Stadt der Moderne - Stadt im Umbruch

  • In der heutigen Ausgabe des "Chemnitzer City Journal" gibt es einen Ausblick auf das Baugeschehen der nächsten Jahre. Neben den bereits bekannten Baumaßnahmen werden auch die "Baracken" am Johannisplatz und die OFD erwähnt.


    Im zweiten Halbjahr will die Stadt zudem mit dem Abriss der "Barackenstadt" zwischen Bundesbank und Bahnhofstraße beginnen. Was dort einmal entstehen soll, ist allerdings noch unklar.


    und


    Für den "Hinterhof" der Oberfinanzdirektion (ehemaliges Haus der Staatsorgane) an der Brückenstraße läuft ein Ideenwettbewerb des Freistaates, der ebenfalls im März entschieden werden soll.


    Wenn die Baracken verschwunden sind, kann sich ja der Herr Kellnberger das Filetstück noch sichern.


    Kann jemand etwas über den Ideenwettbewerb sagen?

  • In der "Vision" von der neuen Innenstadt sind schematisch irgendwelche Bauten eingezeichnet, die sich in ihrer Kubatur nur unwesentlich vom Ist-Zustand unterscheiden:
    http://www.chemnitz.de/chemnit…tadt/innenstadt_index.asp


    Bei dem Ideenwettbewerb handelt es sich um den folgenden, dessen Beschreibungstext ich hiermit auch gleich vor der Löschung retten möchte:


    http://www.competitionline.de/3025165/
    http://www.competitionline.de/…SIB_WB-Bekanntmachung.pdf


    Ausschreibung: Justiz- und Behördenzentrum Chemnitz-Innenstadt - Nichtoffener städtebaulicher Ideenwettbewerb


    Ort: Brückenstr. 10/12, Straße der Nationen 23
    Behördenkomplex
    D-09111 Chemnitz


    Bewerbungsschluss: 20.10.2009, 07:30 20.10.2009
    Verfahren: Beschränkter Ideenwettbewerb mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren
    Berufsfeld / Branche: Architekten, Stadtplaner
    Gewünschte Teilnehmerzahl: 30
    Kategorie junge und/oder kleine Büros: Ja
    Gebäudetyp: Rathäuser, Ämter, Behörden
    Preisgelder/Honorare: 54.000 EUR
    Auslober: Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB)


    Aufgabe: Der Freistaat Sachsen beabsichtigt einen seiner Behördenstandorte in der Innenstadt von Chemnitz als Justiz- und Behördenzentrum weiter auszubauen. Die Fläche des Wettbewerbsgebietes umfasst ca. 52.000 m² und wird begrenzt von der Straße der Nationen, der Brückenstraße, der Mühlenstraße und der Käthe-Kollwitz-Straße.
    Ziel ist es, eine Lösung für eine angemessene Unterbringung von mehreren Gerichten und Landesbehörden (ca. 80.000 m² BGF) unter Einbeziehung von Bestandsgebäuden zu finden. Geplant ist u.a. die Einordnung eines Fachgerichtszentrums.
    Teile der vorhandenen, für eine Behördennutzung nicht relevanten Gebäude und Anlagen können zugunsten der geplanten Nutzungen zurückgebaut werden. Das erfordert die städtebauliche Neuordnung des Areals, u.a. ist die Nahtstelle zwischen Stadtzentrum und Theaterplatz enger zu verknüpfen und ein attraktives innerstädtisches Quartier zu schaffen sowie die Erschließungssituationen neu zu ordnen. Die Realisierung ist in Bauabschnitten vorgesehen.


