Bauprojekte im Lyoner Quartier (Bürostadt Niederrad)

  • Fortschritte Hahnstraße 37-41

    Auch an dieser Baustelle geht es voran. Sogar sehr zügig. Im Bereich der Kurve sind die ersten Außenwände schon fast auf Straßenseite. Ein dritter Kran ist in Vorbereitung.




    Alle Bilder: ChriSto

  • neue AvD-Zentrale

    Die neue AvD-Zentrale ist äußerlich auf der Zielgeraden.



    Ansicht von vorne



    Ansicht von hinten


    Bleibt abzuwarten, was nach dem Umzug aus dem alten Gebäude in der Lyoner Straße wird.

    Alle Bilder: ChriSto

  • Baufortschritte Hotel Colmarer Straße und Lyoner Carrée

    Neubau Low-Budget-Hotel Colmarer Straße



    Es wird nicht schöner.


    Lyoner Carrée



    Die rückwärtige Partie ist schon entrüstet.



    Der Stand der Dinge von vorne. Hier ist man noch an der Dämmung.


    Alle Bilder: ChriSto

  • Wohnungsbau Hahnstraße 37-41

    Heute war Grundsteinlegung an der Hahnstraße. Auf dem Areal zweier abgebrochener großer Bürohäuser entstehen bekanntlich 165 Wohnungen im Passivhaus-Standard. Darüber hinaus wird eine Einkaufszeile mit Vollsortimenter (Edeka), Discountmarkt (Aldi) und Drogerie-Markt (dm) gebaut.


    Akzentuierungen in Grün erhält die Fassade des Neubaus nun doch nicht. Das war auf älteren Ansichten so dargestellt und stieß hier im Forum auf wenig Gegenliebe. So wird farblich gestaltet:



    Bild: B&V Braun Canton Architekten


    Zwei aktuelle Fotos der Baustelle:





    Bilder: Alex Kraus/ABG

  • Das Hauptproblem ist nach wie vor die starke horizontale Betonung durch den langgestreckten Sockel. Dies müsste man aufbrechen, und sei es nur durch Farbakzente. Und was den Rest angeht: Die gerade noch zu erkennende farbliche Absetzung der Gebäudeecken ist zu schwach, um die Monotonie aufzulockern und eine vertikale Gliederung entstehen zu lassen. Da ist das vorherige Grün - oder jede andere kräftige Farbe - besser.

  • Wenn man genau hinschaut ist da schon eine Aufteilung in verschiedene Teile gegeben. Balkone mit Betongeländer, mit Metallgitter, schmale Balkone, lange Balkone, dann welche mit runden Ecken. Dazu die Fassaden mit hellem Klinker oder einfach nur gestrichen. Schön. Einzig der Sockel ist überall gleich, den hätte man auch optisch aufbrechen können.


    Auf jeden Fall ist es gut, wenn in diese Ecke mehr Leben rein kommt.

  • Bebauungsplan für den westlichen Teil des Viertels

    Lange schon dauert die Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 872 "Lyoner Straße". Die zahlreichen bauwilligen Investoren scharren bereits sehr vernehmlich mit den Hufen. Nun ist das Verfahren nahezu abgeschlossen - und der B'plan enthält Überraschendes!


    Zunächst soll auf dem derzeit unbebauten Grundstück Lyoner Straße 13, früher stand hier die Deutschlandzentrale von IBM (Fotos vom Abriss und ein neueres Bild von epizentrum), der Bau eines 90 Meter hohen Gebäudes ermöglicht werden. Zur Begründung heißt es, "Eingangsräume zum zukünftigen Lyoner Viertel sollen durch bauliche Hochpunkte als besondere städtebauliche Funktionsbereiche betont werden". Weiter wird in der Begründung ausgeführt: "Im nördlichen Eingangsbereich soll in Verlängerung der Straßenachse der Lyoner Straße der dortige Nahversorgungsschwerpunkt durch einen bis zu 90 Meter hohen Baukörper betont werden."


    Planausschnitt mit dem Areal Lyoner Straße 13 in der Mitte, dem möglichen Standort eines 90 Meter hohen Gebäudes, Klick vergrößert:


    Bild: https://abload.de/img/8888888q0s6e.jpg
    Plan: Stadt Frankfurt am Main


    Auch in der nordöstlichen Ecke des Areals, auf dem hier vielfach erwähnte Projekt "Green Gate" entstehen soll, wird, wie oben vermutet, ein Hochhaus ermöglicht. 60 Meter können es werden.


