Hotelneubau "The Diaoyutai Mansion" an der Ex-Rennbahn (Bauphase)

  • Das habe ich mich auch schon gefragt. Aber noch scheint alles im Zeitplan zu liegen. Der Grundstücksvertrag zwischen der Stadt Frankfurt und der Huarong Group wurde im September 2006 unterschrieben. Der Baubeginn wurde damals für Anfang bis Mitte 2007 angekündigt (Quelle).


    Im Galopp-Forum (hätte nicht gedacht, das mal als Quelle zu nennen) weiß ein gewisser Taipan, dass die Baugenehmigung mindestens eine Bearbeitungszeit von sechs Monaten benötige. Er meint, das liege an den hohen Brandschutzanforderungen. Das würde einen Baubeginn frühestens in diesem Frühjahr erwarten lassen (Quelle), könnte natürlich auch paar Monate länger dauern.


    Wovon man auch nichts mehr hört, das ist das angekündigte Toyoko Inn am Hauptbahnhof (Meldung in #222 und Fotos in #259). Hier war der Baubeginn für Mitte 2006 angekündigt, aber bisher wurde noch nicht einmal mit dem Abriss der Bestandsbauten begonnen. Doch gestorben ist dieses Projekt offensichtlich nicht, denn das Frankfurter Büro bb22 ist deren Website zufolge seit 2007 dafür tätig.

  • Rennbahn-Hotel

    Es sieht derzeit leider gar nicht gut aus für das Hotel. Wie die FNP heute berichtet


    - ist noch nicht einmal ein Bauantrag gestellt,
    - wurde von den vereinbarten 7 Mio. Euro Erbbauzins bisher nur 1 Mio. gezahlt, im März 2007, sechs Monate nach Vertragsschluss,
    - hindern chinesische Bürokratie und Außenhandelswirtschaftsgesetze die Vertragserfüllung,
    - beabsichtigt der chinesische Vertragspartner Huarong Group den Innenausbau in Eigenregie mit Arbeitern aus China zu erledigen,
    - soll nach Vorstellung von Huarong auch das Baumaterial von Heizung bis Sanitärprodukten aus China herbeigeschafft werden.


    Wohl besser, wenn sich die Stadt schon einmal nach einem neuen Investor umsieht.

  • Klingt irgendwie wie bei der "Asia-Therme" die in Bad Orb gebaut werden sollte (ca. 20Mio)...ist aus den gleichen Gründen gekippt - nur ist es für die Region weitaus schlimmer als für Frankfurt!


    Nebenbei: Der "Chinesische-Beton" hätte mich brennend interessiert :lach:

  • Wie die FR hier schreibt, macht der chinesische Investor nun Tempo. Noch 2007 soll mit dem Bau begonnen werden, das Hotel soll 220 Zimmer und vier oder fünf Sterne erhalten. Chinesische Arbeiter, nun bezeichnet als "Spezialisten der chinesischen Baukunst", sollen weiterhin eingesetzt werden. Aber wohl nur teilweise, für Außenfassade und Dach etwa. Die Innenräume sollen mit traditionellem Holzschnitzwerk versehen werden, das in China gefertigt und dann per Flugzeug nach Frankfurt gebracht werden soll. Ein Vertrag mit einem Betreiber wurde noch nicht abgeschlossen.


    Außerdem ein hier noch nicht bekanntes Rendering, das Ende September 2006 in der AHGZ veröffentlicht wurde. Die Straßenseite sieht besonders im Dachbereich und im mittleren Teil deutlich anders aus als auf der im Juni 2006 in der FAZ abgedruckten Visualisierung (in diesem Thread).



    Bild: Huarong Group

  • In diesen Tagen wurde die Baugenehmigung für das Fünf-Sterne-Hotel an der Galopprennbahn in Niederrad erteilt. Demnächst soll die Abbruchgenehmigung beantragt werden, sobald diese vorliegt, sollen alte Tribüne und Restaurant (Fotos) abgerissen werden. Erster Spatenstich könnte Anfang 2008 sein. Dies berichtet heute die FNP.

  • Potala-Palasthotel an der Galopprennbahn Niederrad

    Das stark angezweifelte Hotelprojekt an der Galopprennbahn wird nun wohl doch Realität. Laut diesem FR-Artikel wird die 1951 erbaute Zuschauertribüne ab Februar abgerissen. Gleich danach, im März dieses Jahres, soll der Neubau des sechsstöckigen Fünf-Sterne-Hotels im Pagodenstil beginnen. 266 Zimmer sollen es werden, mit 60% Gästen aus Asien wird gerechnet. Anscheinend soll das Hotel, vorgesehener Name "Potala-Palasthotel", in chinesischer Hand bleiben, von einem europäischen Betreiber (Barcelo war im Gespräch) ist keine Rede mehr. Die Fertigstellung des 40-Millionen-Euro-Projekts ist Ende 2009 geplant.

