Ruhrstadtgeflüster

  • Zitat von RiCoH

    ...
    Goethestraße mit dem Thema "Weltstadt Ruhr - Chance oder Chimäre?"
    ...
    Also man sollte erstmal versuchen die Ruhrstädte zusammen zu bringen bevor man weiter schaut. Was haltet ihr davon?


    Was die "Weltstadt Ruhr" betrifft bin ich etwas skeptisch. Ich lebe nun seit 11 Jahren im Ruhrgebiet und muss leider feststellen das eine Verwirklichung dieser in meinen Augen aus folgenden Gründen mehr als fraglich ist:


    1. Die Mehrheit der Leute möchte keine Ruhrstadt, weil sie im Grunde nicht den Anspruch erheben in einer Weltstadt zu leben. Man ist mit dem provinziellen Charakter der Städte durchaus zufrieden. Dies mag in der Bescheidenheit der Ruhrgebietler begründet liegen. Das Ruhrgebiet wird zwar im Ganzen zum Arbeiten genutzt, darüber hinaus interessiert man sich jedoch hauptsächlich für die eigene Stadt.


    2. Es ziehen sich viele imaginäre Grenzen durch das Ruhrgebiet. So unterteilt sich die Region zwischen nördlich der A40 und südlich der A40 oftmals gleichbedeutend mit "Arm" und "Reich". Weiterhin verläuft anscheinend eine Grenze zwischen Essen und Bochum die das Ruhrgebiet zwischen West und Ost bzw. zwischen Rheinland und Westfalen teilt. Dies alles führt zu kaum überbrückbaren Vorurteilen.


    3. Strukturelle Gründe. Zwischen den Zentren Duisburg und Dortmund liegen ca. 50km. Zum Vergleich, Berlin erstreckt sich ca. in einem 25km Radius. Es müsste sich also im geographischen Zentrum des Ruhrgebietes auch ein politisch, kulturelles Zentrum herausbilden. Dies würde allerdings kaum von den anderen großen "Ruhrgebietsmetropolen" gedultet werden.


    4. Politische, Kulturelle und Wirtschaftliche Bedeutungslosigkeit. In keinem dieser 3 wichtigen Gebiete hat das Ruhrgebiet weder regional noch überregional eine herrausragende Bedeutung. Folge: die Region verliert viele ihrer fähigsten und kreativsten Köpfe, es kommt jedoch wenig Ersatz für diese. Man bedenke nur einmal die vielen bekannten Künstler die ursprünglich von hier stammen (Wim Wenders, Christoph Schlingensief, Herbert Grönemeyer) sich immer zu dem Pott bekennen ihm komischerweise aber alle den Rücken gekehrt haben.


    Ich denke auch das eine Verbesserung der Lage einzig durch eine Konzentration auf die Ruhrgebietsmetropolen möglich ist.

  • @ Easton


    Stimmt da geb ich dir völlig recht. Keine der Großstädten würde es akzeptieren, dass eine andere Stadt das Zentrum wird.


    Zitat

    Also man sollte erstmal versuchen die Ruhrstädte zusammen zu bringen bevor man weiter schaut. Was haltet ihr davon?


    Mit dem Satz meinte ich nur, dass wenn sich noch nicht mal die Städte des Ruhrgebiet sich zusammenfinden, braucht man sich keine Gedanken für einen Zusammenschluß mit Düsseldorf oder mit dem Kreis Mettmann zu machen ;)

  • Ruhrstadtgeflüster

    Immer, wenn im Ruhrgebiet ein Mega-EKZ gebaut werden soll (sowat zum Beispiel), wird auf die Konkurrenz von CentrO in Oberhausen hingewiesen. Möchte man der Logik folgen, müsste man annehmen, dass Oberhausen mit CentrO floriert. Die WAZ vom 23. Juni 2008 berichtet wat anderes - Oberhausen sei die am höchsten verschuldete Gemeinde in NRW, vulgo pleite. Dazu hätten übrigens auch einige -zig Millionen EUR für die CentrO-Infrastruktur beigetragen, berichtet der Artikel.

  • Stimmt aber ohne das Centro würde es Oberhausen noch schlechter gehen. Mit dem Centro haben die mehr an Steuern eingenomman wie sie investiert haben. (Hab die Zahlen nimmer im Kopf war teil einer meiner Erdkunde Klausuren) Das Geld verbraten wurde bei Sachen wie dem Technologiepark und der Gartenschau u.v.m.

