Brackel | Flughafen [Planung&Bau]

  • PhilDo

    Das Hauptproblem des Flughafens sind die lächerlichen Öffnungszeiten. Es kann doch nicht sein, dass der Airport Dortmund der einzige Flughafen Deutschlands ist, der um 22.00 Uhr nicht mehr angeflogen werden darf. Das Einzugsgebiet stimmt, die Flughafengebühren sind attraktiv, die Infrastruktur (Terminal) ist absolut akzeptabel und konkurrenzfähig. Aber das alles wird durch den fehlenden Umlauf zunichte gemacht. Zudem sind die -30 Prozent mit Vorsicht zu genießen. Der Hauptgrund des Rückgangs ist noch immer das Resultat des Easyjet-Teilabzugs. So kalkulierte die Flughafen GmbH im Jahre 2008, für das Gesamtjahr 2009, mit nur noch 1,7 Mio. Passagieren. Nun wurden im 1. Halbjahr 2009 817.000 Passagiere abgefertigt. Das entspricht zwar keiner Punktlandung, aber es kommt nahe dran. d.h. Die Zahlen dürften keine Überraschung sein....

  • Liebe Flughafenfans,
    ich muss mich doch wundern, dass sich hier niemand auch nur annähernd ersthaft mit der Kritik am Flughafen auseinandergesetzt hat.
    Also werd ich mal einen Gegenstandpunkt vorbringen.
    Ich bin in Do-Aplerbeck groß geworden. Dort wohnten neben mir noch weitere 50000 Dortmunder, also immerhin ein Zwölftel der Gesamtbevölkerung. Diese sind alle vom Fluglärm betroffen. Dazu kommen die Stadteile Hörde, Schüren, Berghofen, und natürlich auch die edleren Lücklemberg usw., der Süden halt.
    Als ich noch zur Schule ging und der Ausbau entschlossen wurde, war ich begeistert und fand einen Flughafen einfach ne super Sache, kritiklos, so wie ihr. Meine erste Fernreise habe ich dann in Do begonnen und als ich ein Jahr in Rom studierte fand ich es sehr schön meine Eltern mit einem Billigflug aus Rom direkt in Dortmund zu besuchen. Mich selbst hat der Fluglärm auch nie so sehr gestört, ich dachte auch, dass es in einer Großstadt dazugehört. Auch wenn er WESENTLICH lauter ist als der Lärm einer Schnellstraße.
    Nun kann man sich aber auch vorstellen, dass nicht alle Leute jung sind und sich doch erheblich an dem Lärm stören, auch junge natürlich. Und dies Betrifft einen Großteil der Dormtunder Bürger. Aber, dass sind ja zumindes laut Strukturwandler alles Meckerköpfe, nun gut.


    Vielleicht hilft euch ein anderer Punkt um kritisch über den Flughafen nachzudenken. Und da geht es schlicht um die Wirtschaft und konkret um Immobilien. Habt ihr annähernd eine Vorstellung wie die Immobilienwerte im gesamten Do-Süden mit dem Ausbau oder nicht Ausbau fallen und steigen? Anscheinend nicht. Es geht um Milliarden. Das ist keine Übertreibung, man fällt aus allen Wolken, so ging es mir auch. Beschäftigt habe ich mich damit kürzlich, als es um den Verkauf meines Elterhauses in Aplerbeck ging. Dies ist im Moment kaum möglich da niemand ein Haus kaufen will bei dem er nicht weiß ob es nicht im nächsten Monat 50000 Euro weniger wert ist, oder mehr. Dies gilt seit den Plänen für den Ausbau für den gesamten Süden, jedes Haus, jeder Garten, jede Wohnung. Zu Kauf und Verkauf kommen Neubauten also Investitionen, für die wir ja alle so dankbar sind, hinzu. Wir alle lieben ja vermutlich das Projekt des Phoenixsees. Immer wenn ich in Dortmund gelandet bin fand ich es super wie schön man das Areal beim Landeanflug sehen konnte. Habt ihr eine Vorstellung wie viel mehr die Grundstücke am See ohne Ausbau wert wären, wie viel mehr investiert würde, wie viel qualitätvollere Architektur entstünde und das natürlich nicht nur am See? Offensichtlich nicht!
    Und zum Abschluss noch eins. All die, die sich hier als weltgewandte Großstadtbürger ausgeben, sollten sich mal fragen wieso der Wert sämtlicher Immobilien in der Einflugschneise mit dem Ausbau und Nichtausbau steigen und fallen. Genau, weil jeder der dort hinzieht ganz plötzlich zum "provinziellen Meckerkopf" mutiert, einfach so, ganz plötzlich und natürlich ohne Grund. Ihr glaubt doch nicht ernsthaft, das jemand der als Supergroßstadtbürger in Manhatten in einem Penthouse im 15ten Geschoss aufgewachsen ist gerne mal ins 2te zieht weil ihn das als Metropolit überhaupt nicht stört mit dem Straßenlärm.


