Alexanderplatz: Diverses

  • An diesem Gebäude zeigt sich doch ganz deutlich der immer gleiche Disput.


    Es besteht ein Gebäude, welches hässlich ist, den historischen Stadtgrundriss konterkarriert und dadurch eine viel zu breite Straße ermöglicht.
    A b e r: Es ist bewohnt und wenn man den Reportagen glauben kann, belebt und beliebt und das von normalverdienenden Menschen.


    Die Alternative wäre wohl Gentrifizierung oder die völlige Verdrängung der Bewohner durch Bürohäuser. Dann könnte man womöglich den Straßenraum verkleinern, ob dadurch aber alles besser wird bezweifele ich. Ganz zu schweigen von der Gefahr, dass man dadurch auch keine gute / schöne Architektur erhält.


    Vermutlich wird das "Memi" irgendwann weichen und man wird Büros und ein paar hochpreisige Wognungen errichten, die Kleine Alexanderstraße wiederherstellen und möglicherweise die Münzstraße verlängern, sowie die Memhardstraße ganz auflösen.
    Die neuen Häuser werden hoffentlich optisch ansprechender als das Memi, aber man weiß ja nie...

  • ^ Nein, wegen mir nicht unbedingt. Ich will damit nur darstellen, wo meiner Ansicht nach, die Sympathien für Häuser wie das Memi herkommen.
    Und auch wenn wir ein Architekturforum bilden, so kann Architektur nie nur Selbstzweck sein, sondern muss für die Menschen da sein.
    Das Memi schafft offensichtlich guten Wohnraum und Lebensraum für die Bewohner. Das ist seine Existenzberechtigung.


    Alles was danach kommt sollte dies aufgreifen und nicht nur verdichten, den Straßengrundriss von früher wiederherstellen und die Rendite eines namenlosen Investors mehren.

  • ...Und auch wenn wir ein Architekturforum bilden, so kann Architektur nie nur Selbstzweck sein, sondern muss für die Menschen da sein. Das Memi schafft offensichtlich guten Wohnraum und Lebensraum für die Bewohner. Das ist seine Existenzberechtigung.


    Ich habe mal gelesen, ich denke hier im Forum vor einigen Jahren schon, dass das Memi vorwiegend für Berlin-Touristen günstigen Wohnraum schafft. Ich selbst empfinde dieses Gebilde als eine der größten Zumutungen im Alex-Umfeld. Es ist weder wohnenswert noch sonst irgendwie erhaltenswert. Keine Träne würde ich diesem Trum nachweinen. Abgesehen davon behindert es die urbane Entwicklung in diesem Bereich erheblich.

  • ^ Ferienwohnungen im Memi?
    Davon stand noch nicht in der Reportage, die aber auch schon wieder 3 1/2 Jahre alt ist. Aber wenn es tatsächlich so wäre, müsste es sich wohl um Eigentumswohnungen handeln. Dann kann das Memi noch eine lange Zukunft haben und wir werden alt umd grau bevor sich da was ändert.

  • Alexanderstr. 5 / Areal "Haus der Elektroindustrie"

    Am Montag, 15. Oktober wird im Baukollegium das Vorhaben "Hochhäuser am Alexanderplatz", Alexanderstr. 5 (heutiges Haus der Elektroindustrie) besprochen:


    https://www.stadtentwicklung.b…e/sitzungen/aktuell.shtml


    Hier soll es wohl einen Abriss des bestehenden Gebäuderiegels geben. Voraussichtlich zwei Hochhäuser, die an die Alexanderstr. herangezogen werden. Was mit der bestehenden Fernbushaltestelle passiert, bleibt abzuwarten. Der Montag wird es zeigen. Ich hoffe, jemand kann teilnehmen und Fotos liefern.


    Auch interessant: Im Baukollegium wird ebenfalls der Stream-Tower in Friedrichshain wiedervorgelegt. Außerdem ist auf einen ersten Entwurf für das "Bürohochhaus und Bürogebäude" an der Holzmarktstr. 3-5 zu hoffen. Hier laufen aktuell die Abrissarbeiten an der ehemaligen Tankstelle, Lidl und Burger-King. Auch die Waschanlage soll demnäßt schließen und abgerissen werden.

  • Das sind ja alles erstmal tolle Neuigkeiten. Vielen Dank dafür. Wenn sich der Abriss und Neubau zweier Hochhauser in naher Zukunft umsetzen lassen, wäre das ein gigantischer Schritt nach vorne für den Alexanderplatz. Alle Daumen hoch dafür

  • Das sind echt tolle Neuigkeiten.


    Interessant wird es sein ob die Keibelstr gleich mit verlängert wird. Das würde einen großen Schritt aus dem Schattendasein bedeuten für das dahinter gelegene Quartier.

