diverse Projekte

  • Natürlich hat die GGG auch in den Neubaugebieten abgerissen, allerdings nicht sytematisch wie offenbar in Halle, sondern eben das, was wegen ständig steigendem Leerstand nicht mehr zu halten war - so zumindest mein Eindruck. Wie alle statistischen Daten in Chemnitz sind solche Informationen aber kaum zu bekommen und werden auch von der Lokalzeitung nicht aufbereitet.


    Von Gewinnausschüttungen kann bei der GGG wohl eher keine Rede sein, fürs laufende Geschäftsjahr sind schon wieder Abschreibungen in Höhe von 50 Millionen Euro geplant. Daß ein städtisches Wohnungsunternehmen Millionengewinne machen kann, ist aus Chemnitzer Sicht außerhalb jeglichen Vorstellungsvermögens, genau wie die eingangs von Dir erwähnten 1.300 bis 1.500 abgerissenen Plattenwohneinheiten in den Jahren 2010/2011. Dies finde ich übrigens in Halle sehr bedenklich, daß die Wohnungsunternehmen zur Sanierung der Stadtkassen herhalten sollen, während zweifellos noch große Aufgaben in den Beständen zu lösen sind. In Chemnitz hat man das etwas eleganter gemacht und innerstädtische Bauten wie das Tietz oder aktuell das Archäologiemuseum über die GGG finanziert. Das hat den Vorteil, daß der Normalbürger solche Konstrukte kaum durchschauen kann.

  • Roland
    Ich habe die Entwicklung der Silberhöhe seit ungefähr 2000 genau verfolgt. Da wurde definitiv im zentralen Bereich entlang der Straßenbahntrasse abgerissen und an den Rändern saniert. Ein Zurückschrumpfen auf einen "wahrscheinlich stabilen Kern" erfolgte hier auf keinen Fall.


    Natürlich gab es dafür Gründe. Der zentrale Bereich war relativ dicht bebaut und deshalb bei vielen Mietern unbeliebt. An den Rändern dagegen, wo es oft einen freien Blick ins Grüne gab, war die Nachfrage deutlich höher. Folgerichtig haben die Hauseigentümer am Rand saniert und in der Mitte abgerissen. Man muss ja auch sehen, dass die Hauseigentümer keine Politik betreiben können, die sie am Ende in die Insolvenz treibt. Zudem müssen viele von ihnen auch Bankkredite bedienen, und die Banken reden natürlich auch bei der Abrissplanung mit. Das ist in Halle übrigens nicht anders als in Chemnitz.


    Folgerichtig ist eine zentral gesteuerte Abrisstätigkeit kaum machbar. Umso wichtiger fände ich es, generell von der Abrissorientierung wegzukommen und Aufwertungskonzepte zu entwickeln. Die Beispiele Potsdam, Jena, Berlin habe ich schon genannt. (Der Zuzug nach Potsdam kommt nur zu einem kleinen Teil aus Berlin, zudem hat Potsdam das Problem, dass die Mehrheit der Potsdamer Studenten in Berlin wohnt. Dass Potsdam dennoch wächst, hängt stark mit seiner wirtschaftlichen Dynamik und eben auch einer aufwertungsorientierten Stadtentwicklungspolitik zusammen.) Es gibt aber auch kleinere Städte, die sich erstaunlich gut entwickelt haben, wie Neuruppin in Brandenburg, Wernigerode oder Hildburghausen. Auch diese Städte haben nicht auf Abriss, sondern auf Aufwertung gesetzt und sind damit sehr gut gefahren. Ich finde, man sollte sich die positiven Beispiele zum Vorbild nehmen und nicht die negativen.

  • Natürlich hat die GGG auch in den Neubaugebieten abgerissen, allerdings nicht sytematisch wie offenbar in Halle, sondern eben das, was wegen ständig steigendem Leerstand nicht mehr zu halten war - so zumindest mein Eindruck.


