Chemnitzer Industriedenkmale: Bestand, Nutzung und Zukunft

  • So weit ich weiß, gibt es vor dem Abriss noch eine letzte Chance. Und das ist kein Industriebau!!!! :-)


    Das ist die Neumühle. Eines der wichtigsten Chemnitzer Denkmäler. Auch wen es sich hier wohl um einen späteren Neubau handelt. Heinrich Schütz war mal Eigentümer.

  • Schönherr-Fabrik

    Netter Artikel über die Schönherr-Fabrik:


    Chemnitzer Morgenpost, Donnerstag, 29. April 2010
    Schönherr hätte seine helle Freude
    Altes Fabrikgelände mausert sich von Industriebrache zum Vorzeigeobjekt
    Von Petra Pape-Seidel
    http://www.sz-online.de/Nachri…_Freude/articleid-2450426


    Demnächst startet der sechste von zehn Bauabschnitten. Außen wird die Fassade an der hinteren Industrieeinfahrt mit einem Glas-/ Klinker-Anbau aufgewertet. Für die neu hinzukommenden Räumlichkeiten gibt es auch schon Interessenten.


    Wäre so ein Stück-für-Stück-Konzept nicht auch bei der Fahrzeugelektrik auf den Sonnenberg und an anderer Stelle anzuwenden?

  • Das Gebäude der UNION Werkzeugmaschinenfabrik an der Ulmenstraße scheint tatsächlich gerettet. Wie Sachsen-Fernsehen berichtet, soll demnächst u.a. ein Supermarkt entstehen. Siehe
    Sollte das Projekt der FASA AG auf dem Pölzig Areal noch umgesetzt werden, wäre dieser Bereich der Zwickauer Straße, zusammen mit dem Industriemuseum, richtig gelungen.

  • Ich freue mich für das Gebäude. Hoffentlich kommt eine REWE rein, da kann man auch vernünftig einkaufen.Wenns um Qualität geht is die Auswahl in Chemnitz gar nich so üppig.
    Auf dem Pölzig-Areal gibts z.Z. leider gar keine Aktivitäten, bei einer der schönsten Industriebrachen.. :(

  • Ich vermute mal, da wirds auch nie wieder Aktivitäten geben. Hauptsache das Gründerzeithaus wurde rausgerissen.

  • Die FP weiß zur Werkzeugmaschinenfabrik noch zu ergänzen, daß der Investor, eine Immobilienfirma aus Rottach-Egern, prüft, ob er in den Obergeschossen ein Ärztehaus, Seniorenwohnungen oder Räume für nicht störendes Gewerbe einrichtet. Ich glaube es aber erst, wenn ich es sehe.

  • Werkzeugmaschinenfabrik Union

    Zum geplanten Umbau der ehemaligen Werkzeugmaschinenfabrik Union auf dem Kaßberg (Ulmenstraße, Ecke Ahornstraße) für einen Lebensmittelmarkt gibt es nun auch einen bebilderten Beitrag bei Sachsen-Fernsehen:


    Weiterer Einkaufsmarkt auf dem Kaßberg
    http://www.sachsen-fernsehen.d…markt_Kassberg_190510.wmv


    Nicht uninteressant ist der abschließende Teil der Meldung: Anfragen oder bereits Genehmigungen gibt es auch für weitere Märkte auf dem Kaßberg. Somit könnten in den nächsten Jahren insgesamt fünf neue Supermärkte entstehen.

  • Neue Pläne für die Diamant-Werke an der Nevoigtstraße

    Die FP verrät mehr über die Pläne für das ehemaligen Diamant-Werke an der Nevoigtstraße. Für 400.000 Euro ersteigert hat sie Michael Mozdzan, ein 39-jähriger Kaufmann aus Hamburg, der jetzt in Berlin lebt und dort u.a. auch den Schallplatten- und CD-Versandhandels Funrecord betreibt. In seiner Vision sehe er die Diamant-Werke als attraktive Stätte für junge innovative Firmengründer und andere Unternehmen. Als weitere Bausteine seiner Überlegungen nennt er "Arbeiten und Wohnen, Kommunikation, Forum für Menschen, die Leidenschaften für Diamant-Produkte pflegen".


