Molkenmarkt, Klosterviertel - Neuplanung und kleinere BV

  • dieser konkav eingedrückte Teil wird sone richtig schöne "Schmutzecke" werden. (...)

    Kann ich mir nicht vorstellen. Diese Ecke liegt ja ein einem zugigen Straßenbereich, wo Feuchtigkeit schnell trocknen kann. Mit Graffiti ist in Berlin leider an allen Gebäuden zu rechnen. Man muss es halt schnell und konsequent entfernen.


    Die bisher gezeigten Entwürfe machen jedenfalls Lust auf mehr. Hoffentlich bleibt die gestalterische Qualität bei allen Parzellen so hoch und wird auch tatsächlich so realisiert. Dann könnte das ein sehr attraktives Quartier werden.

  • Ich weiß nicht, aber neben den neutralen aber ansehnlichen Plänen von Los 2., (vor allem Duplex Architekten GmbH, Gort Scott aus London / Kim Nalleweg Architekten GmbH gefallen mir da), finde ich Los 3. auch sehr gelungen, oder zumindest interessant mit diesem römischen Tempelchen obendrauf und der konkaven Ecke.


    Los 1. finde ich dagegen bieder... bekommt man da ne Schrankwand Eiche Rustikal zum Einzug geschenkt?


    Vielleicht würde ne andere Farbgebung was retten, aber so gefällt mir das gar nicht.


    Grundsätzlich aber toll finde ich, wie kleinteilig das alles wird. So muss dringend mehr gebaut werden, damit sich Neubauviertel wieder wie Stadt anfühlen.

  • Los 1. finde ich dagegen bieder... bekommt man da ne Schrankwand Eiche Rustikal zum Einzug geschenkt?

    Ich finde, das Los 1 muss man differenziert betrachten. Der lange Gebäuderiegel befremdet mich auch ein wenig. Bei den Eckgebäuden gehe ich mit Blick auf die anderen Projekte von "Hild und K" davon aus, dass die Umsetzung überzeugt. Deren Visualisierungen sind halt nicht so hochglanz.


    https://www.hildundk.de/projekte/


    Die ganze Konzeption und Proportionierung des Eckbaus sowie des kleineren Abschnitts mit den beiden Erkern überzeugt mich jedenfalls. Ich denke, dass viele Menschen, unabhängig vom bevorzugten Einrichtungsstil, dort gern wohnen würden.

  • Ich glaube das die vorgestellten Entwürfe alle in die richtige Richtung gehen. Schlussendlich müssen die Fassaden ein Kollektiv abbilden, das gelingt.


    Dresdener Alt- und Neumarkt ist mir auch in den Sinn gekommen, was aber positiv gemeint ist.

    Auf die Extras wie Bullaugen und verformte Arkaden kann ich wiederum verzichten. Aber irgendwie muss man sich ja im Wettbewerb hervortuen.


    Vorallem,… Dächer!!! Diese permanente Flachdachverschnitte ala Tschoban Voss’s Systemkisten an prominentesten Orten sind mir seit Jahren ein Dorn im Auge. Je mehr man sich davon entfernt, umso besser. Hoffe das Thema Dach wird ergänzend auch bei den vermutlich kommenden günstigeren Gestaltungen zum Zuge kommen. Schön schön.

  • Der Entwurf von Los 1 erinnert sehr an die postmoderne Variante vom Altmarkt 4-6 oder das Centrum Warenhaus vom Dresdner Altmarkt. Hätte insgesamt alles schlimmer kommen können, sofern es so realisiert wird.

  • Molkenmarkt-Quartier: Senat stellt zweiten Teil der Bebauungsleitlinien vor


    Die Berliner Senatsverwaltung schafft mit dem zweiten Teil der Leitlinien Rahmenbedingungen für die weitere Bebauung des Molkenmarkts. Nutzungsmix, Höhenentwicklung und Gestaltung sind nun klarer definiert. Das neue Quartier soll nachhaltig und mit historischem Bezug gestaltet werden.


    https://www.entwicklungsstadt.…-bebauungsleitlinien-vor/


    Klingt nach guten Nachrichten?



  • ^ Sieht schön aus, romantisiert aber ein wenig die immer noch mehrspurige Grunerstraße – sieht fast aus, als sollten dort Pferdekutschen verkehren. ;) Außerdem hat Ortner & Ortner nicht gewonnen, oder?