    Der Eindruck täuscht. Zwar kann auch ich die Quelle nicht mehr rekapitulieren und muss mich auf meine vage Erinnerung stützen, doch war vor knapp zwei Jahren irgendwo in Chemnitz eine Statistik zu finden, wonach die GGG etwa 2/3 ihrer Abrisse im Plattenbaubestand vorgenommen hat (auch wenn die Statistik natrl. durch die Platten mit ihren vielen Wohnungen vs. die Altbauten mit ihren 10-16 Parteien verzerrt ist) . Aufschrei über den Abriss gibt es in Chemnitz ja erst, seit vor ein paar Jahren auch in die Altbauviertel gegangen wurde. Dessen ungeachtet hätte die GGG natürlich eine andere Rolle beim Chemnitzer Stadtumbau spielen können, wäre mehr politischer Wille der Stadt durchaus denkbar und wünschenswert gewesen. Der erzeugte Eindruck, die GGG hätte ihre Platten saniert und mehrheitlich im Altbau abgerissen, trifft aber definitiv nicht zu.

  • In den letzten Tagen wurden in der Altstadt die Häuser Bärgasse 1a, 1b und 1c abgerissen. Die denkmalgeschützten Wohnhäuser wurden im 19. Jahrhundert errichtet, einige Gebäudeteile stammen möglicherweise aus dem 17. Jahrhundert.


    Die Gebäude wurden in den letzten Jahren dem Leerstand und Verfall überlassen. Mittlerweile sind die Gebäude dermaßen geschädigt, dass eine Sanierung nicht wirtschaftlich erscheint. Deshalb entschloss sich der Eigentümer, die Grundstücksgesellschaft Hannover, zum Abriss der Gebäude.

  • Glücklicherweise wird in Halle nicht nur abgerissen, sondern auch saniert. So plant die Wohnungsgenossenschaft „Freiheit“ die Sanierung des Wohnhauses Voßstraße 9.


    Bei dem Gebäude handelt es sich um einen elfgeschossigen Plattenbau des Typs P 2-Ratio. Ein Problem dieses Gebäudetyps ist, dass viele Wohnungen über keinen Balkon verfügen. Dieser Missstand soll nun behoben werden. Geplant sind der Anbau neuer Balkone, eine neue Wärmedämmfassade und eine Sanierung der Wohnungen.


    http://www.halleforum.de/Halle…aerten-wird-saniert/31266


    Ich denke, dieses Vorhaben wird die südliche Innenstadt sicher aufwerten.

  • Rückbau eines 22 Geschosser

    Im südlichen Zentrum von Halle wird das letzte der drei sogenannten Steg Hochhäuser zurückgebaut.


    Aber es wird auch viel saniert und eingies neu gebaut in der traditionsreichen Saalestadt





  • An diesem Wochenende soll das Haus Merseburger Straße 23 abgerissen werden. Das um 1890 errichtete Gebäude gehört einem Privateigentümer aus Frankreich und stand in den letzten Jahren leer. In den letzten Monaten war es bereits zu Teileinstürzen gekommen, deshalb musste der Fußweg vor dem Haus gesperrt werden.


    http://www.halleforum.de/Halle…trasse-wegen-Abriss/32062


    Anfang Mai wurde bereits das Gründerzeithaus Reilstraße 35 abgerissen.


    http://www.halleforum.de/Halle-Nachrichten//31662

  • Hier gibt es ein paar Eindrücke vom Sanierungsgeschehen in Halle.


    Das erste Objekt ist die „Wohnanlage am Pestastalozzipark“ in der Straße der Befreiung 14.
    Hier wurde ein Wohnblocks des Typs IW 70 (Streifenbauweise, 2 Mp) saniert und umgebaut. Der ursprüngliche Wohnblock war ein altersgerechtes Mittelganghaus mit Aufzug und Wohnungen. Da es in Halle einen Mangel an altersgerechten Wohnungen gibt, war dieser Block schon immer recht gut nachgefragt. Ein Nachteil des Typs war allerdings, dass die Wohnungen keine Balkons besaßen.


