Ruhrstadtgeflüster

  • Wir haben es getan

    Auf Wunsch eines einzelnen Herrn aus dem Essener Forum hier mein Bericht von der Gründungsversammlung zur Gründung der größten Stadt Deutschlands. Die Veranstaltung fand am 5. November 2008 im MIR (Musiktheater im Revier) in Gelsenkirchen statt.
    Anwesend waren mehr als 560 Gründungsmitglieder, der Verein Pro-Ruhrgebiet hatte als Veranstalter mit etwa 500 Besuchern gerechnet. Man kann also durchaus von einer regen Beteiligung sprechen, zumal nicht in aufwendiger Art und Weise mobilisiert worden ist.
    Anwesend waren unter anderem:
    Dr. Norbert Lammert aus Bochum, Präsident des Deutschen Bundestages und somit die Nr. 2 hinter dem Bundespräsidenten.
    Frank Baranowski, Oberbürgermeister der Stadt Gelsenkirchen.
    Regina van Dinther, die Präsidentin des Landtages von NRW.
    Rudi Assauer aus Dortmund und Gelsenkirchen (ich denke, der Mann ist bekannt <smile>
    Will Wülbeck aus Oberhausen, Weltmeister im Laufen über 800 Meter von 1983 und nach wie vor Inhaber des Deutschen Rekordes seit 1983 auf dieser Stecke.
    Christian Keller aus Essen, vielfacher Deutscher Meister, Welt- und Europameister im Schwimmen.
    Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer aus Bochum, der vielleicht weltweit renommierteste Mediziner aus der Metropole Ruhr.
    Last but not least Dr. Jürgen Großmann, Mülheim, Vorstandsvorsitzender des RWE-Energiekonzerns.
    Soweit das who ist who der Veranstaltung, was ich damit sagen will, es waren nicht nur einige spinnerte Typen wie ich dort, sondern durchaus respektable, honorige Frauen und Männer, die auch mit ihrem guten Ruf für die gemeinsame Sache einstehen und dafür auch bereit sind, ihre Gesichter in die Kameras zu halten.
    Zu den Inhalten und zur Einordnung der Veranstaltung: Alle Rednerinnen und Redner haben sich unzweideutig zum Zusammenwachsen der Metropole Ruhr in den heutigen Grenzen des RVR bekannt und dieses Ziel mit Nachdruck und unter Beifall aus dem Publikum gefordert. Alle Rednerinnen Redner haben ein gewähltes Parlament für die regionale Ebene zwischen dem Landtag und den Kommunalparlamenten für das Ruhrgebiet gefordert. Alle Rednerinnen Redner haben ein gewähltes „Gesicht“ für das Revier gefordert, das dem gewählten Parlament angehören/ und oder ihm vorstehen soll. Mein Eindruck war, dass die gesamte Veranstaltung und die dort gemachten Forderungen auf uneingeschränkten Konsens trafen.
    Alle Rednerinnen Redner begründeten aus ihrer jeweiligen individuellen Sicht, warum das enge Zusammenwachsen der Metropole Ruhr eine derart existenzielle Bedeutung für uns alle hat. Professor Grönemeyer aus Sicht eines medizinischen Globalplayers, der seinen Gesprächspartnern in der Welt immer erklären muss, dass er aus Bochum, aus dem Ruhrgebiet near Cologne komme, weil niemand Bochum oder das Ruhrgebiet kenne - Prof. Dr. Elmar W. Weiler, der von der inzwischen gegründeten Allianz der drei Ruhrgebietsuniversitäten sprach, die erst jetzt auf der Weltkarte mit ihren insgesamt 89.000 Studenten wahrgenommen werde und eine „gewisse Excellenz“ erfahre oder auch Willi Wülbeck, der eindrucksvoll berichtete, wie wichtig das Zusammenwachsen der Region auch und gerade für den Sport sei.
    Natürlich begründeten die Politiker aus ihrer Sicht, Unternehmer aus ihrer Sicht und Kulturschaffende aus ihrer Sicht die jeweilige Bedeutung, die das zusammenwachsen für jede einzelne dieser Spaten hat. Das alles hier aufzuführen würde aber den ohnehin schon von mir gesprengten Rahmen noch sehr viel weiter auseinandersprengen.
    Zum Abschluss der Veranstaltung hatte noch jedes Gründungsmitglied die Möglichkeit, sich mit seiner Unterschrift in der ausliegenden Gründungsurkunde zu verewigen.
    Ein letztes zur Einordnung dieser Veranstaltung: Erstmals in der Geschichte des Ruhrgebietes haben sich Menschen aus zahlreichen Städten des Ruhrgebietes zusammengefunden, um ihr Schicksal und das der gesamten Region selbst in die Hand zu nehmen. Wir haben es hier mit einem ausgesprochen sympathischen Vorgang der Willensbildung zu tun, in dem den Menschen nichts von oben aufoktroyiert wird, sondern in dem die Menschen selbst hergehen, um ihren Weg selbst zu bestimmen. Insofern war es für mich ein historisches Ereignis, bei dem ich sehr gerne zugegen gewesen bin.
    Nun liegt es an diesen Menschen, die oben erwähnten Ziele mit Zähigkeit und Ausdauer zu verfolgen, denn es werden dicke Bretter zu bohren sein.
    Tatsache ist: „Ich bin dabei“ :daumen::daumen::daumen:

  • ahem... *räusper*
    Ich maße mir einfach mal an, im Namen der großen, schweigenden Mehrheit nachgefragt zu haben.
    Vielen Dank für deinen Bericht! :)


    Ganz so unbekannt wie du sie beschrieben hast, sind vor allem die größeren Ruhrgebietsstädte jetzt nicht. Essen ist teilweise aufgrund der Messe bekannt; Bochum und Dortmund durch ihre Fußballvereine.
    Die Fußballbundesliga wird beispielsweise in China auf CCTV5 live übertragen (der Sender wird auch im Internet gestreamt und ist so auch hier erreichbar :D)


    Alles in allem suggeriert dein Bericht eine ganz nette Veranstaltung. Schade, dass ich nicht die Möglichkeit hatte dabei zu sein (und ein paar Visitenkarten einzusacken), denn wünschenswert erscheint mir die Vision auf jeden Fall.

  • Auch wenn`s bisher wohl nur die Willensbekundung einer vagen Vision gewesen ist: Wie könnte so eine "Metroploe Ruhr" denn rechtlich/strukturell aussehen? Entmachtung der einzelnen Stadträte und ein "Mega-Stadtrat"??



    p.s. Thema Bekanntheit: Das ist wohl nicht nur ein Ruhrgebiets-spezifisches Problem, sondern abgesehen von ein paar Ausnahmen wie in NRW vielleicht Köln oder Düsseldorf ein Problem vieler Städte in dicht besiedelten Regionen. (Ich sag immer: Würde unser Städtchen 10km südlich in Rheinland-Pfalz liegen wäre es dort eine der größten Städte des Landes und super bekannt, in NRW dagegen geht man in der Masse der Städte ein wenig unter, das ist ja ganz logisch. Vergleicht einfach mal die Bekanntheit von Siegen mit Koblenz oder Trier...)


    Und was die internationale Bekanntheit von Bochum und Co angeht kann ich nicht viel dazu sagen, aber zumindest bundesweit dürften die Städte doch mittlerweile auf einem guten Weg sein...Die Bundesliga-Clubs, EKZs wie das Centro, Veranstaltungsorte wie die Westfalenhallen, die Kulturhauptstadt-Geschichte, die Love-Parade, innovatie Attraktionen wie die ZOOM-Erlebniswelt in Gelsenkirchen, regionale "Helden" wie Grönemeyer oder Atze Schöder ;)...man nimmt euch schon wahr.
    Was vielleicht fehlt sind wirklich einmalige Sehenswürdigkeiten mit Weltrang....aber den Kölner Dom kann man nunmal nicht einfach nachbauen und das original Hofbräuhaus gibts halt eben auch nur einmal..

  • Auch wenn`s bisher wohl nur die Willensbekundung einer vagen Vision gewesen ist: Wie könnte so eine "Metroploe Ruhr" denn rechtlich/strukturell aussehen? Entmachtung der einzelnen Stadträte und ein "Mega-Stadtrat"??


    Eine sehr gute Frage, Sebastian, für die ich Dir sehr dankbar bin. Hierzu habe ich ein 4-Punkte-Papier verfasst, das ich auch dem stellvertretenden CDU-Vorsitzenden von NRW und designierten Vorsitzenden der Ruhrgebiets-CDU, Oliver Wittke, zugeschickt habe. Ebenso dem Ministerpräsidenten. Ich kopiere es Euch hier hinein. Das sind im Grunde die grundsätzlichen Positionen der Befürworter, die sich nur marginal in kleineren Einzelpunkten unterscheiden. Mein Tipp an die Interessierten, lest es erst mal durch, auf die folgenden Fragen gehe ich dann gerne ein.


    Mein Papier im Folgenden:


    Verwaltungsstrukturreform


    1. Schaffen Sie 3 Gebietskörperschaften: Rheinland, Westfalen und das Ruhrgebiet. Nennen Sie das Ruhrgebiet Metropole Ruhr, Revier oder auch einfach Ruhrgebiet, diese Frage ist zunächst sekundär.


