Revitalisierung Turmcenter (74 m | realisiert)

  • Revitalisierung Turmcenter (74 m | realisiert)

    Das 1971 erbaute Turmcenter Eschersheimer Landstraße 14 (Nordend) soll Ende Januar 2008 zwangsversteigert werden. Das 74 Meter hohe Hochhaus mit 23 Stockwerken (Foto) wurde von Ernst & Young genutzt, bis zu deren Umzug nach Eschborn Ende 2005.


    Seitdem steht das 14.000 m² Gewerbefläche bietende Gebäude abgesehen von dem Rewe-Supermarkt im Erdgeschoss leer. Zu dem Baukomplex gehört auch ein Parkhaus mit 400 Plätzen. Laut Gutachten beträgt der Wert der gesamten Liegenschaft 39,1 Mio. Euro. Das Hochhaus ist allerdings sanierungsbedürftig.


    Die Eigentümerin, die Fondsgesellschaft CAM-Grundstücksverwaltung, München, ist insolvent (Bericht). Betrieben wird die Zwangsversteigerung von der Eurohypo. Quelle ist eine Meldung der IZ (erfordert Log-In) von heute.

  • Balkone nach Süden anbauen, Fassade erneuern und ein Wohngebäude draus machen! Gute Wohnlage, nah zur Innenstadt, jede Menge Parkplätze, Supermarkt im Haus, gute ÖPNV-Anbindung, Kino nebenan... was will man mehr?

  • Das wäre eine Möglichkeit. Eine andere wäre ein Hotel, das Büro Gruber + Kleine-Kraneburg (unter Projekte->Planung) hat im vergangenen Jahr im Auftrag der Hochtief-Projektentwicklung ein entsprechendes Gutachten erstellt. Eventuell käme auch eine Kombination der möglichen Nutzungen Büro, Wohnen, Hotel in Betracht.

  • Schmittchen weiß alles, sieht alles, hört alles. Das sollte man nicht hinterfragen, nur bewundern ;)


    Ich finde überdies auch, dass sich dort eine Wohnnutzung wunderbar anbieten würde - zumal dieses Hochhaus auch das Potenzial für eine gelungene Sanierung böte. Da brauch man an der Form gar nicht allzu viel verändern und großartig Bäume ausreißen, die gefällt (besonders im Hinblick auf die Zeit der Erbauung) auch so ganz gut, die Fassadenelemente sollten allerdings schon durch etwas Zeitgemäßeres ersetzt werden. Etwas derart Gelungenes wie beim Parktower bliebe wohl nicht zu erwarten, ist an der Stelle aber auch nicht zwingend erforderlich.

  • Bin eben ein sehr positiver Mensch ;) Ich habe ja nun auch nur anhand des kleinen Bildchens von Schmittchen geurteilt, da seh ich von etwaiger Verrottung nicht allzu viel. Aber diese strebenartigen Fassadenelemente sehen doch gar nicht so verkehrt aus, da ist mir aus den grauen 70ern schon weitaus Grausameres unter die Fittiche gekommen.
    Jedenfalls ist der Turm doch schon ein wenig weiter abgelegen vom Frankfurter 'Cluster' und bietet sich dadurch ja möglicherweise auch mal für eine eher mutige Umgestaltung/Sanierung an. Bin einigermaßen gespannt auf die Entwicklung :)

  • Leider ist Momentan mal wieder die Gier unter den Investoren ausgebrochen, man wird auch dort sicher lieber Büros als Wohnungen reinbauen wollen, die Renditeaussichten sind bei einer Vermietung eben größer. Nur in London wird gerade ein Wohnhochhaus nach dem anderen Geplant und gebaut.


    Apropos: Wie man hört wird carloft nachdem sie ihr erstes Projekt in Kreuzberg abgeschlossen haben ein Haus mit dem spannenden Konzept (mit dem Auto direkt zur Hochhauswohnung) in FFm Sachsenhausen bauen, das geht aus einer Meldung der Berliner Morgenpost hervor.

  • Wäre zwar ne tolle Sache, wenn man nach einer Sanierung ein Wohngebäude mit Skylineblick an dieser Stelle hätte, aber ich denke auch, hier zählt das Geld, wieviel kann man rausholen aus dem Kasten. Naja, warten wir es ab, noch ist ja nichts passiert.

  • Inzwischen hat die Zwangsversteigerung stattgefunden, für 20 Millionen Euro erhielt die LBBW Immobilien (genauer deren Tochter LEG Baden-Württemberg) den Zuschlag. LBBW Immobilien will das 23-geschossige Hochhaus sanieren, die Planung soll anscheinend Braun & Schlockermann übernehmen. Die künftige Nutzung ist noch nicht entschieden, entweder für Büros oder als Hotel. Das berichtet die IZ hier.

  • Habe die LBBW Immobilien angeschrieben, warum sie aus dem Turm-Center (Schmittchens Beitrag zwei weiter oben) kein Wohnhaus machen.


