Hotelneubau "The Diaoyutai Mansion" an der Ex-Rennbahn (Bau ruht)

  • Es wird dich überraschen, aber ich bin ein Frankfurter vom Oederweg, den es ins westfälische Münster verschlagen hat. Mir zu unterstellen, mir stoße wahrnehmbar Fremdes sauer auf, stößt mir ehrlich gesagt sauer auf. Ich betonte extra, dass Geschmäcker glücklicherweise unterschiedlich sind& mein Geschmack ist dieses Gebäude, an dieser Stelle, eben nicht. Lass dir noch mitgeteilt sein, dass das in Teilen durchaus provinzielle Münster mit Fremdem wenig Probleme hat (und ich ebenso wenig), was sich hier auch politisch ablesen lässt.


    Das Hotel “Ling Bao” im Phantasialand wurde übrigens für € 22Mio. in 13 Monaten Bauzeit von chinesischen Bauarbeitern, mit größtenteils aus China importierten Materialien errichtet& galt zur Eröffnung als größtes, traditionelles chinesisches Gebäude außerhalb Chinas. Mit Freizeitpark-Haptik hat das wenig zu tun& das habe ich auch der Qualität der “Disoyutai-Mansion” nie unterstellt.


    Bei allem Verständnis, dass überspitzte und subjektive Formulierungen und Meinungsäußerungen ein Gegenüber durchaus auch provozieren können, finde ich schon, dass ein höflicher und zivilisierter Umgang unter Erwachsenen die Basis einer Diskussion sein sollte& auf Kritiken angemessen reagiert werden kann, ohne diffamierend werden zu müssen. Du magst das Gebäude (und viele andere auch) ich mag es eben aus o.g. Gründen an dieser Stelle nicht. Zwei Menschen, zwei Meinungen, that’s it.

  • Deine Formulierung war zumindest für mich eindeutig. Ich schreibe, dass da ein fremder Kulturkreis für seine Kunden baut und Du antwortest damit, dass das "Innen" in Ordnung sei - also wenn man es nicht sieht.

  • In der heutigen digitalen Ausgabe der FR steht, dass der Betreiber Insolvenz angemeldet hat. Das Hotel sei davon angeblich nicht betroffen, allerdings müsste nun (mal wieder) ein neuer Betreiber gefunden werden.

  • Die Arbeiten gehen tatsächlich weiter, ungeachtet der Insolvenz des designierten Betreibers, freilich in der gewohnten Geschwindigkeit. Zur Zeit ist das wohl bekannteste Gartenbauunternehmen Frankfurts tätig. In den oberen Geschossen wurden sogar schon die Glasflächen gereinigt. Es geht also tatsächlich in den Endspurt, sofern man diesen Ausdruck hier verwenden möchte, bald 14 Jahre nach dem Spatenstich.


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    Der schäbige alte Bretterzaun (in #177 noch da) wurde endlich entfernt und durch eine leichtere Version ersetzt. So sind Eingangsbereich und übriges Erdgeschoss erstmals ganz gut sichtbar.


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    Bilder: Schmittchen

  • Außergewöhnliches Liebhaberobjekt in ruhiger Lage sucht abenteuerlustige neue Besitzer mit frischen Ideen...


    Es ist ruhig geworden um das 'Rennbahnhotel'/Investitionsgrab/die schönste Bauruine der Stadt.

    Durch Zufall stolpere ich heute über diesen Artikel des japanischen Wirtschaftsmagazins Nikkei, der bereits im Sommer bez. des Hotels verfasst wurde:


    https://asia.nikkei.com/Busine…les-in-suburban-Frankfurt


    Der Inhalt ganz grob zusammengefasst:

    Das Hotel ist Ausdruck eines dubiosen Immobilien-Expansionskurses der halbstaatlichen chinesischen Hotelgesellschaft. Der für diesen Kurs verantwortliche Funktionär/CEO wurde 2021 (wegen Korruption) exekutiert.

    Die neue Führung ist wohl dabei zu konsolidieren (zu retten, was zu retten ist), und dabei spielt das Hotel in Frankfurt wohl keine Rolle mehr. Die Frage ist, wann man die Fehlinvestition eingesteht und das Ding abstößt.