  • Immerhin hat es Oberhausen mit hilfe des CentrO "auf die Landkarte" geschafft.
    Meint hier irgendwer, dass sich sonst Musical, Konzertarena, Sealife, Mulitplexkino und alles andere was noch geplant ist auch ohne ein solches Rekord-EKZ in Oberhausen und ausgerechnet alles in diesem Areal angesiedelt hätte...??
    -wohl kaum.
    Dank ständig neuer Einrichtungen in dieser "neuen Mitte" wird es sich längerfristig schon rechnen.

  • Die WAZ vom 15. Juli 2008 veröffentlicht, was Easyjet ab Dortmund noch anfliegen will - und was gestrichen wird. Nach der WR vom 14. Juli 2008 will auch Germanwings streichen. Unter solchen Umständen verbietet es sich, möchte man in Essen/Mülheim von einem Regionalflughafen träumen.


    BTW: Easyjet begründete den Rückzug offiziell mit den Betriebszeiten von 6 bis 22 Uhr - sind es nicht zufällig genau die gleichen Zeiten wie in Düsseldorf? (Es sollte für DUS eine Warnung sein)


    BTW#2: Auch am Dortmunder Flugplatz wurde ein Airport-Büropark ausgewiesen - was mir bei vielleicht 10 Destinationen irgendwie wenig plausibel (diplomatisch formuliert) scheint.


    Die WAZ-Duisburg vom 15. Juli 2008 schreibt über etwas, was für die ganze Region von Belang ist - es gebe einen Trend zu mehr Farben im Ruhrgebiet. Leider können die dort zitierten Architekten nicht ganz klar ausformulieren, ob sie es begrüßen oder kritisieren - mal so (weniger Tristesse), mal so (mehr Internationalität).


    Persönlich erlebe ich täglich die letzte Siedlung des Ruhrgebiets vor der südlichen Grenze in MH-Selbeck - dort hat man in diesem Jahr eine ältere Reihe der vier grauen Reihenhäuser in drei Farben schön bunt gestrichen. Dafür hat man im Norden der Siedlung einige Doppelhäuser hingestellt, die alle (!) einheitlich weiß verputzt sind - was ich unsagbar öde finde. Ein Jammer, dass der Projektentwickler nicht fähig ist, gleich für eine differenzierte Farbgestaltung zu sorgen.

  • Die WAZ vom 15. Juli 2008 veröffentlicht, was Easyjet ab Dortmund noch anfliegen will - und was gestrichen wird. Nach der WR vom 14. Juli 2008 will auch Germanwings streichen. Unter solchen Umständen verbietet es sich, möchte man in Essen/Mülheim von einem Regionalflughafen träumen.


    Alsoooooooooo, Bewacher! Es bereitet mir ständig mehr Vergnügen, Deine Posts zu lesen, vor allem aber, wie Du Zahlen, Daten, Fakten, Wahrheiten und Halbwahrheiten miteinander kombinierst und uns dieses Konglomerat hier als Wahrheit letzter Schluss verkaufen willst.
    Versuchen wir mal, Dein Wirr-Warr zu ordnen, damit auch die, die weniger mit der Problematik in Essen/Mülheim vertraut sind, zumindest einen groben Einblick bekommen, um was es hier eigentlich geht. Der Dortmunder Flughafen ist hochdefizitär, weil sich das Passagieraufkommen nicht so entwickelt, wie mach sich das vorgestellt hat, ja, es ist gar rückläufig, weil verschiedene Anbieter sich zurückziehen.
    So weit, so gut, so richtig. Das ist der Ausgangspunkt.
    Ich frage mich nur, was das mit dem Flughafen Essen/Mülheim zu tun haben soll???