  • Abriss am Haus des Berliner Verlages

    Der Abriss in der Hirtenstraße (zuletzt hier) geht unvermindert weiter. Über die Entwicklung dieses Grundstücks freue ich mich sehr und hoffe auf eine hochwertige Architektur der geplanten Neubauten.
    Zwei Eindrücke aus der Abenddämmerung:



  • Hochhaus Ecke Karl-Liebknecht-Straße/Dircksenstraße

    Hinter dem Kaufhof am Alexanderplatz plant René Benko (Signa) ein Hochhaus zu errichten. Der Senat wünscht sich die reduzierte Höhe von 130m. Lt. BZ ist die Höhe aber noch offen - 130m oder 150m.
    Als Architekt ist Jan Kleihues vorgesehen, dessen Vater den Kaufhofumbau geplant hatte. Es gibt bereits einen Entwurf, allerdings wurde dieser öffentich noch nicht vorgestellt.
    Die Bauzeit soll bei 4 Jahren liegen.


    Q: BZ (unter dem Text zum Karstadt am Hermannplatz)

  • Pressehaus am Alexanderplatz

    Fundstück in einem anderen Architekturforum:
    Die GEG Group hat das Pressehaus am Alexanderplatz erworben. Für den Umbau zeichnen gmp Architekten verantwortlich. Vier Visus - auch zu dem neu entstehenden Anbau auf der Rückseite in der Hirtenstraße - sind auf folgenden Seiten zu sehen:


    https://www.geg.de/files/GEG/p…atz/alexanderplatz_01.jpg


    https://www.geg.de/files/GEG/p…atz/alexanderplatz_02.jpg


    https://www.geg.de/files/GEG/p…atz/alexanderplatz_03.jpg


    https://www.geg.de/files/GEG/p…atz/alexanderplatz_04.jpg


    Factsheet:
    https://www.geg.de/files/GEG/F…_Pressehaus_Berlin_DE.pdf

  • Pressehaus am Alexanderplatz

    ^ Es wird ein Glasbau namens New Podium.
    Der Altbau und der Neubau werden zusammen 35.700 qm an Mietfläche für Mieter wie den amerikanischen Möbelkonzern „Wayfair“, den Co-Working-Anbieter „The Office Group“ oder den südafrikanischen Medienkonzern „Naspers“ bieten, mit denen bereits Mietverträge abgeschlossen wurden.

  • Ich war sehr neugierig auf die Entwürfe des Neubaus, auch weil das Grundstück (aus verschiedenen Gründen, z.B. wg. der heterogenen Nachbargebäude Pressehaus und Altbau) es den Architekten nicht gerade leicht macht. Und ich bin sehr postiv überrascht: Der Spitzdach des New Podium (warum der Name?) korrespondiert gut mit dem Altbau gegenüber, die moderne Gasfassade mit der (DDR-)Moderne, der gewächshausartige Bau ist gleichwohl eigenständig und markant. Und dass der Fries am Pressecaffe wieder zu sehen sein wird, ist ebenfalls wunderbar.

  • ^^^ Nicht schlecht :daumen:


    Das wirkt zwar etwas zu freundlich auf den Visus, wird aber so oder so die Ecke sehr aufwerten. Ich verstehe nur nicht, warum das New Podium nicht wenigstens so weit wie der abgerissene Flachbau an die Karl-Liebknecht-Str. ranreicht.

  • Haus d. Berliner Verlages/Pressehaus am Alexanderplatz+New Podium

    Hier nochmals die weiteren Renderings zum ehemaligen Haus des Berliner Verlages, inzwischen mit neuem Namen "Pressehaus am Alexanderplatz" investorenfreundlich benannt.
    Das Gebäude hat in den letzten Tagen anscheinend wieder den Besitzer gewechselt. Die Frankfurter GEG German Estate Group hat den Bau von Tishman Speyer erworben, wie aus einem Beitrag vom 01.04.2019 zu entnehmen ist.


    Demnach besteht das Gesamtprojekt nun aus zwei Immobilieneinheiten:
    - Das historische Presse-Hochhaus (16 Obergeschoße mit 24.200 Quadratmetern Mietfläche) mit dem Flachbau „Pressecafé“ (1.200 Quadratmeter Mietfläche).
    - 2021 kommt der Neubau „New Podium“ (10.300 Quadratmeter auf sechs Obergeschossen) hinzu.


    Pressemitteilung GEG German Estate Group






    Bilder: GEG German Estate Group

  • Warten wir mal ab, wie das Ganze in natura wirkt. Die Visus sehen ein wenig gehübscht aus. Aber sonst schließe ich mich der Freude an: Die Vermittlung zwischen der Scheunenviertel-Seite (in Traufhöhe und abstrahierter Dachform) und den vertikalen Fassadenteilen des Zeilenhochhauses gefällt mir ausgezeichnet. Vor allem der Abstand zwischen der neuen "Dach"-Landschaft und dem Verlagshaus bietet einen schönen Effekt. Auch der Verlagsbau selbst wirkt mit dem Fries und der alten Fassadengestaltung viel interessanter.


    Ein echter Fortschritt und hoffentlich der Auftakt, die Hinterhof-Situation zwischen Liebknechtstraße und Luxemburgplatz endlich mal aufzuräumen.