    Dieser Mangel wurde bei der Sanierung des Blockes 2011 behoben. Die Arbeiten umfassten die Erneuerung der Infrastrukturleitungen, die Innensanierung, den Anbau von Balkonen und den Anbau eines Wärmedämm-Verbundsystems. Im Haus befinden sich diverse Dienstleistungsangebote, wie ein Pflegedienst, eine Physiotherapiepraxis, eine Arztpraxis, ein Seniorentreff sowie ein Fußpflege- und Kosmetiksalon. Eigentümer ist die Wohnungsgenossenschaft Eisenbahn, die Planung übernahm das Ingenieurbüro für Bauwesen, Uwe Geyer (Gräfenhainichen).



    In einem zweiten Bauabschnitt wird nun direkt neben dem Altbau ein Neubau mit 24 altersgerechten Wohnungen errichtet. Alle Wohnungen sind mit Balkon oder Terrasse ausgestattet und erfüllen einen Niedrigenergiestandard. Die Planung stammt wiederum vom Ingenieurbüro für Bauwesen, Uwe Geyer. Im April 2013 soll der Neubau fertig sein.



    Das zweite Objekt ist die Voßstraße 7. Hier geht es um die Sanierung eines elfgeschossigen Plattenbaus des Typs P 2-Ratio mit 44 Wohnungen. Dieser Block gehört zu einer ganzen Gruppe von neun P 2 - Blöcken mit insgesamt 528 Wohnungen. Diese Blöcke liegen zentrumsnah und sind daher sehr gefragt, allerdings verfügen die meisten Wohnungen über keinen Balkon.


    Diese Defizite will nun die Hallesche Wohnungsgenossenschaft Freiheit durch eine Sanierung beheben. Bereits 2011 wurde der Block Voßstraße 9 saniert, jetzt wird der Nachbarblock Voßstraße 7 angepackt. Die Sanierung umfasst eine Die Arbeiten umfassen eine Erneuerung der Infrastrukturleitungen, eine Innensanierung, den Anbau von Balkonen und den Anbau eines Wärmedämm-Verbundsystems. Die Planung stammt von Susann Euen vom Architektur- und Ingenieurbüro EWW GmbH aus Halle.



    Ein weiterer Sanierungsschwerpunkt ist der Bereich Göttinger Bogen / Hamelner Straße. Dieser Bereich ist mit fünfgeschossigen Plattenbauten des Typs P 2 bebaut. Hier hat die Halle - Neustädter Wohnungsgenossenschaft 2009 mit der Umgestaltung des Gebietes begonnen. 2009 / 2010 wurde der Block Göttinger Bogen 13-43 saniert, 2010 / 2011 folgte der Wohnblock Göttinger Bogen 45-67. Die Arbeiten umfassten einen Teilrückbau auf 3 bis 5 Geschosse und die Schaffung von Dachterrassenwohnungen. An einzelne Aufgänge wurde auch Aufzüge angebaut. Weitere Arbeiten waren die Erneuerung der Infrastrukturleitungen, die Innensanierung, den Anbau neuer Balkonen und den Anbau eines Wärmedämm-Verbundsystems.



    Derzeit wird der Wohnblock Hamelner Straße 1-6 saniert. Auch hier geht es wieder um die die Erneuerung des Inneren und Die Arbeiten umfassten die Erneuerung der Infrastrukturleitungen, die Innensanierung, den Anbau von Balkonen und den Anbau eines Wärmedämm-Verbundsystems.


    Weitere Sanierungsarbeiten finden im Neukirchner Weg 19-29 statt. Hierbei handelt es sich um Plattenbauten des Typs P - Halle. Bauherr ist hier die kommunale Hallesche Wohnungsgesellschaft (HWG). In der Ufaer Straße 5-8 saniert die Wohnungsgenossenschaft Frohe Zukunft ebenfalls P-Halle - Blöcke. In der Amsterdamer Straße 2 wird ein elfgeschossiger P 2 - Ratio - Block saniert, und in der Ouluer Straße sind ebenfalls Sanierungsarbeiten an einem P 2 - Ratio - Elfgeschosser zu beobachten.