    Antwort:


    "Zur Zeit sehen wir für das Gebäude nach der Revitalisierung eine gewerbliche Nutzung vor. Dies ist unter anderem auch der Gebäudestruktur und den behördlichen Auflagen an Hochhäuser geschuldet."


    Schade, ich wäre da eingezogen, wenn's schicke Apartments mit Südbalkon gegeben hätte...

  • Nachzureichen noch Fotos des zu sanierenden Turmcenter-Komplexes, aufgenommen im September 2007. Das 1971 erbaute Gebäudeensemble wurde vor kurzem von der LBBW Immobilien erworben. Bis Ende 2005 wurde das 74 Meter hohe Hochhaus mit 23 Stockwerken von Ernst & Young genutzt. Schmalseite des Hochhauses zur Eschenheimer Landstraße:



    Das zum Komplex gehörende Parkhaus mit 400 Plätzen an der Querstraße (die heißt wirklich so!):



    Auch dieses am Oeder Weg gelegene Gebäude mit Supermarkt im Erdgeschoss gehört dazu:



    Bilder: Schmittchen

  • Der Umbau hat begonnen.



    An der Nordseite wurde die Fassade bereits entfernt:



    Zwischen Parkhaus und Hochhaus wurde ein Bauteil abgerissen:



    Bilder: Schmittchen


    Wie in #10 erwähnt, hat wohl das Büro Braun & Schlockermann die Planung für den Umbau übernommen. Auf deren Website findet sich "E14" als (eventuell nur vorläufiger) Projektname. Und diese kleinformatigen Renderings, rechts der Bauteil am Oeder Weg:



    Bilder: Braun & Schlockermann


    Sieht nach beigem Sandstein aus. Auch wenn es nach so kleinen Bildern nur schwer zu beurteilen ist, scheint die Hochhausfassade doch ziemlich beliebig zu werden. Gut finde ich, dass offenbar zur Eschersheimer Landstraße künftig die Baulinie der Nachbargebäude aufgenommen wird. Auch das engere Raster des neuen Sockelgebäudes und die Arkaden dort könnten ganz gut aussehen. Passabel angesichts des Ausgangszustands die neue Fassade zum Oeder Weg.

  • Wie die FAZ heute in ihrer Printausgabe berichtet, lautet der Projektname "E. T.". Die Fassade wird, wie vermutet, aus Naturstein bestehen. An der Querstraße wird der Übergang zum Parkhaus harmonischer als bisher gestaltet, die Parkhausrampe wird verdeckt. Die Baugenehmigung ist beantragt. Fertigstellung soll im Frühjahr 2010 sein. Dann stehen in dem Gebäudekomplex 38.000 Quadratmeter Bürofläche zur Verfügung.


    Eine Visualisierung mit gegenüber #13 geänderter Sockelgestaltung ist auch zu sehen. Der "angenagte" Vorbau sagt mir nicht zu, aber wir werden ja sehen welche Version umgesetzt wird:



    Bild: Braun & Schlockermann / LBBW

  • Also ich fand die vorherige Architektur auch nicht schlecht - Aber, ganz im Sinne des heutigen Zeitalters ist der Sandstein natürlich auch sehr schön...


    Was die 38.000 qm Bürofläche betrifft bin ich allerdings etwas überascht. Zwar wird das ganze erst in 2010 sein Ende finden, aber ist das nicht etwas zu "antizyklisch" geplant? Wie auch immer könnte das vielleicht auch Hoffnung auf weitere vorhandene Projekte geben diese ebenfalls frühzeitig bzw. nach Plan umzusetzen. Mann nehme Kaiserkarree und Maintor..


    Oder gibt es hier sogar schon einen Ankermieter?

  • So sah es gestern an der Baustelle aus:



    Die Außenwände des Technikgeschosses ganz oben werden abgebrochen:



    Und auch auf den Regelgeschossen wird eine Menge Schutt produziert:



    Wo am Oeder Weg vor kurzem noch eine verspiegelte Fassade war, hinter der man Fenster vermutete, liegt nun massiver Waschbeton frei:



    Bilder: Schmittchen

  • Finde es fazinierend, daß hier so früh das Thema Oederweg angegangen wird. Wenn es nur um die Erneuerung der Fassade ginge, hätte das ja wohl noch Zeit gehabt.


    Da steht wohl eine Umnutzung (und Aufstockung) der dahinterliegenden Flächen an. Die standen ewigst leer und nun geht man das Thema wohl Richtung Büro (?) an.

  • Das Projekt geht wohl in die entscheidende Phase. Der Bauauftrag soll Anfang 2009 vergeben werden.


    Die Flächen hinter der abgebrochenen REWE Fassade stehen deshalb leer, weil es ein Parkhaus ist.... Eine Aufstockung des Parkauses ist nicht angedacht, lediglich das Penthouse wird zur Bürofläche ausgebaut.