    Fakt ist, dass der Flughafen Essen/ Mülheim defizitär ist, weil er nicht ausgelastet ist, wenn ich die Zahl richtig im Hinterkopf habe, sind es jährlich etwa 600.000 €, die fehlen. Nun gibt es Überlegungen, wie man das ändern kann. Und hier sind mir 3 ernst zu nehmende Vorschläge bekannt: 1. Es gibt ernsthafte Überlegungen, den Flughafen zu einem Geschäftsflughafen auszubauen und ihn dahingehend zu ergänzen. Diese Überlegungen kommen sehr massiv von der Wirtschaft. Es gibt 2-tens die Überlegung, den Flughafen zu einer Art „Juniorflughafen“ von Düsseldorf umzugestalten. Hierbei geht es um Flugleistungen, die für Düsseldorf und seine Entwicklung eher hinderlich sind, Ballast also; z. B. Post- und Pakettransporte. Und es geht drittens und letztens darum, dass nun brandaktuell ein Unternehmer 20 Mio € in die Hand nehmen und eine Wartungshalle für Passagierflugzeuge des Typs A320 bauen und betreiben will. Es geht also hier ausschließlich um Wartungsarbeiten dieser Flugzeuge und da das noch seine eigenen sind, wäre man nicht einmal von „Dritten“ abhängig, da der Investor gleichzeitig Kunde wäre. Das würde nicht nur das Defizit des Flughafens um 2.000 € pro Start reduzieren, das wären zusätzliche Gewerbesteuereinnahmen für die betroffenen Kommunen Essen und Mülheim und 150 - 200 fester Arbeitsplätze.


    Niemand plant Passagierverkehr am Flughafen Essen/Mülheim, niemand! Davon ist noch nie die Rede gewesen.
    Also, mein lieber Bewacher, was Du uns hier vorsetzen willst, ist ein sehr gutes Beispiel, leider aber nur für einen sehr schlechten Vergleich.:nono:

  • Ich frage mich nur, was das mit dem Flughafen Essen/Mülheim zu tun haben soll???


    Ganz einfach (geht mit weit weniger Text als im Vorpost und auch objektiv statt ab Personam): Es wird derzeit recht massiv gestrichen; Air Berlin hat übrigens ebenfalls einige Flüge ab DUS gestrichen. Unter solchen Umständen sollte man auf gar keinen Fall versuchen, neue Standorte der Regionalflughäfen einzurichten, da die schrumpfende Substanz zum Verteilen es nicht erlaubt. Die Nutzung als Wartungswerkstätte ist etwas anderes, allerdings ich weiß, dass nicht wenige auch von MH/E als einem Regionalflughafen träumen (z.B. aus dem Forum der WAZ (*) und aus manchen veröffentlichten Aussagen). Falls jemand hofft, dem Warten würden Regionalflüge folgen - siehe darüber (und jegliche Ausweisung der Airport-Büroparks, wo man lediglich ein paar Ziele erreichen kann, ist in MH/E genauso wie in DO einfach absurd).


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    (*) Nach dem ersten Posting dort sollten es u.a. wollen: Die örtliche IHK, das Land NRW und die Stadt Mülheim.


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    Nachtrag vom 16. Juli: Weitere WAZ-Artikel zum Thema findet man hier (ca. 150 Arbeitsplätze auf dem Flughafen DO seien gefährdet; man suche nach Linien, die die Lücke wenigstens zum Teil füllen würden - Germanwings verweise jedoch auf ungünstige Betriebszeiten) und hier (19 Mio. EUR Verlust p.a.? Da es in MH/E "nur" 0,6 Mio. sind, lohnt sich die Flucht nach vorne wohl nicht ganz...)

  • Folgen des Bergbaus

    Ich habe Euch heute mal einen –wie ich finde- sehr lesenswerten Artikel bereitgestellt, der sich mit den Folgen des Bergbaus befasst. Ein Artikel, der das gesamte Ruhrgebiet betrifft und weit über dessen Grenzen hinausgeht.
    Folgen des Bergbaus, die uns bei der Stadtplanung und Stadtentwicklung noch auf unabsehbare Zeit beschäftigen werden. Viel Spaß beim Lesen.:daumen:


    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/wib/812532/

  • In Oberhausen macht die MWO---Modellbahn Welt Obehrausen auf.


    Ziel der Anlage ist es, auf 2 mal 400 qm² eine bzw. 2 anlagen aufzubauen, die das Rurhgebiet einmal im Zustand der 60er zu zeigen, und einmal wie es heute ist, also den Strukturwandel für den Besucher darzustellen.


    Die 60er Jahre anlage ist schon fertig, und wird am 1.8 eröffnet.


    Die identische, aktuelle anlage wird dann gleichzeitg unter den augen der besucher gebaut bzw. fertiggestellt


    Auf der Website gibts videos und Bilder dazu...