    Alle Fotos: Klarenbach

  • In Halle wird es ja demnächst zu einem Wechsel an der Stadtspitze kommen. In der Oberbürgermeisterwahl am 15.7. konnte sich der parteilose Bernd Wiegand gegen den CDU-Kandidaten Peter Böhnisch durchsetzen. Dieses Ergebnis kam für viele Beobachter völlig überraschend, da Wiegand als klarer Außenseiter galt und sich selbst die bisherige Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados (SPD) für Böhnisch stark gemacht hatte. Letztendlich profitierte Wiegand wohl vom erheblichen Frust in der halleschen Bevölkerung über die ziemlich desolate Lage in der Stadt. Die Stadt ist schon seit Jahren nicht in der Lage, einen gesetzmäßigen Haushalt aufzustellen, mit der Wirtschaftsentwicklung geht es nicht recht voran, und die soziale Spaltung der Stadt nimmt zu. Zudem gibt es in der halleschen Kommunalpolitik einen hohen Klüngelfaktor, das heißt, viele Entscheidungen werden intransparent in informellen Kungelrunden gefällt. Da war es für Wiegand leicht, sich als Reformer, der diese Strukturen aufbricht, zu profilieren.


    Nun gibt es ein erstes Interview, in dem Wiegand seine stadtpolitischen Ziele darlegt. Insgesamt soll die Bevölkerung weit mehr als bisher in die Stadtentwicklungsplanung einbezogen werden. Die Bürgerinitiativen und Stadtteilvereine sollen an den Planungen beteiligt werden. Zudem will er weniger auf Abriss und mehr auf Aufwertung setzen. Das klingt alles sehr gut, es ist allerdings zu befürchten, dass der Stadtrat versuchen wird, Wiegand auszubremsen.


    http://www.mz-web.de/archiv/Ch…6960452.71-39884015HA.htm

  • Neubau und Sanierung im Paulusviertel

    Das Hallenser Paulusviertel ist traditionell ein Stadtteil für etwas besser verdienende Bürger. Leerstand und Baulücken gibt es kaum, der Sanierungsgrad dementsprechen recht hoch.


    Geplant ist die Sanierung des ehemaligen Regierungspräsidiums und der nebenstehende Villa Schleiermacherstraße 11 Bild: http://s.cafe-kronprinz.de/files/2010/08/019.jpg


    Außerdem sollen zwischen Robert Blum Str und Schleiermacherstraße diverse Neubauten entstehen. Dort ist haupsächtlich Wohnnutzung angedacht, 78 an der Zahl. Die Villa soll ein Ärztehaus werden und in das Präsidium sollen nach an und Umbau wohl ein Kindergarten, Wohnungen und eine Apotheke einziehen. Des Weiteren entstehen 136 neue Tiefgaragen Stellplätze (60 unterm Präsidium, 76 unter den Neubauten). Baustart ist voraussichtlich im Frühjahr 2013.
    Artikel der Mitteldeutschen Zeitung http://www.mz-web.de/servlet/C…65154&listid=994342720546
    Artikel auf HalleSpektrum mit weitergehenden Informationen http://hallespektrum.de/nachri…-im-fruehjahr-2013/10014/


    Projektseite http://www.fuchshuberarchitekt…t.php?prj=1343049986.6702
    Die neuen Gebäude sind nicht spektakulär aber solide und garantieren insgesamt eine kleinteilige Gestaltung der Straßenfront.


    Ich denke das ist ein sehr ambitioniertes Projekt mit ordentlicher Sozialmischung. Die Mietpreise muss man abwarten. Allerdings sind auch kritische Töne zu hören wie schon im MZ Artikel anklingt. Die Parkplatz Situation ist äußerst angespannt. Dennoch musste küzlich ein erst 5 Jahre altes in den Blockrandintegriertes Parkhaus in der Andresstraße mangels Wirtschaftlichkeit schließen. http://www.mz-web.de/servlet/C…Artikel&aid=1347702696430


    Anmerkungen zu diesem und weiteren Projekten auch hier http://hallespektrum.de/nachri…-zwei-jahren-pause/10955/

  • HWG knackt fünf Elfgeschosser mit 301 Wohnungen weg

    Die Hallesche Wohnungsgesellschaft (HWG) will 2013 mehrere Häuser in der Südstadt und in Heide-Nord abreißen:


    - Murmansker Straße 6, 8, 8a, 8b und 10 mit 215 Wohnungen im Herbst dieses Jahres


    - Elsa-Brändström-Straße 99 bis 100 mit 86 Wohnungen ebenso


    - Zanderweg 5 bis 12, ein Fünfgeschosser mit 80 Wohnungen im Sommer 2013


    Zu den Abrisskosten meinte der HWG-Sprecher gegenüber der Mitteldeutschen Zeitung: "Hierzu kann ich ihnen keine Auskunft geben, da wir uns diesbezüglich in einer frühen Phase befinden. Auch das Zurückgreifen auf Erfahrungswerte ist an dieser Stelle nicht möglich, da jeder Abriss für sich zu betrachten und zu planen ist."