    2. Jede dieser Gebietskörperschaften wird von einem Repräsentanten/ einer Repräsentantin anstelle der bisherigen Regierungspräsidenten geführt und vertreten. Dieser Repräsentant, diese Repräsentantin ist direkt oder indirekt vom Volke der betreffenden Gebietskörperschaft zu wählen. Die bisherigen Aufgaben der Regierungspräsidenten gehen auf ihn/ sie über. Nennen Sie dieses Amt Regionalbürgermeister, Erster Bürgermeiser, Regierender Bürgermeiser, wie auch immer.


    3. Auch die Regionalparlamente sind zukünftig durch das Volk demokratisch zu legitimieren, das heißt, wie auch alle anderen Parlamente in Deutschland werden sie bei Wahlen ermittelt und erhalten die erforderlichen Kompetenzen, die sie für ihre Arbeit benötigen, so, wie das bei allen deren Parlamenten auch der Fall ist. Bleiben Sie bei der Begrifflichkeit Regionalparlament.


    4. Die Landschaftsverbände sind aufzulösen, die Aufgaben der bisherigen Landschaftsverbände werden den unter Punkt 2 und 3 aufgeführten Institutionen zugeordnet.


    Note: So stelle ich mir eine neue Verwaltungsstrukturreform aus einem Guss vor. Einfach, klar, transparent, konsequent, demokratisch und identitätsstiftend.
    Einfach, klar und transparent, weil sie vom Bürger nachvollzogen und verstanden werden kann. Was heutzutage in den Regierungspräsidien abläuft, kann kein normaler Bürger mehr nachvollziehen, das versteht auch niemand mehr.
    Demokratisch und konsequent, weil wir in Europa auf allen Ebenen (Bezirksvertretungen, Räte, – Regierungspräsidien – Landesparlamente, Bundesparlament und Europaparlament) demokratisch legitimierte Vertreter haben. Nur auf der 3-ten Ebene – die Regierungspräsidien- haben wir Beamtenapparate, deren Legitimation von der Landesregierung erteilt und deren Parlamente nicht demokratisch gewählt, sondern proportional zusammengestellt sind.
    Ein Anachronismus ohne Gleichen!!!
    Und last but not least ist sie identitätsstiftend, weil die Menschen ihre Vertreter besser kennen lernen, sie wählen sie. Es streiten – um ein Beispiel aus dem Ruhrgebiet zu nehmen – nicht mehr Dortmunder gegen Essener oder Xantener gegen Dorstener, sondern gewählte Volksvertreter der CDU mit gewählten Volksvertretern der SPD etc. und die kommen aus Dortmund, Xanten, Dorsten oder Essen. Und bei der einen Wahl wählen wir den Vertreter der Partei X aus Dortmund zu unserer Nr. 1 und beim nächsten Male die Vertreterin der Partei Y aus Xanten.


    Glück auf
    Volker Eichler


    Ps.: Übrigens, Sebastian, es ist inzwischen weit mehr als nur eine vage Vision, die Verwaltungsstrukturreform ist bereits eingeleitet und zwar in konkrete Gesetzgebung, z. B. in Form der regionalen Flächenplanung. Die Vollendung dieser Reform ist für die 2-te Legislaturperiode so etwa um 2012/ 2013 avisiert.

  • Fände es aber besser das Ruhrgebiet zu einer Stadt zu machen, dann könnte man das Konkurrenzdenken unterbinden. Die Bezirke Rheinland und Westfalen könnte man so führen wie bisher, nur mit gewählten Vertretern.

  • Fände es aber besser das Ruhrgebiet zu einer Stadt zu machen, ..........


    Als Stadt, lieber Westropolis, hätte das Ruhrgebiet aufgrund der derzeitigen Gesetzeslage aber weniger Kompetenzen, finanzielle Mittel und damit Möglichkeiten. Das ist Dir hoffentlich klar, oder ?:confused:


    ..........dann könnte man das Konkurrenzdenken unterbinden...........


    Diesen Punkt habe ich aber ausführlichst in meinem Papier behandelt, denke ich. Dieser Punkt erledigt sich mit einem gewählten Parlament, in dem demokratisch gewählte Parteien miteinander streiten, aus deren Reihen eine gewählter Vertreter/ eine gewählte Vertreterin als Leader/in des Ruhrgebietes hervorgeht. Bitte hier noch mal ins Papier sehen, da müsste das eigentlich klar sein.


