Visionen/Wünsche für München?

  • Mit dem „Open Scale“ Wettbewerb suchen das Münchner Planungsreferat und das Bundesbauministerium nach Visionen für die Stadt der Zukunft:
    http://www.zukunft-findet-stadt.de/


    Vorgeschlagen wurden bisher offenbar unter anderem die Überbauung des Mittleren Rings, wieder mal das Thema Wohnhochhäuser, eine effizienterer Nutzung vorübergehend leer stehender Gebäude, ein neues Mischkonzept für das Grünwalder Stadion, und die Eingemeindung der Vororte (damit würden auf dem Stadtgebiet aktuell über 2,6 Mio Einwohnern wohnen), um damit neue Flächen für Wohnungsbau zu schaffen....
    Der Merkur präsentiert einige dieser Visionen:
    http://www.merkur-online.de/na…92E4FD8825347?popup=media
    http://www.merkur-online.de/na…ionen-zukunft-406780.html

  • Mit dem „Open Scale“ Wettbewerb suchen das Münchner Planungsreferat und das Bundesbauministerium nach Visionen für die Stadt der Zukunft:
    http://www.zukunft-findet-stadt.de/


    Diesen Beitrag finde ich sehr interessant: http://www.zukunft-findet-stadt.de/images/LeGrandMunich.zip


    München expandiert und schrumpft zugleich. Die Stadt schrumpft auf den Bereich zwischen dem Mittleren Ring, hat 500.000 Einwohner und umfasst quasi nur noch das großstädtisch geprägte München. Um das Kern-München entstehen 5 "boroughs" mit unterschiedlichem Charakter, die von weit draußen bis direkt an die Grenzen des inneren München reichen. Die bestehende Zweiteilung von Stadt München - Landkreise würde so endgültig verschwinden, siedlungsstrukturell und wirtschaftlich ist sie das sowieso schon.

  • finde ich auch

    Ja, das finde ich auch sehr interessant. Der Vorschlag vom Teamwerk gefaellt mir auch. Insgesamt finde ich es ist an der Zeit innerhalb der Stadt mehr Wohnhaeuserhochhaeuser zu bauen. Ich hoffe dass Muenchen in 20 Jahren nicht zu einem Brei von Vorstadt-Siedlungen geworden ist.

  • ^^


    Und wie tief soll der Altstadttunnel zu liegen kommen? Man müsste schon auf ca. -45 Meter, um dem Gewirr aus S-Bahn und U5 zu entkommen.

  • ^^


    Naja, das wird wohl dann wirklich nur im Bereich der Visionen bleiben. Sonst is man für diese Neuordnung gerne mal bei 2-3 Mrd. Euro :D

  • Hertie

    Für den Anfang würde es schon reichen, den unsäglichen fensterlosen Erweiterungsbau des (ex-) Hertie abzubrechen und nur den Altbau am Bahnhof zu belassen. Idealerweise sogar ohne Neubebauung. Illusorisch angesichts der Grundstückspreise, aber ein schöner Gedanke. Dank Kaufhauskrise wird der Bau womöglich ohnehin überflüssig.

  • Studenten schlagen vor, in Kirchheim/Hausen an der A99 drei Wohntürme zu bauen. Hochhauswohnen eingebettet in eine Seenlandschaft am Stadtrand zu verwirklichen, ist heutzutage insbesondere in München absolut tabu, und bleibt vermutlich reine Utopie. Trotzdem hoffen die Planer, dass auch hierzulande die Akzeptanz für diese „Bau-Typologie“ zumindest langfristig irgendwann wieder wachsen könnte.

    Visualisierung im Münchner Merkur


    Beitrag im Münchner Merkur: http://www.merkur-online.de/lo…eue-ortsmitte-665103.html

  • Wohntürme .. Akzeptanz schaffen .... Schön und gut, aber welcher Student möchte denn am Stadtrand wohnen? Das funktioniert draußen in Garching leidlich, weil die TU dort Institute hat, aber an diesem Standort?


    Wohnhochhäuser müssen in die Stadt rein, in attraktive Lagen und ästhetisch gestaltet sein. So funktioniert das auch mit der Akzeptanz für diese Bauform.

  • Also in der Süddeutschen Zeitung war vor kurzer Zeit ein Bericht, wonach in der Zukunft die Möglichkeit bestünde, die Sonnenstraße in einen Hochhaus-Boulevard zu verwandeln. Angesichts des früheren Bürgerentscheids ist dies jedoch (zumindest im Bereich der Altstadt) äußerst fraglich...

  • "Hochhaus-Boulevard"???? Das ist mal wieder die typische Münchner Neigung beimThema Gebäudehöhe sofort in Panik zu verfallen. Es ging bei den Ideen (die vermutlich ohnehin in den nächsten 100-300 Jahren keine Chance auf Umsetzung haben) lediglich darum, die vorhandene Bebauung effizienter zu nutzen, wenn etwa 2-3 Geschosse draufgesetzt würden.

  • Es ging bei den Ideen (die vermutlich ohnehin in den nächsten 100-300 Jahren keine Chance auf Umsetzung haben) lediglich darum, die vorhandene Bebauung effizienter zu nutzen, wenn etwa 2-3 Geschosse draufgesetzt würden.


    Ich bleib bei meiner laienhaften Einstellung dass das statisch nicht unbedenklich ist.

  • Martyn : es geht ja rein grundsätzlich darum, ob sich München langfristig ein städtebauliches Leitbild der innerstädtischen Verdichtung, des „Wachstums nach innen“ geben will. So schrecklich revolutionär ist das ja auch gar nicht, andere europäische Städte wie z.B. Amsterdam haben sich dieses Leitbild bereits Anfang der 1990er Jahre gegeben und verfolgen es seitdem konsequent. Planungen wie der Arnulfpark wären bei einem solchen Leitbild nicht denkbar gewesen.

  • Obwohl es sich um ein überregionales Thema handelt, stelle ich es aufgrund der speziellen Münchner Hochhaus-Debatte doch mal hier zur Diskussion rein. Die FAZ schreibt über die städtebauliche Rolle von Hochhäusern und singt dabei ein Loblied auf die weitgehend Hochhaus-lose europäische Stadt. Hochhäuser seien zu teuer im Unterhalt und deshalb sei alles über 50m grundsätzlich unwirtschaftlich. Zudem werde die Infrastruktur überfordert, wie das Beispiel L.A. zeige. Zitiert wird u.a. der Münchener Architekturprofessor Gerhard Hausladen; laut Hausladen hat „Modernität nichts mit Hochhäusern zu tun“. Allein der Stuttgarter Architekt Sobek zeigt Verständnis dafür, dass in Asien Hochhäuser gebaut werden, da dort die Bevölkerung viel schneller wächst als in Europa und auch die Chinesen bei wachsendem Wohlstand mehr als 5 qm Wohnraum pro Person beanspruchen werden.


    http://www.faz.net/s/Rub5C3A58…Tpl~Ecommon~Scontent.html