Bauprojekte im Lyoner Quartier (Bürostadt Niederrad)

  • Das Gebiet wird zwar durchmischt, ich sehe aber nichts was auf Erdgeschossnutzung schließen lässt. Damit bleibt das Gebiet tot und unurban auch wenn es kein reines Gewerbegebiet mehr ist.


    Naja, wenn das so weitergeht ist bald der Großteil Wohnnutzung mit punktuell mal hier mal da ein Bürogebäude.


    Dazu sehe ich die große Gefahr der Schräglage bei der sozialen Durchmischung der Bewohner. Sobald es sich um frei finanzierte Wohnungen handelt werden Preise aufgerufen wo sich die Leute mit dem passenden Gehalt schon fragen "bezahle ich in dem Umfeld soviel, oder nicht doch in einer besseren Gegend" - für 11,50 bis 19,00 €/qm jedenfalls gibt es auch (z. T. besser ausgestattete) Neubauten im Gallus, Riedberg usw. Sieht man schön bei der ABG auf dem ehemaligen Kleingartenareal gegenüber der ARAL Tanke - die 4+ Zimmer Wohnungen (mit Preisen bis über 2.000 € kalt bzw. über 2.600 € warm mit einem TG-Stellplatz) sind schon seit Monaten bei ImmoScout24 inseriert. Ich bin schon gespannt wie gut sich die 15 €/qm Wohnungen (z. B. 2 Zimmer zwischen 922 € und 1.250 € jeweils kalt) gegenüber der Polizei vermarkten.


    Diese Preise sollte den Verfechtern von "Innen vor aussen mit Umwandlang" zu denken geben, dass dabei eben kein günstiger Wohnraum dabei rauskommt. Im Gegenteil die Preise sind noch höher als auf der grünen Wiese, da ja schließlich noch der Abriss bezahlt werden muss, und der Spekulant (ehemaliger Grundstücksbesitzer) auch ordentlich Kasse machen will.


    Eine längerfristige Erwägung wäre, dass Kraftwerk welche den Zugang des Quartiers zum Main und somit zu einer höheren Aufenthaltsqualität blockiert, zu verlegen und so neues Bauland für Wohnungen am Wasser zu schaffen.


    Das viel viel größere Problem ist die je nach Windrichtung abartig stinkende Kläranlage.

  • Diese Preise sollte den Verfechtern von "Innen vor aussen mit Umwandlang" zu denken geben, dass dabei eben kein günstiger Wohnraum dabei rauskommt.


    Es ist eh illusorisch anzunehmen, man könne mit Neubauten billigen Wohnraum schaffen. Je mehr Wohnungsneubau desto höher das Mietniveau. Der gesamte Wohnungsneubau der letzten Jahre zieht mit der zeitlichen Verzögerung von einer Mietspiegelperiode, also etwa zwei Jahren, das gesamte Mietpreisniveau nach oben. Das ist unausweichlich und liegt in der rechtlichen Konstruktion des Mietspiegels. Und letztlich treiben die Vorschriften der "Mietpreisbremse" diesen Prozess noch an.

  • Das viel viel größere Problem ist die je nach Windrichtung abartig stinkende Kläranlage.


    zum einen das, zum anderen lässt die derzeitige Straßenführung zwischen der Querung A5 und der Eisenbahnbrücke am Ende der Hahnstraße ein Wohnen am Wasser ohne größere Umbaumaßnahmen praktisch nicht zu.


    Aber auf jeden Fall spannend, diese rasend schnelle Entwicklung quasi vor Ort mit zu verfolgen.


  • Eine längerfristige Erwägung wäre, dass Kraftwerk welche den Zugang des Quartiers zum Main und somit zu einer höheren Aufenthaltsqualität blockiert, zu verlegen ...


    Erst 2005 wurde das HKW Niederrad um eine GuD-Anlage erweitert. Die Lebensdauer beträgt garantiert 25 Jahre und bei guter Wartung (in Deutschland üblich) kann die Anlage auch 40 Jahre und länger betrieben werden.
    Wie der Name schon sagt HKW (Heizkraftwerk) wird neben der Stromerzeugung auch Fernwärme erzeugt. Das Kraftwerk weiter weg zu verlegen würde die Fernwärme-Leitungen verlängern und ineffektiver machen.
    Außerdem ist es heute ziemlich schwierig erdgasbetriebene Kraftwerke genehmigt zu bekommen, es sei denn auf einem schon bestehend Kraftwerks-Standort.