    Guckst Du hier:


    Und last but not least ist sie identitätsstiftend, weil die Menschen ihre Vertreter besser kennen lernen, sie wählen sie. Es streiten – um ein Beispiel aus dem Ruhrgebiet zu nehmen – nicht mehr Dortmunder gegen Essener oder Xantener gegen Dorstener, sondern gewählte Volksvertreter der CDU mit gewählten Volksvertretern der SPD etc. und die kommen aus Dortmund, Xanten, Dorsten oder Essen. Und bei der einen Wahl wählen wir den Vertreter der Partei X aus Dortmund zu unserer Nr. 1 und beim nächsten Male die Vertreterin der Partei Y aus Xanten.





    Die Bezirke Rheinland und Westfalen könnte man so führen wie bisher, nur mit gewählten Vertretern.


    Wie werden die denn derzeit geführt ?:confused::confused::confused:


    Nein, lieber Westropolis, eine Landesregierung muss das gesamte Land im Blick haben, nicht nur das Ruhrgebiet. Auch diese Landesteile müssen prosperieren, die können uns nicht gleichgültig sein, hier geht es um das Ganze.:daumen::daumen::daumen:

  • Nein ich mein das Ruhrgebiet sowohl als Stadt und als Bezirk zu verwalten, quasi als doppelte Kompetenz (wie Berlin ist ja auch Stadt und Land). Bei den anderen Bezirken würde ich mir eine normale Bezirksregierung mit erweiterten Kompetenzen und Eingliederung der Landesverbände wünschen, verstehe nicht wieso die dann nicht prosperieren können.


    Und natürlich alle Verwaltungen mit gewählten Vertretern.

  • Nein ich mein das Ruhrgebiet sowohl als Stadt und als Bezirk zu verwalten, quasi als doppelte Kompetenz (wie Berlin ist ja auch Stadt und Land).


    Naaa, Westropolis, das geht ja so nicht, denn Berlin ist ein Bundesland, wie NRW. Und niemand will in Deutschland ein 17-tes Bundesland, im Gegenteil, wir wollen die Anzahl der Bundesländer reduzieren. Diese Forderung erhebt kein seriöser Diskutant, ist auch völlig abwegig.
    Aber, wenn Du mein Papier genau durchdenkst, müsste es Deinen Vorstellungen sehr stark entgegenkommen. Dazu müssen wir keine offizielle Stadt sein. Wir wären zwar de jure keine Stadt, aber wir wären es de facto, und zwar mit erheblich mehr Kompetenzen, rechtlichen Möglichkeiten - aber auch Verantwortlichkeiten- und mehr Geld.


    Bei den anderen Bezirken würde ich mir eine normale Bezirksregierung mit erweiterten Kompetenzen und Eingliederung der Landesverbände wünschen, verstehe nicht wieso die dann nicht prosperieren können.
    Und natürlich alle Verwaltungen mit gewählten Vertretern.


    Also unterstreichst Du hiermit genau meine Forderung! Eigenständiger Repräsentant, eigenständiges Parlament, beides vom Volke gewählt, eigenständige gesetzliche Grundlage (zur Abgrenzung der Kompetenzen, nach oben hin zum Landtag, nach unten hin zu den Kommunalparlamenten) und eigenständiger Etat, für Westfalen und für das Rheinland.
    Sehr gut :D

  • Naaa, Westropolis, das geht ja so nicht, denn Berlin ist ein Bundesland, wie NRW. Und niemand will in Deutschland ein 17-tes Bundesland, im Gegenteil, wir wollen die Anzahl der Bundesländer reduzieren. Diese Forderung erhebt kein seriöser Diskutant, ist auch völlig abwegig.
    Aber, wenn Du mein Papier genau durchdenkst, müsste es Deinen Vorstellungen sehr stark entgegenkommen. Dazu müssen wir keine offizielle Stadt sein. Wir wären zwar de jure keine Stadt, aber wir wären es de facto, und zwar mit erheblich mehr Kompetenzen, rechtlichen Möglichkeiten - aber auch Verantwortlichkeiten- und mehr Geld.


    Nein ich fordere, dass das Ruhrgebiet sowohl eigenständige Stadt, als auch eingenständiger Bezirk "in" NRW ist, wollte nur Berlin als Vergleich für eine doppelte Kompetenz geben. Ich hab mit keinem Wort gesagt, dass ich ein 17 Bundesland will.




    Also unterstreichst Du hiermit genau meine Forderung! Eigenständiger Repräsentant, eigenständiges Parlament, beides vom Volke gewählt, eigenständige gesetzliche Grundlage (zur Abgrenzung der Kompetenzen, nach oben hin zum Landtag, nach unten hin zu den Kommunalparlamenten) und eigenständiger Etat, für Westfalen und für das Rheinland.
    Sehr gut :D


    Ja.

