Bauprojekte im Lyoner Quartier (Bürostadt Niederrad)

  • Lyoner Caré


    Schräg gegenüber, auf der Nordseite der Lyoner Straße, entstand das Neubauprojekt Lyoner Caré. Es ist schon eine Weile fertig und weitgehend bezogen. Im EG gibt es eine Kita. Früher waren an dieser Stelle Kleingärten. Die Anlage besteht aus einem U-förmigen Riegel auf der Ostseite und 2 Punkt-Häusern auf der Westseite, sodass es sich zum benachbarten Siemens-Gelände öffnet.


    1 Ansicht der Westseite von Süden:

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    2 etwas näher ran und etwas anderer Blickwinkel:

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    3 Frontalansicht von der Lyoner Straße:

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    4 Ansicht Oststeite von Süden mit Durchgang zur Saonestraße:

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    5 Detail Ostseite (man beachte die unterschiedlichen Putzarten)

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    alle Fotos von mir, aufgenommen gestern

  • Hahnstraße 54 bis 60


    Eines der bisher besten Wohnprojekte in Niederrad, trotz ungünstigem, lang gestreckten Grundstück. Es liegt zwischen Hahnstraße und Saonestraße, nur einen Steinwurf vom eben vorgestellten Lyoner Caré entfernt. Fenster und Fassade wirken sehr hochwertig, außerdem ist der Baukörper abwechslungsreich gestaltet. Auf dem ersten Bild (von der Rückseite) kommt das leider nicht so ganz rüber. Vorher befand sich hier ein alter Gewerbebetrieb mit vermieteten Hallen sowie ein paar alte Reihenhäuschen entlang der Hahnstraße.


    1 Ansicht der Südseite:

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    2 Detailansicht Fassade:

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    3 Ansicht Nordseite (Neubauprojekt rechts, links die Hahnstraße 52, in der die DB Engineering & Consulting untergebracht ist; im Hintergrund das "Prisma", aus dem die Deka-Bank demnächst ausziehen wird):

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    Hahnstraße 46 bis 48


    Zwei Häuser weiter, ehemaliges Telekom-Technikgebäude: hier ist mittlerweile alles platt, es wird nur noch Abfall sortiert und dann wohl demnächst abtransportiert. Um das abgerissene Büro-Türmchen an der Hahnstraße tut es mir ein bisschen leid, das war eigentlich ganz ansprechende Architektur.


    4 Abrissgrundstück mit Schuttbergen (im HIntergrund rechts die Hahnstraße 49, Standort der DB Netz AG und links die Hahnstraße 40, Standort der DB Systel; auf das Gebäude in der Mitte komme ich gleich noch zu sprechen):

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    Kanso (Saonestr. 1)


    Direkt daneben, nördlich davon, ebenfalls zwischen Hahnstraße und Saonestraße gelegen, das Projekt "Kanso". Auf der Seite zur Hahnstraße soll hier wohl Gastronomie einziehen, vorher stand hier ein ebenfalls langgestreckter, aber etwas kleinerer Büroriegel.


    5 Ansicht von Westen:

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    6 Ansicht von Osten:

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    Fotos von mir, aufgenommen gestern

  • Hahnstraße 37 bis 41


    Wiederum gegenüber, auf der anderen Seite der Hahnstraße an der markanten Ecke Richtung S-Bahnhof Niederrad, eines der wie ich finde besten Projekte in Niederrad. Es ist so etwas wie das neue Stadtteilzentrum mit öffentlicher Tiefgarage, einem DM-Markt, einem großen Aldi (der aus der Goldsteinstraße hierher gezogen ist) und einem noch größeren EDEKA. Am Schnittpunkt der Pendlerströme von der S-Bahn-Station sind die Läden alle gut besucht. Das Gebäiude besticht durch seine für die Bürostadt untypische Blockrandbebauung, lehnt sich an gründerzeitliche Formen an und hat eine ins Auge fallende runde Ecke am stumpfen Winkel (ein bisschen wie der Hessische Landtag in Wiesbaden). Das Gebäude würde auch einem gründerzeitlichen Viertel wie dem Nordend oder Bockenheim gut zu Gesicht stehen, auch wenn man sicher Details wie den hohen Sockel, in dem noch ein Zwischengeschoss versteckt ist, kritisieren mag. Aber mir gefällt es, vor allem an diesem Standort. In der Realität sieht es noch etwas besser aus als auf den Fotos.


