"Upper West" aka Atlas Tower (119m) [realisiert]

  • Kunst am Bau

    Auf der Nordseite des Neubaukomplexes in der Nähe des Eingangs zum Motel One wurde kürzlich das "Kunst am Bau"-Objekt des Künstlers Olaf Nicolai aufgestellt. Dabei handelt ist sich um eine 16 m hohe und 4 Tonnen schwere Gaslaterne, die höchste Gaslaterne der Welt. 2014 hatte der Künstler einen Wettbewerb, ausgelobt durch die Bauherren Strabag Real Estate GmbH und RFR Holding GmbH, gewonnen.
    Die hochglanzpolierte Edelstahllaterne, die täglich mit Beginn der Dämmerung eingeschaltet wird, trägt den Namen "Lesser". Dies kann als Erinnerung an den deutschen, impressionistischen Maler Lesser Ury verstanden werden, der um 1900 im Zuge der Ausstattung der Berliner Straßen mit Gaslaternen so fasziniert von den Lichtstimmungen war, dass dieser daraufhin etliche nächtliche Darstellungen Berlins geschaffen hatte.




  • ^Tolle Sache! Der Standort des Objekts kann diese stimmungsvolle Wärme gut gebrauchen. Klasse Kontrast aus altem Gas-Charme und moderner Alu-Coolness. Hoffentlich erkennen dadurch noch mehr Menschen, wie sehr Berlin die Gaslaternen demnächst fehlen werden.

  • Eine HO Laterne in einer Spurweite N Stadt ;)


    Die Kunst am Bau ist schön vom Bau herausgelöst, die Laterne wirkt ganz alleine und erinnert entfernt an hohe Schmucklaternen der Vorkriegszeit, die viele Kreuzungen schmückten (freilich als Doppellampe mit Hängelampen). Daher passt das Objekt auch an genau diese Stelle ohne wie doof herumstehend zu wirken, also gar nicht wie Draußen-Kunst sonst gerne und oft ;)

  • finde den turm eigentlich gelungen und mit seiner erratischen fassadenkrümmung auch irgendwie spannend. passt auch wunderbar in das sich erneuernde areal rund um den bahnhof zoo – dazu die gastlaterne als erinnerung an alte zeiten. so kanns doch auch gehen!

  • Der "Vorbau":D des UpperWest harmoniert sehr gut mit dem gegenüberligenden Bikini Haus, ;) sodass sich dort ein größeres, modernes Ensemble herauszubilden beginnt. Sehr schön :daumen:

  • ^ Gefällt mir sehr gut, das freut mich sehr für Berlin.


    Zudem war ich bisher kein Freund vom Zoofenster, ich fand diesen Bau dank der Kubuatur und Fassade sogar fast schon provinziell, einfallslos bzw. irgendwie gezwungen. Jedoch im Zusammenspiel mit den Neubauten (insbes. Upper West) in der Nachbarschaft wird er für mich nun mindestens erträglich und schafft eine urbane Atmosphäre.


    Gibt es denn noch Platz in der unmittelbaren Nachbarschaft für weitere Hochhäuser? Es wäre schade, wenn es bei diesen beiden Hochpunkten bleiben würde.

  • Unter "Weiterentwicklung" verstehe ich aber nicht, einfach auf Teufel komm raus Hochhäuser zu bauen. Wir sind hier ja nicht in der arabischen Wüste.

  • Kommt mir auch arg einseitig vor der Beitrag bzw. wirkt fast ein wenig wie Lobbyarbeit. Zumal es sich aus der Opposition heraus immer leicht palavern lässt; ob der Evers sich noch so vehement für Hochhäuser am Zoo einsetzt wäre er Baustadtrat oder Senatsbaudirektor?

  • Kommt mir auch arg einseitig vor der Beitrag bzw. wirkt fast ein wenig wie Lobbyarbeit.