    Also Leute denkt mal drüber nach. Ich werde im Zweifelsfall noch mehr Argumente liefern. Und tut nicht so als währt ihr die großen Metropoliten, denn jeder der nach Schüren zieht wird provinziell wenns um den Flughafen geht.

  • Da könntest du recht haben, Aleon !


    Ich bin mal gespannt, wie sich die Preise am Phoenix-See ändern.


    Aber ich muss auch Strukturwandler recht geben. Es gibt, nicht nur in Dortmund, viel zu viele Meckerköpfe. Ich wohnte selber mal fast in der Einflugsschneise und wohne nun in der Nähe eines Krankenhauses mit Helikopter. Soll ich mich jetzt jedesmal beschweren, wenn ein Heli knapp über das Hausdach fliegt ? Das geht doch nicht. Eine Verwandte wohnt auch in der Nähe der B1, direkt an einer S-Bahnverbindung, an einer Hauptstraße und auch noch in der nähe der Einflugsschneise des Dortmunder Flughafens.
    Und die beschwert sich darüber, dass der Flughafen nicht ausgebaut wird. Ihr ist der Lärm nämlich egal. Und nochwas. Der Flughafen existiert ja nicht seit gestern....
    Wenn die Menschen etwas zum Aufregen suchen, finden sie auch was.
    ABER man sollte trotzalledem versuchen, den Lärm weiter zu minimieren. Es gibt sicherlich auch Menschen, die wirklich unter dem Fluglärm leiden. Es gibt doch ne Idee, Flugzeuge, die leiser sind, zu bevorzugen. Vielleicht ist das ein Weg.


    Und das es nicht nur in Dortmund Meckerköpfe gibt, beweist Bochum mit dem Exzenterhaus, wo die Anwohne Angst haben, dass ihre Wohnungen im Schatten liegen und klagen dagegen :nono: :bash:
    Sich dann aber beschweren, dass es keine Arbeitsplätze gibt :Nieder:
    Dafür ist der Deutsche doch bekannt :roll:


    Dieses Argument würde ich auch für den Flughafen verwenden, wo es bei einem Ausbau auch mehr Arbeitsplätze gibt.....

  • Erstmal: Schön, dass hier eine Diskussion in Gang zu scheinen kommt. Ich habe die Frage nach der Zukunft des Flughafens ja genau deswegen gestellt, um mal eine kontroverse Diskussion in Gang zu bringen. Daher danke Aleon, dass du so ausführlich die Schattenseiten des Flughafens dargestellt hast. Ich stehe dem Flughafen durchaus nicht nur positiv gegenüber, allerdings aus einer anderen Perspektive.
    Ich glaube nicht, dass der Flughafen in Zukunft Gewinn abwerfen wird, und daran werden auch erweiterte Öffnungszeiten nichts ändern. Die große Zeit der Billigflieger scheint vorbei zu sein (wie Strukturwandler oben beschrieben hat) und das Einzugsgebiet teilt sich der Flughafen mit 3-4 anderen Flughäfen (Düsseldorf, Köln-Bonn, Münster-Osnabrück, Paderborn-Lippstadt).


    Deine Perspektive kann ich zum Teil nachvollziehen. Hab mal eine Zeit in Hörde gearbeitet und war erschrocken, wie tief und laut die Flugzeuge den Stadtteil passieren. Ich würde hier allerdings nicht so weit gehen wie du. Natürlich betrifft der Fluglärm Anwohner in der direkten Einflugschneise vor dem Flughafen, allerdings nicht den ganzen Süden der Stadt (zumindest nicht in einem unzumutbaren Pegel).