    MZ-web.de, 3.1.2012
    Halle. HWG reißt Häuser in Südstadt und Heide-Nord ab
    http://www.mz-web.de/servlet/C…65154&listid=994342720546

  • Interessant erscheint mir in diesem Zusammenhang auch, dass offenbar nur die HWG größere Abrisse plant, während andere Großvermieter keine weiteren Abrisse planen. Laut einem Artikel auf Halle-Spektrum planen der Bauverein Halle-Leuna, die GWG Halle-Neustadt, die Hallesche Wohnungsgenossenschaft "Freiheit" und die Wohnungsgenossenschaft "Frohe Zukunft" keine weiteren Abrisse. Die BWG Halle-Merseburg will lediglich einen Wohnblock in Halle-Neustadt abreißen und einen weiteren Wohnblock von fünf auf drei Etagen teilrückbauen.


    http://hallespektrum.de/nachri…t-auch-2013-weiter/25041/


    Ich sehe die Lage so, dass die große Abrisswelle in Halle weitgehend vorüber ist. Möglicherweise will die HWG in diesem Jahr noch die Altschuldenerlasse im Rahmen des Programms "Stadtumbau Ost" in Anspruch nehmen, die im nächsten Jahr nicht mehr gewährt werden. Daher denke ich, dass 2014 in Halle keine nennenswerten Abrisse mehr stattfinden werden.

  • Bevölkerungsentwicklung und Prognosen

    Weil wir in Leipzig gerade über die Bevölkerungsentwicklung und die diversen Prognosen diskutieren ( http://www.deutsches-architekt…hp?p=364102&postcount=167 , http://www.l-iz.de/Politik/Kas…-nicht-greifen-45682.html). - Wie sieht das denn in Halle aus?


    Wie schon in Leipzig stelle ich mal den Prognosen die aktuelle Entwicklung gegenüber.


    Jahr: Statistisches .......- BBSR ….......... - St. Landesamt - Bertelsmann Stiftung -
    ..........Landesamt..........- ......................... - 5. Prognose ...- Wegweiser Kommune -


    1990: 310.234............. - 310200
    1991: 303.019............. - 303000 (-7200)
    1992: 299.884............. - 299900 (-3100)
    1993: 295.372............. - 295400 (-4500)
    1994: 290.051............. - 290100 (-5300)
    1995: 282.784............. - 282800 (-7300)
    1996: 276.624............. - 276600 (-6200)
    1997: 268.365............. - 268400 (-8200)
    1998: 260.838............. - 260800 (-7600)
    1999: 254.360............. - 254400 (-6400)
    2000: 247.736............. - 247700 (-6700)
    2001: 243.045............. - 243000 (-4700)
    2002: 239.355............. - 239400 (-3600)
    2003: 240.119............. - 240100 ( -700)
    2004: 238.497............. - 238500 (-1600)
    2005: 237.198............. - 237200 (-1300)
    2006: 235.720............. - 235700 (-1500)
    2007: 234.295............. - 234300 (-1400)
    2008: 233.013............. - 233000 (-1300) - 233 013
    2009: 232.323 ( -690). - 232300 ( -700) - 232041 (-972)
    2010: 232.963 ( +640) - 229900 (-2400) - 231033 (-1008)
    2011: 233.705 ( +742) - 227400 (-2500) - 230030 (-1003)
    2012: …...................... - 225100 (-2300) - 228978 (-1052)
    2013: …...................... - 222800 (-2300) - 227951 (-1027)
    2014: …...................... - 220600 (-2200) - 226815 (-1136)
    2015: …...................... - 218400 (-2200) - 225615 (-1200) - 223.940
    2016: …...................... - 216300 (-2100) - 224291 (-1324)
    2017: …...................... - 214200 (-2100) - 222921 (-1370)
    2018: …...................... - 212200 (-2000) - 221453 (-1468)
    2019: …...................... - 210300 (-1900) - 219959 (-1494)
    2020: …...................... - 208400 (-1900) - 218284 (-1675) - 217.220
    2021: …...................... - 206500 (-1900) - 216616 (-1668)
    2022: …...................... - 204600 (-1900) - 214847 (-1769)
    2023: …...................... - 202700 (-1900) - 213061 (-1786)
    2024: …...................... - 200800 (-1900) - 211245 (-1816)
    2025: …...................... - 198900 (-1900) - 209726 (-1519) - 209.970
    2026: …...................... - 197000 (-1900)
    2027: …...................... - 195100 (-1900)
    2028: …...................... - 193200 (-1900)
    2029: …...................... - 191300 (-1900)
    2030: …...................... - 189300 (-2000) - …..................... - 201.840