  • Die Abrissarbeiten an der Galopprennbahn Niederrad für das Potala Palasthotel sind abgeschlossen. Mit der Planung des Neubaus ist die Neumann Architekten GmbH, Frankfurt am Main, beauftragt. Die Baugenehmigung wurde erteilt. Diese beiden neueren Visualisierungen habe ich noch gefunden, zu sehen leider wieder nur die Seite zur Rennbahnstraße:




    Bilder: Huarong Group / Neumann Architekten

  • Laut einem kleinen Bericht in der heutigen Printausgabe der FNP erfolgt am Dienstag, den 26.08.2008 (endlich) der erste Spatenstich des Luxus-Hotels der Huarong-Gruppe an der Galopprennbahn mit OB Roth u.a.


    Auf gehts zum "Potala-Palast-Hotel". Somit ist zusätzlich auch noch die Zukunft der Frankfurter Galopprennbahn gesichert, ein wie ich finde nicht zu unterschätzender Asset in der Frankfurter Kulturszene!

  • Am 1. Dezember 2008 soll mit dem Rohbau begonnen werden (Quelle). So sah die Baustelle heute gegen Mittag aus:



    Ausblick (in Innern des Rennbahnovals ist eine Golf-Anlage):



    Am Bauzaun zur Rennbahnstraße wurden Transparente mit Visualisierungen angebracht. Gegenüber den bisher bekannten Renderings fällt zunächst auf, dass das Dach nun mit roten statt mit gelben Ziegeln gedeckt werden soll:




    Innenräume:







    Wie zuletzt in FAZ und FR zu lesen war, ist der Frankfurter Rennclub faktisch insolvent. Die Stadt möchte nicht weiter für Verbindlichkeiten einstehen. Damit könnte die über 125 Jahre bestehende Tradition der Pferderennen in Niederrad enden, sofern sich nicht ein neuer Betreiber für die Rennbahn findet. Der Lack ist ab:



    Bilder: Schmittchen

  • Danke für die Bilder. Ich finde es sehr lobenswert dass der chinesische Stil im gesamten Bau konsequent weitergeführt wird ohne dabei kitschig zu wirken wie ein billiges China-Restaurant. Vielleicht ja auch eine Inspiration für hiesige Bauherren, sich behutsam traditioneller Baustile anzunehmen?


    Was die Rennbahn betrifft, der Golfplatzbetreiber wird sich sicher über eine Möglichkeit zur Erweiterung des Geländes freuen. Eine öffentliche Parkanlage (im chinesischen Stil?) wäre natürlich auch schön, aber bei der Nähe zum Stadtwald sicher nicht unbedingt nötig.

  • Baugrube lässt Schlimmes erahnen

    Besorgniserregend ist der mangelnde Baufortschritt beim Potala-Palasthotel an der Galopprennbahn Niederrad. Die beinahe menschenleere Baugrube weist frappierende Ähnlichkeiten zum ehemaligen Karstadt Gelände an der Leipzger Str auf, das Paradebeispiel für gegenwärtige Bauruinen in Frankfurt.


    Ob dies im Zusammenhang mit der Rennklub-Problematik steht, muss sich nun erweisen. Im Herbst 2008 ist der Rennklub bekanntlich in die Insolvenz gegangen und muss sich auch noch mit €300000 Verbindlichkeiten und Millionen Bürgschaften bei der Stadt rumplagen. Der neue Präsident des Vereins, Peter Schwierz, möchte nun durch einen rigiden Sparkurs ohne städtische Bürgschaften auskommen und neue Einnahmequellen (Rennbetrieb, Golfangebot, Konzerte, Musicals, Flohmärkte, Städtepartnerschaft mit der Stadt Lyon) aufdecken.


    Planungssicherheit verschafft dem Club die Beteiligung der Huarong Gruppe. Geplant war, dass Huarong 3 Mill. für die Renovierung der Tribüne zusagt unter der Voraussetzung, dass technische Einrichtungen und Übertragungsräume im 1. OG des Hotels eingerichtet werden. Die FR berichtet heute zwar, dass die Huarong Deutschland schon einen Großteil dieses Geldes an die Stadt zur Verwaltung transferiert hat, aber der Ortsbeirat weiterhin große Sorgen um die Zahlungsfähigkeit des Rennklubs anmeldet. Nun heisst es die Renovierung liegt bis auf weiteres auf Eis.


