Bauprojekte im Lyoner Quartier (Bürostadt Niederrad)

  • Mit dem kleinen Bagger kommen die aber nicht weit.


    Ein riesen Problem dürfte die Parkplatzsituation werden, denn die Hahnstraße wird sehr gerne als kostenloser Parkplatz von Flugreisenden missbraucht (wochenlang auf der gleichen Stelle parkende KFZ mit fremden Kennzeichen). Wenn dann noch ein EDEKA und ALDI da hinkommt..... hoffe die haben eine kostenlose Tiefgarage, denn ansonsten geht da nur die Laufkundschaft auf oder vom Weg zur Arbeit hin ein paar Kleinigkeiten für den Abend kaufen.


    Übrigens das Bild mit dem Rendering passt nicht so ganz. Von der Perspektive her dürfte das aus Richtung T-Systems bzw. dem Parkplatz daneben (Richtung Saonestraße) aufgenommen sein. Und solche Schrägparkplätze gibt es ringsrum nicht. Und laut Kennzeichen im Bild dürfte man auch nicht mehr in die Saonestraße Richtung Arbeitsamt fahren.

  • Eurohaus / Lyoner Straße 11

    Das Eurohaus (oben Beiträge 49-52) soll nun doch nicht in ein Wohnhochhaus umgebaut werden. Zumindest vermutet ein Sprecher der "Standort-Initiative Neues Niederrad", dass das Gebäude abgerissen wird.


    Umbau und Sanierung ist dagegen für die Lyoner Straße 11 (Foto) vorgesehen. Auch das ergibt sich aus einem aktuellen FR-Artikel. Die Ladenzeile soll erneuert, die Geschosse darüber zu Wohnzwecken umgebaut werden. Möglicherweise werden zum Teil auch wieder Büros entstehen.

  • Ergänzend zu Beggis Foto vom 04.04. hier noch ein paar Aufnahmen vom aktuellen Stand am Lyoner Carrée von heute:





    An der Hahnstraße 43 (?) wird derzeit die Fassade abgenommen:


  • ABG entwickelt Wohnquartier Herriotstraße

    Das projektierte Wohnquartier an der Herriotstraße 5 ist bereits bekannt. Fotos des Ausgangszustands gibt es hier und dort, einen ersten Bebauungsentwurf an dieser Stelle. Neu ist, dass das Wohnquartier hauptsächlich von der ABG Frankfurt Holding entwickelt wird. Diese Neuigkeit wurde heute verkündet, der "lokale Projektentwickler" aus einer Mitteilung von Januar ist also die ABG. Bis zu zwölf Geschosse sollen es werden, die anderen sechs Neubauten sind mit acht Geschossen geplant. Insgesamt 262 Wohneinheiten sollen entstehen. Mehr in der einer städtischen Pressemitteilung von heute:


    Frankfurts Bürgermeister Olaf Cunitz hat bei einem Vor-Ort-Termin in der Bürostadt Niederrad der Presse die aktuellen Entwicklungen in dem Quartier vorgestellt. Gemeinsam mit dem Geschäftsführer der städtischen Wohnungsbaugesellschaft ABG Frankfurt Holding, Frank Junker, präsentierte Cunitz auch ein neues Bauprojekt.


    Es handelt sich dabei um ein Bauvorhaben der ABG Frankfurt Holding an der Herriotstraße 5. „Hier entstehen in Kürze 262 zusätzliche Wohnungen“, verkündete Bürgermeister Cunitz. „78 Wohnungen, also 30 Prozent, werden im Rahmen unseres städtischen Mittelstandsprogramms öffentlich gefördert. Ich bin überzeugt, dass dieses Projekt dazu beiträgt, die richtige soziale Mischung für die Bürostadt hinzubekommen.“ Geschäftsführer Junker ergänzte: „Mit unserem nunmehr vierten Projekt und insgesamt 700 Wohnungen leistet die ABG Frankfurt Holding einen wichtigen Beitrag zur Umwandlung der monofunktionalen Bürostadt in ein gemischt-genutzte Quartier für alle Bevölkerungsschichten.“


    Das Grundstück besteht aus zwei Teilen: Für eine 5.765 Quadratmeter große Teilfläche hat die ABG bereits eine Exklusivitätsvereinbarung zum Erwerb der Liegenschaft getroffen. Für eine weitere, 6.558 Quadratmeter große Teilfläche soll ein Erbbaurechtsvertrag zwischen der ABG und der Stadt Frankfurt geschlossen werden. Auf dem Grundstück können sechs 8-geschossige und ein 12-geschossiges Wohngebäude errichtet werden, außerdem eine Tiefgarage. Der Co-Investor, die Projektgesellschaft Herriotstraße 5 GmbH, wird in dem Bestandsgebäude Büro und Boardinghaus und eine Kita einrichten. Die Gesamtinvestition der ABG liegt bei rund 67 Millionen Euro.