    Ich finds ne tolle idee, auch die Themenwahl gefällt mir ( ist mal was anderes, als eine Miniatur-Wunderland-Hamburg- Kopie....)


    http://www.modellbahnwelt-ober…ex.php?area=start&lang=de

  • ^^ Sehr interessant ist der regionale Bezug. Die Fotos auf der Webseite sind schon vielversprechend. Man hat sich echt Mühe für die vielen Detail gemacht. Ich bin schon gespannt.

  • Da gerade von Oberhausen die Rede ist... Die NRZ vom 29. Juli 2008 berichtet über ein Projekt mit 25-28 Luxus-EFHs/DHHs auf ca. 20.000qm Grund (also 12,5-14 WE/Hektar) an der Immenstraße. Die üblichen Proteste der SED/PDS und der Anwohner sind trivial, aber aufmerksam wurde ich auf die Aussage des Fraktionschefs einer der beiden großen Parteien, man wolle der Stadtflucht begegnen. So ganz offen und ehrlich: Eine denkbar dünn besiedelte Siedlung am Rand jeglicher Stadtbebauung (s. Google-Karte) ist für meine Begriffe Stadtflucht wie es im Buche steht. Dieser würde man begegnen, würde man ein MFH mit Luxuswohnungen irgendwo zentrumsnah bauen - hätte so ein Projekt in Oberhausen überhaupt Chancen? (Nicht nur in Düsseldorf, sondern auch z.B. in Mülheim/Ruhr gibt es einige davon.)

  • Gemeint ist die Flucht jenseits der Stadtgrenzen. Es geht nicht um Städtebau (etwa Verdichtung) sondern um die Einwohnerzahlen und mithin um Steuereinnahmen, Schlüsselzuweisungen und um Image.

  • ^^ Wenn man die Stadtgrenze von Oberhausen überschreitet, landet man ebenfalls in Städten, die meist Großstädte sind (z.B. Duisburg, Mülheim, Essen) und kaum besser ausschauen - warum eigentlich sollte das jemand ohne besondere Gründe tun?


    Nichtdestotrotz: Gerade das fand ich einer Meldung wert, dass man in der Kommunalpolitik Ruhrgebiets anders Begriffe besetzt, die in der Welt der Stadtplaner eine andere Bedeutung haben. Dies gilt übrigens auch für Medien - das hier beschriebene Projekt Rissestraße in Hagen liegt zwar minimal zentraler als jenes in Oberhausen (wo man übrigens fragen müsste, um die Nähe zum welchen der drei alten und einem neuen Zentrum es geht) - großzügige EFHs und Doppelhäuser kann man jedoch schlecht als eine Rückkehr ins urbane Umfeld bezeichnen. In dem zweiten Artikel zitiert man sogar den Hagener Stadtplaner, der meint, in solchen Siedlungen würde man Urbanität vermissen - und dann wird als Remedium die Errichtung von genau solcher Siedlung verkauft! Mit weniger Diplomatie könnte ich auf Formulierungen wie Etikettenschwindel oder Verwechslung der Begriffe kommen.


    In Düsseldorf vermisse ich bei manchen Projekten eine oder zwei Etagen der MFH-Anlagen, aber dort behauptet zumindest keiner, man würde etwas mit etwas begegnen, was ganz genau das ist, dem man es zu begegnen vorgibt. In den zwei zitierten Beispielen aus dem Ruhrgebiet geht es ja nicht um die Rückkehr in die Stadt im allgemein so verstandenen städtebaulichen Sinne, sondern um massive Zersiedlung, die lediglich möglichst innerhalb der eigenen administrativen Grenzen betrieben wird - auf die man das derzeit in Mode kommende Etikett der Rückkehr in die Stadt draufklebt.

  • Programmhinweis: WDR-Fernsehn, Sonntag, 20.15 h

    Am Sonntag, 3.8.2008 moderiert Tamina Kallert im WDR-Fernsehn um 20.15 h wieder ihre Sendung "Wunderschön". Dieses Mal geht es um die Ruhr von der Quelle in Winterberg bis nach Duisburg zur Mündung in den Rhein. Die Sendung dauert 90 Minuten und beschäftigt sich natürlich nicht alleine mit dem Fluss sondern auch mit dem Gebiet, dem dieser Fluss den Namen verliehen hat.:daumen:
    http://www.derwesten.de/nachri…news-66031957/detail.html

  • ^^ Wenn man die Stadtgrenze von Oberhausen überschreitet, landet man ebenfalls in Städten, die meist Großstädte sind (z.B. Duisburg, Mülheim, Essen) und kaum besser ausschauen - warum eigentlich sollte das jemand ohne besondere Gründe tun?