  • In Essen wird auch einiges verbaut. Glaub sogar eine Milliarde insgesamt.
    Essen wird in der nach 2010 Zeit auch weiter boomen und hat den Vorteil der Zentrumslage im RGB. Aber auch Dortmund entwickelt sich gut und wird voll Platz 2 im Ruhrgebiet festigen.

  • Es ist nicht so, dass nur in Essen und Dortmund viel gebaut wird, sondern in allen vier Oberzentren des Ruhrgebiets (Duisburg, Essen, Bochum, Dortmund)


    In Bochum z.B werden in kurzer Zeit um die 500 Mio € verbaut. (Exzenterhaus, Konzerthaus, Schwarzer Kubus, Polizei-Erweiterung, Knappschaft, Kortum-Carree usw.) sind jetzt schon in Bau, weitere Projekte werden im nächsten Jahr folgen.

  • Dakor, Konny, denn in der Logik Einzelner hier, müsst sich ja jetzt jemand aus Duisburg melden, anschließend einer aus Gelsenkirche, dann wahrscheinlich Oberhausen, Mülheim etc, etc.


    Wir sollten gemeinsam die positive Entwicklung genießen, gemeinsam!!!:daumen::daumen: :daumen:
    Andere Zeiten kommen noch früh genug:Nieder:

  • Wollte hier keinesfalls irgendein Konkurrenzstreit lostreten.
    Immerhin bin ich ja neu da sollte man sich zurückhalten und außerdem sehe ich es auch nicht so. Ich bin im Endeffekt völlig außen vor, da ich ja nicht aus irgendeiner Stadt hier komme sondern lediglich in Essen lebe.
    Wollte nur betone das nicht nur in Dortmund viel verbaut wird.
    Insgesamt entwickelt sich das RGB prächtig und das wird auch nach 2010 so weitergehen. Ich als aussenstehender sehe das Ruhrgebiet sowieso als eine Metropole, allerdings präsentiert es sich ledier nicht immer so. Ich finde die Städte sollte die momentan große Bauaktivität und Medienpräsenz nutzen um jeder seinen Platz zu finden und sich als eine starke Metropole zu zeigen, das hätte Zukunft.

  • Regierungspräsident Jürgen Büssow zwingt Duisburg zum sparen. Laut NRZ will Büssow das 100 Millionen Euro eingespart werden. Der Haushaltsentwurf sieht im nächsten Jahr wohl neue Schulden von 148 Millionen Euro vor.


    Damit ist Duisburg damit nach Oberhausen die zweite Stadt im Ruhrgebiet, die den Gürtel enger schnallen muß.


    NRZ

  • RP zwingt Kommunen zum Sparen

    Er hat nicht nur Duisburg und Oberhausen an der Kandare, auch Essen liegt sehr gut im Rennen und ist bald pleite. Interessant ist, dass das Jahr 2011 immer wieder angeordnet wird, einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen.


    Ich habe da ja einen Verdacht: Man macht aus der Not eine Tugend, denn finanziell ruinierte Städte sind gute Städte, denn so sind sie gefügig. Will heißen, wenn die Landesregierung in 2012 / 2013 ihre Verwaltungsstrukturreform durchsetzen will, sind gefügige Städte als Partner leichter zu händeln als selbstbewußte, finanziell unabhängige Kommunen.


    Und wenn das die Absicht ist, die sich dahinter verbirgt, kann man nur sagen, man verbindet das Angenehme mit dem Nützlichen :daumen:


    Ps.: Interessant zu beobachten wäre, wie sich die anderen RP´s im Ruhrgebiet verhalten, ziehen die auch die Zügel straffer an ?? Vielleicht hat ja jemand hierzu aufschlussreiche Infos.

  • ich frage mich wie eine großstadt wie duisburg den gürtel noch enger schnallen soll. anstatt gelder zu streichen, sollten eher fördermittel in die stadt fliessen. oder ist das ein privileg der ost-städte???


    und essen wird wohl bald folgen. der regierungspräsident im reichen und immer schon bevorzugten düsseldorf sollte sich in grund und boden schämen

  • Das ist nicht nur eine Blamage für Bochum, sondern fürs ganze Ruhrgebiet. Schließlich hat man sich als Metropole Ruhr für das Projekt beworben. Bin mal gespannt wie der Imageschaden ausfallen wird. Bis jetzt hab ich kaum überregionale Nachrichten über das Thema gehört bzw. gelesen.