Leipzig: Planungssituation

  • Ranger :


    Ja da hast du vom architektonischen Standpunkt vollkommen Recht. Vielen Dank für den Verweis auf die Kirchenseite sind wirklich interessante Sachen dabei.


    Am Ende wird sich ja sowieso nach dem Kosten gerichtet. Und wer hat schon Geld für eine prachtvolle Kirche, zumal ja den Kirchen die Schäfchen weglaufen und keine Abbitte mehr eingetrieben wird...
    Die Probleme hat man in anderen Glaubensrichtungen wohl nicht, siehe den Neubau der Kölner Moschee. Die Pläne sehen ja gut aus so etwas könnte ich mir hier auch vorstellen (natürlich nur rein von der Wertigkeit der Architektur ;) ).
    Will sagen: meiner Meinung nach besteht, seitens der Kirche, gar nicht die Motivation etwas Einzigartiges zu schaffen solche Bauten wie wir sie uns wohl wünschen sind in der heutigen Zeit weder realisierbar noch sinnvoll (für die Kirche) .

  • Georg-Schumann-Str. wird zum Efre-Fördergebiet

    Lt. diesem Lizzy-Artikel soll die über 5 km lange Georg-Schumann-Str. mittels Förderprogrammen wieder zu einer lebensfähigen, kleinteiligen Geschäftsstraße werden, um dem schleichenden Verfall der Nordwest-Magistrale nach nunmehr 18 Jahren endlich entgegenzuwirken. Fördermittel wurden beim Freistaat für 2009/2010 beantragt. Bis dahin will die Stadt konkrete Pläne auf den Tisch legen. Gehörte diese Straße vor der Wende noch zu den eher vorzeigbaren Straßen in Leipzig, hat sie inzwischen einen Zustand erreicht, der jenseits von Gut und Böse ist. Leerstehende Häuser, zugenagelte Geschäfte und Vandalismus, wo das Auge hinsieht.


    Ein paar Bilder vom aktuellen Zustand der Georg-Schumann-Straße:



    Bild: Cowboy



    Bild: Cowboy



    Foto: leipziger

  • forum thomanum

    Das forum thomanum e.V. hat ein Grundstück in der Schreberstraße 8-12 erworben. So kann der Weiterbau des Bach-Campus'es weiter gehen. PM-Info: forum thomanum leipzig

  • Zu 217# und 218#: die Georg-Schumann-Straße ist eigentlich ein eigenes Thema wert. Neben der schon genannten Sanierung werden aktuell in Nähe zu Lützowstraße und Lindenthaler Straße auch zwei Häuser saniert. In den letzten 2 Jahren sind in dem genannten Bereich sogar ein dutzend Eckhäuser an stark befahrenen Kreuzungen saniert worden: so zur Wiederitzscher Straße und zur Lindenthaler. Zusammen mit den geplanten Neubauten für ein Einkaufszentrum und ein Seniorenwohnheim könnte leichter Optimismus aufflackern. :poke: Sieht man sich die ordentlich sanierten Häuser direkt an der Schumannstraße an (ja, die gibt's auch!), kann man nicht von hohem Leerstand sprechen.
    Vielleicht doch eine Chance für die Straße? :confused:
    post scriptum: das Haus auf dem dritten Photo von leipziger bietet die LWB aktuell zum Kauf an.

  • Aus der Dienstberatung des Oberbürgermeisters:
    Bebauungsplan für Stadthäuser an Windscheidstraße


    Zur Revitalisierung einer innerstädtischen Brachfläche an der Windscheidstraße im Stadtteil Connewitz soll ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Oberbürgermeister Burkhard Jung wird im November die von Baubürgermeister Martin zur Nedden erarbeitete Vorlage zur Beschlussfassung in die Ratsversammlung einbringen. Das ehemals von einer Gärtnerei genutzte Areal befindet sich zwischen Richard-Lehmann-Straße, Windscheidstraße und Gustav-Freytag-Straße. Aufgrund seiner integrierten Lage im innerstädtischen Bereich ist es besonders als Standort für Stadthäuser geeignet. Die Aufstellung des Bebauungsplanes soll dafür die rechtlichen Grundlage schaffen. Ein bereits vorliegender städtebaulicher Gestaltungsentwurf wird in den Planentwurf eingearbeitet. +++ PM: Stadt Leipzig

  • Aus der Dienstberatung des Oberbürgermeisters:
    Bebauungsplan „Schleußig-Süd“


