Leipzig: Sonstige Projekte außerhalb der Innenstadt

  • Dass der Radweg beidseitig genutzt wird ist erlaubt. Ist aber vor allem ein Resultat der kaum vorhandenen Querungsmöglichkeiten - ganze zwei zwischen Kollwitz- und Karl-Tauchnitzstrasse.



    Das mit den vier Fahrstreifen nur für Autos im Zusammenhang mit einer Großstadt ist eigentlich Unsinn. Paris mit 12 mio. und London mit 9 mio. EW gehen ganz andere Wege bzw. haben wie London im Zentrum kaum Möglichkeiten zu vier Fahrstreifen. Das ist in der kleinen Großstadt Leipzig sicher kein Problem.

  • Sehe ich komplett anders. In einer Großstadt kann ich erwarten, dass es im Zentrum eine vierspurige Fahrstraße gibt. Zumal es auf beiden Seiten entlang der Ebertstraße einen Radstreifen gibt. Schlimmer finde ich da die Radfahrer, die auf beiden Seiten in beide Richtungen unterwegs sind. Das ist für die Fußgänger viel problematischer.


    Nein, warum? Der Verkehrsbedarf ist auf dieser Straße nicht so hoch, dass eine dauerhafte Vierspurigkeit erforderlich ist. Wobei ich die Radwege an dieser Straße jetzt ausreichend finde. Verbessern könnte man den Radstreifen vom Waldplatz kommend, eine einspurige Weiterführung und damit ein mögliches Vorziehen des Radstreifens bis zur Ampel wären durchaus möglich.


    Problematischer sind in der Tat die Querungsmöglichkeiten. Die sind größtenteils nicht vorhanden oder viel zu klein dimensioniert wie an der Fußgängerampel. Obwohl dort ausreichend Platz zur Verfügung steht. Und natürlich das leidige Thema des Linksabbiegens für Radfahrer am Westplatz...

  • ^ die Fußgängerampel wird ja zum Glück verbreitert. Aber da krankt es ja schon am viel zu schmalen Fuß- und Radweg zwischen Ebertstrasse und Ring. Warum hier keine doppelte Breite mit klarere farblicher Kennzeichnung von Fuß- und Radweg zustande kommt, weiß niemand.

  • Sehe ich komplett anders. In einer Großstadt kann ich erwarten, dass es im Zentrum eine vierspurige Fahrstraße gibt. Zumal es auf beiden Seiten entlang der Ebertstraße einen Radstreifen gibt. Schlimmer finde ich da die Radfahrer, die auf beiden Seiten in beide Richtungen unterwegs sind. Das ist für die Fußgänger viel problematischer.

    Hoch lebe die Autodiktatur! Städte sind zuerst für Menschen (egal ob Groß- oder Kleinstadt)! Menschengerecht heißt Prio für ÖPNV, Fuss- und Radverkehr. Danach Anlieger- bzw Lieferverkehr. Der Rest außen rum. Schon mal gefragt, warum jede kleine Kommune ne Umgehungsstraße will (und oft auch bekommt), während Hinz & Kunz durch die Städte ballern, und Anwohnern, Fussgänger:innen und Radfahrenden das Leben zur Hölle machen darf? Von exorbitanten externalisierten Infrastrukturkosten, immensem Flächenverbrauch und Asphaltversiegelung ganz abgesehen ...

    Deine Erwartungen sind die der 1950er Jahre. Dort scheinst du (und da bist du leider nicht allein) intellektuell stehen geblieben. Ignorant ggü dem himmelschreiend ungerechten Status quo als brand image und scheinbar stolz darauf. Sorry, aber auf solche Antworten kann ich nur mit Polemik zurückschießen.


    Kurz noch zum eigentlichen Punkt: Der Radstreifen dort ist eine Zumutung und in einer Großstadt kann ich erwarten, dass es im Zentrum eine sichere und ausreichend breite Radstraße gibt.

  • KSN368 Es ist nicht das erste Mal, dass so ein hysterischer Beitrag zum Thema Verkehr von dir kommt. Ich lass mich auch gern mal zu leidenschaftlichen und polemischen Worten hinreißen, aber Beleidigungen wie "intellektuell stehen geblieben" passen nicht zum gleichzeitig formulierten Anspruch, "menschengerechte" Forderungen zu erheben.