  • Hier die Ergebnisse der kommunalen Zählungen zum Jahresende 2012, nicht die mit oben vergleichbaren Angaben des statistischen Landesamt Sachsen-Anhalt.


    Halle 2012: 232 535
    Magdeburg: 232 660


    MZ, 04.02.13
    Einwohnerzahl. Mehr Magdeburger als Hallenser
    http://www.mz-web.de/servlet/C…Artikel&aid=1358491061873


    Im Artikel wird die Prognosen des Statistischen Landesamts wieder herausgekramt, nach der Halle in den kommenden zehn Jahren um rund 20 000 Einwohnerinnen auf dann rund 212 000 Einwohner schrumpfen soll. Allerdings gab es nun im dritten Jahr in Folge statt des erwarteten Verlusts einen Zuwachs.


    Außerdem wird die Studie der Bertelsmann-Stiftung zum demografischen Wandel erwähnt. Die Prognosezahlen ähneln der des Landesamtes. Demnach soll die Stadt Halle bis zum Jahr 2025 rapide altern und sich der Anteil der über 80-Jährigen im Vergleich zu 2006 auf 10,13 Prozent verdoppeln. Damit wäre Halle dann die "zweitälteste" Stadt Deutschlands.


    MZ, 07.02.13
    Bevölkerung
    Halle hat das Zeug zum Seniorenparadies
    http://www.mz-web.de/servlet/C…Artikel&aid=1360230195434

  • Ich will ein paar Baustellen in Halle an der Saale vorstellen. Beginnen will ich meinen Rundgang in Halle-Neustadt. Ein Projekt betrifft den Block Quedlinburger Straße 1-10. Hierbei handelt es sich um einen fünfgeschossigen Plattenbau des Typs P 2. Hier gab es das Problem, dass sich in dem Wohnblock ohne Aufzug die Wohnungen in den oberen Etagen nur schlecht vermieten ließen. Daher entschloss sich der Eigentümer, die Bau- und Wohnungsgenossenschaft Halle - Merseburg e.G. (BWG), zu einem Rückbau des Blocks auf drei Etagen. Weitere Maßnahmen war der Anbau eines Wärmedämm-Verbundsystems, neue Balkone und Grundrissänderungen. Außerdem erhielten 10 Wohnungen im Erdgeschoss eine barrierfreie Erschließung. Die Planung stammt vom Büro Maigrün Design & Architektur.






    Ein weiteres Projekt ist der Umbau des Blocks Azaleenstraße 27-31. Das Gebäude ist ein Plattenbau des Typs P 2 mit sechs Geschossen, dabei wurden die oberen Wohnungen als Maisonettewohnungen mit einer Dachterrasse ausgeführt. Auch hier gab es ein ähnliches Problem wie beim Block Quedlinburger Straße 1-10: Die Wohnungen in den oberen Etagen ließen sich aufgrund des fehlenden Aufzuges schlecht vermieten. In diesem Fall allerdings wird ein Aufzug für das 3. bis 5. Geschoss angebaut, die Anbindung an die 5 Treppenhäuser erfolgt dann über neue Laubengänge. Auf diese Weise wird eine barrierefreie Erschließung von 29 Wohnungen erreicht. Der Bauherr ist wiederum die Bau- und Wohnungsgenossenschaft Halle - Merseburg e.G. (BWG), die Planung stammt auch hier vom Büro Maigrün Design & Architektur.