    Der Bebauungsplan „Schleußig Süd“, der ein rund 26 Hektar großes Gebiet südlich der Rödelstraße und östlich der Weißen Elster umfasst, soll öffentlich ausgelegt werden. Darüber informierte Baubürgermeister Martin zur Nedden in der Dienstberatung des Oberbürgermeisters. Ziel der Planung ist es, den historisch gewachsenen Charakter des zum größten Teil bebauten Gebietes zu erhalten und eine entsprechende planungsrechtliche Grundlage zur Beurteilung von Bauanträgen zu schaffen. Damit soll eine maßvolle Entwicklung für bislang unbebaute Grundstücke sowie beim Um- und Ausbau vorhandenere Gebäude gewährleistet werden. Der genaue Termin der Auslegung des Planentwurfs wird gesondert bekannt gegeben.


    Die rund 280 zum größten Teil bebauten Grundstücke im Plangebiet sind charakterisiert durch ein weitgehend harmonisches Mit- und Nebeneinander von Gebäuden und Gärten mit teilweise hohem Baumbestand. Die meist villenartigen Häuser weisen eine große architektonische Vielfalt auf. Vom Historismus und Jugendstil über Art decó, Reform- und Werkbundarchitektur, Bauhausstil und den so genannten Heimatstil der 30er Jahre bis zu Häusern aus den siebziger und neunziger Jahren finden sich hier nahezu alle Stile des 20. Jahrhunderts. +++ PM: Stadt Leipzig


  • Bebauungsplan für Stadthäuser an Windscheidstraße


    Also in dem Planquadrat, wo auch aktuell der neue Lidl gebaut wird (Eröffnung im Oktober).


    Ich finde es gut, dass Leipzig wieder "back to the roots" geht. Früher wurde auch zuerst der innere Stadtkern verdichtet, bevor man auf der grünen Wiese etwas Neues hochgezogen hat. Leider kam ja der Krieg dazwischen. Wenn es qualitativ hochwertige und anschauliche Stadthäuser sind, lässt sich nichts dagagen sagen. Wenn es jedoch nur darum geht, billigen Wohnraum in einer attraktiven Großstadt zu schaffen dann kann das langfristig gesehen nicht der richtige Weg sein. Habe gerstern erst eine Anzeige gelesen, in der jemand sein Stadthaus wieder verkaufen will. Vielleicht weils ihm selber nicht gefällt? :D :(

  • Wie ich gestern bei LeipzigFernsehen gesehen habe, soll die B2 ab Goethesteg tiefer gelegt werden. So soll sie nicht mehr durch die Agra-Park verkehren, sondern durch einen über 100(0) Meter langen Tunnel. Dies würde etwa 20 Millionen Euro kosten. Für den agra-park wollen Landschaftsarchitekten ein schönes Ausflugsziel gestalten. Beide Städte, Leipzig und Markkleeberg wollen dort "gemeinsam" was errichten.

  • Was mich wundert ist die Aussage "wie der Tunnel in der Jahnallee"! Was hat denn die Straßenbahnunterführung mit einem Tunnel für PKW zu tun? Meinen die das auf die Länge bezogen, oder soll der "Tunnel" durch den agra-Park gar kein Tunnel, sondern auch nur eine tiefergelegte Trasse werden? Fragen über Fragen. Aber da haben wir ja noch ein Jahrzehnt Zeit. Wobei ich mir gar nich vorstellen kann, das man sich wirklich solange damit Zeit lassen will. Das agra-Gelände gammelt ja derzeit irgendwie ein wenig dahin...da wäre das ganze irgendwie dringender.
    Wie heut bei LF zusätzlich noch zu lesen ist, soll im agra-Park zusätzlich ein Ökohaus sowie ein japanischer Garten mit Koi-Becken errichtet werden.

  • Unterführung Jahnallee:




    Man meinte damit sicher, es wird eine Rampe geben.. ein 1000 Meter langer Tunnel und wieder eine Rampe. Gutes Beispiel im Kleinformat: Tunnel Jahnallee.

  • ..LVZ steht ja auch für VOLKSzeitung..
    ..manchmal muss man eben griffige Beispiele bringen, denn sonst glaubt man wohl, die Leute verstünden nicht, was mit einem Tunnel so gemeint sein könnte... :D

  • Großmarkthalle geplant


    Wie schon öfters gehört, ist es geplant, auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz wieder eine Markthalle zu errichten. Ob nun im historischen oder modernen Stil, ist noch offen. Martin zur Nedden, Baubürgermeister und die GRÜNEN sprechen sich für diesen Platz und Vorhaben aus. Auch die SPD-Fraktion findet dies gut, macht sie nur wie immer Sorgen.