    „Insgesamt entwickelt sich die Umwandlung der Bürostadt sehr positiv“, berichtete Cunitz weiter. „Das hängt auch damit zusammen, dass mit den Projekten der ABG auch die notwendige soziale Infrastruktur und Einzelhandelsflächen geschaffen werden. Anfangs haben wir ein Potential von rund 3.000 Wohnungen quantifiziert, das durch Nachverdichtung, Umbau sowie Abbruch und Neubau entstehen könnte. Wenn man heute aber alle Wohnungsbauvorhaben zusammenzählt, die gebaut sind, im Bau oder Planung sowie in der Bauberatung sind, dann kommen wir jetzt schon auf etwa 20 Projekte mit rund 3.150 möglichen Wohneinheiten. Damit haben wir den geschätzten Maximalwert rechnerisch bereits überschritten. Das ist hinsichtlich der Geschwindigkeit ebenso erstaunlich wie erfreulich. Der Trend und die Entwicklung sind ganz eindeutig äußerst positiv.“


    Die IZ schreibt von einem Baubeginn im ersten Halbjahr 2016 und einer geplanten Fertigstellung spätestens Ende 2018.

  • Neubau Boardinghouse Saonestraße (geplant)

    Am Ende der Saonestraße soll ein Hotel oder Boardinghouse entstehen. Das geht aus einem aktuellen Magistratsvortrag hervor (M 103/2015). Die Stadt will zu diesem Zweck Grundstücke an der Saonestraße verkaufen und gleichzeitig ein bestehendes Erbbaurecht an der Saonestraße 10 aufheben. Käufer soll eine dort ansässige Firma Kurt Wiegand KG werden. Mit dem Geschäft ist eine Bauverpflichtung verbunden, wonach der Käufer binnen fünf Jahren nach Vertragsabschluss ein Hotel bzw. Boardinghouse in Passivhausbauweise errichten muss. Auch muss der Käufer die Planung und Herstellung einer neuen öffentlichen Straße übernehmen.


    Das Grundstück ist umgeben von Bürohochhäusern. Nördlich liegt der "Astro Park", südlich eine Versorgungsanlage, im Westen die Lyoner Straße 11, im Osten die Hahnstraße 30-32 und im Südosten ein vom Landesarbeitsamt genutztes Hochhaus. Bisher stehen ältere Gewerbebauten von minderer Bedeutung auf dem Areal, die wohl abgerissen werden müssen. Der Bereich auf dem Satellitenbild (Quelle Google):



    Markiert auf einem Ausschnitt aus einem Foto von Beggi:



    Bild: Beggi, Markierung: Schmittchen


    Die Anlage zum Magistratsvortrag mit Grundstücksgrenzen:



    Plan: Stadt Frankfurt am Main


    Gesehen vom Anfang des Straßenstummels, im Vordergrund die erwähnte Telekommunikationsanlage:



    Saonestraße 10, genutzt für ein Abhollager eines Haustechnik-Fachgroßhändlers:



    Saonestraße 8 mit Ruine (im Bildhintergrund die Hahnstraße 30-32), auf diesem Grundstück ist die Ausgleichsfläche vorgesehen:



    Bilder: Schmittchen

  • Zwei weitere Projekte an der Lyoner Straße

    Glaube ich habe hier noch nicht gelesen, dass der AvD einen Neubau auf seinem Areal an der Lyoner Straße plant und auch, dass die Garbe-Gruppe (Hamburg) das Ensemble Lyoner Straße 38-40 erworben hat. Es handelt sich um die drei Bürohäuser Lyoner Straße 38, 38a und 40 sowie das Parkhaus 40a. Meines Wissens sollen die Gebäude saniert werden, ob Wohnen, Hotels oder Büro steht noch nicht fest.

  • Vielen Dank! Die Hausnummer 40 ist ein Hochhaus von 1974 mit 19 Geschossen. Höhe laut Wikipedia 73,2 Meter, bekannt als Sitz der Steigenberger Hotel Group. 2013 hat epizentrum das Hochhaus fotografiert:


    Bild: http://www.dafmap.de/d/serve.py?2013/EPI_D8A0058E.jpg
    Bild: epizentrum


    Ebenfalls in Nutzung und auch direkt an der Straße gelegen ist die Lyoner Straße 38. Neun Geschosse, markant ist die Schrift "Oyak Anker Bank" an der Oberseite.


    Bild: http://www.deutsches-architektur-forum.de/pics/schmittchen/3316_lyoner_strasse_38.jpg


    Die siebengeschossige Nummer 38a ist zurückversetzt von der Straße. Dort sind die Hauptzollämter Frankfurt und Darmstadt mit der "Finanzkontrolle Schwarzarbeit" ansässig.