  • Green Gate (Lyoner Straße 52)

    Die Planung für das Projekt "Green Gate" ist schon teilweise bekannt. Die Anordnung der Bauten auf der früheren Areal der Deutschen Woolworth allerdings nur für einen mutmaßlichen ersten Bauabschnitt. Ergänzt werden soll das Karree durch Punkthäuser mit Eigentumswohnungen. Sieben soll es davon offenbar geben, drei mit acht und weitere vier mit sechs Geschossen. Die Gesamtplanung dürfte aktuell so aussehen:



    Die Planung der weiteren Bauabschnitte war durchaus interessant, denn der seit rund einem Jahr wirksame Bebauungsplan sieht die Möglichkeit eines 60-Meter-Hochhauses in der Nordost-Ecke des Areals vor. Dazu hier. Offenbar wird auf ein Hochhaus verzichtet. Die künftigen Bewohner des östlich angrenzenden "Wohnpark Lyoner Straße", auf der Grafik oben nicht berücksichtigt, werden auch Winterhalbjahr Abendsonne abbekommen.


    Baubeginn soll nun Anfang 2018 sein, dieser Zeitraum wird auf der 6B47-Germany-Website inzwischen genannt. Weitere Eindrücke:





    Alle Grafiken: 6B47 Germany GmbH / FGI GmbH | Standort-Initiative Neues Niederrad / HHVision

  • GWH-Projekt Lyoner Straße 38-40

    Dieses Bauvorhaben besteht einerseits aus dem Umbau eines 73 Meter hohen Bürohochhauses aus dem Jahr 1974 zu einem Wohnhochhaus mit 150 Mietwohnungen. Andererseits aus dem Neubau von 150 Eigentumswohnungen für die GWH Bauprojekte GmbH in einem zweiten Bauabschnitt. Dazu bereits oben die Beiträge #197 ff. (mit Bestandsfotos) und #214 mit Visualisierungen des umgebauten Hochhauses.


    Zum zweiten Bauabschnitt lagen bisher keine Informationen vor. In der vergangenen Woche hat die Standort-Initiative Neues Niederrad anlässlich der Expo Real ein von HHVision gefertigtes Video zum Lyoner Quartier präsentiert. Darin geht es auch um das GWH-Projekt:



    Bekannt ist die Planung des Hochhaus-Umbaus durch Stefan Forster Architekten. Auch der Entwurf für die Neubauten könnte aus diesem Büro stammen, die "Handschrift" lässt das vermuten. Weitere Ansichten:





    Straßenfront zur Lyoner Straße mit Access Tower, an dieser Stelle steht ein noch von der Oyak Anker Bank genutztes Bürogebäude (Foto):



    Alle Grafiken: GWH Wohnungsgesellschaft / GWH Bauprojekte / Stefan Forster Architekten | Standort-Initiative Neues Niederrad / HHVision

  • Wirklich erstaunlich, wie viele neue Projekte es jetzt in der einstigen Bürowüste mittlerweile sind.
    Gerade das GWH-Projekt sollte dann eine Steilvorlage sein, den derzeit noch etwas tristen Platz vor dem Sheraton-Hotel auf aufzuwerten. Aktuell ist es ja quasi nur ein Parkplatz mit ein paar Tischen der Lokale in den Randbereichen. Aber wenn sich Großteile der Straßenfront in Wohnquartiere verwandeln könnte das ein schöner Quartiersplatz werden

  • Goldsteinstraße 130 wird Apartmenthaus

    Das 1970 fertig gestellte Gebäude Goldsteinstraße 130 wird revitalisiert und zu einer Mikroapartment-Anlage umgebaut (PM). Gelegen ist das Wohnhaus unmittelbar östlich der Rewe-Filiale (Street View). Rund 150 Mikroapartments mit insgesamt 3.000 m² Wohnfläche sollen entstehen. Entwickler ist Cube Real Estate, der dafür 18 Millionen Euro investieren möchte. 2020 ist die Fertigstellung geplant.