    Aufgrund der fortlaufenden strikten Corona-Politik der kommunistischen Partei ist mittelfristig nicht mit den chinesischen Touristen zu rechnen, die als Gäste für das sehr spezielle Objekt in Frage kommen. Ein Käufer würde das aufwendige Dekor, das mehrere Millionen gekostet haben dürfte, wahrscheinlich wieder entfernen, um westlichen Kundenwünschen zu entsprechen.


    Der DFB wird in dem Artikel noch als potentieller Interessent genannt (eine Spekulation). Wobei ich mich frage, ob der diese Investition gegenwärtig stemmen will?! Zumal das Objekt ein Geschmäckle hat und der DFB zuletzt mit seinen China-Plänen (U21 in der Regionalliga Südwest) auf die Schnauze geflogen ist. Mit anderen Worten: Der Kauf könnte viel negative PR bedeuten.


    Tja, ein 'Liebhaberobjekt'; In der aktuellen Form kaum vermittelbar...

    Die Handwerker, die daran gearbeitet haben, können einem ja eigentlich Leid tun -- das ist ja über die Jahre ein 'Lebenswerk'; ein Lebenswerk für die Katz, für den Abriss.


    Wenn man die China-Deko wieder entfernt, müsste der Ur-Ur-Urentwurf des Sporthotels übrig bleiben, den man vor 20 Jahren mal für die Rennbahn ersonnen hat. (Hat den noch jemand? Ich habe den nur ein Mal gesehen.)

    Es ist und bleibt eine unendliche Geschichte. Vielleicht findet sich ja ein Scheich (aus Katar) der in den nächsten 10-50 Jahren einen Palast aus 1001 Nacht daraus zaubert... unsere Kindeskinder werden von der Baustelle berichten.

  • Interessante Infos, immerhin hat man jetzt Klarheit.

    Ganz so schwarz würde allerdings nicht sehen. Sofern die Lage trägt (immerhin wurde diese durch den Park aufgewertet) und die Bauqualität OK ist, könnten sich schon Träger finden, z.B. hat die Marriott-Kette u.a mit der Autograph Collection und der Marke Design Hotels gleich mehrere Marken für solche Liebhaberobjekte in seiner Gruppe.

  • ^


    Prinzipiell ja, aber die Umbaukosten werden hoch (das China-Thema muss man entweder 100% durchziehen oder komplett rauswerfen), und die Lage ist enorm ungünstig. Man wird etwas Auslastung durch DFB, Eintracht und Fußball/Events im Stadion haben. Zu Messezeiten bekommt man es auch gefüllt. Aber sonst? Etwas Flughafengeschäft vielleicht, aber dafür ist es auch stuck-in-the-middle. Es gibt Hotels näher am Flughafen, und in der Stadt ist man auch nicht. Und Reisegruppen - wieso sollten die gerade dort übernachten. Individual- und Geschäftsreisende kaum, wenn dann nur über den Preis und dann lohnt es sich nicht…

  • ^ Seh’ ich auch so: ein Hotelbetreiber aus China oder dem Mittleren Osten wird sich freiwillig diesen (kommerziellen) Kotzen nicht ans Bein binden. Für potentielle Betreiber aus anderen europäischen Ländern oder Deutschland gilt dies ebenfalls weil es einfach zu weit ab für Gäste ist (nicht 'Bürostadt Niederrad', Innenstadt oder Flughafen). Die Rennbahn und der Golfplatz sind nicht mehr was potentielle Gäste gelockt hätte. Und die DFB-Akademie hat selbst 33 Gäste-Zimmer, wofür jetzt einen riesigen Komplex mit einer x-fach höheren Anzahl an Gästezimmern? Ehr wird noch das Hotelprojekt 'Oberfrosthaus' realisiert.