    Downloads: http://www.competitionline.de/…SIB_WB-Bekanntmachung.pdf


    gesetzte Teilnehmer:
    1. AFF Planungsgesellschaft mbH, Chemnitz - http://www.aff-architekten.com/
    2. Anderhalten Architekten, Berlin - http://www.anderhalten.com/
    3. Baumschlager Eberle, Lochau (A) - http://www.baumschlager-eberle.com/
    4. Bielenberg-Architekten, Dresden - http://www.bielenberg-architekten.de/
    5. Bogevischs Büro, München - http://www.bogevisch.de/
    6. Bolles+Wilson GmbH & Co.KG, Münster - http://www.bolles-wilson.com/
    7. FurorisXart Architekten + Dr. Kruse PlanGbR, Chemnitz - http://www.furorisxart.com/
    8. Osterwold - Schmidt Architekten, Weimar - http://www.osterwold-schmidt.de/


    Namen der Preisrichter:
    1. Herr Marcus van Reimersdahl, Sächs. Staatsministerium der Finanzen, Dresden
    2. Herr Prof. Dieter Janosch, Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement - Zentrale, Dresden - http://www.sib.sachsen.de/cms/…r_uns/geschaeftsfuehrung/
    3. Frau Petra Wesseler, Stadt Chemnitz
    4. Herr Prof. Heiko Schellenberg, Dresden - http://tu-dresden.de/die_tu_dr…rbeiter/prof_schellenberg
    5. Frau Prof. Anett-Maud Joppien, Dresden - http://www.dietz-joppien.de/ar…d/anett-maud-joppien.html
    6. Frau Staatssekretärin Gabriele Hauser, Sächs. Staatsministerium der Justiz, Dresden - http://de.wikipedia.org/wiki/Gabriele_Hauser
    7. Herr Dr. Jürgen Rainer Wolf, Sächsisches Staatsarchiv, Dresden - http://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%A4chsisches_Staatsarchiv

  • Ordnung ist das halbe Leben. Das bestätigt sich, wenn man sich den Katalog (auch als pdf) zur aktuellen Auktion der Sächsischen Grundsücksauktionen AG ansieht. Vor allem bestätigt sich meine Vermutung (oder sollte ich Prophezeihung schreiben :)), daß man nach der erfolgreichen Versteigerung des Marmorpalastes durch die Stadt auch ganz schnell GGG-Objekte auf den Auktionen sehen wird. Die Objekte aus Chemnitz im Einzelnen:


    Louis-Schreiter-Straße 9 (Luftbild), Rabenstein, Mindestgebot 30.000 Euro


    GGG-Objekt. Ehemaliges Rathaus von Rabenstein, Kulturdenkmal von 1902, 5 leere Wohnungen, 2 leere Geschäftseinheiten. Letzter Preis auf der GGG-Webseite und damit wohl aktueller Verkehrswert: 124.000 €
    Problematisch ist die benachbarte Feuerwehr, die auch ein Wegerecht auf dem Grundstück hat.


    Geibelstraße 214, 216, 218 (Luftbild), Gablenz, Mindestgebot 59.000 Euro


    GGG-Objekt. Kulturdenkmal von 1925, Teil der ehemaligen Kaserne, 4 leere Geschäftseinheiten. Ein wunderschönes, aber marodes Gebäude, leider auch regelrecht von Plattenbauten umzingelt. Übrigens war das Haus noch nie auf der GGG-Webseite zu finden und kommt somit wie kai aus der Kiste.


    Carl-von-Ossietzkystraße 24 (Luftbild), Lutherviertel, Mindestgebot 39.000 Euro


    GGG-Objekt. 10 leere Wohneinheiten. Bisher auch völlig unbekannt.


    Bernsdorfer Straße 297, 299, 301 (Luftbild), Bernsdorf, Mindestgebot 15.000 Euro


    GGG-Objekt. 12 leere Wohneinheiten in 3 Mehrfamilienhäusern. Verkehrsgünstige Lage am Südring. Noch ein Neuzugang.


    Zwickauer Straße 473 (Luftbild), Reichenbrand, Mindestgebot 19.000 Euro


    GGG-Objekt. 8 leere Wohneinheiten, Kulturdenkmal von 1902. Unbekannt.


    Zwickauer Straße 483 (Luftbild), Reichenbrand, Mindestgebot 9.000 Euro


    GGG-Objekt. 6 leere Wohnungen, 1 leere Geschäftseinheit, Kulturdenkmal von 1924. Unbekannt.