  • Das "Saonehaus" bleibt Bürogebäude

    Das Bürogebäude "Saonehaus" wird nicht teilweise zu einem Wohngebäude umgebaut. Näheres zur Immobilie und dieser Möglichkeit oben in den Beiträgen #121 f. mit Fotos. Der damalige Besitzer ActivumSG hat die Liegenschaft mit ca. 10.500 m² Mietfläche nun an Garbe Immobilien-Projekte verkauft. Garbe wird das Gebäude sanieren und ab Mai 2018 wieder zur Büronutzung vermieten (TD).

  • Lyoner Straße 27

    Für das NH-Vorhaben in #216 steht der Architekt fest: TEK TO NIK sollen den Entwurf des großen Wurfs liefern und auch für die Umsetzung verantwortlich sein. Eine Bauvoranfrage wurde eingereicht, Baubeginn soll allerdings erst 2021 sein. Ein stadtplanerisches Modell mit lockerer Blockrandbebauung und einem Hochpunkt direkt an der Lyoner Straße gibt es bereits. Bedeutet: Tabula rasa. Vom Ex-Siemens-Bestand inklusive Parkdeck und relativ neuer Zusatzbauten wird nichts übrig bleiben. Auf dem 26.000 qm großen Grundstück seien 520 Wohnungen mit 40.000 qm Wohnfläche in - von der Visualisierung her - ca. einer halbend Dutzend Baukörpern mit 6 Geschossen plus 18-geschossigem Hochhaus realisierbar schreiben die Architekten.



    Bild: TEK TO NIK Architekten

  • Revitalisierung Konferenzhotel - Neueröffnung als "Crowne Plaza"

    Novum Hospitality übernimmt zum Jahresbeginn 2018 ein Konferenzhotel in Frankfurt-Niederrad. Nach einer Pressemitteilung von heute (PDF) ist eine "kurze Revitalisierungsphase bei laufendem Betrieb" geplant. Dann soll das Vier-Sterne Konferenzhotel mit 396 Hotelzimmern und 14 Veranstaltungsräumen auf Basis eines Franchisevertrags mit IHG (InterContinental Hotels Group) als "Crowne Plaza Frankfurt Congress Hotel" neu eröffnet werden.


    Um welches Hotel es sich handelt, wird in der Mitteilung nicht genannt. Über eine Vier-Sterne-Einstufung, diese Zimmeranzahl und als Konferenzhotel über zahlreiche Veranstaltungsräume verfügt das Sheraton Frankfurt Congress Hotel, Lyoner Straße 44-48, auch unter dem früheren Namen Arabella-Sheraton Congress Hotel bekannt (Foto). Dass die Website des Hotels aktuell nicht aktiv ist, spricht ebenfalls für diese Vermutung.


    Nachtrag: Nach einem Thread im Forum "Vielfliegertreff" hat das Sheraton seit dem 17. Dezember geschlossen. Am 8. Januar erfolgt die Wiedereröffnung (Q), vorerst als "Whitelabel Hotel", ab dem Frühjahr 2018 wird es dann unter der Marke "Crowne Plaza" geführt.

  • Seit Anfang Dezember ist der Baustart für die Wohnbebauung Herriotstraße 5-19 (Bautafel mit Visualisierung im Beitrag #211 von Schmittchen) erfolgt.
    Aufgrund meiner guten Sicht auf die Baustelle, werde ich in Abständen Baufortschrittsbilder einstellen.



    Bildquelle: Dreieichbob

    Einmal editiert, zuletzt von Dreieichbob () aus folgendem Grund: Bildquelle nachgetragen

  • Offenbar soll die Filiale des Discountmarkts Lidl an der Goldsteinstraße (SV) geschlossen, abgerissen und mitsamt dem großen Kundenparkplatz neu bebaut werden.



    Bei Facebook wurde ein Aushang des LIDL gepostet:

    Unsere Filiale in Frankfurt-Niederrad Goldsteinstr. 155-157 schließt am Di., 9.1. um 21 Uhr


    Wir freuen uns ab Mitte Februar über Ihren Besuch in unserer Ersatzfiliale:


    Frankfurt-Niederrad, Lyoner Str. 13



    Bei der Ersatzfläche handelt es sich anscheinend um das leere/unbebaute Gelände an der Kreuzung Lyoner Str. - Herriotstraße.