    Was wäre denn dein/euer Vorschlag für die Zukunft des Flughafens?

  • Also, dass der Flughafen keinen Gewinn bringen wäre mein nächstes Gegenargument gewesen, wie oben angekündigt.
    Hab leider nicht so viel Zeit, sonst würde ich hier einen Vorschlag machen. Kommt aber noch, bei Zeiten.


    Ach ja, natürlich ist nicht der gesamte Süden betroffen, aber schon erschreckend große Teile. Wenn ich bedenke wie lange ich mit dem Auto von Aplerbeck-Ost nach Hörde oder Lücklemberg fahre und dass der Lärm dort dann immer noch sehr störend und damit Wertmindernd ist, dann ist das schon ein Problem.

  • @ Nick Beitrag 121


    Absolut richtig, die Stärke der erfolgreichen Kleinen Airports (Weeze und Hahn z.b.) ist es dass sie länger angeflogen werden können und somit attraktiver als werden für Billigflieger wie Ryanair und easyjet. Machen wir uns nichts vor Dortmund ist ein Flughafen, der Hauptsächtlich vom Tourismus lebt, da sind stationierte Maschinen natürlich sinnvoller.


    Trotz der momentan schlechten Lage denke ich aber, dass der Dortmunder Flughafen wirklich eine gute Perspektive hat, alles östlich von Essen liegt näher an ihm als am Flughafen Düsseldorf und Paderborn sehe ich jetzt weniger als Konkurrenz.

  • Zuerst einmal kurz Aleon : Flughäfen sind immer ein zweischneidiges Schwert. Das Fluglärm-Problem in den südlichen Vororten Hörde, Schüren und Aplerbeck ist natürlich nicht wegzudiskutieren. Gerade dein vorgetragenes Argument (Wertverlust des eigenen Hauses) ist verständlich und würde mich persönlich sicherlich auch ins Grübeln bringen.


    Nun aber zur Frage warum Dortmund bzw. das westfälische Ruhrgebiet einen funktionierenden Flughafen braucht: Flughäfen sind Jobmotoren. Eine Mio. Passagiere ≙ 1.000 direkte Arbeitsplätze. Realistisch für Dortmund sind irgendwann einmal 3 Mio. Passagiere + X. Das ≙ wiederum 3.000 Arbeitsplätze + X. Ein Großteil dieser Arbeitsplätze sind sozialversicherungspflichtig, ebenfalls steigen die Lohn- und Gewerbesteuereinahmen. Daher zur nächsten Frage: Muss der Flughafen im nächsten Jahrzehnt überhaupt schwarze Zahlen schreiben? Ich meine ganz klar NEIN! Die Verluste müssen eingegrenzt werden. Ein mittlerer einstelliger Mio.-Betrag sollte uns der Flughafen pro Jahr aber schon wert sein. Gerade die IHK wird nicht müde die Wichtigkeit der Startbahn Ruhrgebiet immer wieder zu betonen.


    Sind die oben erwähnten Kennziffern durch eine Verlängerung der Betriebszeiten zu erreichen? Dazu eine vereinfachte Darstellung was eine zusätzliche Stunde Betriebszeit für Easyjet bedeutet hätte, vielleicht auch bald wieder bedeuten wird. Wir gehen zurück ins Jahr 2007. Easyjet hat 4 Flugzeuge (Airbus A319, 124 – 159 Passagiere) am Flughafen stationiert. Jede Maschine schafft drei Umläufe/Tag (Öffnungszeiten 06.00-22.00). Eine Stunde länger auf und Easyjet würde pro Tag und pro Flieger einen Umlauf mehr schaffen. In Zaheln bedeutet das:

    • Pro Umlauf 220 zusätzliche Passagiere (Auslastung der Easyjet-Flotte im Juni 2009: 85 Prozent)
    • Das Ganze mal 4 Flugzeuge
    • Durchschnittspreis pro Ticket ~ 100 €, inkl. den einfallsreichen Zusatzgebühren der Low-Cost-Carrier.
    • Und jetzt muss man noch aufs Jahr hochrechnen, sprich mal 360
    • Das heißt also: 220 x 4 x 100 x 360 = 31.680.000 € (!)