    Ganz einfach, weil es zumindest in Mülheim und Essen bei weitem mehr schöne Wohnquartiere und landschaftlich reizvolle Gegenden gibt als in Oberhausen, und das nicht nur im idyllischen Ruhrtal, sondern auch an der Stadtgrenze zu OB. Als Beispiel möchte ich den an der Stadtgrenze zu Oberhausen und auf Essener Stadtgebiet liegenden Großraum Borbeck nehmen, der einige Stadteile mit ländlichen Strukturen aufweisen kann. Hier werden seit einiger Zeit schon fleißig Eigenheime gebaut. Leider passen sich die Grundstückspreise immer mehr denen im südlichen Essen an.

  • Falls sich hier im Forum noch jemand darüber wundert,.....

    ...........warum viele Investoren immer noch einen großen Bogen um das Ruhrgebiet machen:


    Offener Brief als Mail zugestellt


    Sehr geehrte Frau Künast,


    auf der Preisverleihung „Goldenes Lenkrad“ am 5. Nov.2008 in Berlin sagten Sie unter anderem Folgendes, wörtliches Zitat:
    „Wenn man mit diesem Auto durchs Ruhrgebiet fährt, kommt die Luft hinten sauberer raus, als sie vorne eingesaugt wurde“.:nono::mad::nono:
    Dieser Satz ist eine einzige Unverschämtheit und Beleidigung von 5,3 Mio. Menschen dieser wundervollen Region.
    Dieser Satz aus dem Munde einer Frau, die selbst in Recklinghausen geboren wurde, mithin ein „Kind des Ruhrgebietes“ ist, macht das Ganze umso unverständlicher, da gerade Sie es besser wissen müssten. Denn dieser Satz entspringt purem Populismus, bedient alte, längst überholte Klischees und ist ausschließlich dazu angetan, sich selbst in kriecherischer Weise der Automobilindustrie anzudienen und dort Stellen aufzusuchen, die ich nicht einmal eines Blickes würdigen würde.
    Blanker Populismus und Opportunismus aus dem Munde der Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Deutschen Bundestag auf Kosten des Ruhrgebietes und seiner Menschen; auf Kosten einer Region, ohne die Deutschland bei Weitem nicht das wäre, was Deutschland heute ist; einer Region, die Deutschland weltweites Ansehen verschafft hat und maßgeblichst zur Prosperität des Gesamten beigetragen hat; einer Region, die ein Musterbeispiel für Integration und friedlichem Zusammenleben von mehr als 150 unterschiedlicher Nationalitäten und Kulturen ist.
    Und dieser Region, auf die die Menschen zu Recht stolz sind, dieser Region und seiner Menschen wollen Sie auf derart billige Art und Weise ans Knie p……?
    Billig, schäbig, charakterlos; andere Adjektive habe ich dafür nicht!
    Frau Künast! Ich fordere Sie hiermit öffentlich auf, sich für diesen bösartigen Fauxpas gegenüber dem Ruhrgebiet und seiner Menschen öffentlich zu entschuldigen.
    Darüber hinaus fordere ich Sie auf, als Bundesvorsitzende der Grünen umgehend von allen ihren Parteiämtern zurückzutreten und nicht mehr für den Deutschen Bundestag zu kandidieren
    Sie haben sich unmöglich und damit unwählbar gemacht.


    Glück auf
    Volker Eichler


    Für Kontaktaufnahme zu Frau Künast:
    http://www.renate-kuenast.de/kontakt/
    ++++++++++++++


    Wer will, dass im Ruhrgebiet gebaut wird, braucht Investoren. Wer Investoren gewinnen will, muss sich derartigen Aussagen exponierter Politiker und Politikerinnen widersetzen. Das habe ich versucht und bin noch dabei. Die Pressearbeit hierzu ist angelaufen.


    Glück auf
    Kyrosch

  • [...]„Wenn man mit diesem Auto durchs Ruhrgebiet fährt, kommt die Luft hinten sauberer raus, als sie vorne eingesaugt wurde“[...]


    Der Satz war sicher nur ironisch gemeint, aber manschmal fehlt es unseren Politikern eben am nötigen Feingefühl :nono: Der Satz hätte zumindest relativiert werden müssen.