  • Hmm… „romantisch“ trifft es ganz gut. Sieht irgendwie nicht nach Berlin aus diese Dreigeschosser ab der Eckbebebauung.

    So hätte man dort vor 150 Jahren schon nicht mehr gebaut. Aber nur mein erster Eindruck auf die Visus…

  • ^^ Ja, romantsiert trifft es: Keine Autos, Verkehrsspuren, Verkehrsschilder, Ampeln etc. Dazu traägt aber auch bei, dass die Grunerstraße hier schmaler wirkt, als sie ist, und ich vermute, dass die Art, wie die Bäume gezeichnet sind, zu diesem Effekt beiträgt: Durch die dünnen Stämme erwecken sie den Eindruck, jung und frisch gepflanzt, also klein zu sein. (Tatsächlich sind sie, gemessen an den Fußgängern, ziemlich hoch, ausgewachsen.) Weil wir die Straßenbreite unwillkürlich in Verhältnis zu scheinbar kleinen Bäumen setzen, wirkt auf uns auch die Straße relativ schmal.

  • BV "Klosterstraße Sixty2"


    Zuletzt hier und Vorzustand hier.


    Wieder abgerüstet zeigt sich der revitalisierte und optisch nur wenig veränderte Bürobau aus dem Jahr 1975.

    Gemäß der Projektseite des Projektentwicklers Trockland ist der Gebäudeteil an der Stralauer Straße vermietet, darunter wohl ein Fitnessstudio und man hat die Baugenehmigung zur Erweiterung des Bestandsbaues an der Stralauer / Ecke Waisenstraße erhalten.


    [Bilder © bauhelmchen 2026]

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  • Ausstellung der Wettbewerbsergebnisse für den Block B/1


    Die hier gezeigten Ergebnisse des Wettbewerbes für den Block B/1 des Molkenmarkts werden gemäß dieser Mitteilung vom 26.01.2026 bis zum 08.02.2026 ausgestellt.


    Geöffnet ist von Montags bis Freitags von 13:00 - 19:00 Uhr, sowie am Wochenende von 11:00 - 17:00 Uhr.

    Gezeigt wird die Ausstellung im Otto-Suhr Saal des Neuen Stadthauses, Parochialstraße 3, 10179 Berlin

  • Ich bin mir mittlerweile immer unschlüssiger, ob es Berlin an der Stelle nicht besser stehen würde, den Hochhausplan auf den Molkenmarkt zu erweitern und noch mehr in die Skyline zu investieren.

    Neben so monumentalen Gebäuden wie dem

    Roten Rathaus, dem Fernsehturm, dem Alexanderplatz mit seinen neuen Hochhäusern, etc. könnten diese sechs-geschössigen Wohnhäuser fast schon fehl am Platz wirken oder wie eine Erweiterung des unscheinbaren Nikolaiviertels.


    Ich bin sehr gespannt, wie sich das Viertel jetzt entwickelt, vielleicht (hoffentlich!) sind meine Gedanken letztlich auch unbegründet, aber ich habe die Befürchtung, dass dieses historisch-Kleinteilige – ohne wahrlich historischen Wiederaufbau – am Ende nichts Halbes und nichts Ganzes wird.


    Sprich: Wenn man dort schon nicht das alte herrschaftliche Berlin wiederherstellt, dann doch vielleicht richtig in die Zukunft / Höhe bauen?


    Gut, wie dem auch sei, der Bebauungsplan sieht ja nunmal aufs erste keine Hochbauten vor.

    Weiß denn jemand, ob sich daran grundsätzlich noch etwas ändern könnte bzw. ob es innerhalb des Plans auch Abweichungen Richtung moderner Hochbauten geben könnte? (Selbst, wenn es keine 150 Meter plus sind).

  • Wie kommst du darauf, dass das Nikolaiviertel unscheinbar sei?


    Vielmehr befürchte ich, dass der Molkenmarkt an die zu DDR-Zeiten erreichte Qualität nicht anknüpfen kann. Aber selbst ein halb so gutes Ergebnis wäre unverwechselbarer als das x-te Hochhausviertel, das man überall auf der Welt spektakulärer erleben kann.