    Das ist wie ich finde eine gigantische Summe die Easyjet Jahr für Jahr in Dortmund durch die Lappen gegangen sind!!!! Bekommen wir die gleichen Rahmenbedingungen wie die anderen NRW-Flughäfen, wird der Flughafen Dortmund innerhalb kürzester Zeit zu den etablierten Flughäfen Deutschlands gehören. Diese Argumente sind nicht von der Hand zu weisen. Daher gehe fest davon aus, dass der Stadtrat nach den Wahlen das Problem angehen wird. Augen zu und durch sollte/muss die Devise sein! Wir werden den Flughafen in Zukunft noch dringend benötigen!

  • Ich bin ein Freund des Fliegens und sogar das Donnern der Flugzeugmotoren mag ich - ganz anders als viele Leute. Genauso mag ich nüchterne Überlegungen - wodurch ist die Aussage, nur eine zusätzliche Stunde würde bereits einen Umlauf mehr ermöglichen, belegt? Die meisten Flüge innerhalb Europas dauern 1 bis 3 Stunden, dazu 45 Minuten Abfertigungszeit - eigentlich braucht man 3,5 bis 7,5 Stunden pro Umlauf. Die restlichen Faktoren könnte man genauso hinterfragen. Noch mehr Zweifel weckt die Anzahl der Ausrufezeichen hinter Statements wie "Augen zu und durch" - gerade das ist das Problem im Ruhrgebiet, dass man die Augen vor sämtlichen Sachzusammenhängen verschließt, wenn irgend etwas nur entfernt nach Metropolensymbolen riecht - und erst dann öffnet, wenn die Verluste bereits angehäuft sind.


    "Wird der Flughafen Dortmund innerhalb kürzester Zeit zu den etablierten Flughäfen Deutschlands gehören" ist kein Argument, sondern reines Wunschdenken - von den anderen Flughäfen in NRW sind schließlich nur zwei erfolgreich. Mein einziger Gedanke daran, mal ab Dortmund statt ab Düsseldorf zu fliegen, endete bei stundenlangen Recherchen, wie ich dorthin überhaupt hinkommen könnte - mit vielen Umstiegen bis zu irgendwelchen Pendelbussen, bei denen nicht mal ganz klar war, ob die VRR-Tickets dort überhaupt gelten. Lieber steige ich in einen Zug und ein paar Minuten später am DUS wieder aus. Wahrscheinlich könnten sogar die Einwohner Bochums und Dortmunds einfacher zum DUS kommen als zum eigenen Flughafen, für den vorwiegend sprechen sollte, dass Westfalen ebenfalls welche braucht wenn es die auch im Rheinland gibt. Mich persönlich stört ja nicht, dass ich zwar im Ruhrgebiet wohne, aber außerhalb des Ruhrgebiets starte und lande.

  • Le-Wel

    • Abfertigungszeit bei Billigfliegern: 20-25 Minuten
    • Weitestes Flugziel von Easyjet ab Dortmund: Thessaloniki 2,5 Stunden
    • Weitere Verbindungen von Easyjet ab Dortmund: Barcelona, Budapest, Krakau, London
    • Aufgegebene Verbindungen von Easyjet: u.a. Prag, Paris, Mallorca, Edinburgh, Athen. Alle erwähnten Ziele außer Athen sind in einem Radius von 1 bis 1,5 Stunden.
    • Am Flughafen Dortmund ist zudem noch eine, von ehemals zwei, Germanwings stationiert.
    • Größte Fluggesellschaft am Airport ist im Übrigen die Wizz-Air. Diese bietet ab Dortmund Flüge nach Osteuropa an (zig Ziele in Polen, aber auch Ziele in der Ukraine, Rumänien und Bulgarien)
    • Auch nicht zu vergessen ist Air Berlin
    • Alle Fluggesellschaften würden von einer verlängerten Betriebszeiten-Regelung profitieren.
    • Eine Bitte noch: Informiere dich bitte demnächst ein bisschen genauer bevor du wieder Thesen in den Raum wirfst, die so nicht stimmen. Eine Diskussion ist so um einiges interessanter + aufschlussreicher und nicht immer so müßig.
  • Nick