    Im Übrigen sind es Menschen, welche die Autos fahren und über Infrastruktur entscheiden. Der Begriff "Autodiktatur" ist Quatsch, da über solche Dinge im Rahmen unseres demokratischen Systems entschieden wird.


    Die genannten Stellen finde ich aus Fahrrad-Perspektive partiell verbesserungswürdig, habe sie bisher aber nicht als Zumutung erlebt. Ob die KfZ-Spuren am Westplatz angemessen sind, kann ich als Nicht-Anwohner und ohne Blick in die Zahlen nicht beurteilen. Eine Verschmälerung würde dort eigentlich nicht viel nutzen, da gerade am Westplatz eigentlich keine Platznot herrscht.


    Leipzig steht im ADFC-Ranking ziemlich gut da und ruht sich nach meiner Wahrnehmung keineswegs darauf aus. Thomas Dienberg und Burkhard Jung sind bei der Rückdrängung des KfZ schon recht exponierte Köpfe, die dafür auch hart angegriffen werden. Zaubern können die nicht. Ich habe als PKW-Nicht-Nutzer auch andere Traumvorstellungen, finde aber Empathie und Verständnis für andere Positionen und Realitäten wichtig.

  • KSN368


    Leipzig steht im ADFC-Ranking ziemlich gut da und ruht sich nach meiner Wahrnehmung keineswegs darauf aus.

    Es sei kurz erwähnt, dass Leipzig im genannten Ranking eine 3,84 bekommen hat: Also ein "Bestanden". Zusätzliche steht in der Tabelle auch, dass eine "relative Konstanz" bescheinigt wurde: Also keine wesentlichen Verbesserungen. Kann daher nicht ganz deine Einschätzung teilen, dass Leipzig "ziemlich gut" da steht und sich "nicht darauf ausruht".

    Naja und wenn die fahrrad"freundlichste" Stadt Bremen auch nur ein "Bestanden" bekommen hat, finde ich die Zuspitzung "Autodiktatur" gar nicht soooo falsch.

  • Ziegel Ich hab ausdrücklich von Polemik gesprochen, d.h. ich hab keinen Anspruch auf besonders rücksichtsvolle Sprache erhoben. Dass ich bei dem Thema austeile, liegt am Status quo und wie damit umgegangen wird. Menschen fahren Auto, weil es ihnen extrem einfach gemacht wird. Menschen würden gerne Radfahren, es wird ihnen aber quasi infrastrukturell verboten!! Frag bitte mal im weiblich gelesenen Umfeld oder bei Familien mit Kindern nach. Ich habs so grundlegend satt mir das Gejammer von autofahrenden Menschen anzuhören, oder von denen die meinen es wäre eine Art verbrieftes Sonderrecht in der Stadt. Autofahren ja, aber eben gerecht!! Und davon sind wir Lichtjahre entfernt. Vielleicht bin ich naiv, aber Empathie und Verständnis für die, die von der freien Verkehrsmittelwahl ausgeschlossen sind (Kinder, Frauen, Menschen ohne Führerschein, Menschen die sich kein Auto leisten können, etc etc) scheint in der Gesellschaft nahe null zu sein. Warum wohl? Du kennst die Antwort genauso gut wie ich.


    Wenns nach der Wählerschaft in Leipzig gehen würde, gäbe es längst mehr Radwege. Wenn es nach der Wählerschaft in den innenstadtnahen Stadtteilen gehen würde, wäre der Ring wahrscheinlich schon weitgehend autoarm. Wo genau ist hier die demokratische Balance gewahrt? Die Kommune darf nicht mal 30 anordnen, geschweige denn die dringend nötige Wende hin zu inklusiver und fairer Verkehrsraumaufteilung gestalten. Sorry again, um den heißen Brei drumrumreden können andere machen. Die Realitäten sind mir bekannt. Ich akzeptiere sie aber nicht, weil sie fundamental die Lebensqualität der Mehrheit der Stadtbevölkerung beeinträchtigt. Wenn dir das zu hysterisch ist, dann genieß halt weiter deine Privilegien, statt sich für mehr Gerechtigkeit einzusetzen.