    1 Blick von der Saonestraße, rechts das Kanso-Projekt, links die Hahnstraße 40. Man erkennt die runde Ecke, die sich zu dem kleinen Platz vor der Hahnstraße 49 öffnet.

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    2 recht unscheinbarer Eingang zu den 3 Märkten und zur Tiefgarage:

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    3 und die Front Richtung S-Bahn-Station Niederrad (im Hintergrund). Mit dem Aculeum dahinter bildet es eine Fassadenflucht. Der weiße Flachbau im Hintergrund ist die ehemalige Mercedes-Niederlassung, die hier Ende des letzten Jahres ausgezogen ist. Bekanntlich lässt der Bebauungsplan hier ein Hochhaus zu, daher darf man gespannt sein, was sich hier noch tut. Es bietet sich jedenfalls die Chance, hier ein imposantes Entree ins Lyoner Quartier zu schaffen.

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    Das war's für heute. Alle Bilder von mir.

  • In der Goldsteinstraße kommen die Projekte auch weiter voran. Die Sanierung des Gebäudes neben der Polizei (Goldsteinstraße 126) ist weitestgehend abgeschlossen. Das Haus wurde komplett neu gedämmt und mit neuen Fenstern ausgestattet. Leider hat man bei der Farbgebung der Fassade nicht allzu kreativ agiert. Es wurde.... grau. Dabei hätte der Fassade ein wenig Farbe gut getan.


    Ein Stück weiter geht auch die Sanierung an der Goldsteinstraße 130 (Cube Ruby) voran. Die Fertigstellung ist hierfür laut Website für das 3. oder 4. Quartal 2020 geplant. Nach Lage der Dinge dürfte das auch so klappen.

  • Apropos Goldsteinstraße, die ChriSto eben ansprach: hier noch als Ergänzung zu meinen vorherigen Beiträgen die beiden großen Projekte an der Goldsteinstraße:


    Piano Courts (Ecke Goldstein-/Hahnstraße)


    Das große Projekt "Piano Courts" besteht aus einer Kammbebauung, wobei der Kammsteg etwas niedriger und an der Hahnstraße entlang angeordnet wurde. Ich finde das ganze Projekt etwas grobschlächtig, es erinnert zumindest zum Teil an 70er Jahre-Großsiedlungen. Da entstehen m. M. n. gegenwärtig in Niederrad doch deutlich ansprechendere Projekte. Aber seht selbst:


    1 Ecke Goldsteinstraße (rechts) und Hahnstraße (links): modern-langweilige grau-weiß-Farbgebung; die gelben Balkone wirken etwas gewollt auflockernd:

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    2 Entlang der Hahnstraße, Blick Richtung Süden mit den insgesamt 5 Kamm-Zähnen, von denen der erste an der Goldsteinstraße bis zur Gebäudekante gezogen ist, die übrigen 4 sind etwas zurückgesetzt. Der Verbindungsbau ("Kammsteg") ist niedriger und farblich abgesetzt:

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    3 Und nochmal entlang der Hahnstraße, diesmal Blick Richtung Norden. Der Südlichste Kamm-Zahn (hier im Vordergrund) ist in Richtung Westen (links) länger als die übrigen:

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    4 Rückseite: Einer der Innenhöfe mit Loggien jeweils auf der Nordseite und Balkonen jeweils auf der Südseite. Richtung Westen öffnen sich die Innenhöfe zum benachbarten Astropark. Ganz witzig finde ich ja diese kleinen Penthouses auf dem flachen Teil (jeweils auf der linken Seite, hier etwas schwer zu erkennen). Auf der anderen Innenhofseite, d.h. gegenüber von unserem Standort, befindet sich der zentrale Zugang, der sich parallel zum "Steg" durch alle "Zähne" bohrt (links kann man den Durchgang erkennen):