    Deine Meinung kann ich leider nicht teilen. Dortmund braucht keinen Flughafen!
    Er ist meiner Meinungnach ein reines Prestigeobjekt!
    Der Flughafen DUS ist in 45min mit dem Zug zu erreichen, genausolange braucht man wenn man mit der Stadtbahn/ Bus aus der City in Richtung DO-Airport fährt.
    Wenn die Stadtwerke 20-25mio€ pro Jahr übrig haben, sollten die lieber in Projekte investiert werden, von denen alle Dortmunder Bürger etwas haben.
    Da wären z.B.: Verringerung des städt. Schuldenberges, Sanierung der Stadtbahnanlagen im Tunnel I, Streckenerweiterungen nach Wellinghofen bzw. Benninghofen, Sanierung des Klinikums, Sozialticket...
    Der Flughafen ist ein gigantisches Fass ohne Boden, er wird auch nach einem
    weiteren Ausbau Schulden ohne Ende machen. Bis zum heutigen Tage dürften wohl so 300 mio€ verbrannt worden sein.
    Zum Thema Arbeitsplätze kann ich nur sagen, das die meisten Jobs im Dumpinglohnbereich angesiedelt sein dürften.
    Der Flughafenausbau aus dem Jahre 2000 ist eine gigantische Fehlentscheidung der Politik gewesen:mad:

  • dokom21

    Zitat:
    Der Flughafenausbau aus dem Jahre 2000 ist eine gigantische Fehlentscheidung der Politik gewesen


    Das ist wohl in der Tat der Fall. Aber wir sind jetzt im Jahre 2009. Die Alternative zum Weiterbetrieb ist der Abriss (Rückbau) großer Teile des Terminals und der Infrastruktur des 9 Jahre alten Flughafens. Dies führt zu Millionen-Abschreibungen, die die DSW und die Stadt tragen müßen.


    Zitat:
    Der Flughafen DUS ist in 45min mit dem Zug zu erreichen, genausolange braucht man wenn man mit der Stadtbahn/ Bus aus der City in Richtung DO-Airport fährt.


    Da sprichst du ein wahres Wort. Das meine ich u.a. auch mit gleichen Rahmenbedingungen der NRW-Airports. Hier, ist noch einer meiner Beiträge aus dem Thread "Dortmund: Wünsche und Visionen", der das Thema Flughafen aufgreift.

  • Flughafen Diskussion

    Ich kann bezüglich des Flughafens Nick nur zustimmen. Der Flgfahen ist nun man jetzt dort und auch wenn die meisten Arbeitsplätze im Niedriglohnsektor sind, sind die besser als gar keine Arbeitsplätze. Man sollte auch nicht die vielen indirekt mit dem Flughafen verbundenen Jobs vergessen wie Zulieferer und der Industriepark, der nur aufgrund des Flughafens vorhanden ist.
    Eine Erweiterung der Öffnungszeiten um eine Stunde sollte auch möglich sein. Also einige Anwohner übertreiben schon ein wenig, vergleicht man die Lärmzahlen (gemessen von den Ruhrnachrichten) mit denen der Stadtbahn, die jede 5 Min in Aplerbeck vorbeirauscht und der B1, dann ist der Fluglärm gar nciht mehr soviel höher.
    http://www.ruhrnachrichten.de/…und/cme23599,1.html?ref=/


    Würden sich die Passagierzehlen durch die verbesserten Betriebszeiten erhöhen, wird die Anbindung der Stadtbahn an den Flughafen oder mit der H-Bahn über den Flughafen Bahnhof in Hozwickede auch irgendwann kommen..

  • Wie konkret sind denn die Planungen bezüglich neuer ÖPNV-Anbindungen? Selbst wenn der Flughafen nach der Wahl so bleiben würde, wie er ist, würde eine ordentliche Anbindung ja Sinn machen und sollte daher eigentlich nicht zur Debatte stehen.


