Europaviertel West (ohne Quartier Boulevard Mitte)

  • Habe mich mal in Sketchup versucht und mögliche Versionen ausprobiert.
    Die Maße entsprechen den Vorgaben des Renderings.


    Version 1:


    Version 2:



    Version 3:



    Version 4:



    Anschliessend habe ich Version 4 (wohl die wahrscheinlichste) mit Fassadentexturen versehen, natürlich konnte ich nur solche Abschnitte verwenden die auch im Rendering zu sehen sind, am Ende noch ein paar in Version 3 und am Schluss 2 im Grössenvergleich mit dem IBC, ich denke man kann sich einen guten Eindruck verschaffen :)
    Höhe: 60m
    Breite des nach Westen liegenden Hochhaussegments ohne L Erweiterung: 15m, mit L Erweiterung 27m, Breite an der basis nach Westen hin: 50m, Länge nach Norden an der basis ca. 70m.
    Geschosse Hochhaus 18, Erste Abstufung 6, Flachbau: 4



    alle Grafiken: Adama

  • Die von Teleny präsentierte Gegend sieht ja furchtbar aus. Da werden Erinnerungen an Münchens Klotzarchitektur am Arnulfpark wach - ich will mir lieber nicht vorstellen, wie diese Tristesse nach 20 Jahren Einwirkung von Wind und Wetter aussehen wird...

  • Adama : Version 1 halte ich für ausgeschlossen, da wäre wohl für Wohnungen zu viel nicht sinnvoll nutzbare Fläche im Kern.



    Was spricht denn dagegen, dass das Hochhaus die Form haben wird wie der dunkelrote Bereich im Rahmenplan? Also zwei versetzte Rechtecke, wie das Selmi-Hochhaus.


    Die Höhe des Sockels wird wohl der Blockrandbebauung entlang der gesamten Europa-Allee entsprechen. Im Rahmenplan sind dort sieben Stockwerke vorgesehen (römische Ziffern, inkl. Erdgeschoss).

  • spricht gar nichts dagegen, es sind nur Ideen die ich skiziert habe auf Basis der vorliegenden Infos aus dem Rendering, wie die nicht gezeigten Gebäudeteile gestaltet sind werden wir wohl später erfahren.
    Der Sockel ist genau danach von mir gestaltet worden.


    Version 1 halte ich auch für nicht wahrscheinlich, aber wer weiss, wollte es einfach mal gezeigt haben.

  • Wie in #254 geschrieben, wurde für das Wilma-Wohnhochhaus ein Gutachterverfahren ausgerichtet. Einen zweiten Rang belegte dabei das Frankfurter Büro happarchitecture. Das ist der Entwurf:





    Bilder: happarchitecture


    Hier würden es 161 Wohneinheiten werden. Weitere Pläne gibt es auf der Website des Büros.

  • toller Fund, vielen Dank, gefällt mir weitaus als der andere Entwurf, gerade durch die fliessenden Formen.
    Vielleicht kommt happ ja auf der gegenüberliegenden Seite zum Zug...


    Was mich allerdings verwundert das Wilma Bauen und auch der aus dem Wettbewerb hevorgehende Gewinner Meixner Schlüter Wendt Architekten keine aussagekräftigen Visualsierungen veröffentlichen.

  • Der erstplatzierte Entwurf soll laut Wilma noch überarbeitet werden. An der Stelle des künftigen Bauherrn würde ich mich in dieser Phase auch mit Visualisierungen zurückhalten. Dass nicht alles aus einem Gutachterverfahren publik gemacht wird, liegt in der Natur der Sache, erst recht bei einem privaten Auftraggeber.


    Mit der Visualisierung ist Happs Entwurf natürlich erst einmal sehr präsent. Ein Vergleich mit der ganz anders dargestellten MSW-Arbeit ist von daher nicht ganz fair. Prägnant ist der zweitplatzierte Entwurf allemal, ich halte ihn ebenfalls für ansprechend. Beim Betrachten der Visualisierung kriege allerdings nicht aus dem Kopf, immer wieder an das noch immer nicht vollständig verblichene Technische Rathaus zu denken.