    Ich vertrete auch die Meinung, dass Monumente nicht unbedingt die Gesellschaft weiterer Monumente brauchen, sondern eine kleinteiligere Nachbarschaft, um ihre Monumentalität entfalten zu können.

  • hier ein kleiner vorgeschmack, wie der molkenmarkt in zukunft aussehen könnte ...

    Wirkt für mich wie Architektur aus Mittelgroßen Städten wie Frankfurt am Main. Beliebig, langweilig. Das ist an der Stelle - entweder der Versuch sich am Nikolaiviertel zu orientieren, oder der Versuch eine Verbindung zu den restlichen Teilen - aber ehrlich, mir fehlt einmal der Wille zur Rekonstruktion historischer Fassaden - exakt das zweite Bild - hier hätte man die ein oder andere Fassade wie in Potsdam, historisierend nehmen können um so eine Verbindung zwischen Nikolaiviertel, den teilweise erhaltenen "Alten Münze" im Sinne der Sichtachse - gleiches in Richtung Rothes Rathaus und in Richtung Kirche. Diese Mischung hätte aus historisierenden Fassaden und Modernen Fassaden wäre dann ein guter Übergang zum Klosterviertel, harmoniert mit dem Nikolaiviertel und dem Roten Rathaus.

    So sieht es aus wie die sterile Langeweile ala Römer in Frankfurt am Main.


    Zitat gekürzt. Bitte nicht unnötig viel zitieren, Bilder möglichst gar nicht. Siehe Richtlinien.

  • Wie kommst du darauf, dass das Nikolaiviertel unscheinbar sei?

    Das Nikolaiviertel wirkt für mich wie ein völlig fehlplatzierter Marktplatz eines kleinen Provinzstädtchens - gepaart mit merkwürdigen DDR-Modernismus-Elementen. Bevor sich hier jemand verletzt fühlt, ich rede hier von MEINEM Geschmack ;) Ich persönlich würde mir daher wünschen, dass sich der neue Molkenmarkt entweder ganz an dem historischen Original orientiert oder eben eher an den Monumentalbauten Rotes Rathaus, Alexanderplatz und co. Aber nochmal: Vielleicht werde ich auch eines besseren belehrt :)

  • Hier hat jemand nicht mitgedacht oder die Idee nicht verstanden:
    1. DAs Nikolaiviertel ist einer der ältesten Teile Berlins - so sah die Stadt in der Mitte nun mal aus - es waren Dörrfische Strukturen die dann zu Großstädten wurden. Siehe Paris, Madrid oder anderswo in Europa - kleine Straßen und Gassen in denen man als Tourist sich gerne aufhält.
    2. Monumental bauen - wozu und an welcher Epoche angelehnt= Zeitgenössisch wäre ja Hochhaus (Monumental) aber ein weiterer Klotz, passt da sicher nicht. Any Ideas?
    3. Der Platz ist aktuell leer - es geht darum die Stadtmitte wieder etwas kleinheiligeres zu geben . Diese riesigen Schluchten die entstanden sind, helfen entweder nur Hochhäuser die dann ab 150 M den gesamten Alexanderplatz umgeben - was nicht geht ODER man nimmt die Teile wie auf der einen Seite die hackeschen Märkte und auf der Seite des Molkemarkts plus Nikoaiviertel um sozusagen Rechts und Links zur Achse Schloss bis Alexnaderturm die geschlossene Mitte um diese Achse zu ergänzen.

  • Das Nikolaiviertel wirkt für mich wie ein völlig fehlplatzierter Marktplatz eines kleinen Provinzstädtchens [...]

    Das kommt glaube ich fast ausschließlich davon, dass daneben die bekannte, von Verkehr geprägte Riesenfläche existiert (bzw. mehr oder minder existierte). Mit dem neuen Molkenmarkt und der veränderten Straße (ich glaube mit Straßenbahn?) wird das alles sehr angenehm ineinander übergehen. Zu erwarten ist auch, dass dann mehr Passanten den Weg ins Nikolaiviertel finden.


    Auch die angestrebte Bebauung mit mittelhohen Gebauden ist meiner Meinung nach im Sinne einer Höhenstaffelung sinnvoll. Das Nikolaiviertel ist etwas niedriger und auf der anderen Seite türmen sich dann Rathaus, und die Rathauspassagen zum Freiraum am Fernsehturm auf