Visionen/Wünsche für München?

  • Man muss leider aber auch feststellen, dass man in München ...


    Wahre Worte! In München geht doch nicht darum, in irgendwelchen Vororten eine „gefühlte Urbanität“ oder Ähnliches zu schaffen. In den Vororten darf selbstverständlich weniger dicht gebaut werden, dort ist dieses „Urbanitätsgefühl“ doch nicht so wichtig, ja oftmals gar nicht erwünscht. Die vorstädtischen Entwicklungsgebiete sollen eine gut funktionierende Grundversorgung, Infrastruktur aber eben auch mehr Freiflächen und Grünflächen bekommen. Gleichzeitig müssen die Innenstadtbereiche gestärkt und verdichtet werden. Dort gibt es ja bereits diese "Urbanität" durch Nutzungsvielfalt, Einwohnerdichte und was auch immer. Diese Mischung gilt es auf architektonisch anspruchsvolle Art und Weise auf den gebliebenen Freiflächen fortzuschreiben (jedoch auf gar keinen Fall - wie beim Arnulfpark geschehen - krampfhaft einen vorstädtischen Gegenentwurf durchzuboxen).

  • Wünsche für 2009:


    - Bau eines S-Bahn Rings über den Südring-Ostbahnhof-Johanneskirchen-GüterNordring-Allach-Laim .. nach dem Bau der 2.Stammstrecke .. zusätliche Ring-Linie Ostbahnhof-Südring-Hauptbahnhof und Nordring HBF-OSTBF-Güternordring
    - Hochhauscluster am Ostbahnhof
    - Untersuchung U1 Verlängerung gen Norden
    - und vielleicht doch noch das ein oder andere richtige Hochhaus entlang des Hauptgleisstrangs


    :cool:
    frohes NEUES

  • passend zur Diskussion wurde an der TUM (mal wieder) bei Prof. Fink( mal wieder) ein entwurf für eine Nachverdichtung des Bahnhofsviertels bearbeitet.


    http://www.ar.tum.de/aktuell/n…/johannes-b-ortner-preis/


    Ja, dieser Vorschlag ist wirklich sehr interessant! Der Verdichtungs-Gedanke und die Mischung aus Wohn- und Büronutzung geht genau in die richtige Richtung. Das Bahnhofsviertel ist ein dicht genutzter Bereich im inneren Stadtzentrum ohne historische Bausubstanz - somit würde innovativer Architektur dort nichts widersprechen. In den letzten Jahren und bis heute entstehen im Bahnhofsviertel allerdings nur uninspirierte Renditebauten. Eine städtebauliche Aufwertung wäre eigentlich überfällig. Gibt es da denn überhaupt kein Pläne von Seiten der Stadt („Entwicklungsgebiet“ oder ähnliches?)?

  • ^^


    "Stadtverwaltung München" und "Pläne" oder sogar "konkrete Pläne"?? Das sind für mich zwei sich beißende Begriffe.
    Ich guck ja regelmäßig auf die Internetseite der Bauverwaltung und Stadtplanung. Aber leider muss man feststellen, dass selbst im Deutschlandvergleich jedes großstädtische Provinznest einfach mehr an Visionen und konkrete städteplanerische Planungen vorweisen kann. International will ich ja gar nicht daran denken... :nono:

  • Meine Visionen für München: Stärkere Einbindung der Isar in das städtische Leben mit Promenaden, hängende Gebäude über dem Wasser. Mehr Wasserflächen in der Stadt .
    Wäre schön gewesen, einen Würmkanal von Pasing abzweigend alle NMA verbindend, bis zum langweiligen Arnulfpark zu führen. Somit wäre es ein großer Wasserpark geworden.
    mehr Rekos an den Gründerzeitfassaden, die in den 50ern noch purifiziert wurden. Dazu auch passende Sprossenfenster, nicht diese häßlichen Einscheibenfenster.
    Reko des Turmes der Michaelskirche. Abriß des Kaufhofs am Marienplatz und Reko des Roman Mayr Hauses. Entrümpelung der Fußgängerzone , die Pflanzmuttern weg und die Lampen. Dafür alte Kandelaber ( z. B. Barcelona )
    An Hochhaus-Standorten aber wirkliche HH, die dan Namen auch verdienen.
    Ich weiß, alles zu visionär, ich wär mit 1 % schon zufrieden, was umgesetzt würde.