    Ein größeres Umbauprojekt wird auch am Rennbahnring 4-18 verwirklicht. Auch hier geht es um den Umbau eines fünfgeschossigen Plattenbaus des Typs P 2. Auch hier gab es das Problem erhöhter Leerstände in den oberen Geschossen. Zudem werden die typischen P 2 - Grundrisse mit kleinen, innenliegenden Bädern und Küchen von anspruchsvolleren Mietern nicht sehr geschätzt. Da es aber wichtig ist, im Interesse einer besseren sozialen Mischung auch einkommensstärkere Schichten in Halle-Neustadt anzusiedeln, war ein grundlegender Umbau des Wohnblocks nötig. Die Bauarbeiten umfassen den Anbau von Aufzügen, Grundrissänderungen und den Anbau von großen Erkern an die Wohnräume. Der Bauherr ist die Gesellschaft für Wohn- und Gewerbeimmobilien Halle-Neustadt (GWG), die Planung stammt von der S & P Sahlmann Planungsgesellschaft für Bauwesen (Leipzig).




    Hier sieht man die erkerartigen Vorbauten, die die Wohnzimmer vergrößern.




    Gerade begonnen hat der Umbau des Hauses Stanislaw-Lem-Weg 1-4. Hierbei handelt es sich wiederum um einen Plattenbau des Typs P 2 mit sechs Geschossen, bei dem ähnliche Probleme auftraten wie beim Block Rennbahnring 4-18. Daher ist auch hier der Anbau von Aufzügen, die Schaffung großzügiger Wohnungsgrundrisse und eine energetische Sanierung geplant. Der Bauherr ist die Halle-Neustädter Wohnungsgenossenschaft, die Planung kommt von der AIC Planungsgesellschaft mbH (Halle).



    Ein kleineres Projekt ist die Sanierung des Blocks Am Kirchteich 1-10. Auch dieser Block ist ein Plattenbau des Typs P 2. Dieser erfährt allerdings nur eine Standardsanierung, da dieser Block aufgrund seiner schönen Lage am Südpark und am Kirchteich keine Leerstandsprobleme aufweist. Der Bauherr ist hier wieder die Halle-Neustädter Wohnungsgenossenschaft.



    Mittlerweile fertiggestellt ist die Sanierung des Blockes Hamelner Straße 1-6. Hier ging es um eine energetische Sanierung eines Plattenbaus des Typs P 2, der Bauherr war die Halle-Neustädter Wohnungsgenossenschaft.



    Die Aufwertung von Halle-Neustadt beschränkt sich aber nicht nur auf die Wohnungen, sondern umfasst auch die soziale Infrastruktur, wie der Umbau der Kindertagesstätte "Bummi" in der Harzgeroder Straße 47-49. Dieses Gebäude war ursprünglich ein Typenbau mit einem zweigeschossigen Kindergartentrakt und einem eingeschossigen Krippentrakt. Im Zuge der Umbaumaßnahmen wurde der Kindergartentrakt saniert und mit einem Wärmedämm-Verbundsystem auasgestattet. Der Krippentrakt wurde dagegen abgerissen, hier entstand stattdessen ein Neubau. Die Bauarbeiten wurden gerade beendet.





    Dann will ich noch ein paar Impressionen aus Halle-Neustadt zeigen. Besonders auffallend ist die große Zahl an Kunstwerken:


    "Er rührte an den Schlaf der Welt" von Erich Enge:




    "Gaben der Völker" von Irmela und Martin Hadelich:






    Strukturwände von Grohmann-Rapphold und Irmtraud Ohme




    "Afrikanerin mit Kind" von Gerhard Geyer:



    "Vater und Sohn" von Rudolf Hilscher:



    Der Frauenbrunnen von Gerhard Lichtenfeld:



    Zum Schluss meines Rundganges durch Halle-Neustadt will ich noch einen Blick Richtung Altstadt zeigen. Kleist hat ja (in einem anderen Thread) einen Blick von der Altstadt zur Neustadt gezeigt, ich zeige jetzt das Pendant:




    Alle Fotos: Klarenbach

  • Weiter geht es mit Baustellen in Halle an der Saale. Auch in der Südstadt gibt es zahlreiche Sanierungs- und Umbauprojekte. Mittlerweile fertiggestellt ist die "Wohnanlage am Pestalozzipark" in der Straße der Befreiung 14. Hier wurde ein Mittelganghaus des Typs IW 70 saniert. Die Arbeiten umfassten die Dämmung der Fassade, neue Fenster, den Anbau von Balkonen und die Neugestaltung der Wohnungen. Weiterhin wurde das Gebäude durch einen Neubau erweitert. Jetzt bietet der Komplex 70 altersgerechte Wohnungen, den Seniorentreff "Birkenblick", einen Pflegedienst, eine Arztpraxis, eine Physiotherapie-Praxis und eine Fußpflege / Kosmetik. Der Bauherr war die Wohnungsgenossenschaft Eisenbahn, die Planung stammte vom Ingenieurbüro für Bauwesen Uwe Geyer (Gräfenhainichen).





    Zum Vergleich sieht man hier ein baugleiches unsaniertes Gebäude:



    Ganz in der Nähe werden derzeit die Wohnblöcke Mannheimer Straße 8 - 38 saniert. Bei diesen Gebäuden handelt es sich um Plattenbauten des Typs P Halle mit 160 Wohnungen. Die Sanierung umfasst die Dämmung der Fassade, neue Fenster, den Anbau neuer Balkone und die Sanierung der Innenräume. Der Bauherr ist die Wohnungsgenossenschaft "Frohe Zukunft", die Planung stammt von Christine Illgen vom Büro GIS Architekten (Sangerhausen).







    Bereits fertiggestellt ist die Sanierung der Blöcke Hildesheimer Straße 1 - 5 und 35 - 39. Auch in diesem Fall handelt es sich um Plattenbauten des Typs P Halle der Wohnungsgenossenschaft "Frohe Zukunft", die analog zu den Blöcken Mannheimer Straße 8 - 38 saniert worden sind.


    Hildesheimer Straße 35 - 39:





    Hildesheimer Straße 1 - 5:



    Ein Stück weiter befinden sich die Blöcke Hildesheimer Straße 2 - 6 und Südstadtring 1 - 3. Diese P Halle - Blöcke wurden von der Wohnungsgenossenschaft Eisenbahn saniert. Dabei wurde der Block Südstadtring 1- 3 mit Aufzügen ausgestattet.


    Hildesheimer Straße 2 - 6:




    Südstadtring 1 - 3:



    Weiter geht es mit dem Stadtteil Silberhöhe. Hier wird das Haus Weißenfelser Straße 47 saniert. Hierbei handelt es sich um ein Mittelganghaus der Bauart P 2 / IW 82. Auch hier erfolgt eine energetische Sanierung. Da kein Bauschild vorhanden ist, kann ich keine weiteren Informationen liefern.




    Schließlich will ich noch die Sanierung der Kindertagesstätte "Zwergenland" in der Wettiner Straße 5/6 vorstellen. Der Bauherr ist hier der AWO Regionalverband Halle-Merseburg e.V., die Planung stammt vom Büro Kaiser Architekten & Ingenieure (Apolda).




    Kein Foto habe ich von den Sanierungsprojekten in der Voßstraße. Hier wurde die Sanierung des Blockes Voßstraße 7, die 2012 erfolgte, beendet. Derzeit wird am Block Voßstraße 5 gearbeitet. Hierbei handelt es sich um einen Plattenbau des Typs P 2 mit 44 Wohnungen. Der Bauherr ist die Hallesche Wohnungsgenossenschaft "Freiheit", die Planung stammt von Susann Euen vom Architektur- und Ingenieurbüro EWW GmbH (Halle). Die Sanierung umfasst die energetische Sanierung, die Sanierung der Innenräume und den Anbau neuer Balkone.


    Alle Fotos: Klarenbach