    Apollostraße 3 (Luftbild), Zentrum, Mindestgebot 5.000 Euro


    7 leere Wohnungen, Kulturdenkmal von 1924. Ungünstige Lage an der Bahnstrecke und nahe der Annaberger Straße, dafür zentrumsnah.


    Neukirchner Straße 1 (Luftbild), Stelzendorf, Mindestgebot 3.000 Euro


    GGG-Objekt. 6 leere Wohnungen. Letzter Preis auf der GGG-Webseite und damit wohl aktueller Verkehrswert: 47.000 €


    Bachgasse 4 (Luftbild), Reichenbrand, Mindestgebot 500 Euro


    GGG-Objekt. Totale Bruchbude.


    Klaffenbacher Straße 78, Harthau, Mindestgebot 5.000 Euro


    GGG-Objekt. 6 leere Wohnungen. Kulturdenkmal. Letzter Preis auf der GGG-Webseite und damit wohl aktueller Verkehrswert: 73.000 €


    Klaffenbacher Straße 70-72, Harthau, Mindestgebot 1.000 Euro


    GGG-Objekt. Unbekannt.


    Klaffenbacher Straße 62, Harthau, Mindestgebot 5.000 Euro


    GGG-Objekt. 6 Wohnungen, davon 1 vermietet (für 123€/Monat :lach:), Kulturdenkmal.


    Klaffenbacher Straße 64/66/68, Harthau, Mindestgebot 9.000 Euro


    GGG-Objekt. 12 leere Wohnungen in 2 Häusern. Kulturdenkmal.


    Klaffenbacher Straße 74/76, Harthau, Mindestgebot 8.000 Euro


    GGG-Objekt. 10 leere Wohnungen, Kulturdenkmal. Letzter Preis auf der GGG-Webseite und damit wohl aktueller Verkehrswert: 75.000 €


    Die unbebauten Grundstücke interessieren mich nicht. Schon krass, was die GGG alles aufs Tapet kann, wenn sie nur will. Und vor allem zu welchen Preisen! Damit müßte selbst dem Dümmsten klar sein, daß die Mondpreise auf der GGG-Webseite irrelevant sind. Trotzdem beglückwünsche ich die GGG jetzt schon dazu, diesen Weg gegangen zu sein, um endlich ihre Bestände wieder unters Volk zu bringen und damit vielleicht neue Hoffnung auf Sanierungen zu wecken.

    Einmal editiert, zuletzt von lguenth1 () aus folgendem Grund: Ergänzung Louis-Schreiter-Straße 9

  • Laut heutiger Freier Presse schlägt übrigens Steffen Jüttner von der Agentur StadtWohnen das Gebäude Leipziger Straße 1-5 als neuen Standort für das ExKa vor - was ich seit Monaten gebetsmühlenartig an den verschiedensten Stellen vorgeschlagen habe. Beim Verein hält man sich aber vorerst bedeckt, weil man sich erst darüber klar werden möchte, ob man überhaupt weitermachen will.

  • Vielen Dank für die sehr schöne und hilfreiche Übersicht. Gestern stand da noch der alte Katalog und heute sind schon solche Leckerbissen zu sehen. In einige Häuser könnte ich mich sofort verlieben, z.B. das Fachwerkhaus mit Krüppelwalmdach in der Klaffenbacher Straße 70/72 . Nur steht das leider in Harthau, wo ich nicht unbedingt wohnen will ;)


    Und noch was ganz anderes, was aber den Wert und damit die Sanierungswahrscheinlichkeit von Gründerzeithäusern mit beeinflußt: Lärm. Einem Artikel über die fehlende Lärmkarte in Nürnberg in den Nürnberger Nachrichten von heute ( http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=1162099&kat=10 ) kann man entnehmen, dass noch in zwei Städten die entsprechenden Kataster fehlen, zu deren Erstellung und Veröffentlichung Städte und Gemeinden mit mehr als 250 000 Einwohnern seit Juni 2007 verpflichtet sind. Die Karte informiert über Lärmquellen zu bestimmten Tageszeiten in den jeweiligen Stadtgebieten.