    Bild: http://www.deutsches-architektur-forum.de/pics/schmittchen/3317_lyoner_strasse_38a.jpg
    Bilder: Schmittchen

  • AvD-Neubau

    Möglicherweise wird der von El Kremada angesprochene AvD-Neubau nicht dort errichtet, wo das Bestandsgebäude steht, nämlich an der Lyoner Straße 16 (Karte). Auf einer Projektseite des Büros SHP Architekten, Darmstadt, sind Visualisierungen eines Neubaus zu sehen, den ich eher westlich, noch näher an der A5 verorten würde. Der Entwurf ist eher unspektakulär:



    Die andere Seite:



    Bilder: SHP-Architekten BDA, Darmstadt


    Das Gebäude stehe auf dem nördlichen Teil des Grundstücks, um den umfangreichen Baumbestand zu erhalten. Weitere Eckdaten unter Ergänzung von Informationen der zugehörigen Lang&Cie-Projektseite:


    • Baubeginn: Oktober 2015
    • Fertigstellung: November 2016
    • Fläche: 6.500 m²
    • Kubatur: 22.500 m³
    • Grundstück: 6.086 m²
    • BGF (oberirdisch): 5.715 m²
    • Stellplätze: 117 Stück
  • Das Gebäude dürfte auf dem nicht mehr bebauten Grundstück Goldsteinstraße 237 geplant sein (SV|Bing). Auf der zweiten Ansicht ist der Turm der Stadtentwässerung zu erkennen, dahinter das Heizkraftwerk Niederrad. Die abzweigende Straße auf dem ersten Rendering wäre dann die Colmarer Straße.

  • Herriotstraße 5

    Ein Update zur Herriotstraße 5, vom Gebäude ist nicht mehr viel übrig. Das NORTEL Gebäude dahinter (Hahnstr.) gibt es auch nicht mehr...




  • Konkret wird zwar kein Gebäude benannt, aber der der HR meldet unter dem Titel Denkmalschutz in Bürostadt - Frankfurt bangt um Bauprojekt, dass "aktuell eine Abstimmung über die Neuausweisung schützenswerter Objekte" zwischen städtischen und Landesdenkmalschutzbehörden stattfinde.
    Dies schüre Befürchtungen, dass einige Objekte nicht wie geplant realisiert werden könnten, im Artikel heißt es, dass z.B. Balkone in Frage stehen könnten. Es wird sogar angedeutet, dass ein Abriss und Neubau eines Objekts verhindert werden könnte, was aber im darauffolgenden Absatz direkt wieder relativiert wird (Zitat Mark Gellert vom Planungsamt: "es ist nicht davon auszugehen, dass es zu Konflikten kommt"). Der Artikel bezieht sich auf einen Bericht der FAZ, der aber online nicht zu finden ist.

  • Wow, das ist ja zwangsgebührenfinanzierter Journalismus vom Allerfeinsten. Den vom hr in Bezug genommenen FAZ-Artikel gibt es offline, gestern für nur 2,50 € am Kiosk, und dort werden die Gebäude dann natürlich auch benannt. Unter Denkmalschutz gestellt werden sollen demnach die Nestlé-Zentrale (Architekten: Meid und Romeick), das Siemens-Bürogebäude Lyoner Straße 27, das "Atricom" Lyoner Straße 15 und das Bürohaus Herriottstraße 5. Allen ist gemeinsam, dass ihre aktuelle Nutzung fortgesetzt werden soll, der Denkmalschutz also keine unmittelbaren Folgen haben würde. Bereits geschützt sind die von Egon Eiermann geplanten und 1972 fertig gestellten Olivetti-Türme.


    Anders sieht es aus mit der Hahnstraße 30–32 und der Lyoner Straße 11 (erbaut 1971, Architekt: Alfred Caspari). Beide könnten unter Denkmalschutz gestellt, beide sollen aber bekanntlich zu Wohngebäuden umgenutzt werden. Diese Pläne stehen nun in Frage. Der Denkmalschutz könnte einen möglichen Abriss mit anschließendem Neubau verhindern, aber auch den Anbau von Balkonen im Zuge einer Umnutzung.


    Die Denkmalpfleger sahen auch bei der ehemaligen Woolworth-Zentrale an der Lyoner Straße Denkmalqualitäten. Auf die Liste wollten sie das Gebäude aber doch nicht setzen. Dem Abriss und der Realisierung des oben mehrmals erwähnten Projekts "Green Gate" mit 500 Mietwohnungen steht der Denkmalschutz also nicht im Wege.

  • Bin eben auch auf den Artikel gestoßen und etwas verwundert. Da hätte man doch auch früher anfangen können oder zumindest die Absichten erklären...