    Warten wir ab wie MSW ihren Entwurf weiterentwickeln. Unabhängig davon mangelt es im Europaviertel nicht an weiteren Möglichkeiten, dem lange in der Versenkung verschwundenen Konzept Wohnhochhaus neuen Atem einzuhauchen. Wichtig ist, dass das Eis auch im mittelpreisigen Bereich einmal gebrochen wird (der Taunus-Wohnturm spielt in jeder Hinsicht in einer anderen Liga). Abgesehen von dem Baufeld gegenüber sieht die Planung zwischen Europagarten und Emser Brücke noch vier Mal 60 m sowie einmal 80 m und einmal 100 m vor. Wenn ich das richtig sehe, wären auf allen Baufeldern Wohntürme zumindest möglich. Es kann also noch viel passieren, eine große Bandbreite bei der Gestaltung wäre dabei wünschenswert.

  • Ist der Standort des Wohnhochhauses eigentlich auch im Hochhaus-Rahmenplan festgelegt? Ich finde, dass solch ein Gebäude näher am Messe-Cluster, sprich Europaviertel-Ost, besser platziert gewesen wäre und so für mehr Urbanität hätte wirken können. Aber so geht die Aussicht vom Balkon direkt auf das Rebstock-Parkhaus...Schade!

  • Für mich ist das so in Ordnung, denn das HH bildet immerhin den westlichen Auftakt zum Europaviertel. Einer guter Teil des Messeparkhauses sollte zudem für die Bewohner vom gegenüberliegenden Wohnturm verdeckt werden.
    Näher am Messecluster sind für die geforderte Urbanität doch weitere HH-Standorte ausgewiesen, worauf Schmittchen in seinem letzten Post ja auch hingewiesen hat.

  • Baufeld 3d - EuropaQuartett

    Ergänzend zu Post 257 hier einige weiterführende Infos zum Projekt:


    HochtiefProjektentwicklung realisiert für ABG Holding das Projekt.


    Die derzeitigen Gründungsarbeiten führt Bilfingers Grund- und Pfahlbau (mit abgeklebten Logos) durch.
    Der Rohbau wird errichtet von Fa. Weisenburger, Rastatt.


    Das Projekt beinhaltet neben 139 Wohnungen und einem Supermarkt noch eine Tiefgarage mit 225 Stellplätzen.


    Projektflyer mit allen Infos + Bildern: http://www.hochtief-projektent…oc/pdf/EuropaQuartett.pdf


    und ne WEBCAM gibt es auch: http://www.hochtief-projektent…html/popup/webcam_eg.html

  • Adama, das ist eine interessante Visualisierung, nur fällt auf, dass das Gelände, auf dem der Bouwfonds gerade in die Vermarktung gehen wird (ehemals Territorium der Vivico und eigentlich nicht zum Europaviertel zugehörig) hier eine Parklandschaft zeigt.
    Wäre m.E. in der Realisation sehr schön gewesen, statt diesem schmalen Streifen ("Taschenpark") von der Idsteiner Straße zur Niedernhausener Straße
    wie er nun Realität ist.

  • Parkend, leider kommt man nicht näher dran. Von der Menge der Bewehrung, die herumliegt, nach z urteilen, müssen die Arbeiten in den Untergeschossen oder Bodenplatte voll im Gange sein.


    Das Projekt von HTP kommt zügig voran



    Auch die Kombüse ist einsatzbereit... :D


    Verbindungsstraße zum Gallus


    Einblicke ins Gallus... :runaway:


    Hatten wir das schon? Bodenerkundungsbohrungen auf dem Baufeld, welches im nachfolgenden Bild in der Mitte zu sehen ist.


  • Soweit sieht die Architektur durchschnittlich aus - leider eher langweilig. Woher stammt die Fantasielosigkeit? Es wirkt sehr vorortsmässig, wo ist die Großstadt? Ich hoffe wirklich, dass die kommenden Projekte interessanter werden.


    Sonst finde ich auch dass das Europaviertel schlecht an die umgebende Stadt angeschlossen ist. Es wirkt in vielen Fällen wie eine Insel in Frankfurt. Es gibt eine "echte" Strasse, die Europaalle, sonst gibt es ganz wenig Seitenstrassen die für die Öffentlichkeit zugänglich oder überhaupt interessant sind. Die Seitenstrassen von der Europaalle enden meistens abrupt und haben, so wie es aussieht, nicht viel anzubieten - ähnlich wie die Zeil heute.