    Bild: https://abload.de/img/4444444bb62.jpg
    Plan: Stadt Frankfurt am Main


    Nebenbei bemerkt wird oder wurde das Gebäude von Siemens dem Plan zufolge unter Denkmalschutz gestellt. Das war eher nicht zu erwarten.


    Der bereits wirksame B'plan für den östlichen Teil des Viertels (Nr. 885 - Hahnstraße) erlaubt bekanntlich ein Hochhaus auf dem Areal der bestehenden Mercedes-Niederlassung nahe des S-Bahnhofs Niederrad. Weitere mögliche Hochhäuser im Bereich des B'plans Nr. 872 sollen damit korrespondieren. Unter anderem auch ein "Quartierstor", das im Bereich der Straßburger Straße geschaffen werden könnte. Dazu soll das bestehende 75 m hohe Gebäude Lyoner Straße 36, der "Access Tower", planungsrechtlich gesichert werden. Ein Tor könnte entstehen durch (weitere) Bebauung des Areals Lyoner Straße 34 auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Das ist die Brache zwischen den Olivetti-Türmen und eben dem "Access Tower". Ermöglicht werden soll hier eine Höhe von bis zu 70 Metern.


    Viel Platz ist hier nicht, wie das folgende Satellitenbild zeigt. Immerhin sollte er ausreichend gewesen sein für das nicht realisierte Hochhausprojekt "Nexxus" mit einer Höhe von rund 66 Metern. Das Büro Schneider+Schumacher gewann 2001 einen diesbezüglichen Wettbewerb (dazu Beitrag #7, Modellfoto 1 und Modellfoto 2). Außerdem könnten Gleise und Fahrbahnen platzsparend umgelegt werden.



    Bild: Google


    Edit: So schmal ist das Grundstück zwischen "Access Tower" und den Olivetti-Türmen nun auch wieder nicht, das hatte ich anders in Erinnerung. So sah es Ende 2016 aus:



    Bild: Schmittchen


    Die Entwürfe für weitere Recherche (alles PDF): Blatt 1 des B'plans Nr. 872 | Blatt 2 des B'plans Nr. 872 | Begründung des B'plans Nr. 872

  • ^ Das sind gute Nachrichten für die Niederräder Skyline. Nebenbei werden dringend benötigte Wohnungen ermöglicht.


    Mich wundert allerdings, dass nicht noch mehr verdichtet wird. Gerade an der Lyoner Straße 27, auf dem Nestlé-Campus und generell entlang der Lyoner Straße gibt es große Abstandsflächen, die natürlich einerseits den Baustil der 1960er- und 1970er-Jahre prägen, andererseits aber große Flächen verschwenden - zumindest aus heutiger Sicht.


    Das Siemens-Gelände ist mit dem nun denkmalgeschützten Bürohaus und einem Parkhaus bebaut, das aussieht, als hätte man es nicht für die Ewigkeit errichtet. Dazwischen und zur Straße hin: Freiflächen en masse.


    Das folgende Bild zeigt diese Situation. Zukünftig werden sich im Hintergrund die beiden 60 bzw. 90 Meter hohen Hochpunkte erheben, und direkt im Rücken des Fotografen wird ein 60 Meter hohes Gebäude entwickelt werden können. Ansonsten weites Land:



    Bild: epizentrum (April 2016)

  • Die Bebauung dieser Flächen ist schon möglich, der neue Bebauungsplan hindert nicht daran. Im Gegenteil: Auf den Arealen von Siemens und Nestlé sind beziehungsweise bleiben Höhen von bis zu 60 Metern möglich. Doch wenn Grundstücksbesitzer nicht bauen oder (teilweise) verkaufen möchten, dann bleiben diese Flächen eben frei. Nördlich des weiten Siemenslands wird aber voraussichtlich noch das "Wohnquartier Herriotstraße" gebaut.


    In den Beiträgen 114 ff. ging es um möglichen Denkmalschutz für einzelne Gebäude. Im Bebauungsplan Nr. 872 sind nun entsprechende Markierungen zu finden. Ergänzend zum ersten Beitrag von heute noch die Gebäude, die demnach in dessen Geltungsbereich unter Denkmalsschutz gestellt werden oder wurden.


