Bauprojekte im Lyoner Quartier (Bürostadt Niederrad)

  • Blue Towers (Lyoner Straße) - Umwandlung geplant

    Die Doppeltürme an der Lyoner Straße mit ihren verspiegelten Glasvorhangfassaden gehören zu den markantesten Hochhäusern in der Bürostadt, auch weil sie gut von der A5 aus zu sehen sind. Das breitere der beiden Hochhäuser wurde in den Siebzigern für die Nixdorf Computer AG gebaut. Südlich davon stand bis Ende der Achtziger ein Parkhaus. Dieses wurde abgebrochen und an seiner Stelle Anfang der Neunziger ein weiteres Hochhaus errichtet. Das ältere Gebäude wurde umgebaut und erhielt die gleiche Fassade wie der Neubau.


    Genutzt wurden die 23.500 Quadratmeter des Bürokomplexes anschließend von der Industriegewerkschaft Metall. Um 2003 zog die Gewerkschaft zurück in das angestammte Gutleutviertel, in das zu dieser Zeit fertig gestellte Hochhaus "Main Forum" an der Wilhelm-Leuschner-Straße. Seitdem stehen die Gebäude leer. Nur die Tiefgarage mit ihren 424 Stellplätzen wird genutzt, nach dem Prinzip des "Valet Parking" werden dort Fahrzeuge von Fluggästen abgestellt.


    Als Eigentümerin der Liegenschaft seit Ende 2007 tritt eine Squadra Immobilien GmbH mit Sitz in Frankfurt auf. Eine Neuvermietung für eine Büronutzung war offenbar nicht möglich, auch die neuerdings beliebte Umnutzung zu Wohnraum wurde hier der großen Gebäudetiefen wegen kritisch beurteilt. Nun existiert sein Mitte des vergangenen Jahres doch ein entsprechender "Vorentwurf" eines Büros aus der Oberpfalz. Vorgesehen ist demnach eine Revitalisierung mit Umbau zu Microappartments. Eine kleine Visualisierung gibt es auch:



    Bild: planwerkstatt.Architekten + Stadtplaner


    Für einen anderen Thread hat epizentrum die Blue Towers 2013 fotografiert.



    Bild: epizentrum


    Im Bildvordergrund das neuere Gebäude aus den Neunzigern, dahinter das umgebaute Hochhaus aus den Siebzigern, dazwischen ein flaches Verbindungsgebäude mit dem Haupteingang:



    Bild: Schmittchen

  • Bei einem Spaziergang durch die Bürostadt bin ich heute an zahlreichen Baustellen vorbeigekommen. Es war zwar kein Foto-Wetter aber zur Dokumentation des Abriss- bzw- Baufortschritts habe ich dennoch von einigen Projekten ein paar Bilder gemacht.


    Lyoner Straße 52
    Von den ehemaligen Gebäuden der Woolworth-Gruppe sind nur noch Schutthaufen übrig:



    Lyoner Straße 54 - 56
    Das ehemalige Allianz-Hochhaus auf dem Nachbargrundstück ist ebenfalls verschwunden. AWR hat die Baugrube gleich mit ausgehoben, zumindest teilweise.



    Das Bauschild etwas größer:



    An der Ecke Colmarer Straße / Goldsteinstraße entsteht gerade der Neubau der AvD-Hauptverwaltung.



    Bauschild:



    Ebenso an der Colmarer Straße ist das Büro- und Verwaltungsgebäude von GRIFOLS im Rohbau fertig.



    Bauschild:



    Und zum Schluss noch ein Bild vom Umbau der Lyoner Straße 30 (Skywalk), die Arbeiten an der Außenfassade sind weitgehend abgeschlossen.


  • Ich weiß dass es sich hier nicht um die Innenstadt handelt, aber was hier mittlerweile an "Architektur "abgeliefert wird, ist einfach nur noch ein Trauerspiel. Nicht mal mehr bei den Visualisierungen gibt man sich Mühe das Unheil zu verbergen. Früher war nicht alles besser, Architektur aber zumeist leider schon.