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    5 die Westseite (Rückseite) entlang Richtung Süden fotografiert: hier erkennt man die insgesamt 5 Zähne mit dem längeren ganz im Süden. Im Vordergrund die Tiefgaragenzufahrt des Astropark:

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    Bilder von mir, aufgenommen diese Woche

  • Lidl (Ecke Goldstein-/Lyoner Straße)


    Zu guter Letzt noch der neue große Lidl, der eine Standard-Lidl-Filiale ersetzt hat. Ebenerdig sind die Parkplätze; Zufahrten gibt es sowohl von der Goldstein-, wie auch von der Lyoner Straße. Der verglaste Eingang befindet sich an der Ecke, von wo man per Rollband ins 1. OG gelangt, wo sich der großzügige Verkaufsraum befindet. Die Deckenkonstruktion besteht aus großen Holzbindern. Im Eingangsbereich im EG gibt es noch eine Apotheke (hier links). Die Anlieferung erfolgt über eine Rampe von der Lyoner Straße aus (ganz rechts hinten).


    1 Ecke mit verglastem Eingangsbereich; die Rollbänder sind parallel zur Lyoner Straße: (hier rechts):

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    2 Haupteingang (es gibt auch noch einen Zugang von der Parkebene):

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    3 entlang der Goldsteinstraße:

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    4 Zufahrt Parkebene, ganz rechts Ecke mit Haupteingang, daneben die Apotheke:

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    Bilder von mir, aufgenommen diese Woche


    That's it

  • Was mir beim Projekt "Piano Courts" weiterhin schleierhaft ist, sind die nicht abgeschlossenen Arbeiten drumherum. Solange es noch Baustelle war, konnte man die Nutzung der Flächen insbesondere als Lagerfläche von Ecke Goldsteinstraße/Hahnstraße die Hahnstraße entlang durchaus nachvollziehen. Die Baustelle Piano Courts als solche erschien mit dann abgeschlossen. Doch weit gefehlt...

    Jetzt ist diese Straßenseite komplett gesperrt. Laut Beschilderung bis Ende Juni 2020! Sogar die erst zum Jahresende 2019 neu eingerichtete Buslinie 84 kann nicht die eigentliche geplante Route befahren. Hierzu hieß es beim VGF zur Info: aufgrund anstehender Bauarbeiten. Bisher tut sich da jedoch noch gar nix.

  • Lyoner Straße 38/38a

    Wie in #198 schon angekündigt, werden Stefan Forster Architekten auch neben und hinter dem Hochhaus "Ruby Tower" Wohnhäuser errichten. Hinter dem Hochhaus wird sich ein rot verklinkerter und verputzter 6-geschossiger Riegel mäandern. An die Lyoner Straße wird ein 4-geschossiges Parkhaus errichtet, über dessen vorderen Teil vier Wohngeschosse aufgebaut werden. Auch dieser Trakt wird rot verklinkert und verputzt. Außerdem erhält er einen portalartigen Einschitt, was erhaben einladend ausschauen wird. SFA sprechen auf der Projektseite von einer "rationalistisch aufgebauten, an Aldo Rossi erinnernde, Fassade". Insgesamt sollen 158 Wohnungen auf 21.900 qm Geschossfläche entstehen. Gebaut wird anscheinend schon; es ist von einer Fertigstellung 2021 die Rede. Frontgebäude neben dem Hochhaus:


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    Hochgucker:


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    Der Wohnriegel in zweiter Reihe:


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    Plan:


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    Bilder: Stefan Forster Architekten, Frankfurt

  • Ruby Tower und Lyoner 38/38A

    ^ Den Status Quo habe ich mir vor Ort angeschaut. Am Ruby Tower wirkt im Außenbereich alles noch frisch, und die Arbeiten an den Neubauten drumherum stecken in den Startlöchern. Der Blick von Osten zeigt ein noch intaktes, wenn auch abgesperrtes und umzäuntes Parkhaus hinter dem Turm:


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    Den Wohnturm hatten wir noch nicht aus der Nähe. An der eher streng gehaltenen Putzfassade fallen die feinen Vor- und Rücksprünge auf, die für eine ganz subtile Plastizität sorgen. Damit niemand versehentlich aus der Wohnung fällt, gibt es ab dem zweiten Geschoss feste Glasbrüstungen vor den Fenstern. Ein Hochgucker:


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    Der Eingangsbereich ist klassisch gehalten, die Rampe im "Aquarellstil" angefärbt:


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    Von der Straßenseite gesehen:


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    Der Baugrund westlich vom Hochhaus ist vorbereitet. Nach dem Abbruch der beiden Bürosolitäre entstehen die Anfänge einer Baugrube. Gespannte Fäden weisen den kommenden Arbeiten den Weg:


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    Bilder: epizentrum

  • Untere Lyoner (Deka, VDMA, Lidl, Livinit)

    Dass das Lyoner Viertel trotz der massiven Transformation der letzten Jahre nach wie vor eher unwirtlich wirkt, dafür sorgen breite Straßenachsen und großformatige Bürosolitäre auf weitläufigen Freiflächen. Der Eingang ins Viertel sieht aus wie eh und je - links die auf einen Baustart wartende Lyoner Straße 11 (Livinit), rechts die Nummer 14, am Ende der Straße entsteht der Deka-Kamm:



    Links hinter mir, an der Ecke zur Goldsteinstraße, befindet sich der neue Lidl-Markt, den Querido im März schon abgelichtet hat. Er manifestiert den städtebaulichen Eindruck:



    Auch wenn es sich klar um einen riesigen Funktionsbau handelt, finde ich die Glasfront zur Lyoner dennoch ganz gut gelungen. Vor allem bei tiefstehender Sonne wirkt das Rolltreppen-Aquarium reizvoll: (Für komplette Seite auf das Bild klicken)



    Zurück zum Deka-Neubau. Ihn kann man von Straßenniveau relativ schlecht erfassen; klar ist, dass er die tolle Front des "Herriot's" (Herriotstraße 1) verdecken wird:



    Von der Seite ist der Fortschritt besser zu erkennen:



    Gegenüber hat der Rohbau des neuen VDMA-Riegels fast seine Endhöhe erreicht:



    Die beiden ineinander versetzten Kuben mildern die tatsächlichen Dimensionen etwas und schaffen zur Lyoner Straße hin eine schöne Eingangssituation. Innen wird eine doppelgeschossige Eingangshalle mit umlaufender Galerie entstehen:



    Etwas abseits steht ein Fassadenmuster in der Farbpalette weiß/grau/blau:


    Bilder: epizentrum

  • Herriotstraße 5-19 / Mainwald (Lyoner 52) / Living Lyon (Rhonestraße 2)

    Die sieben tatsächlich etwas beengt um den Bürobestandsbau stehenden Punkthäuser (das hinterste, auf dem Bild nicht sichtbare, ist eigentlich ein länglicher Riegel) an der Herriotstraße 5-19 sind inzwischen komplett vom Gerüst befreit. Außenarbeiten laufen. Blick auf die Südwest-Seite:


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    Das an der Straßenfront stehende Haus:


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    Die Nordseite:


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    Südlich davon entblättert sich der Mainwald (Lyoner Straße 52) und zeigt ganz nette Profilierungen in weiß:


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    Das ebenfalls nicht so kleine Wohnprojekt "Living Lyon" an der Rhonsestraße 2 ging hier im Strang etwas unter. Es ist seit letztem Jahr fertiggestellt und bezogen:


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    Projektentwicklerin war bekanntermaßen die schwedische Catella Properties, die das im Bildhintergrund stehende Hochhaus Lyoner Straße 19 zuvor nach dem Entwurf von Stefan Forster Architekten zum Wohnturm transformierte und damit Pionier der Umwandlung des Viertels zu einem Gemischtgebiet war. Die Frontseite des Neubaus - standesgemäß rollt Schwedenstahl durch das Bild:


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    Von der Seite erkennt man die L-Form des Baukörpers. Im Hintergrund befindet sich die Landeszahnärztekammer:


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    Am Forster-Hochhaus vorbeigeschaut:


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    Zuletzt ein Blick ins L:


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    Bilder: epizentrum

  • Aktueller Stand im Lyoner Quartier


    LYONER STRAßE

    - 38/38 A: Die Baugrube ist zum großen Teil ausgehoben

    - DEKA: Der Rohbau wächst unfassbar schnell. Der östliche Teil hat seine Endhöhe erreicht und die weiteren Finger folgen Schlag auf Schlag. Das dürfte es dann bald mit der Fassade losgehen


    Hahnstraße

    -46-48: hier wird heute wohl der erste Kran gestellt. Ein riesiger Autokran steht bereit, die Teile einzuheben. Die Baugrube ist riesig und vor allem tief. Den großen Bagger konnte man erst beim Näherkommen sehen. Der verschwand von der Höhe her komplett in der Grube

    -Kanso: der Rohbau ist abgeschlossen. Die Fassadenelemente folgen jetzt. An der Hahnstraße wurde ein Werbe-Schildaufgestellt - die Vermarktung der Wohnfläche läuft also auch an


    Goldsteinstraße

    - Nintendo: man ist jetzt an den Außenanlagen; die Parkplätze werden angelegt, an der Seite gibt es ein großes Holzdeck

    - gegenüber der Neubau der Stadtentwässerung Frankfurt ist außen quasi auch fertig. Nur noch ein paar abschließende Arbeiten.

  • Danke für das Update. Ich bin gestern durch die Büro- & Wohnstadt Niederrad gefahren und bin beeindruckt von der schieren Masse an ansprechenden Wohnungsprojekten, die sich derzeit im Bau befinden. Die Lage zwischen Main (Licht- und Luftbad) und Stadtwald verspricht eigentlich einen hohen Freizeitwert, im Gegensatz zu der irgendwann wieder einsetzenden Einflugschneise über den Dächern und der etwas zu nahen Autobahn. Auch die vorhandene Einkaufs-Infrastruktur wurde mit den gut sortierten Scheck-In Center und Lidl stark verbessert.


    Generell sollte aber noch deutlich mehr Grün angepflanzt werden (auch als Schall- und Sonnenschutz), da die gesamte Bürostadt deutlich zu kahl daher kommt und daher auch leicht unterkühlt wirkt. Es müssen ja nicht gleich massive Eichen sein, aber Kirschlorbeer, Lavendel, Hibiskus oder ein Gingko könnten hier deutlich zu einem etwas freundlicherem Gesamtbild beitragen.


    Ebenso sollte man nicht dasselbe "Inside The Box Thinking" wie im Europaviertel oder Riedberg anwenden und auch mal was Neues wagen. Wie wäre es mal mit einer Frankfurt-typischen Trinkhalle, einem öffentlichen Garten (in Frankfurt fehlt ein japanischer Garten) oder sogar einer kleinen Markthalle / Marktplatz für einen Bauernmarkt der 2-3 mal die Woche stattfinden könnte? Das sind einige der Merkmale, die das Nordend oder Sachsenhausen so lebenswert machen.

  • Da bin ich ganz bei Dir Golden Age. Ich hatte hinsichtlich eines Marktplatzes ja auch die Fläche gehofft, wo Deka jetzt so großzügig neu baut. Wäre schön zentral gewesen. Alternativ könnte man so etwas auf der Fläche am Sheraton-Hotel noch arrangieren. Würde das etwas trostlose Ambiente vielleicht auch etwas aufwerten. Allerdings spricht die aktuelle Gestaltung klar dagegen. Die Wohnblocks und Bürogebäude wie sie gebaut werden, sind an sich vielleicht ganz nett anzuschauen, erzeugen aber eben nicht dieses Gefühl eines gewachsenen Stadtviertels. Das wird es in heute am Reißbrett geplanten Vierteln leider kaum noch geben. Da fehlt es meist an einem schlüssigen Gesamtkonzept.


    Was die Grünanlagen angeht ist es wie so oft. Es wird schick angelegt und dann verkommt es, weil es nur sehr sparsam gepflegt wird. Um das abzumildern wird eben entsprechend gepflanzt: immergrün und monoton. Manche kargen Rasenflächen sind nur Spielplatz für die Kaninchen. Dabei könnte man mit ein paar Blumen (auch pflegeleicht wenn man weiß welche) viel erreichen - sowohl optisch als auch für die Umwelt.