    • Nestlé-Zentrale, Architekten Max Meid und Helmut Romeick, das war zu erwarten
    • Herriotstraße 4, auch als "Campus Tower" bekannt, 80 Meter hoch, 1969 erbaut, 2001 nach Planung von Christoph Mäckler Architekten saniert
    • Lyoner Straße 27, 1988 für Nixdorf errichtet und heute von Siemens genutzt, zu den Plänen oben #76 ff.
    • Herriottstraße 5, hier würde mich die Begründung interessieren
    • Atricom, Lyoner Straße 15, erst 1990 fertig gestellt und schon unter Denkmalschutz, und das m. E. völlig zu Recht


    Bereits denkmalgeschützt waren die von Egon Eiermann geplanten und 1972 fertig gestellten Olivetti-Türme, Lyoner Straße 34. Der Schutz gilt für beide Türme jeweils einschließlich der flacheren Nebengebäude.

  • Neues Projekt: Wohnungsbau an der Hahnstraße

    Der Frankfurter Projektentwickler Mainterra Immobilien GmbH kündigt auf seiner Website ein Projekt an der Hahnstraße an. Eine Hausnummer ist nicht genannt. Aufgrund von Personenidentität in der Geschäftsführung einer Projektgesellschaft Hahnstraße 52-60 mbH dürfte das Areal gefunden sein. Weiterer Geschäftsführer dieser Gesellschaft ist der heute als Projektentwickler tätige Martin Wentz, früher Frankfurter Planungsdezernent.


    Das Areal grenzt nördlich an den Bürokomplex Lyoner Stern (der in diesem Monat verkauft wurde und gemäß Pressemitteilung zu 83% vermietet ist). Hinter den so gar nicht in die Bürostadt passenden straßenseitigen Wohnhäusern Hahnstraße 54-60 (Street View), die vermutlich abgerissen werden, liegen zwei ältere Gewerbehallen. Eine ist mit Street View von der Wendeschleife an der Saonestraße zu sehen. Auch diese werden bald weichen müssen, wenn der Bau von 130 Wohnungen Anfang des kommenden Jahres beginnen soll. Das Grundstück Hahnstraße 52 mit dem von der DB Netz AG genutzten, wohl neueren Bürogebäude gehört wahrscheinlich nicht zum Bauvorhaben, auch wenn die Hausnummer in der Firma der Projektgesellschaft erscheint. Rot markiert die vermuteten Grenzen des Projektareals:



    Bild: Google, Markierung: Schmittchen


    Die drei Wohngebäude werden wohl in West-Ost-Richtung angeordnet.



    Bild: Mainterra Immobilien GmbH

  • Beachtlich, mit welcher Gewalt die ehemalige Bürostadt gerade umgepflügt wird. Vom Stil her sind die drei Punkthäuser leider ziemlich austauschbar, sie könnten überall stehen, bspw. auch am Deutschherrnufer, auf der dort gegenüberliegenden Mainseite oder an der Ferdinand-Happ-Straße.


    Und 130 Einheiten auf drei Gebäude mit jeweils 8 Geschossen verteilt? Die Website schreibt von 12.000 qm Bruttogeschossfläche, entsprechend 500 Quadratmeter je Geschoss. Die Kantenlänge des Grundrisses müsste jeweils deutlich mehr als 20 Meter betragen, um das hinzubekommen. Die Gebäude werden demnach ordentliche Klötzer.


    Auch auf der Website zu finden: Ende 2018 soll der Komplex fertiggestellt sein.

  • Echt seltsame Grundrisse. Da muss man vom Schlafzimmer quer durch die ganze Wohnung zum Bad. Und bei den 3D Ausblicken wurde der Standort so geschickt gesetzt, dass man nicht auf die Kläranlage blickt. Nett...


  • Bild: planwerkstatt.Architekten, Furth im Wald / Squadra Erste Immobiliengesellschaft mbH


    Fotos und Informationen zum Bestand u. a. oben in Beitrag #142. Direkter Vergleich:



    Bild: Schmittchen


    Weitere Visualisierungen:







    Bilder: planwerkstatt.Architekten, Furth im Wald / Squadra Erste Immobiliengesellschaft mbH

  • Freiraumkonzept | Siemens | Living Lyon

    Die Standortinitiative Neues Niederrad hat ein Entwicklungskonzept für die Freiräume erarbeiten lassen. Anfang dieses Monats wurde es vorgelegt. Das sind die Kernpunkte:


    • Rundweg für Radler, Spaziergänger und Jogger
    • Lyoner Straße als "kleiner" Boulevard
    • Straßenbahn in einem grünen Gleisbett
    • einladende Eingänge und Cafés im Erdgeschoss
    • Parkplätze werden abends zum Sportplatz