  • Wie die FNP heute und gestern meldet, hat die Stadt das zu der Adresse Goldsteinstr. 235 gehörende 13000 m² große Grundstück erworben und plant offenbar, dort provisorisch die für das nächste Schuljahr neu vorgesehene KGS Niederrad (auf Schwanheimer Gemarkung) unterzubringen.
    Die Beeinträchtigungen durch das nahe Klärwerk seien geprüft worden, berichtet die FNP weiter. Viele, die zu dieser Entscheidung befragt wurden, so der Artikel von heute, seien recht unglücklich über den Standort, der aber auch ausdrücklich noch nicht der endgültige ist oder sein muss.
    Die bisher dort stehenden Gebäude würden jedenfalls zeitnah abgerissen.
    Was die Stadt mit dem Gelände macht, wenn sie dort nicht dauerhaft eine Schule unterbringt (die für die Bürostadt vorgesehene Grundschule kommt dem Vernehmen nach wegen der Lage nicht in Frage, so die FNP von gestern), bleibt offen.

  • Was ist denn eigentlich mit dem Areal auf der anderen Straßenseite neben dem Klärwerk? Da wurde in den letzten Wochen das zweite Bürogebäude abgerissen, nachdem das erste Gebäude an der A5 schon länger platt gemacht wurde.

  • Update Gewerbebau

    Auf dem Areal Goldsteinstraße 238, im Vorbeitrag gemeint, wurden frühere Gebäude von Cegelec abgerissen. Das Unternehmen ging aus einem Geschäftsbereich der AEG hervor (was man bei Street View noch am Pförtnerhaus lesen kann). Mittlerweile ist es Teil der französischen Vinci-Gruppe, weiter südlich im ComCon-Center an der Colmarer Straße ansässig und anscheinend in Actemium umbenannt. Gebrauch gemacht wurde womöglich von einer Abbruchgenehmigung aus dem Jahr 2006 (Klick).


    Die Stadt Frankfurt beabsichtigt auf dem Grundstück den Bau eines gemeinsamen Labor- und Bürogebäudes für die Stadtentwässerung und das Umweltamt. Daher hat sie Ende Oktober 2015 Generalplanerleistungen ausgeschrieben. In der Ausschreibung wird ein vorläufiger Flächenbedarf von ca. 2.000 m² Nutzfläche bzw. 2.800 m² Bruttogeschoßfläche genannt, der geschätzte Wert wird mit acht Millionen Euro netto beziffert.


    Foto von gestern, im Hintergrund der kleine Büroturm der Stadtentwässerung.



    Die in #145 genannten Pläne, die KGS Niederrad vorläufig auf dem Areal Goldsteinstraße 235 unterzubringen, wurden schon wieder verworfen (nach Wutbürgergeschrei). Nunmehr ist das Gelände einer Außenstelle der Salzmannschule im Gespräch (Q). Die Bestandsbauten auf dem Grundstück Goldsteinstraße 235, hier war einmal ein AEG-Telefunken Forschungsinstitut, das später auf Debis bzw. DaimlerChrysler überging, werden wohl dennoch abgerissen. Zumindest sah es gestern danach aus:



    Die Gebäude gehen weit in die Tiefe. Der Kran im Bildhintergrund gehört zur Baustelle von Grifols (#94 und #143).



    Daneben ist der Neubau für den AvD Automobilclub von Deutschland gut vorangekommen. Beggi hat in #143 die Nordseite gezeigt, hier die Südseite:



    Dieses Gebäude wird der AvD verlassen. Die relativ niedrige Lyoner Straße 16 mit zwei Atrien weist vermutlich große Raumtiefen auf. Ich würde eher auf einen Abbruch- als auf einen Umbaukandidaten tippen.



    Schließlich wird auch am südlichen Ende der Colmarer Straße gebaut. Das östlich der Weishaupt-Niederlassung gelegene Grundstück hat auf der Stadtkarte die Hausnummer 10. Betonfertigteile lassen auf etwas Zweckorientiertes schließen, mehr ließ sich auf die Schnelle nicht herausfinden.



