Revitalisierung Turmcenter (74 m | realisiert)

  • Um es zu bestätigen, die Fassade des Parkhauses am Oeder Weg wird nun Stück für Stück angebracht. Im Erdgeschoss werden breite, hochwertige Glasformate eingesetzt und am Parkhaus schmalere Fensterstrukturen (?). Somit scheint sich Rewe etwas auszubreiten. Ich hoffe sehr, dass dieser Schwung genutzt wird um auch beim Turmcenter aufs Gaspedal zu drücken. Es wäre sicherlich sehr im Interesse der Stadt, wenn die Bauaufsicht und der Schweizer Investor produktive Gespräche führen.

  • http://www.grossmann-architekt…/hochhaus-turmcenter.html ist zwar von 2008, wird aber als Projekt gelistet, ohne weitere Bemerkungen.


    Wurde zumindest soweit ich gesehen haben noch nicht gepostet.


    Der jetzige Zustand ist jedenfalls inakzeptabel. Inwiefern der Rewe ausgebaut wird, keine Ahnung, aber der Rewe in MyZeil ist nicht besonders weit weg. Viel mehr gibt es aber auch nicht im nähren Umkreis.
    Der Bürgersteig vor dem Rewe ist zumindest teilweise offen und in den Rewe gehts nur über eine rutschige Holzplatte.

  • Ja, der Supermarkt ist zur Zeit geschlossen. Foto von heute:



    Die Fassade wird offenbar der ursprünglichen Planung entsprechend gestaltet, hier noch einmal das Rendering:



    Bild: BeyeScheid / LBBW

  • Aus dem Taunusturm-Thread, Auszug aus einem Bericht über einen Vortrag von Prof. Helmut Kleine-Kraneburg an der TU Kaiserslautern am 27.01.2011:


    Dies ist ein Projekt an der nördlichen Wallanlage (soweit ich es noch richtig weiss), das momentan nur als Stahlbetonskelett da steht und nun vom Büro Gruber+Kleine-Kraneburg bearbeitet wird. Es gab unterschiedliche Renderings zu sehen, auf denen rechts und links anbauten zu sehen waren. Ein Entwurfsbeispiel zeigt die Fassade mit einer 1m auskragenden Bodenplatte welche auf 3 Seiten um das Gebäude läuft. Dies sah dem "Aqua" in Chicago sehr ähnlich. Die andere Variante war eine schlichte, glatte Fassade.


    Wenn der Entwurf dem Aqua ähneln soll, dann wird es sich wohl um einen Entwurf für ein Wohnhochhaus handeln. Das ist das Aqua ja teilweise auch, und bei dieser Nutzung würden Auskragungen als umlaufende Balkons sinnvoll sein. Wurde die vorgesehene Nutzung denn erwähnt?

  • Ja es ist glaube ich sogar ein reines Wohngebäude, man hat viele verschieden Grundrisse gesehen, teils 3-seitig belichtet.

  • Ja, die Wohnnutzung für das alte Bürohochhaus verdichtet sich wohl. Ach wäre das schön, wenn solch ein Konzept auch eine Finanzierung fände!


    Nur, wieviel Kaufkraft bzw. Mietnachfrage für allerfeinstes Wohnen gibt es denn wirklich in der Stadt, bzw. wieviel kann dort hingelockt werden?


    Mittlerweile gibt es ja eine noch nie gekannte Auswahl an Prestige-Neubauprojekten, unter der die kaufkräftige Klientel aussuchen kann. Bisschen Schweinzeyklus, oder ?


    Egal, ich wünsche den Erfolg, in der Regel machen die neuen Bewohner auch ihre vorherige Wohnung frei, so daß dann weniger Bemittelte nachrücken können.


    Wenn es statt den netten 220+qm Wohnungen im Turm "nur" für ein Studentenwohnheim reicht, auch gut oder umso besser, hauptsache Wohnen!

  • Studentisches Wohnen?

    Einem heute erschienenen Marktbericht der Dr. Lübke GmbH zufolge entstehen Studentenwohnungen in dem Hochhaus. Wörtlich heißt es: "Die Eschersheimer Landstraße 14 wird auf 14.700 m² neuen Raum für Studenten bieten."

  • Das wäre natürlich in zweierlei Hinsicht eine gute Nachricht: a) verschwindet diese "Ruine" aus dem Stadtbild, und b) entspannt sich der absolut unzureichende Wohnungsmarkt für junge Frankfurter Bürger, u.a. die Studenten. Während in Frankfurt auf riesigen Flächen hochpreisige Wohnungen und Familienhäuser aus dem Boden schießen, "prügeln" sich Studenten, Azubis und andere, meist zugezogene, junge Menschen um die paar 1- oder 2-Zimmerwohnungen und WG-Plätze, die es in Frankfurt noch gibt.

  • Das sind ja wirklich erste Hoffnungsschimmer. Bin gespannt wie hoch die Mieten sind... in dieser Lage dürfte das mächtig reinhauen.

