ca. 700 Wohnungen, zwei Hotels, ein Boardinghouse, ca. 50.000 m² Büroflächen sowie ca. 2.000 m² für Einzelhandel und dazugehörige Tiefgaragen.


    „Mit dem gelungenen Wettbewerbsergebnis sind wir einen wichtigen Schritt bei der Entwicklung des Honselldreiecks weiter. Nach dem die Fläche Jahrzehnte lang brach lag, erfreut es mich besonders, dass dort jetzt überwiegend Wohnungsbau entsteht,“ so Bürgermeister und Planungsdezernent Olaf Cunitz.


    Thorsten Testorp, geschäftsführender Gesellschafter der B&L Gruppe: „Wir freuen uns, dass der Architekten Workshop in so guter Kooperation mit dem Frankfurter Stadtplanungsamt durchgeführt werden konnte und dass wir den spektakulären Entwurf von Hadi Teherani Architects küren konnten.“[/INDENT]


    ... und zwei weiteren Ansichten:



    Aus einiger Entfernung von Südosten, auch abgebildet ist ein Platzhalter für das vorgesehene kleine Bürohochhaus an der Hanauer Landstraße:



    Bilder: Hadi Teherani Architects / B&L Gruppe

  • Macht auf jeden Fall was her mit den 2 Wohnhochhäuschen, die eine schöne ellyptische Form haben (auf dem letzten Rendering nicht so gut zu erkennen als auf dem ersten, grösseren).:daumen: Wieder eine langjährige Brachfläche, die nicht nur verschwindet, sondern auch durch die geplante (teils etwas höhere) Bebauung enorm aufgehübscht und -gewertet wird (ähnlich Europaviertel Ost)!

  • Danke Schmittchen! Also das erste der beiden ^^ Bilder ist in etwa das, was ich mir so an Ansicht vom Mainufer oder Main aus dachte. Bleibe dabei, ein Highlight an dieser Stelle und besser als ein (ohne despektierlich sein zu wollen) weiterer "viereckiger" Kasten mit Staffelgeschoss).

  • Tolle Neuigkeiten insgesamt. Gefällt mir eigentlich alles bis auf die Fassade(n) des westlich gelegenen Hotels und dem östlichen Wohnblock, ist mir in der Wirkung zu unruhig.
    Wohntürme erstaunlich angenehm entworfen.
    Die Höhe des Büroturms scheint wohl auch etwas höher zu sein als urspünglich geplant, falls die 80m im Artikel kein Fehler sind.


    Wobei mir aber ein etwas mehr an Höhe beim geplanten Molenturm besser gefallen würde.
    Und hoffentlich ein nicht zu klobiger Entwurf an jener Stelle. Schlank und elegant sollte es sein.

  • Wegen des neuen Renderings aus Blickrichtung Süd her muss ich mich korrigieren. Die Grundform der Türme scheint dort keine Ellipse zu sein, sondern ein Dreieck. Abgerundet freilich, wie beim Alpha Rotex in Gateway Gardens. Die Hand würde ich für die Beobachtung aber nicht ins Feuer legen wollen.

  • Ja, ich habe gerade auch mehrmals hingeschaut. Aufgrund des letzten Fotos mit Blick vom Main wirken die beiden Solitäre (wo man ja auf die schmale Seite, nicht die breite Seite schauen müsste), für mich ebenfalls dreieckig mit abgerundeten Ecken.

  • Die anderen Teilnehmer an dem Wettbewerb waren die vier Frankfurter Büros Christoph Mäckler Architekten, B & V Braun Canton Volleth, AS&P Albert Speer & Partner und Jo. Franzke Architekten sowie Ingenhoven Architects aus Düsseldorf. Es soll ein deutlicher Sieg für Hadi Teherani Architects gewesen sein, schreibt die FAZ heute. Die Entscheidung ist bereits Ende April gefallen. Zwischenzeitlich wurde Teheranis Entwurf noch überarbeitet.


    Das Stadtplanungsamt hält es für vertretbar, in Abweichung vom städtebaulichen Konzept zwei höhere Wohnhochhäuser zu genehmigen. Der Entwurf von AS&P sieht bekanntlich drei Wohnhochhäuser mit einer geringeren Zahl von Geschossen vor.


    Zwei weitere Wettbewerbe sollen 2017 ausgerichtet werden, schreibt die FAZ weiter, davon einer für das rund 60 Meter hohe Bürogebäude an der Hanauer Landstraße.

  • Der im Vorbeitrag erwähnte Zeitungsartikel ist jetzt online.


    Nochmals zwei Ansichten - die erste zeigt erstmals Innenhof und rückwärtige Fassaden. Die Höhe des im Süden zehngeschossigen Hoteltrakts soll sich nach Norden allmählich verringern:



    Dachterrasse des Wohntrakts im Norden:



    Bilder: Hadi Teherani Architects / B&L Gruppe


    Unter anderem die Ansicht von "Dribbdebach" ist oben nun in höherer Auflösung als zuvor eingefügt. Es sieht dort so aus, als habe das höhere Wohnhochhaus doch einen eher elliptischen Grundriss, das niedrigere tatsächlich einen dreieckigen. Allerdings weicht der dortige Entwurf in mehreren Punkten vom Pressebild (#79) ab, wahrscheinlich ist er nicht aktuell.

  • Der Baubeginn auf "Baufeld Ost" dürfte nicht mehr lange auf sich warten lassen. Denn es wurde bereits ein Mietvertrag für einen Bio-Supermarkt geschlossen. Im Herbst 2018 will Alnatura auf 570 Quadratmetern Frankfurts siebte Filiale in der Hanauer Landstraße 110 eröffnen (Q).