    Möglicherweise wäre eine weitere Sportschule mit Schwerpunkt Profi-Fußball oder eine Schule mit Bildungsschwerpunkt Asien / China opportun. Ob für das eine oder andere tatsächlich ein Bedarf besteht kann ich nicht beurteilen. Selbst ich bin von der Idee als Schulstandort zwecks Vermeidung eines umfangreichen Umbaus zu vermeiden nicht überzeugt.


    Wenn der wirtschaftliche Leidensdruck des aktuellen chinesischen Investors nicht zu groß ist bzw. wird dann bleibt uns der Status quo noch ein paar Jahre erhalten. 😢

    Einmal editiert, zuletzt von main1a ()

  • Ich muss mich leicht korrigieren: natürlich ist nicht die Hotelgesellschaft Diaoyuntai, sondern die Investmentgesellschaft Huarong in Schieflage. Im April 2021 sind die augrund jahrelanger windiger Immobiliengeschäfte -- wie eben chinesische Luxushotels in Frankfurt bauen usw. -- im Zuge der platzenden Immobienblase in China ins Wanken geraten. Da in China aber alles irgendwie halbstaatlich ist und jeder irgendwie in der Partei, geht da so schnell nix (offiziell) Pleite, sondern andere halbstaatliche Banken müssen dann die wertlosen Projekte und faulen Kredite übernehmen und abwickeln. Wenn ich das richtig sehe, ist die Citic Group die Glückliche. Und damit der Gerechtigkeit Genüge getan wird, muss halt einer dafür öffentlich (buchstäblich) 'bluten'. (Wobei der entsprechende Huarong CEO bereits 2018 in Ungnade gefallen war.) Peng! Problem gelöst -- die Partei sorgt für Ordnung. Besser keine weiteren Fragen stellen!


    Spätestens seit April 2021 dürfte damit vollkommen offen sein, was die Eigentümergesellschaft (oder deren Verwalter) mit dem Frankfurter Hotel überhaupt noch vorhat -- oder welche Priorität man diesem Objekt im fernen Europa beimisst.

    Im Juni oder Juli 2021 hat die deutsche Betreibergesellschaft des Hotels dann Insolvenz angemeldet. Ich weiß nicht, ob das geschehen ist, weil man im Zuge der anhaltenden Corona-Politik in China nicht mehr an einen wirtschaftlichen Betrieb des Luxushotels und die baldige Eröffnung glaubte, oder weil es beim Eigentümer/Bauherren (ganz fertig ist das Haus ja wohl immer noch nicht) die Probleme gab. Oder aus beiden Gründen.

    Das Frankfurter Hotel taucht auf der Website von Diaoyuntai interessanterweise sogar noch auf (als 2020 eröffnet), aber wenn man auf den Link dazu klickt, läuft der ins Leere. (Eine weitere Frage ist, ob Diaoyuntai überhaupt noch (vertraglich) für den möglichen Betrieb verantwortlich ist?!)


    Wie auch immer: Eine baldige Eröffnung scheint unter den gegebenen Umständen extrem unwahrscheinlich.

    Solange keine Chinesen wieder in Scharen nach Frankfurt kommen, wie vor 10 Jahren, als im Kaufhof an der Hauptwache alles in Mandarin ausgeschildert wurde, solange wird sich wohl kein Betreiber für dieses Haus finden.

    Selbst wenn der Motor Chinas wieder anspränge und ein neuer Betreiber gefunden würde, verginge ja sicher ein weiteres Jahr bis wieder unzählige Flieger aus Peking hier landen und das Personal für das Hotel gefunden wäre.

    Aber der Ansturm der Chinesen ist in sehr weite Ferne gerückt:

    Dieser Tage zeigt der Streit über den Teilverkauf eines Teils des Hamburger Hafens, dass es massive Widerstände in Deutschland gegen Investments aus dem Reich der Mitte gibt. Und auf dem jüngsten Parteitag der Kommunistischen Partei Chinas haben sich alle Hoffnungen zerschlagen, die Partei könnte der Wirtschaft wieder den Vorzug geben.

    Ich würde die China-Träume erst einmal begraben. Die kommen so schnell nich mehr.


    Ein Verkauf des Gebäudes und ein Umbau erscheinen daher die naheliegenste Option.