    Alle Bilder: Schmittchen


    Ein Wohnbau-Update folgt.

  • Bauvorhaben Colmarer Straße

    Über das Bauvorhaben in der Colmarer Straße habe ich folgende Informationen gefunden:
    Bauort: Colmarer Straße, 60528 Frankfurt
    Bauherr: KREISIMMO FRANCFORT Societe S.a.r.I., Paris
    Bauvorhaben: Neubau eines Hotels
    Generalunternehmer: GOLDBECK Süd GmbH, Geschäftsbereich Hotel, Hirschberg a. d. Bergstraße
    Baubeginn: November 2015


    Da die GOLDBECK Süd GmbH an anderen Orten IBIS-Hotels baut, wird aufgrund des fehlenden Kellers, der Bauweise und des Standortes auf ein maximal 2*-Hotel der Accor-Gruppe getippt. Update folgt.

  • Update Wohnungsbau

    Nun noch ein paar Updates zu bekannten Wohnungsbauprojekten, die Fotos sind von letzter Woche: An der Hahnstraße 37–39 und 41 hat die Realisierung des Projekts von ABG und Max Baum begonnen. 165 Wohnungen, ein Vollsortimenter, ein Discountmarkt und ein Drogeriemarkt werden hier gebaut.



    Auch mehrere Wochen nach Beggis Fotos (#143) wird auf dem Grundstück für das "Green Gate" noch gebaggert. Auf dem Abbruch-Bauschild ist Planquadrat Elfers Geskes Krämer, Darmstadt, als Entwurfsverfasser angegeben. In den meisten Fällen kommt dann auch der Neubauentwurf aus dem dort genannten Büro.



    Auf dem Areal Lyoner Straße 54-56 hingegen sind die Abbrucharbeiten vollständig abgeschlossen. Auf Baumaschinen für den "Wohnpark Lyonerstraße" wird gewartet.



    Im letzten Drittel der Bauphase dürfte sich das Projekt "Lyoner Carrée" befinden.



    Bilder: Schmittchen

  • Hier mein erster Beitrag, in Bezug auf den Neubau eines Hotels am Ende der Colmarer Straße 10. Das Bauschild wurde Heute aufgestellt.
    Ein Low-Budget-Hotel wie auch die in der Nähe liegenden Motel One und B&B.



    Bildquelle: Niederräder



    Bildquelle: Niederräder

    Einmal editiert, zuletzt von Niederräder () aus folgendem Grund: Bildquelle eingefügt

  • Lyoner Straße 30 (Skywalk)

    Das letzte Bild zu dem Umbauprojekt zeigte Beggi uns. Nachdem auch die Außenarbeiten langsam zum Abschluss kommen, hier eine etwas ausführlichere Umrundung. Die Breitseite gen Süden:



    Die Front und die Nordseite im spitzeren Winkel, mit Parkplatz. Auf der anderen Seite stehen die Blue Towers, deren Umwandlungsprojekt noch keine Schatten vorauswirft:



    Der unscheinbare Eingang mit Details der Fassade:



    Die Rückseite mit einem Teil der Tiefgaragenrampe und außenliegender Treppe als zweiten Fluchtweg:



    Und wieder zurück zur Straßenfront mit Vorgarten, an dem heute fleißig gearbeitet wurde. Hinter der weißen Mauer und der kleinen Bambustopfgruppe, die auf ihre Einpflanzung wartet, wird gerade eine große Terrasse beplankt. Im Sommer sicher eine schöner Ruhe- und Treffpunkt:



    Bilder: epizentrum

  • Weitere Projekte

    5-6 Wochen nach Schmittchens Rundgang hier eine weitere Aktualisierung. Sichtbaren Fortschritt gibt es bei den Projekten bei Grifols in der Colmarer Straße und beim AvD-Rohbau, der zur Zeit mit Fenstern bestückt wird (im Hintergrund des folgenden Bildes):