    Näheres gibt es in einer Pressemitteilung (PDF) und in einem Artikel der FAZ. Besonders ansprechend aus meiner Sicht ist der Vorschlag, den südlichen Teil der Lyoner Straße, dort, wo die Straßenbahn fährt, in eine Allee mit Rasengleisen umzugestalten. Statt so könnte es nach Vorstellung des beauftragten Stadtplanungsbüros einmal so aussehen:



    Bild: Standort-Initiative Neues Niederrad / raumwerk


    ***


    Der in den Beiträgen #76 ff. vorgestellte Umbau des mittlerweile denkmalgeschützten Siemens-Gebäudes Lyoner Straße 27 ist abgeschlossen. Schon im Sommer zogen 1.000 Mitarbeitern von der Rödelheimer Landstraße in die Bürostadt. Bei laufendem Betrieb wurden 18.000 Quadratmeter Bürofläche in dem früheren Nixdorf-Gebäude umgebaut. Weil statt 300 nun 1.300 Mitarbeiter in dem Gebäude arbeiten, musste auch die Cafeteria und das Personalrestaurant umgebaut werden.


    Alle Arbeiten sind noch nicht abgeschlossen. Neben dem Bürogebäude und dem Parkhaus ist der Neubau einer 1.000 Quadratmeter großen Lehrwerkstatt für 300 Auszubildende geplant. Das übrige Außengelände soll im Abstimmung mit dem Stadtplanungsamt zu einer Grünzone entwickelt werden (Q).


    ***


    Mit dem nun vorliegenden Bebauungsplan für das westliche Lyoner Viertel kann auch das in den Beiträgen #81 ff. erwähnte Wohnbauprojekt auf dem Grundstück Rhonestraße 2 gestartet werden. Zunächst muss der frühere Sitz der Deutschen Postgewerkschaft abgerissen werden (Fotos in #82). Zum "Living Lyon" genannten Projekt hat der Bauherr Catella neuerdings zwei kleine Visualisierungen auf der Website. Leider wenig erfreulich aus meiner Sicht, was dort zu sehen ist.


    Heute teilt Catella Project Management mit, dass ein Bauantrag eingereicht wurde. Dem schwedischen Unternehmen gehört auch der erste Wohnturm im Viertel, die nebenan stehende Lyoner Straße 19. Nun entsteht ein Wohnensemble mit etwa 250 Wohnungen. Der Neubau erhält eine BGF von rund 9.500 m². Er wird an die bestehende Tiefgarage der Lyoner Straße 19 angeschlossen.



    Bild: Catella Project Management

  • Green Gate (Lyoner Straße 52)

    Baubeginn soll Ende 2017 sein, teilt der Projektentwickler 6B47 Germany mit, die Planung scheint aber recht weit fortgeschritten zu sein. Das sind die Eckdaten des oben schon mehrfach erwähnten Vorhabens auf dem früher von Woolworth Deutschland genutzten Areal:


    • gemischt genutztes Quartier
    • insgesamt 50.000 m² BGF
    • 203 Eigentumswohnungen in einer Gruppe von sechs- und achtgeschossigen Punkthäusern
    • 208 Mietwohnungen in einer Blockbebauung mit acht Geschossen
    • 322 Mikro-Apartments in einem Riegelbau
    • auf einer gemeinsam genutzten Tiefgarage
    • Projektpartner ist die FGI GmbH
    • geplante Fertigstellung Mitte 2019


    Auf das im kürzlich rechtswirksam gewordenen Bebauungsplan in der nordöstlichen Ecke des Areals ermöglichte Hochhaus mit bis zu 60 Metern Höhe (oben #169) wird demnach verzichtet. Möglich natürlich, dass ein Baufeld dafür frei gehalten wird, das ist bisher nicht ersichtlich. Unerwartet ansprechend in meinen Augen sind erste Visualisierungen:






    Bilder: 6B47 Germany GmbH / FGI GmbH

  • ^ Das ist mal eine schöne Überraschung. Wer hätte gedacht, dass ein Bauträger sich traut, eine im Detail ausgearbeitete Architektur mit kleinteiligen Baukörpern zwischen all die Abstandsgün-Klötzer zu setzen? Die Dichte und insbesondere die kleine Passage zwischen den Häusern sind ebenso ansprechend wie die Fassadendetails mit feinen Gesimsen und lebendigem Klinker.


    Perfekt würde das Projekt dem westlichen Europaviertel stehen. Naja, wenn es nicht dort entsteht, dann eben an den Frankfurter Golf-, Reit- und Fahr-Clubs.