  • Ja, im historischen Kontext der Münchner Kanalbauaktivitäten gesehen wäre ein neuer Kanal entlang der Bahngleise wirklich etwas aussergewöhnliches. Klasse Gedanke, aber leider im München des Jahres 2009 nicht zu realisieren. Was neues? Ja wo kämen wir denn da hin, da könnte ja jeder kommen und überhaupt: Wozu Visionen, München führt doch alle Rankings an! :lach:

  • Eine Isarpromenade koennte man nur dort bauen, wo der Fluss auch genuegend reguliert ist, so dass Hochwasser kein allzu grosses Problem darstellt. Das waere meiner Meinung nach nur hier moeglich, mit Einbindung der Praterinsel.

  • Ja warum nicht. Ich wäre schon mit den 400 Metern zufrieden. Aber man will ja genau das Gegenteil. Nämlich die Isar "re"-naturieren. Somit eine Frage der Zeit bis hier die Mauern wegkommen.

  • Ich kann mir nicht vorstellen dass an den Stellen die Flusseinfassung jemals aufeghoben wird. Dort ist es viel zu steil und es muss ja Platz für die Straße bleiben.


  • Auch in der Ausstellung "Zukunftsmodelle" in der Rathausgalerie wurde die Nachverdichtungs-Idee des Bahnhofsviertels vorgestellt; zudem gibt es - auch von TU-Studenten - die Idee, das Gebäude des Hotel Königshof abzureissen und durch ein kleines Hochhaus zu ersetzen.








  • Zum Glück. Zumindest für das am Stachus. Die art, die mittleren Hochhäuser in die Blockrandbebauung einzusetzen und was für einen Effekt sie haben, gefällt mir jedoch.

  • Wobei mir das derzeitige Hotel Königshof – bei allem Verständnis für die Nachkriegsmoderne –überhaupt nicht gefällt. Wenn es auch Innen ein noch so exklusives Hotel sein mag, um die Fassade wär’s bei einem Abriss nicht wirklich schade.


    Die Fassade dieses HSA/Kollhoff-mäßigen Entwurfs für das Hochhaus wäre mir allerdings auch wieder zu monoton. Dann schon eher der andere Entwurf.

  • So ein Hochhaus statt Königshof = vom Regen in die Traufe. Wie fast immer bei solchen Vorschlägen aus diesen Kreisen handelt es sich um eine ziemlich einfache Möchtegerninnovation, ohne Anspruch an eine real gute Stadtraum/Stadtbildgestaltung.


    Man scheint nach der Devise vorzugehen, es ist ein Hochhaus, dann ist es anders, damit mutig und damit richtig ;)


    Der Königshof ist wirklich schlimm, allein schon wie der Baukörper auf dem Grundstück steht. Zu weit weg von der Sonnenstraße und vorne zu breit, so wurde das Gebäude zum stumpfen Klotz.

  • Mir gefällt die Hochhaus Variante besser auch wenn es zu monoton sein mag
    Mir ists lieber auf ein aus Glas hohes Haus/Hotel zu gucken als auf so ein blöden Klotz ^^ xD
    Ne spaß dafür ist er auch nicht gedacht was er innerlich bietet ist wichtig ;)

  • ich finde bevor man an verdichtungen arbeitet müsste man mal dem gesamten bahnhofsviertel ein update verpassen , gerade im prospekt beschriebenen südlichen teil komme ich mir manchmal vor wie in hinteristambul, und damit sind die weniger schönen orte istambuls gemeint, ich denke das ganze hat dann auch schon weniger was mit integration einer fremdkultur zu tun sondern schon mit ästhetikbefreiter verwahrlosung und konzeptlosigkeit.


    ansonsten finde ich die pläne in der brochüre verheißungsvoll, aber in münchen treibt man halt manchmal gute sachen etwas schleppend vorran, was ich angesichts des teuren pflasters "münchen" nicht wirklich nachvollziehen kann.