    Die Grifols-Gebäude hat Fensterbänder und besteht ansonsten aus grauen (Aluminium-?) Platten. Ganz so schlimm wie auf der Vorschul-Visualisierung sieht die Fassade nicht aus. Auch wird der hellgraue Rahmen schmaler und damit weniger plakativ:



    Am östlichen Ende der Noch-Bürostadt ist die ausgedehnte Baugrube für das Wohnprojekt an der Hahnstraße 37-41 fertiggestellt:



    Das Lyoner Carrée an der südlichen Lyoner Straße nach dem Entwurf aus dem Hause AS&P gedeiht ebenfalls, ist aber noch immer nicht fertiggestellt:



    Die Front:



    An der Nummer 52 sind die Abbrucharbeiten weiter fortgeschritten, aber ebenfalls noch nicht zuende. Hübsch, wie man das Portal mit ausgemusterten Raupenketten geschmückt hat:



    Die Tiefgarage scheint eine härtere Nuss zu sein:



    Bilder: epizentrum

  • Neubau Low-Budget-Hotel Colmarer Straße

    Besser wird es allerdings nicht - die Visualisierung des "Première Classe" von der Bautafel (oben #150) in höherer Auflösung:



    Bild: Louvre Hotels Group / Kreisimmo Francfort


    Der Rohbau steht bereits, auf Beggis Foto im Vorbeitrag gut zu sehen. Als Eröffnungszeitpunkt wird jetzt Anfang 2017 genannt, nicht mehr November 2016 wie noch in Beitrag #148.

  • Besser wird's nicht - aber es fügt sich zumindest auf dem Luftbild doch gut in das bestehende, höchst anspruchsvolle architektonische Ensemble an dieser Stelle ein.

  • Bien-Ries-Wohnbauprojekt Ecke Goldstein- und Hahnstraße

    Erstmals erwähnt wurde das Vorhaben des Entwicklers Bien-Ries in Beitrag #125. Nun gibt es weitere Informationen in einem Artikel der FNP. In Stichworten:


    - drei Bauabschnitte
    - dreigeschossiger Sockelbau
    - mit fünf den Sockel um fünf Geschosse überragenden Gebäuden
    - 336 Eigentumswohnungen
    - Wohnungsgrößen 35 bis 115 Quadratmeter
    - Kaufpreise zwischen 3.600 und 3.900 Euro pro Quadratmeter
    - erste Fertigstellungen Ende 2017 geplant
    - Bauantrag wird im Juni 2016 eingereicht
    - Baustart gleich nach Vorliegen der Baugenehmigung


    Auf dem laut FNP rund 12.000 Quadratmeter großen Grundstück befand sich einst der zentrale Betrieb der Chemischen Reinigung Röver. Der Boden und auch das Grundwasser sind kontaminiert. Das belastete Erdreich wird mit dem Ausheben der Baugrube entfernt und entsorgt. Und eine große Grundwassersanierungsanlage arbeite bereits, schreibt die Zeitung.


    Einen seiner berüchtigten Projektnamen hat sich der Entwickler offenbar noch nicht ausgedacht. Aber eine Visualisierung gibt es:



    Bild: Bien-Ries AG

  • Die Grundwassersanierungsanlage arbeitet schon seit Jahren. Ich wohne seit über 15 Jahren in der Nähe und kenne das Grundstück nur mit dieser Anlage. Man hat sie nur jahrelang nicht gesehen, weil sie hinter Büschen und Bäumen "versteckt" war.

  • Fortschritte Hahnstraße 37-41

    Bei der Baustelle Hahnstraße 37-41 (zuletzt siehe Beitrag #153) kommt Schwung in die Sache. In weiten Teilen ist jetzt eine dünne Betonschicht (ist das dann die sog. Sauberkeitsschicht) zu sehen und der erste Kransockel wird vorbereitet (Drahtgeflecht fürs einbetonieren ist schon fertig).



    Bild: ChriSto



    Bild: ChriSto



    Bild: ChriSto