    Ich würde es ja nicht hier posten, wenn nicht ausgerechnet Chemnitz die zweite Stadt von etwa 30 in Deutschland wäre. ;-) Bastelt das Team um Babalu noch immer an der Bewerbung für den Titel "Stadt der Wissenschaft 2011" oder warum ist das Städtchen mal wieder Bummelletzer?


    http://www.lärmkarte.de/

  • Vielversprechender Titel:


    Sanierungen stehen im Vordergrund
    "Freie Presse" hat Chemnitzer Wohnungsunternehmen nach ihren Bauvorhaben gefragt - Investitionen in Energie sparende Umbauten

    http://www.freiepresse.de/NACH…ALES/CHEMNITZ/1666407.php


    Aber kuckt man das mal grob durch sind es wieder mal überwiegend Plattenbauten, so etwa:


    GGG: Waldenburger Straße 36 und 38 ( http://www.bing.com/maps/?v=2&…036%2C%2009116%20Chemnitz ), Fertigstellung der Komplexsanierung im Comeniusgebiet, Wolkensteiner Straße 2 bis 8 und Fortsetzung der Sanierung in der Wolkensteiner Straße 12 bis 16
    - weil es hier ja häufig Thema ist, sei auch mal eine Zahl genannt: Herrichtung von Wohnungen in der Reitbahnstraße 80 und 82 für Studenten und Wohngemeinschaften; Investition: rund 300.000 Euro. Von der Reba84 ist keine Rede, aber Hauptsache, der Vertrag wurde erst mal gekündigt !


    CAWG: Ernst-Enge-Straße 122 bis 132: http://www.bing.com/maps/?v=2&…122%2C%2009127%20Chemnitz


    WG Einheit: Walter-Ranft-Straße 20 bis 34 ( http://www.bing.com/maps/?v=2&…020%2C%2009123%20Chemnitz ) und Max-Opitz-Straße 31 bis 41 Umbau zu Eigentumswohnanlage im Reihenhausstil (gleiches Bild, direkt dahinter)


    SWG: Erfreulicherweise eine denkmalgerechte Wiederherstellung ... der Wohngebietsgaststätte "Platner Hof" und Anbau von Balkonen an der Platnerstraße 22 ( http://www.bing.com/maps/?v=2&…022%2C%2009119%20Chemnitz )


    CSG: Schrittweise Umgestaltung der denkmalgeschützten Siedlungshäuser Am Karbel 1 bis 15 für Mehrgenerationenwohnen ( http://www.bing.com/maps/?v=2&…201%2C%2009116%20Chemnitz )


    WCH - Wohnungsbaugenossenschaft Chemnitz-Helbersdorf. Da stehts ja schon im Namen ;-) ): Sanierung in der Dr.-Salvador-Allende-Straße 12 bis 30 (http://www.bing.com/maps/?v=2&…C3%9Fe%2012%2C%20Chemnitz ), Paul-Bertz-Straße 2 bis 4/6 bis 8 ( http://www.bing.com/maps/?v=2&…202%2C%2009120%20Chemnitz ) sowie in der Wenzel-Verner-Straße 72 bis 74 ( http://www.bing.com/maps/?v=2&…072%2C%2009120%20Chemnitz )


    WCW - Wohnungsbaugenossenschaft Chemnitz West: dito Anbau von Aufzügen an zwei Häusern in Kappel und Anbau von Balkonen in der Talstraße

  • Kinderkrankheiten

    ...dass noch in zwei Städten die entsprechenden Kataster fehlen, zu deren Erstellung und Veröffentlichung Städte und Gemeinden mit mehr als 250 000 Einwohnern seit Juni 2007 verpflichtet sind. ....Bastelt das Team um Babalu noch immer an der Bewerbung für den Titel "Stadt der Wissenschaft 2011" oder warum ist das Städtchen mal wieder Bummelletzer?


    http://www.lärmkarte.de/


    Hui, 250.000? Wer ist denn so alles nach Chemnitz gezogen, dass das Städtchen zu solchen Aufgaben gezwungen wird?
    Und, btw., so aussagekräftig ist die verlinkte Lärmkarte nun auch wieder nicht. In DD landet man auf einer Karte, die nichts aussagt und "die demnächst abgeschaltet wird", in L.E. gelangt man direkt zu nem Seitenladefehler.