    Aleon


    Sieht wohl so aus, als hätten wir da eine andere Wahrnehmung. Du sagst, der Fluglärm stört erheblich und ich sage, er stört wenn überhaupt nur ein wenig. Ich glaube, ich habe da ganz einfach ein dickeres Fell. Meine kleinen Cousins haben das wundervolle Privileg, in der Heiligengartenstraße aufzuwachsen und nicht im beschaulichen Dortmunder Süden und ich habe auch jahrelang an lauten Straßen und neben Feuerwachen gelebt. Wenn da dann jemand kommt und mir erzählen möchte, dass der Lärm von ein paar Flugzeugen ihn stört, weil er es bei seiner Grillparty gerne ruhig haben möchte oder was weiß ich denn, dann nenne ich diese Menschen auch schnell mal "Meckerköpfe". Ich finde daher schon, dass man sich über Fluglärm streiten kann und halte Flughafengegner, die mit Fluglärm argumentieren für überheblich. Das Leben ist kein Wunschkonzert. Die einen haben alle 10 Minuten ein Flugzeug über ihrem Kopf, die anderen ne Schnellstraße, die fast permanent lärmt, vor der Tür. Es interessiert mich daher herzlich wenig, ob Frau von und zu Dortmunder Süden sich vom Fluglärm gestört fühlt. Dann soll sie halt ins Kreuzviertel ziehen. Aber da stören dann wahrscheinlich die betrunkenen Studenten oder die Jungs mit ihren Skateboards. Das einzige Argument, das daher bei mir wirklich zählt, ist der ökonomische Aspekt. Mit der Wertminderung der Immobilien im Süden haste mich! ;) Trotzdem bin ich jetzt in 2009 auch für die Option "Augen zu und durch!". Es wurde ordentlich investiert und jetzt muss zumindest versucht werden, etwas draus zu machen! Wenn's nicht klappt, dann ist das halt wie mit der Schnellstraße. Entweder man hat sie oder nicht :Nieder:

  • Es gibt doch nur zwei Alternativen: Entweder der Abriss oder ein anderer Weg aus der Misere herauszukommen, sprich als ein erster Schritt die relativ unkomplizierte Betriebszeiten-Verlängerug. Für mich persönlich wäre der Abriss eine absolute Katastrophe, denn auch architektonisch ist das 450 Meter lange und neun Jahre alte Terminal eine Bereicherung. Natürlich muss sich irgendwann einmal die Situation entspannen und verbessern (das bedeutet für mich, wie bereits erwähnt, ein mittlerer bis hoher, einstelliger Mio.-Betrag). Daher sollte eine Deadline gesetzt werden. Lasst uns in den nächsten 5-7 Jahren alles versuchen um den Flughafen auf Erfolg zu trimmen, sollte das nicht zu schaffen sein, kann man härtere Maßnahmen in Betracht ziehen. - Anmerkung: Die Abschreibung nach dem eventuellen Abriss erfolgt zeitnah. Das bedeutet, dass die DSW auf einen Schlag hunderte von Millionen € aus ihren Büchern nehmen muss. Die Folgen sind unabsehbar.

  • Eine Bitte noch: Informiere dich bitte demnächst ein bisschen genauer bevor du wieder Thesen in den Raum wirfst, die so nicht stimmen. Eine Diskussion ist so um einiges interessanter + aufschlussreicher und nicht immer so müßig.


    Selbst bei 20-25 Minuten Abfertigungszeit (die Flugzeiten liegen zwischen 1 und 3 Stunden genauso wie ich geschrieben habe - Sie schreiben selbst über 2,5 Stunden nach Thessaloniki; nach Barcelona habe ich einmal 2 Stunden gebraucht - Mallorca liegt ähnlich weit) kommt man auf 2,7 bis 5,7 Stunden pro Umlauf. Dass eine Stunde jedem Flugzeug einen zusätzlichen Umlauf ermöglichen sollte, der garantiert dann mit der üblichen Auslastung fliegt, dürfte eine gewagte Behauptung sein.


    Mich stören gar nicht die längeren Betriebszeiten, sondern die Hurra-Sprüche, die mit der Vorstellung gepaart sind, dass eine bankrotte Stadt (den Haushalt muss jedesmal die Bezirksregierung genehmigen - oder nicht?) Millionen für Träume nach vorgetäuschter Größe ausgeben sollte. Es verbietet sich, über "Jobs" zu reden, wenn die staatlich bezuschusst sind - ABM-Plätze zu schaffen wäre keine große Kunst, wenn man nur genügend Geld hätte. Irgendwann muss man die Flughafen-Zuschüsse einschränken und dann kappen, wahrscheinlich sogar bald.