    Eine Rekonstruktion soll es wie damals mit 11.000m² nicht geben. Mehrere Investoren haben sich beteiligt, aktuell steht die Leipziger Stadtbau AG für diesen Platz im Visier. Eingerichtet werden soll ein Frischmarkt, mit Gastronomie (inkl. Freisitz) und einer Kaufhalle.


    Das Projekt stehe jedoch nicht vor 2011. Weiteres in der heutigen LVZ.

  • ^ Du bringst da einiges durcheinander. Zunächst ist keine Großmarkthalle geplant, die gibt es bereits in Radefeld, als Nachfolger des Kohlrabizirkus'. Weiterhin ist nicht seitens der Stadt geplant, eine solche Markthalle zu bauen und es gibt auch nicht mehrere "Bewerber".


    Die Stadtbau AG ist auf die Stadt zugekommen und möchte die Markthalle nach historischem Vorbild rekonstruieren. Problem dabei ist der 1991 beschlossene Bebauungsplan, der für das gesamte Areal auf dem jetzigen Leuschner-Platz mehrgeschossige Bebauung vorsieht. Dieser Plan müsste geändert werden. Die Stadt sieht hierbei keine Eile, weil das Gelände sowieso erst ab 2011 zur Verfügung stehe. Die Grünen wiederum wollen zügig baurecht schaffen. Ein entsprechender Antrag wird am 17. Dezember im Stadtrat diskutiert. Die Stadt will allerdings alle Aspekte abwägen, Stadtbaurat zur Nedden will dazu im Frühjahr 2009 im Rahmen eines Workshops eine tragfähige Nutzungsstudie für das Areal Leuschnerplatz beauftragen, die auch die Auswirkungen so einer neuen Handelseinrichtung auf das Stadtzentrum und die Karl-Liebknecht-Straße betrachtet. Die SPD hält es alleridngs für unrealistisch, dass wieder 11.000 m² nur für den Frischmarkt zur Verfügung stehen sollen.


    Die Stadtbau AG selber will auch die noch vorhandenen Kellergeschosse der Markthalle für den neuen Bau nutzen, Ziel ist es, die Markthalle zeitnah zur City-Tunnel-Station zu eröffnen.


    Meine Meinung: was besseres kann dem Leunschnerplatz nicht passieren. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass die Auswirkung auf Innenstadt und Karli marginal sind und sich eher Multiplikationseffekte ergeben werden. Beide Gebiete sind keinesfalls durch Frischehändler geprägt.

  • ^ Danke für deinen - wie gewohnt fundierten - Beitrag. Deine Meinung zur Markthalle teile ich ebenso. Da ich mich gerade in Freiburg (Brsg) befinde und ich gestern in so einer innerstädtischen Markthalle gespeist habe, kam mir der Gedanke mit der geplanten Markthalle in Leipzig wieder in den Sinn. So etwas fehlt in Leipzig wirklich noch. Hoffen wir, dass sie so wie die lsbag das anstrebt auch realisiert wird.


    Hier noch ein Link zur Freiburger Markthalle.

  • ^ mein wissensstand entspricht dem von dase. da ich die heutige lvz nicht in den händen gehalten habe, weiß ich natürlich nicht, was das blättchen für informationen streut.
    fakt ist, dass die historische markthalle nicht nur ein riesiger beitrag zur stadtreparatur wäre, sondern ebenfalls die regionalen anbieter von lebensmitteln stärken würde. dann würden sich einige leute überlegen, ob sie zum discounter gehen, oder mal flugs in die markthalle schauen.


    sicherlich hat leipzig vor dem stadion oder auf den märkten reichlich angebote, aber diese sind halt nicht jeden tag verfügbar. und wenn die tunnelstation fertig ist, ist der leuschnerplatz neben dem hauptbahnhof einer der hauptknotenpunkte.
    und 11000qm müssen doch nicht vollständig mit ständen gefüllt sein. es könnte auch gastronomie u.ä. mit eingebaut werden.


    die stadt restauriert pfarrhäuser und parkanlagen nach historischem (also vorkriegs-) vorbild. was also spricht gegen die erste und vielleicht einzige reko in leipzig?


    dieser bebauungsplan von 1992 hatte leipzig ja noch als dienstleistungsboomtown im fokus. was draus geworden ist, sehen wir an der prager straße, oder dem jahrtausendfeld.


    denke ich an von mir bereiste spanische oder auch polnische städte, weiß ich nur: eine markthalle ist charmant.
    also her damit, stadtbau ag!