    Darüber hinaus gibt es noch einige große Flachdächer, die man begrünen könnte.


    Das Potenzial des Quartiers ist unglaublich groß, wird aber leider überhaupt nicht ausgeschöpft. Dabei gibt es sogar eine Initiative, die sich genau DAS auf die Fahne geschrieben hatte als die Umgestaltung begann. Manche Projekte wurden groß angekündigt und dümpeln jetzt angefangen und nicht zu Ende gebracht vor sich hin.

  • DEKA-Neubau

    Die schwierige Erfassung der Bausituation des neuen DEKA-Gebäudes mit seinen 5 Riegeln hat epizentrum in #331 bereits erwähnt. Ich hab`s vorgestern dennoch versucht und auch nicht ganz geschafft. Den rechten Flügel konnte ich nicht erfassen, kann aber dennoch sagen, dass das Gebäude im Rohbau weitgehend komplett zu sein scheint und der hier fehlende rechte Riegel ebenso ausschaut wie die vier anderen. Ist hier also rasend schnell vorangegangen in den letzten 2 1/2 Monaten seit epi`s Rundgang, wie ich finde:

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    Bild von mir.

  • Lyoner Straße 38/38a

    Die geänderte Planung hatte epizentrum im Mai vorgestellt. Ergänzend dazu eine Luftbild-Visualisierung aus Südwesten in hoher Auflösung:


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    Bild: GWH Bauprojekte GmbH / Stefan Forster GmbH


    Nebenbei wird deutlich, dass nebenan, auf der nicht überbauten Tiefgarage des Arabella Centers, noch eine Menge Platz ist.

  • Eine schöne Ergänzung für das Grundstück. Und auch mit begrünten Dächern!


    Nachdem das Areal vor dem Herriott-Gebäude ja jetzt mit dem DEKA-Neubau zugestellt wird, wäre die Fläche vor dem Arabella-Center eine gute Chance eine Art Quartier-Platz zu schaffen. Gerade in diesem Bereich sind ja unheimliche viele Wohnungen entstanden und es folgen noch einige (z.b: das Siemens-Grundstück schräg gegenüber).

    Im Augenblick sieht der Platz etwas trostlos aus, aber den könnte man schön zurecht machen. Zumal die Ausgangssituation gar nicht so schlecht ist mit der kleinen Laden-/Restaurant-Passage zur Lyoner Straße hin.

  • Am 24.7. hatte ChriSto schon festgestellt, dass der Kanso-Rohbau fertiggestellt war. Gestern wurde Richtfest gefeiert. Mit zwei Fotos gibt es dazu eine Meldung auf der planquadrat-News-Seite.

  • Saonestraße 8-10

    In #288 hat Schmittchen das Projekt vorgestellt, jetzt liegt ein Entwurf aus dem Büro Grabowski/Spork vor. Zu erkennen sind Klinker (Riemchen), breite Gesimse, bodentiefe Fenster (bzw. französische Balkone), ein Staffelgeschoss, einzelne Balkone und eine terrassierte Rückseite:



    Zur Straße:



    Der Klinker ist am Erdgeschoss und im Mittelbereich stark plastisch ausgeführt. Interessant wird aber vor allem die Ausführungsplanung für die in Zickzack-Linie heraustretenden Gesimsbänder, an deren Außenspitzen Loggien entstehen sollen. Zur Erinnerung: Zickzack hatten wir im Gallus. Dort blieb die schöne Entwurfsidee leider qua Ausführungsplanung im allzu Weltlichen verloren.



    Von unten:


    Bilder: grabowski.spork architektur / SICKNIFIKANT Architektur- & Mediengrafik


    Auf der Architekten-Projektseite finden sich noch folgende Angaben zum Programm: 110 Wohnungen mit ein bis drei Zimmern sollen entstehen, ein Laden und ein Restaurant zur Straße hin sowie eine Tiefgarage mit 31 Stellplätzen.