    Absichtlich habe ich die Ausfälle zitiert, um zu zeigen, wie tief das Niveau sinken kann. Bei solcher unsachlichen "Argumentation" kann ein desaströses Ergebnis nicht verwundern - ist die Denkweise genügend verbreitet.

  • Le-Wel

    Das bedeutet doch im Umkehrschluss, dass du als Duisburger, der wohl ab Düsseldorf gen Süden reist, für den Abriss des Dortmunder Flughafens bist. Aber wie schon gesagt: Man kommt bei dir leider mit einleuchtenden und wahren Argumenten/Tatsachen nicht weiter. Auch die Aussage, dass sich Dortmund jedes Jahr den Haushalt von der Bezirksregierung genehmigen muss ist eine Verdrehung der Tatsachen. Du musst doch nicht alles über- bzw. bewachen.;). Und wenn du es schon machst, sollte deine Argumentation stimmig sein, wie z.B. bei Aleon und dokom21. Damit kann man/ich etwas anfangen. Und genau das bringt uns weiter. Anstatt nur auf Konfrontation zu gehen, werd doch mal konkret. Was wäre deiner Meinung nach der richtige und einzige Weg? Du schreibst ja nur, was deiner Meinung nach nicht geht, dass kann aber jeder....

  • Hallo,


    ich möchte mich auch gerne mal in diese Diskussion einklinken:


    Ich kenne den Dortmunder Flughafen. Er ist so klein, dass er schon wieder niedlich ist.
    Dennoch kann ich mir in keinster Weise vorstellen, dass er jemals in die Gewinnzone kommen kann. Wie sollen denn bitte auf so kleiner Fläche Fluggastzahlen abgewickelt werden um einen profitablen Flughafen auf die Beine zu stellen? Wenn der Flughafen auf angeblich 4 Mio. Gäste je Jahr angelegt ist, möchte ich nicht wissen, was dort für ein Gedränge herrschen soll. Ich war mal dabei (nur als Flughafenbesucher) als 150 Passagiere nach Mallorca den Flughafenbetrieb zum Erliegen gebracht haben.
    Soll denn dann noch mehr Geld in dieses Millionengrab gekippt werden um einen weiteren Terminal oder ne neue Landbahn zu bauen um die Wunschpassagiere von nick zu befördern?


    Das größte Problem des Dortmunder Flughafens ist seine zweifelhafte Zukunftsperspektive. Wenn man bei weiterhin so hohen Verlusten immer wieder darauf hinweist, dass ein Flughafen ein Jobmotor ist, dann möchte ich aber mal einwerfen, dass wir hier im Ruhrgebiet doch längst wissen, dass subventionierte Jobs nur Gift sind...

  • @137

    Zitat

    dann möchte ich aber mal einwerfen, dass wir hier im Ruhrgebiet doch längst wissen, dass subventionierte Jobs nur Gift sind...


    Da sagste was! ;) Aber ein Millionengrab würde ich den Flughafen nicht nennen. Selbst wenn der Laden sich nicht mehr halten kann, sind die Millionen vielleicht wenigstens ins Image geflossen. Das möchten viele zwar wohl nicht hören, aber so ein Flughafen ist schon ein Aushängeschild. Ich glaube, dass vielen Ausländern (zumindest aus Übersee) die Stadt Düsseldorf ohne den Flughafen kein Begriff wäre. Das nur als kleines Beispiel.


    Klar ist der Flughafen klein aber das hindert ihn doch nicht gleich grundsätzlich daran, Gewinne zu erwirtschaften (mal ganz davon abgesehen, dass ein Flughafen wichtige Infrastruktur ist und auch mal was kosten darf). Ein kleiner Flughafen verursacht auch geringere Kosten. Wenn dieser kleine Flughafen nun 4 Millionen Passagiere abfertigt, dann ist er aber sowas von rentabel (nachgerechnet hab ich natürlich nicht, aber ich nehm mal an, dass das so ist :))!

  • @ Strukturwandler


    Der Dortmunder Flughafen soll einen Imagegewinn darstellen? - Im Ausland?
    Wo denn? In Spanien oder Polen?
    Ich vermisse die Flieger aus New York und Syndney, die Dortmund anfliegen und somit internationales Image herstellen könnten...


    Ich denke, internationales Image gewinnt Dortmund nur durch seinen Fussballverein.