    FP 07.06.2010
    Berliner will Firmen ins Chemnitzer Diamant-Werk holen
    Käufer der ehemaligen Fahrradfabrik plant langfristiges Investment - Erfahrungen mit Gewerbehof in Weißensee
    http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/REGIONALES/7390140.php

  • Wie sich private Denkmalschützer auch für industrielle Architektur engagieren, zeigt beispielhaft der FP-Artikel zum Kampf für den Erhalt der ältesten noch bestehende Eisenbeton-Rahmenbrücke Deutschlands an der B107 in Markersdorf (Link). Die war zwar wirklich ein nervtötendes Verkehrshindernis, wenn sich hier aber eine Möglichkeit zum Erhalt findet, wäre das sehr zu begrüßen.

  • Wie man einer Meldung des Sachsen-Fernsehens entnehmen kann, wird derzeit die Buntfärberei in Schönau abgerissen (Luftbild). Ich kann mich nicht erinnern, davon im Vorfeld etwas gehört zu haben, und kenne das Gelände auch nicht, was eine Bewertung schwierig macht. Wenn ich mir das Luftbild und dieses Foto anschaue, ist das vor dem Hintergrund der Abwertung der Umgebung durch perspektivlose Ruinen kein Verlust. Mit einer großen Ausnahme: Diese Villa an der Ecke des Geländes ist ein absoluter Augenschmaus, leider ist nicht herauszufinden, ob diese denkmalgeschützt war. Da ich in meinem Umfeld gerade merke, wie begehrt Einfamilienhäuser mit Garten in Chemnitz sind und was für Preise selbst für unsanierte Objekte gezahlt werden (sechsstellig), frage ich mich, ob man dieses Gebäude nicht vom Abriß hätte ausnehmen können. Ich kenne den Zustand nicht, ich kann die Wirtschaftlichkeit der Idee nicht beurteilen, aber bei einem bin ich mir sicher: Nicht einer der Leute, die über den Abriß entschieden haben, hat auch nur eine Sekunde über den Erhalt dieses Gebäudes nachgedacht...

  • Steht denn überhaupt fest, dass das Haus mit abgerissen wird? Ich kenne das Areal von einigen Spaziergängen. Die Lage ist eigentlich nicht die schlechteste. Trotz Nähe zur Zwickauer Straße relativ ruhig gelegen. Was mir Sorgen bereiten würde ist die Nähe zum Kappelbach.

  • Das Foto in der SF-Meldung zeigt deutlich, daß es bereits abgerissen ist. Mittlerweile ist auch ein Video drin, in dem der Schornstein als letzter Rest der Bebauung bezeichnet wird. Die Abrißarbeiten seien seit 6 Wochen im Gange. Es würde "Platz für eine moderne Wohnbebauung". Das macht den Abriß der Villa noch unverständlicher. Der Kappelbach scheint auch kein Problem zu sein.

  • Auf dem Kaßberg wird derzeit die ehemalige Societätsbrauerrei und Mälzerei saniert, die durch die Nutzung als VOXXX bekannt geworden ist. Das ganze läuft unter dem Namen "Kaßberg-Gärten" und war von LE Mon. hist. hier schon ausführlich vorgestellt worden. Ich kann jetzt noch den Link zur Seite des Bauträgers ergänzen.
    Die auf dem Luftbild zu sehende Brandruine wurde abgerissen und durch Stadthäuser ersetzt, während die denkmalgeschützten Gebäude an der Horst-Menzel-Straße wieder instandgesetzt werden.


    Blick von der Horst-Menzel-Straße:



    Die Stadthäuser:



    Der aufwendig begrünte Innenhof:


    Alle Fotos von chemnitzer

  • Anbei einmal unsere Reko der Spinnmühle von Evan Evans in Tannenberg/Geyer. Die Spinnmühle, entworfen von Johann Traugot Lohse war Sachsens beeindruckenster früher Fabrikbau. Sie wurde mit einigen Unterbrechungen bis 1813 fertig gestellt. Nach dem Brand 1896 ist sie heute nur noch als Fragment erhalten.



    Mit freundlicher Genehmigung von Dr. B. Martin