    Wohlan, Kinderkrankheiten vielleicht. Andererseits: die fehlende Lärmkarte ist wohl eher nicht das dringendste Problem in Chemnitz, oder? Zudem weiß jeder hier, welche Straßen laut sind und wo man deshalb trotz schönster, morbider Bausubstanz nicht hinziehen mag... Nochmal andererseits: interessanter Stoff wäre solch eine Karte natrl. dennoch und wenn die Stadt müsste, aber nicht macht.... hm.


    Untermieter

  • Guten Tag,


    nun, vielleicht sollte man bei der betreffenden Firma einfach mal nachfragen, welche Pläne sie für die Grundstücke hat. Dann braucht man sich auch keine irrwitzigen Fragen über neue Zufahrten in der Kreuzung stellen :)


    Die Vorhandene Zufahrt wird lediglich verbreitert, so das auch LKW’s diese befahren können.


    Konstruktiver Kritik bezüglich Neugestaltung dieser Grundstücke stehe ich offen gegenüber.


    Mit freundlichen Grüßen


    Falk Felgentreu


    http://www.mbf-c.de


    http://mbf-c.dyndns.ws/neubau/Grundst%c3%bcck-4-1.JPG


    http://mbf-c.dyndns.ws/neubau/Grundst%c3%bcck-4-2.JPG


    http://mbf-c.dyndns.ws/neubau/Grundst%c3%bcck-4-3.JPG


    http://mbf-c.dyndns.ws/neubau/Grundst%c3%bcck-4-4.JPG


    Herzlich willkommen im Forum. Bitte beim Einsetzen von Bildern die Maximalbreite von 1000 Pixeln sowie die Richtlinien zur Quellenangabe beachten, dann können die Bilder auch wieder direkt eingebunden werden. Zusätzlich auch bitte den Beitrag numerisch referenzieren (#XXX) auf den sich die Information bezieht. DaseBLN

  • Der Beitrag von Herrn Felgentreu bezieht sich auf meinen Beitrag #358. Dort hatte ich folgendes zum Abriß an der August-Bebel-Straße geschrieben:


    Mal sehen, was sich die GGG für den Brühl einfallen läßt. Aktuell sorgen die leider eher wieder für negative Schlagzeilen, nämlich den Abriß des Gebäudes an der August-Bebel-Straße 3 (Luftbild, das dritte Haus von links, das zweite von links wurde bereits abgerissen). Immerhin gibt man sich in entsprechenden =400&tx_ttnews[backPid]=1"]Meldung auf der GGG-Seite sehr viel Mühe, den Abriß mit der Erweiterung des Betriebsgeländes der Firma MBF Metallbearbeitung Felgentreu zu begründen. Dabei handelt es sich um eine Firma mit etwa einem dutzend Mitarbeitern, die im Hinterhof der abgerissenen Gebäude beheimatet ist und die Rückbauflächen für ein neues Firmengebäude und eine Firmenzufahrt nutzen wolle. Das läßt für mich allerdings die Frage offen, wie man fast an einer der meistbefahrenen Kreuzungen von Chemnitz eine Zufahrt unterbringen will. Auch das geplante Firmengebäude würde mich sehr interessieren...