  • Eben deswegen war ich schon ziemlich verwundert, als ich das mit dem vertikalen Studentenwohnheim gelesen habe. Das ist eine exzellente Lage! Nicht, dass es deswegen zwangsweise Luxuswohnungen werden müssten, und nicht, dass ich den Studenten die fantastische Aussicht nicht gönnen würde, aber es wundert mich eben doch, warum es gerade dort Studentenwohnungen werden, und nicht höherpreisige Wohnungen. Ist die niedrige Deckenhöhe der Grund? Oder werden es gar hochwertige (und hochpreisige) Studentenapartments?

  • Hochpreisige Studentenappartments? Das ist ja genau das, was Frankfurt braucht. Zahlungskräftige Studenten (bzw. Studenten mit zahlungskräftigen Papas) sind nicht auf extra Studentenwohnangebote angewiesen. Das würde ja in etwa soviel Sinn ergeben wie Luxus-Sozialbauwohnungen, oder? ;)

  • Daumen hoch für studentische Belebung an der Eschersheimer

    Grundsätzlich sind Studentenwohnungen in der Innenstadt positiv zu bewerten. Auf die lokale Infrastruktur wie den Oeder Weg, das Metropolis Kino oder auch den Grüneburgweg sollte sich das positiv auswirken. Da die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst (HfMDK), die noch Eschersheimer Landst. 29-39 hausiert, an den Bockenheim Campus zieht, ist das auch dringend notwendig. Für hochpreisige Wohnungen ist in der Nachbarschaft dann immer noch genug Platz (z.B. Hat 64, sowie Turmkino-Areal).


    Einen guten Überblick über mögliche Mietpreise, Ausstattung und Raumaufteilung gibt das Studentenwerk Frankfurt, die an der Ginnheimer Landstraße 40-42 (Webseite) bereits zwei Studierendenwohnhäuser bzw. Wohntürme betreibt.

  • Was die Mietpreise betrifft, ist das Wohnheim Ginnheimer Landstraße 40/42 aber nicht gerade sehr repräsentativ, weil es sich - laut Aussagen der Wohnheimbetreiber auf einer Infoveranstaltung zum aktuellen Umbau - hier um stark subventionierte Wohneinheiten für "Studenten mit weniger Geld" handelt, außerdem ein großer Teil extra für internationale Studenten freigehalten wird. :)


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    Mod: Bitte beim Thema bleiben. Danke

  • Die Seite zum Oeder Weg hin ist ja inzwischen fertiggestellt. Man hätte, wie soll ich sagen, hochwertigeres Fassadenmaterial nehmen können, zumindest im Sockelbereich. Die genagelten (genieteten) Faserplatten sehen jetzt schon recht schäbig aus, finde ich. Erst einmal à la Einstürzende Neubauten mit Weitwinkel XL:



    Hier etwas näher:



    Den zugehörigen Turm hatte ich vorgestern auch von oben abgelichtet. Getan hat sich seit Anfang 2009 kaum etwas - außer ein paar Teerflecken am Nachbarhaus:



    Bilder: epizentrum

  • Paukenschlag aus Bockenheim

    Auf die Klage eines Nachbarn hin hat das Frankfurter Verwaltungsgericht die 2009 erteilte Baugenehmigung samt Befreiungsbescheid für die Erweiterung des Hochhauses aufgehoben. Damals war der Umbau zu einem Hotel vorgesehen, auch die Errichtung eines fünfgeschossigen Vorbaus war geplant. Einzelheiten sind in diesem Thread nachzulesen. Die Entscheidung (Aktenzeichen 8 K 3785/10.F) ist noch nicht rechtskräftig.


    Richtig interessant ist indessen die Begründung des Urteils. Dort ist, bezogen auf das 1974/75 erbaute Hochhaus mit 22 Geschossen, nämlich von einem Schwarzbau die Rede. Die Baugenehmigung und den Befreiungsbescheid aus dem Jahre 1974 hält das Gericht für nichtig. Nach dem Bebauungsplan seien höchstens vier Geschosse zulässig gewesen. Die erteilte Befreiung für weitere 18 Geschosse bedeute einen eklatanten Missbrauch dieses Instrumentariums. Das Handeln der Bauaufsichtsbehörde wird als Akt reiner Willkür bezeichnet.


    Die wirklich lesenswerten, heute veröffentlichten Entscheidungsgründe (in der für die Presse vorgesehenen Form) in gesamter Länge:



    Wenn die Entscheidung rechtskräftig wird, dürfte ein Abriss des derzeit entkernten Hochhauses wohl kaum zu vermeiden sein.


    Übrigens: Bei den Stadtverordnetenwahlen 1972 erhielt die SPD einen Stimmenanteil von 50,1 Prozent (Q).

  • Eine saubere Rechtsprechung, aber die Zeche werden die städtischen Steuerzahler begleichen müssen, wenn der Bauherr die Stadt auf Schadensersatz für eine nichtige Baugenehmigung und den Totalverlust seines Gebäudes verklagt.

  • Das kann dann so ausgehen, dass er die Baukosten von 1974 abzüglich der erwirtschafteten Erträge aus der Vermietung und dem Verkauf erstattet bekommt, dagegengerechnet werden dann noch die Steuervorteile aus der Abschreibung.


    Da käme für die Stadt noch ein hübsches Sümmchen raus. :lach:


    Viel interessanter ist das Verhältnis zwischen dem aktuellen Besitzer und dem Bauherrn.