    Lustig finde ich auch die Tatsache, dass das Viertel nicht mehr offiziell "Lyoner Viertel" genannt werden soll, weil das zu sehr nach Wurst klingt... Hallo? Da kam mir spontan der erste April in den Sinn... die alternativen Vorschläge sind auch eher keine Überraschung.

  • Colmarer Straße

    Ein für mich neues Projekt, was ich noch nicht einordnen kann, ist an der Colmarer Straße begonnen worden. Auf einer bisher brachliegenden Fläche wurde der Mutterboden abgetragen und ein Kran aufgebaut.


    Bei der Baustelle am unteren Bildrand handelt es sich um das Projekt "Skywalk" (Lyoner Straße 30).


  • Das Deal-Magazin berichtet, dass sich der Flächenumsatz in der Bürostadt im vergangenen Jahr mehr als verneuntfacht hat. Je nach Quelle gab es einen Anstieg von ca. 1.000qm auf 9.400qm (BNP Paribas) bzw. 9.700qm (Colliers).


    Gleichzeitig ging der Leerstand deutlich zurück und zwar laut BNP Paribas von von 128.900qm auf 111.400qm (ca. 14%). Laut Collier liegt die Leerstandsquote aktuell bei 17,2% und damit ca. 2% niedriger als noch im vergangenen Jahr. Die Mietpreise sind hingegen stabil.

  • Wird das "Saonehaus" zu Wohnzwecken umgebaut?

    Mit 21.500 Quadratmetern Gesamtfläche auf zehn Etagen ist das "Saonehaus" ein ziemlich großer Brocken. Nun wurde das Gebäude mit der Anschrift Saonestraße 3 und 3a (Bing | Street View) an ActivumSG verkauft. Der Käufer sieht die Möglichkeit, das Bürohaus zu Wohnzwecken umzubauen. Ein Auszug aus der heutigen Pressemitteilung von ActivumSG:


    ActivumSG Capital Management Ltd., ein europaweit investierender Immobilienfondsmanager, hat das "Saonehaus" im Zentrum des sich dynamisch entwickelnden Lyoner Viertels in Frankfurt-Niederrad erworben.


    Das "Saonehaus" ist ein qualitativ hochwertiges und infrastrukturell hervorragend angebundenes Bürogebäude. Zur Repositionierung der Immobilie bietet sich u.a. die Möglichkeit einer Umwandlung in Wohnraum, welches die aktuelle Entwicklung des Lyoner Viertels wiederspiegelt.


    Richard Wartenberg, Leiter Acquisitions and Sales bei ActivumSG Advisory GmbH erklärt dazu: "Das Lyoner Viertel in Frankfurt entwickelt sich rasant von einem monostrukturellen Bürostandort zu einem urbanen Mischquartier. Das ist mit Hinblick auf die wachsende Nachfrage eine ideale Gelegenheit, die nicht ausgelasteten Büroflächen in funktionelle und attraktive Wohnräume umzuwandeln."


    Saul Goldstein, Gründer der ActivumSG, kommentiert den aktuellsten Ankauf: "Das Objekt passt ideal in die Value-Add und Redevelopment Asset-Management Strategie von ActivumSG. Es lässt sich nicht nur als Bürogebäude nutzen, sondern bietet die optimale Möglichkeit zur Neugestaltung als Wohnraum - darin verfügen wir über umfangreiche Erfahrung." Das "Saonehaus" ist die neueste Akquisition der ActivumSG Fonds im Raum Frankfurt.


    Das "Saonehaus" wurde 1991 fertig gestellt. Seine heutige Gestalt erhielt es durch eine Modernisierung in den Jahren 2008 und 2009.



    Bild: Schmittchen


    Hauptmieter des aus zwei gleich großen Bauteilen bestehenden "Saonehauses" war bis 2012 die Deutsche Telekom. Heute wird der Bauteil Saonestraße 3a teilweise von Champ Cargosystems, dem IT-Dienstleister ITSCare sowie von den Bezahlsystemanbieter CardProcess und Servodata genutzt (Quelle). Der Bauteil mit der Hausnummer 3 hingegen steht vollständig leer. Dieser könnte in ein Wohngebäude umgebaut werden, wofür es eine Machbarkeitsstudie von Bilfinger Real Estate geben soll.


    Die Rückseite/Westseite des Gebäudes:



    Fassade im Detail:



    Bilder: Schmittchen

  • Lyoner Carré, Saonehaus

    Das Wohnprojekt "Lyoner Carré" (gelber Kran) scheint im Rohbau weitestgehend fertiggestellt zu sein. Es liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum "Saonehaus" (im Vorbeitrag beschrieben). Bei einem Umbau des Bürokomplexes in ein Wohngebäude würde sich ein regelrechter "Wohngürtel" durch die Bürolandschaft ziehen, warum nicht!?