    Unter den Kommentaren steht auch:

    Die alte Filiale wird umgebaut und vergrößert, Parkplätze oben fallen dann fast alle weg, dafür gibt es eine Tiefgarage mit mehr Plätzen als bisher!!!

  • Habe etwas recherchiert und einen passenden Eintrag im Netz gefunden:


    Neubau eines LIDL Discountmarktes in


    Frankfurt – Niederrad




    Bauherr:LIDL Vertrieb GmbH & Co.KG Alzenau


    Unsere Leistungen:LPH 1-8 der HOAI


    Bauzeit:September 2017 – August 2018


    Betreuendes Baubüro ist demnach die Fischer Projekt GmbH aus Fulda.


    Der Eintrag hat aber leider keine weiteren Informationen oder gar Bilder parat.

  • Leider habe ich im Netz auch keine weiteren Hinweise gefunden. Es würde mich aber nicht wundern, wenn auf dem Gelände ein Wohnhaus gebaut wird mit LIDL im Erdgeschoss.

  • Ich löse mal auf was mit dem Lidl in Niederrad passiert (zumindest die letzen Infos die ich bisher hatte). Es wird ein Deutschlandweit einmaliger Flagship Store (auf evtl. zwei Stockwerken) nach dem neuen Lidl Filialkonzept werden. Außerdem wird es ein Parkdeck geben. Die im vorigen Beitrag angesprochene Bebauung inkl. Wohnhaus wird es nicht geben, es bleibt wie bisher nur eine Lidl Filiale auf dem Gelände bestehen.

  • Wohnquartier Hahnstraße 46-48

    Eine Visualisierung zum Umbau des kleinen Hochhauses an der Hahnstraße 48 (siehe #208) lag uns bisher nicht vor. Bekannt war der Abriss des nördlich liegenden Riegels, in dem sich ein Rechenzentrum befand und dass etwa 220 Wohnungen und der Ägide der Nassauischen Heimstätte entstehen sollen. Per Zufall bin ich auf die zugehörige Projektseite des verantwortlichen Architekturbüro gestoßen. Bitsch+Bienstein aus Wiesbaden haben den nachfolgenden Entwurf (noch als Konzeptentwurf bezeichnet) erstellt, der die Südseite des Areals mit einem 1-geschossigen Sockel abschließt. Auf ihm sitzen das bestehende Hochhaus ebenso wie zwei weitere, 5-geschossige Baukörper. Fern erinnert das an die Kammbebauung südlich der Kleinmarkthalle an der Berliner Straße. Die Nordseite schließt ein ebenfalls neu zu errichtender 6-geschossiger Riegel ab. Das alles von Süden gesehen:



    In der Mitte des Areals befinden sich zwei begrünte Innenhöfe. Auf dem Lageplan ist das Grundriss-Konzept gut zu erkennen:



    Bilder: Bitsch + Bienstein Architekten, Wiesbaden

  • Neubau "Hampton by Hilton", Saonestraße 8-10

    2015 hatte ich von einem Grundstücksgeschäft mit Beteiligung der Stadt berichtet, es ging um ein nur teilweise bebautes Areal am nördlichen Ende der Saonestraße. In Beitrag #108 finden sich entsprechende Informationen sowie Fotos der Ausgangssituation.


    Kürzlich bin ich (auf der Suche nach einem anderem Vorhaben) auf ein Projekt für dieses Areal gestoßen. An der Saonestraße 8-10 ist demnach ein Hotel der Marke "Hampton by Hilton" mit 170 Zimmern geplant. Baubeginn soll noch im laufenden Kalendervierteljahr sein.


    Eine Augenweide ist einer ersten Ansicht zufolge nicht zu erwarten. Das liegt vermutlich auch daran, dass die Stadt das Grundstücksgeschäft mit der Verpflichtung verbunden hat, das Gebäude in Passivhausbauweise zu errichten.



    Bild: tristar GmbH