    Es ist einbisschen komisch dass die Europaalle sehr gross und prächtig wirken soll, aber hinter der Fassade von "Champs Elysee" sieht es wie in einem kleinen Dorf aus. Die Häuser haben keine Gesichter und es sieht aus wie ein unendliches Hinterhof.


    Bitte mehr Fantasie und Stil. Das muss nicht unbedingt mehr Geld kosten.


    In Ergänzung zu den vielen Bildern vom Europaviertel-West hier einige Bilder ... (Mod: Zitat gekürzt, für den gesamten Text bitte auf das blaue Quadrat mit Pfeil klicken. Bitte keine Bilder und keine vollständigen Beiträge zitieren.)

  • Wohnhochhaus auf Baufeld 4a (Quartier "Boulevard West")

    Ebenfalls einen zweiten Rang in dem kürzlich durchgeführten Gutachterverfahren (s. o.) belegte ein Team aus der Magnus Kaminiarz & Cie. Architekturgesellschaft und Frank Kiessling Landschaftsarchitekten. Magnus Kaminiarz war seit 2003 in einer Partnerschaftsgesellschaft mit Jo. Franzke verbunden, inzwischen dürfte die Zusammenarbeit geendet haben. Das ist der - zwangsläufig gemeinsam mit happarchitecture - zweitplatzierte Entwurf:



    Bilder: Magnus Kaminiarz & Cie. Architekturgesellschaft / Frank Kiessling Landschaftsarchitekten / Wilma Wohnen Süd

  • Ich bin echt gespannt auf weitere Visualisierungen des Siegerentwurfes, denn bisher gefallen mir beide zweite Plätze wesentlich (!) besser. Nicht nur als Solitär, sondern auch im Kontext des Europaviertels.

  • Central & Park

    Um das Projekt von Bouwfonds Frankfurt auf dem dreieckigen, vormals Vivico gehörenden Areal südlich des künftigen Europagartens ging es zuletzt in Beitrag #253. Heute berichtet die Immobilien-Zeitung, dass dort 25 Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 380 Wohnungen geplant sind. Trotz dieser beachtlichen Anzahl von Gebäuden sollen über 70% der Fläche des insgesamt 32.000 m² großen Baugrundstücks Grünfläche bleiben. Auf der restlichen Fläche entstehen Wohnhäuser deren Höhe von Norden nach Süden von sechs auf drei Geschosse abnimmt.


    Die Wohnungen sollen 64 bis 200 m² Wohnfläche erhalten. Die Preise beginnen bei 2.930 Euro/m². Drei Architekturbüros wurden mit der Planung beauftragt: Planquadrat (Darmstadt), Landes & Partner und Arctec (beide Frankfurt).


    Die Planung ist wohl noch nicht in allen Teilen abgeschlossen, wie diese kleinformatige Visualisierung nahelegt:



    Bild: Bouwfonds Immobilienentwicklung

  • Erinnert mich beim ersten Blick stark an das Neu-Isenburger Westend. Diese städtebauliche Struktur im Stil der 70er-Jahre mit ihren viel zu großen halböffentlichen Grünflächen ist doch neben Reihenhäuschen und 50er-Jahre-Zeilenbauweise das schlimmste was man einer Stadt antun kann.
    Ständig wird erzählt dass sich zukünftig nur noch durch Nachverdichtung neue Wohnungen in Frankfurt unterbringen ließen. Hier hat man mal die Chance es gleich richtig zu machen, und dann kommt sowas bei raus. Wobei in diesem Fall aber der schwarze Peter bei der Stadt liegt die diesen Bebauungsplan zu verantworten hat.


    Bezüglich der Hochhäuser am westlichen Ende, schließe ich mich meinen Vorrednern an. Auch mir gefallen beide zweiten Plätze deutlich besser als der Siegerentwurf.

  • Das Gesamtkonzept wirkt auf den ersten Blick recht einfallslos. Es scheint so, als würden sich die Gebäude entlang des Europagartens alle bis in's kleinste Detail ähneln. Auch die zweite Reihe dahinter scheint nach diesem Muster gestrickt. Mag ja sein, dass es ökonomisch ist, einen Gebäudetypt nur einmal planen zu müssen. Die Bebauung entlang der Schwalbacher Straße wirkt im vergleich dazu sehr viel facettenreicher. Schade eigentlich, vor allem um die Parkrandbebauung!