    Zum Glück steht er konstruktiver Kritik offen gegenüber - da fühle ich mich gleich angesprochen :). Vornweg: Ich weiß, daß ein kleiner Metallbetrieb zuallererst auf seine Kosten zu achten hat und architektonische Fragen dabei absolut zweitrangig sind. Trotzdem darf ich hier im Architekturforum den Verlust des geschlossenen Gründerzeit-Straßenzuges bedauern. Der gezeigte Gewerbebau erfüllt sicher seinen Zweck und bietet eine kostengünstige Erweiterungsmöglichkeit, rein architektonisch ist er an dieser Stelle aber ein drastischer Rückschritt, zumal das Gebäude auch hinter die eigentliche Straßenflucht zurücktritt.
    Nach wie vor skeptisch bin ich bei der Thematik Zufahrt. In diesem Bereich stauen sich die Fahrzeuge von der Ampelanlage, ein Linksabbiegen ist sowohl bei Einfahrt als auch bei Ausfahrt unmöglich. Ein reibungsloses Befahren mit LKW kann ich mir deshalb dort nur schwer vorstellen. Eine Ausfahrt über die Straße der Nationen war wohl nicht möglich?


    Jetzt zu meinen konkreten Vorschlägen. Zum einen würde ich wenn möglich auf den Teich verzichten, der in einer innerstädtischen Straße nichts verloren hat. Oder ist dieser als Feuerlöschteich vorgeschrieben? Das würde gleichzeitig die Möglichkeit bieten, wie in der Pressemeldung der GGG geschrieben den Vorgartencharakter der Straße wirklich zu erhalten und nicht durch den Zaun ad absurdum zu führen. Leider sind die Vorarbeiten aber meines Wissens schon so weit fortgeschritten, daß dieser Wunsch schon nicht mehr wirklich realisierbar ist. Zumindest glaube ich bei meinem letzten Aufenthalt in der Gegend die Gründung des Zauns erkannt zu haben.


    Unabhängig von meiner durchaus sachlichen Kritik wünsche ich Ihnen, Herr Felgentreu, natürlich viel Erfolg mit Ihrer Firma.

  • Eine positive Nachricht darf ich von der Zwickauer Straße verkünden. Die von dort aus zu sehenden Ruinen (hinter dem neuen Park) werden derzeit von der renomierten Mierbach Gbr saniert.

  • Das klingt ja sehr gut. Handelt es sich um das Wohnhaus und das kleinere Fabrikgebäude an der Ahornstraße? Konntest Du in Erfahrung bringen, was die Mierbach Gbr mit dem Gelände vor hat?

  • Ja, eine Mischnutzung aus Gewerbe und Wohnen. Auch auf dem Nachbargrundstück entsteht neues. Heute waren schon die Bauarbeiter mit Entkernungsarbeiten zu gange.

  • Erst am 20.01. waren die Häuser in der Ahornstraße unter der Überschrift "Warum passiert nichts mit Ruinen?" Thema in der Freien Presse. Gerade wenn man die Rückseite betrachtet, hätte man kaum mit Arbeiten an dieser Stelle gerechnet. Leider hat auch die Mierbach GbR keine Webseite, wenn ich das richtig sehe.


    Übrigens berichtet die Freie Presse heute, daß die Agentur StadtWohnen inzwischen der Meinung sei, daß das Objekt Leipziger Straße 1-5 "aufgrund fehlender Freiflächen" nicht als Ausweichobjekt für das ExKa geeignet sei. Man suche bitte auf folgendem Luftbild die fehlenden Freiflächen: http://www.bing.com/maps/?v=2&…0Sachsen%2C%20Deutschland. Meine Meinung ist inzwischen, daß das Projekt tot ist, jedes weitere Wort erübrigt sich. Ich lasse mich gern eines Besseren belehren...

  • Noch eine erfreuliche Nachricht. Mierbach&Mierbach hat nach der Sicherung der Villa Merkel, Mieter für das Objekt gefudnen. Das Gebäude wird zu Ende saniert.


    Wirklich eine tolle Entwicklung an der Stelle.

  • Wollte ich auch mal was hier reinstellen, da steht das mit der Ahornstraße schon drinnen. :(
    War heute ganz positiv überrascht als ich auf der Heimfahrt das Gerüst an dem Gebäude gesehen habe. :)


    Nochmal ne Frage, ist die besagte Villa Merkel die Villa an der Dresdner Straße, wo bereits einige Sicherungsarbeiten durchgeführt worden sind?