  • Hotel im "Quartier Süd" | Wohngebäude auf "Baufeld Ost"

    Im Mai dieses Jahres wurde bekanntlich der Architekturwettbewerb für das Teilprojekt "Quartier Süd" zugunsten von Hadi Teherani Achitects entschieden. Gezeigt wurden bisher nur Ansichten der zugehörigen Wohnbauten (bei uns auf der vorhergehenden Seite zu sehen). Es ist aber auch ein Hotel umfasst, von dem bisher allenfalls die Hofseite zu erahnen war. Dazu nun eine Visualisierung der Straßenfassade, also zur Eytelweinstraße weisend:



    Rückseite:



    Bilder: Hadi Teherani Architects / B&L Gruppe


    Geplant ist ein "Businesshotel" der Kategorie "4 Sterne plus" mit großem Tagungsbereich. Die Daten dazu:


    • Bruttogeschossfläche: ca. 21.000 m²
    • Hotelzimmer: ca. 400
    • Stellplätze: ca. 100
    • Architekten: Hadi Teherani Architects, Hamburg
    • Fertigstellung: 2019


    ***


    Beim Teilprojekt "Baufeld Ost" war bisher nicht so recht klar, wie weit die Wohngebäude in die Hagenstraße rsp. die Mayfarthstraße reichen sollen. Diese Frage (und die weitere Frage nach dem Anschluss an den zumindest vorerst verbleibenden Bestand) sollte die aktualisierte Stadtkarte beantworten:



    Geobasisdaten:
    © Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main, Stand 12.2016
    © Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation


    Auch waren bisher nur die jeweiligen Planungen von AS&P (Vis) und Prasch Buken Partner Architekten (Vis) bekannt, jeweils für das gesamte "Baufeld Ost". Nun die Kombination:



    Bild: pbp (Vordergrund) und AS&P (Hintergrund) / B&L Gruppe

  • Baustart Baufeld Ost

    Offensichtlich ist das Projekt auf Baufeld Ost jetzt gestartet. Auf dem u. a. Ex-Schwanzl-Gelände tummelt sich das ein oder andere große Gerät und arbeitet in Richtung Tiefe, wo teilweise noch Kellerwände im Erdreich verblieben sind.

  • Änderung des Bebauungsplans

    Beim Verfahren um die Änderung des Bebauungsplans "Nr. 799 - Honsellstraße" ist ein Ende nicht abzusehen. Nun wurde der Geltungsbereich erweitert um die Flächen des Hafenparks, der östlich angrenzenden Honsellstraße mit Honsellbrücke, die Wasserfläche zwischen Honsellbrücke und Hafenpark sowie des Grundstücks auf der Westspitze der Mole. Eine öffentliche Auslegung des Bebauungsplanentwurfs steht einem Magistratsvortrag vom 3. März 2017 (PDF) zufolge noch bevor. Mit einem baldigen Beginn der weiteren Bauabschnitte ist also nicht zu rechnen.


    Anders als zuvor sind nicht mehr drei Baufelder im zentralen Bereich nördlich der Mayfarthstraße vorgesehen, sondern nur noch zwei. Mit dem eingearbeiteten Teherani-Entwurf sieht der Plan nun so aus, neu ist wohl auch die Festsetzung einer Platzfläche mit Geh- und Radfahrrechten für die Allgemeinheit zwischen dem Wohn- und dem Büroblock (gelbe Markierung mit "P"):



    Plan: Stadt Frankfurt am Main


    Beim Hochhaus auf der Molenspitze (unser Thread) soll eine Überbauung des Tiefkais erst ab einer Höhe von 7,90 Meter über der Wasseroberfläche ermöglicht werden. Dies wegen des Hochwasserschutzes, um die Gefahr eines Schiffsanstoßes zu minimieren und um den Retentionsraum bei Hochwasser nicht zu beeinträchtigen. Es muss über dem "höchsten schiffbaren Wasserstand" also eine bestimmte lichte Höhe bleiben, darüber kann das Hochhaus bis zur Baugrenze auskragen.



    Plan: Stadt Frankfurt am Main


    Die B&L-Gruppe hat offenbar einige Änderungen auf der Seite zum Projekt vorgenommen. Sowohl für das Hochhaus auf der Molenspitze als auch für das Bürohochhaus an der Hanauer Landstraße wird jetzt ein Architekturwettbewerb im Jahr 2017 in Aussicht gestellt. Ersteres soll 18 Geschosse erhalten, hinsichtlich der Nutzung wird es nun als Boardinghouse bezeichnet. Bezüglich der Büros im Norden des Quartiers ist von einem Ensemble aus drei Gebäudeteilen mit ca. 55.000 m² Fläche die Rede. Bei der Maximalhöhe bleibt es bei jeweils 60 Metern.

  • Baufeld Ost

    Hier tut sich was, erste Baumaschinen, ein Bauzaun von der Hanauer Landstraße entlang der Honsellstraße bis zur Mayfarthstraße wurde aufgestellt und erste kleine Gruben sind ausgehoben


  • Baufeld Ost

    Die Hagenstraße 5 wurde platt gemacht (sah vorher so aus: ein Google)



    Blick von der Honsellstraße Richtung Hanauer Landstraße



    Bauschild für diese Ecke (Hanauer Landstraße 106)


  • Nachdem jetzt doch noch mehrere Gebäude der Hagenstraße vor Baubeginn gefallen sind, dürften die verbliebenen Häuser Hagenstraße 7-11 wohl auch kurzfristig fallen.