    Der Ortsbeirat 5 möchte nun anhand eines Fragekatalogs offene Bedenken anpsrechen. Hierbei soll Manfred Bauer, Geschäftsführer der Huarong Deutschland Gruppe, auch eingeladen werden. Man darf also gespannt sein.

  • Die Verzögerungen wurden Mitte März in einem FNP-Artikel mit der Notwendigkeit begründet, vor dem Beginn mit dem Fundament noch thermische Bohrungen durchführen zu müssen.


    Edit: Der Bauherr hat laut heutiger FNP Änderungen an der Bauplanung angekündigt. Die Änderungsanträge wurden bisher nicht bei der Bauaufsicht eingereicht, man ist aber mit der Behörde im Gespräch. Ungeachtet der Umplanungen soll planmäßig Ende 2010 eröffnet werden. Im einzelnen:


    • die thermischen Bohrungen sind abgeschlossen
    • die Baugrube soll nun auf mindestens 15 Meter vertieft werden
    • das erste Obergeschoss soll 60 Zentimeter höher gebaut werden
    • statische Probleme am Dach erfordern Änderung der Konstruktion
    • laut Bauaufsicht ist "wohl eine weitere Aufhübschung im chinesischen Stil beabsichtigt"


    So sah es am letzten Wochenende aus:



    Tatsächlich waren ein paar Arbeiter mit einem Bohrgerät beschäftigt:



    Der neu gegründete Renn-Verein lässt gerade die heruntergekommene Tribüne der Rennbahn sanieren.



    Wenn man bedenkt, dass der Aufwand angesichts der kurzen Zeit nicht hoch gewesen sein kann, ist das Ergebnis erstaunlich. Vergleicht das mal mit dem Anblick aus Zeiten des inzwischen insolventen Renn-Klubs:



    Bilder: Schmittchen

  • Die FNP berichtet heute nochmals von Verzögerungen aufgrund von Änderungswünschen des Bauherrn. Dazu bereits Beitrag #38. Das Dach soll weitere charakteristische chinesische Elemente erhalten, wobei wohl auch an geschnitzte Figuren wie etwa Drachen gedacht wird. Der deutsche Huarong-Geschäftsführer rechnet damit, dass das Bauamt nicht alle Wünsche dieser Art abnicken wird.


    Noch bis Ende Juli wird das Grundwasser in der Baugrube abgepumpt. Gleich danach sollen Kräne, Container und Maschinen zur Vorbereitung der Bodenplatte aufgefahren werden.

  • Ein Foto von heute. Nach meinem Eindruck tut sich auf der Baustelle überhaupt nichts, es wird also auch kein Grundwasser abgepumpt.



    Foto: Beggi

  • Ende August soll die nächste Bauphase beginnen

    @ Beggi


    Der Eindruck trügt nicht, es tut sich tatsächlich momentan noch nichts. Am 28. Juli berichtete die FR in der Druckausgabe folgendes:
    - Momentan ruhen die Arbeiten, da man auf die Bewilligung des geändertern Bauantrags (Ergänzungen) der Baubehörde wartet.
    - Manfred Bauer, Deutschland Geschäftsführer der Huarong-Gruppe, rechnet mit der Wiederaufnahme von Arbeiten zum Monatsende.
    - Er gab zu, dass die Arbeits- und Behördenabläufe in Deutschland von den chinesischen Planern unterschätzt wurden.
    - Da der Bau nur zu 30% von Banken finanziert sei, mache man sich keine Sorgen wegen mangeldem Kapitals.
    - Wenn Huarong den Rennbahn betreiben darf, würde man zusätzliche Investitionen unternehmen (durch zusätzliches Sponsoring, Live-TV).
    - Die Stadt wartet zunächst auf einen eindeutigen Bauanfang bis man sich mit diesen Wünschen auseinander setzt.


    Zum Insolvenzverfahren des Rennklubs gibt es auch Neuigkeiten:
    - Die Situation um die Rennbahn ist weiterhin in der Schwebe, da die Insolvenz des alten Rennklubs noch nicht abgewickelt ist und es keinen Pachtvertrag mit einem neuen Verein (welcher die Rennbahn betreiben soll) gibt. Ohne die abgeschlossene Insolvenz des alten Rennklubs kann das Liegenschaftsamt in puncto Pachtvertrag nicht tätig werden. Um die Herangehensweise abzusprechen und Irritationen auszuräumen, wird es einen "Runden Tisch" mit allen Beteiligten geben