    Allerdings: In den Bau dürfte sehr viel Geld geflossen sein und in den Büchern ist der Wert sicher um ein Vielfaches höher angegeben als das, was der Eigentümer bei einem Verkauf bekäme. Die Chinesen müssten sehr wahrscheinlich große Verluste realisieren... .... Wollen die das überhaupt? Es gibt ja in China genug Beispiele solcher fertiggestellten Immobilienkomplexe, die vielleicht sogar an Endkunden (wiederum als Investment und Altersvorsorge) verkauft wurden, die aber de facto nie jemand bezieht oder beziehen will oder erneut kaufen will -- die also bloß fertiggestellte Bauruinen/Investitionsgräber sind.

    Am besten, es stellt einfach nie jemand kritische Fragen! Punkt!

    ... Könnten wir uns nicht einfach alle 'vorstellen', dass Diaoyuntai Frankfurt sei seit 2020 eröffnet und nun ein prosperierendes Luxushotel???... Diese 'Vorstellung' könnte für die Chinesen jedenfalls weitaus attrakiver sein als die traurige Realität hinter der Turnhalle vom DFB. Deswegen bin ich mir nicht sicher, ob die Eigentümergesellschaft sooo erpicht auf einen Verkauf ist -- wenn sie sich mit dem Gebäude überhaupt noch beschäftigen?!


    Ist den an dem Gebäude seit 2021 wirklich noch etwas gemacht worden, außer dem neuen Zaun? Das würde mich brennend interessieren. Sind das noch Bauarbeiten oder schon Sicherungsmaßnahmen?

    Und haben die eigentlich ausreichend Security?

    Wenn sich auch nur das Gerücht in der Stadt verbreiten sollte, dass es sich hier nicht mehr um eine 'Baustelle', sondern um 'Leerstand' handelt, dann sind morgen die Lost Places-Jäger, die Obdachlosen, die Hausbesetzer, die Vandalen usw. im Haus. Und plötzlich ist Wasser im Keller und im Dachstuhl brennt es und es zieht durch zerbrochene Fenster und der ganze hochwertige Bestand ist ruiniert. Zum Schluss kommen die Lokalpolitiker mit den Enteigungsdrohungen und das vermeintliche Tafelsilber in den Büchern der Chinesen ist futsch...

    Es lohnt sich also entweder massiv in Security zu investieren oder alsbald(!!!) zu verkaufen.


    Wobei ein anderer Eigentümer (nach einem Umbau) wohl kaum auf einen Hotelbetrieb setzen dürfte. Hieß es nicht beim Aus der Villa Kennedy, das Luxushotel sei zu weit ab vom Schuss gewesen?! Auch der Frankfurter Hotelmarkt konsolidiert, und alles jenseits des Flughafens oder der Goethe-Straße scheint es schwer zu haben; oder irre ich mich da?!

    Ich sach's euch: Eigentumswohnungen am Rennbahnpark sind die Zukunft! (*** Hip Odromo Deluxe *** wird das Projekt im Marketing-Sprech heißen. Die Scheichs werden es liiiieben... und in den Keller kommen zwei-drei Sozialwohnungen, damit's 'auch dem Gemeinwohl dient', nich wahr?!) Glaubt mir's! Investiert!! Und ganz wichtig: stellt keine kritischen Fragen!!!

  • Einen Artikel mit ähnlichem Tenor gab es vor ein paar Tagen in der FAZ (hier mit Paywall). Dem Redakteur gelang es nicht, Kontakt zum Bauherrn, der Huarong Group Deutschland, aufzunehmen. Aber die Presseberichte veranlassten offenbar eine Reaktion des Eigentümers. Denn der zuständige Ortsbeirat 5 teilte nun mit, dass er ein Schreiben von Huarong erhalten hat. Davon berichtet heute die FNP. Darin teilt ein Huarong-Mitarbeiter den Stadtteilvertretern mit, dass der Wille besteht, das Hotel fertigzustellen. Die Bauarbeiten sollen im zweiten Quartal 2024 fortgesetzt werden. Auf eine Anreise chinesischer Handwerker wird künftig verzichtet.