    Ich befürchte, der Dortmunder Flughafen kann nur durch massiven Ausbau und Erweiterung der Betriebszeiten irgendwann mal Gewinn abwerfen. Aber dafür fehlt sicherlich das Geld, der Mut und auch die Fläche.


    Wenn ich was zu Sagen hätte, würde ich den Flughafen schließen, ihn als Reparturwerkstatt für Flugzeuge umbauen (da scheint Bedarf zu sein) und das gesparte Geld aus den Flughafenverlusten würde ich in ehrgeizige Projekte wie den Phoenix See stecken.
    Aber ganz ehrlich... mit meiner Vision könnte ich auch scheitern... aber so lange es der Steuerzahler zahlt... kann es mir ja egal sein. :D

  • Interessante Diskussion über den Flughafen...ich versteh beide Seiten, einerseits die den Flughafen weghaben wollen und andererseits die ihn auch mit den derben Verlusten halten wollten.


    Ich zähle z.B. mit meinen 19Jahren zur jungen Generation und ich wohne mitten unter dem Luftraum der An- und Abflugstrecke in Dortmund Hörde, doch es stört mich nicht im geringsten. Auch meine Eltern (oder wenn meine Großeltern zu Besuch sind) haben keine Probleme mit dem Fluglärm. Da gibt es sicherlich Menschen die da ein bisschen penibler drauf achten, doch ich wohne lieber auf dieser Linie anstatt an der B1, glaubt mir!


    Zu den Wertverlusten der Immobilien bedingt durch den Fluglärm kann ich nicht viel zu sagen, ist jedoch sicherlich ein Aspekt. In welchem Rahmen sich diese Minderungen bewegen würde mich mal sehr interessieren, weil so extrem kann das ja nun auch nicht sein, da der Fluglärm schon länger da ist. Außerdem können sich doch zumindest die Immobilienbesitzer in Dortmund-Hörde durch den PhoenixSEE auf einen Wertgewinn freuen.


    Alles im allen schlage ich mich dennoch auf die Seite der Leute, die wollen das der Flughafen bestehen bleibt, da, wie bereits gesagt, er auch eine Art Statussymbol für die Stadt ist.
    Es fehlt leider nur der Mut für die weiteren Investitionen um den Flughafen rentabel zu machen, denn so können sie wirklich lange warten. Wie Nick schon in seinen "Wünschen & Visionen" andeutete, bin auch ich für eine Verlängerung der Lande- und Startbahn, doch die 4 Millionen Gäste kann ich mir nicht einmal in 2020 vorstellen ;).
    Es klingt jetzt vielleicht ein bisschen übertrieben, jedoch ist ein Flughafen auch für PhoenixWEST mehr als wichtig. Immerhin entwickelt sich da ein Hochmoderner Technologiepark und ich kann mir gut vorstellen, das dort desöfteren Geschäftskunden aus weiter Ferne vorbeischauen werden. Diese wenigen Passagiere werden zwar den Flughafen nicht aus den roten Zahlen holen, doch wieder den Komfort in Dortmund steigern.


    Und damit das zumindest ansatzweise gelingt sollte man unbedingt was an die Anbindung des Flughafens tun. Zwischen Dortmund-Holzwickede Bahnhof und dem Flughafen ansich ist es doch schon eine relativ lange Strecke.
    Möchte man von der Innenstadt aus zum Flughafen wird man jedoch immer auf die U47, gefolgt vom 440er verwiesen, was von meiner Seite aus ein riesiger Fehler ist. Es ist einfach unkomfortabel und der "Airport-Shuttle" ist am ZOB so zurückhaltend das die meisten gar nicht wissen das so ein Teil überhaupt existiert.


    Das größte Problem für den Dortmunder Flughafen ist jedoch der, das er in direkter Konkurrenz zum Düsseldorfer Flughafen steht, denn für mich macht es schon einen Unterschied ob ich 42 Minuten gemütlich im RE1 sitze und am Düsseldorfer Flughafen bin oder ich mich zum Dortmunder Flughafen quälen muss. Dem Dortmunder Flughafen fehlen die Reiseziele, die von den Konkurrenz-Flughäfen nicht angeflogen werden, das ist möglicherweise ein Ansatz.