    P.S. weil ich im anderen Thread gerade deine Antwort auf LEt's go! gesehen habe. Mir gehts offensichtlich nicht darum diktatorisch iwas umsetzen zu wollen. Es muss nur erstmal in die Köpfe, welche absurden Privilegien der MIV auf Kosten der Allgemeinheit genießt. Wenn man das nicht mal Willens ist anzuerkennen, wo soll da die Basis für vernünftige und sachgerechte Zukunftsgestaltung sein? Ja, es geht glücklicherweise voran in Leipzig. Und ich weiß, dass es viel positives Engagement im Stadtrat und anderswo gibt, aber deswegen muss ich doch nicht permanent jeden Baby-Step abfeiern. Der Zustand ist nach wie vor katastrophal, weil der Ausgangszustand eine absolute Dystopie war, geboren aus der - auch wenn dir der Begriff nicht passt - Autodiktatur der Nachkriegszeit. Etliche sind noch heute in dieser Dystopie gefangen. Andere waren schon mal in Utrecht ...

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  • Kann es sein, dass deren Bau hier noch nicht gezeigt wurde? Ich finde nur diesen als den aktuellsten Beitrag.

    Es ging um den Quarterback-Firmensitz. Seit 2020 wurschtelt man an dem Gebäudekomplex herum, man sieht auch tatsächlich noch Arbeiter vor Ort. Auf der Website wird der eigentliche Firmensitz als fertiggestellt bezeichnet. Hier also ein paar Handyfotos. Einen extra Ausflug mit Kamera ist der Kasten nicht wert.


    5ddw2ear.jpg


    9ilgkhgk.jpg


    Quelle: https://www.quarterback-immobi…/quarterback-headquarter/


    Visualisierung und Realisierung stimmen angenehm überein. Die Eingänge wurden sogar verklinkert statt verblecht. Was ich aber überhaupt nicht verstehen kann: warum hat man für die horizontalen Klinkerbänder oberhalb der Fenster nicht den gleichen roten Klinker verwendet wie beim Sockel? So war es doch auch visualisert. Stattdessen hat man eine nur geringfügig dunklere Variante genommen, wodurch ein seltsam fleckiges und unregelmäßiges Bild entsteht. Das kann meine Handykamera tatsächlich nicht wiedergeben, aber vor Ort fällt es dem aufmerksamen Beobachter auf. Definitiv ist es nicht der gelbe, hauptsächlich verwendete Farbton.


    ms26qlot.jpg


    lwup4yll.jpg


    uax8fq5h.jpg


    tmo35n83.jpg


    hqeox45o.jpg


    lama8vz4.jpg


    3gzfas2k.jpg


    Ich finde es für ein Unternehmen wie Quarterback ganz besonders peinlich, am eigenen Bauvorhaben so lange herumzubasteln, aber die werden ihre Gründe haben. An der nördlichen Gebäudeseite sieht es auch noch nach lost place aus, davon hier kein Foto.

  • Laut heutiger LVZ soll auf dem Areal Rackwitzer Str. 38-42 durch den aktuellen Besitzer und CE Projekte bis 2026 eine Flüchtlingsunterkunft für bis zu 660 Menschen entstehen. Anschließend kauft die Stadt das Areal. Der Stadtrat soll im Mai darüber abstimmen.

    Die bisherigen Pläne werden wohl auch so ähnlich umgesetzt.


    https://ce-projekt.de/objektdaten-green-home/

  • ^^ beim Hinterbau des Quarterback-Immobilien Hauptquartiers, also dem ehemaligen PWC-Gebäude gab es meiner Beobachtung nach einige Schwierigkeiten. Das Gebäude wurde ja komplett entkernt, aber es wurden - anscheinend ungeplant - auch viele Böden herausgenommen und ersetzt (wochenlange Dauerbeschallung mittels Presslufthammer waren eine Tortur für die Anwohner:innen des angrenzend Lipsia-Gebäudes). Nun sieht zumindest alles bis auf das Erdgeschoss und der Keller recht weit aus. Was dort das Problem ist weiß ich nicht. Auch wurde vor wenigen Wochen eine temporäre Baustraße im Innenhof angelegt, um schwere Maschinen hineinfahren zu können. Aber Quarterback gibt aktuell auch der Lipsia keine Informationen über den Bauablauf heraus.