    Huarong zufolge ist das Gebäude zu rund 95% fertiggestellt. Der designierte Hotelbetreiber, die Diaoyutai Mansion Hospitality GmbH, ist bekanntlich seit 2021 in Insolvenz. Informationen zu einem möglichen Betreiber konnte und/oder wollte Huarong nicht erteilen. Gleiches gilt für den Zeitpunkt der Hoteleröffnung.


    Wie gewohnt, wird man abwarten müssen. Was auch sonst.

  • Ah, super. Zur dort diskutierten Frage der Gäste, hier sehe ich gar kein so großes Problem. Nahe an Flughafen, DFB, Waldstadion und dem neuen Park ist das doch attraktiv gelegen, die ÖPNV-Anbindung in die Innenstadt ist nicht perfekt, aber es gibt sie. In der chinesisch anmutenden Außengestaltung sehe ich auch kein Problem, sofern der Komfort von innen stimmt, werden die typischen Frankfurter Hotelgäste das annehmen. Ich kann mir vorstellen, z.B. die Unbound Collection von Hyatt oder die Autograph Collection oder Design Hotels Marke von Marriott hätten grundsätzlich sicherlich Platz für so etwas.

  • 2023 stellte der Ortsbeirat 5 dem Magistrat Fragen zu den Eigentumsverhältnissen und zur Fertigstellung des Hotels. Was der Magistrat jetzt antwortete:


    Auf Grund des Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung § 331 vom 22.06.2006 wurde am 06.09.2006 ein Erbbauvertrag mit der Huarong Group Deutschland GmbH geschlossen, die Eigentümerin des Gebäudes ist. Als Verwendungszweck wurde vereinbart, dass ein Hotel des gehobenen Standards mit ca. 240 Zimmern errichtet und betrieben wird. Eine Eröffnung, bzw. eine Inbetriebnahme des Hotels war im Herbst 2022 geplant. Die Bauarbeiten wurden aber eingestellt, da die mit der Bauleitung beauftragte Person Ihre Tätigkeit zum 01.01.2023 niedergelegt hat. Erst mit der Benennung einer neuen Bauleitung dürfen die Arbeiten weiter fortgesetzt werden. Dies ist bislang nicht erfolgt.

    Grundsätzlich bestand die Möglichkeit, den Heimfall zu erklären und das Gebäude an die Stadt Frankfurt am Main zurückübertragen zu lassen. Entgegen der vertraglichen Vereinbarungen wäre eine Schadensersatzforderung für die errichteten Gebäude zu erwarten gewesen. Die Stadt hätte zusätzlich die im Grundbuch eingetragenen Grundschulden in Höhe von 16 Mio. €, die zum Teil der Erbbauberechtigten selbst zustehen, übernehmen müssen, so dass die Ausübung des Heimfallrechtes nicht wirtschaftlich gewesen wäre. Das Heimfallrecht wurde daher nicht innerhalb der Fristen des Erbbaurechtsgesetzes ausgeübt.


    Weitere Möglichkeiten, den Erbbauberechtigten zur Baufertigstellung zu bewegen, bzw. Einfluss auf das Gebäude zu nehmen, wie beispielsweise Vertragsstrafen, wurden im Erbbauvertrag nicht vereinbart.


    An den Eigentumsverhältnissen hat sich demnach nichts geändert (die Insolvenz betrifft den designierten Hotelbetreiber). Ein Heimfallrecht kann die Stadt nicht mehr ausüben, denn es ist längst verfristet. Einflussnahme anderer Art lässt der Erbbauvertrag aus dem Jahr 2006 nicht zu.


    Soweit von der Straße erkennbar, was Absperrungen und geschlossene Glastüren eben erlauben, ist der Innenausbau tatsächlich recht weit fortgeschritten. Vor zwei Wochen waren Details wie Brüstungsgitter und Elektrokabel zu sehen. Außen sind erste kleine Schäden an der fertigen Fassade festzustellen. Indessen steht weiterhin die Ankündigung im Raum, oben #193, die Bauarbeiten im zweiten Quartal 2024 fortzusetzen.