    Ja, diese Sorte journalistischer Effekthascherei geht mir auf den Senkel. Noch vor einem halben Jahr hat die gleiche Sendung anlässlich der Upper-West-Eröffnung berichtet, wie rasant es in der Gegend vorangehe, und jetzt ist auf einmal von "jahrelangem Stillstand" die Rede. Inhalt egal, Hauptsache man stellt eine steile These auf. Und um die zu belegen, fragt man einen Architekten, der Werbung in eigener Sache macht, den Generalsekretär einer Oppositionspartei, die bis vor einem Jahr selbst mit an der Regierung war, und einen Bauherren, der sich beschwert, weil er sich an eine Satzung halten musste. Dazu werden dann noch höchst umstrittene Positionen als evident dargestellt (Giraffenhaus müsse weg, höheres "Zoom" sei besseres "Zoom"), und ein täglich von tausenden frequentierter Fußweg zum Tiergarten, der für einen Bauplatz viel zu schmal ist, wird als eine Art lost place präsentiert – als wäre Hochhausbau die einzige Antwort auf das Problem mit den Obdachlosen dort.


    Zwei Dinge in dem Beitrag sind zweifellos richtig: Die leeren Grundstücke hinter dem Bahnhof müssen bebaut werden (ob hoch oder in Traufhöhe ist dabei zweitrangig), und der Hardenbergplatz muss ein Stadtplatz werden (was wegen seiner Bedeutung für den ÖPNV allerdings komplizierter ist, als Herr Evers behauptet). Beides sind keine Gründe, von Stillstand in der ganzen Gegend zu reden: Zwei neue Hochhäuser, die Sanierung des Bikini-Komplexes, das "Zoom", die Aufstockung der ehemaligen Volksbank, die laufende Renovierung des Bahnhofs, die Wiederbelebung des Café Kranzler und – seit Kurzem – der Bau zweier neuer Geschäftshäuser am Kudamm, Ecke Breitscheidplatz. Das alles in nicht einmal zehn Jahren auf einer Fläche von 0,2 Quadratkilometern. Stillstand sieht anders aus.


    Im Übrigen möchte ich bezweifeln, dass beim Senat Investoren Schlange stehen, die in der City West Hochhäuser bauen wollen. Wenn es sie gäbe, würde ich der Bauverwaltung raten, ihnen ein Grundstück am Alex zu empfehlen. Dort gibt es a) einen Hochhausentwicklungsplan und b) große Löcher in der Stadtlandschaft. Der Breitscheidplatz ist dagegen bereits jetzt eine ziemlich runde Sache.

  • Zwei neue Hochhäuser, die Sanierung des Bikini-Komplexes, das "Zoom", die Aufstockung der ehemaligen Volksbank, die laufende Renovierung des Bahnhofs, die Wiederbelebung des Café Kranzler und – seit Kurzem – der Bau zweier neuer Geschäftshäuser am Kudamm, Ecke Breitscheidplatz.


    Die Liste lässt sich noch ergänzen: das neue, runde Kudamm-Eck, daneben der Hotel Turm des Sofitel an der Joachimsthaler Strasse. Das Ludwig-Erhardt-Haus. Und neben dem wiederbelebten Café Kranzler wurde das Neue Kranzler-Eck von Helmut Jahn gebaut. Des weiteren das Kant Dreieck. Des weiteren das Motel One Hotel neben dem Theater des Westens.


    Es gibt wenige Berliner Orte, wo in den letzten Jahren mehr Dynamik stattgefunden hat als hier. Und das Upper West ist für mich der vorläufige Höhepunkt dieser erfreulichen Entwicklung.

  • Beim Durchforsten älterer Bilder habe ich noch diesen Schnappschuss vom letzten Jahr gefunden, als ich noch am KuDamm gearbeitet habe.
    Ich finde den Turm ja noch immer recht gelungen.
    Schade dass er nicht gläsern, wie ursprünglich geplant, wurde, aber dennoch wirkt er gerade im Sonnenlicht sehr erhaben und elegant.




    Bild von mir.