Bahnhof Ostkreuz Umbau

  • Laut Berliner Zeitung soll sich übrigens morgen Nachmittag Bahnchef Lutz vom Bahnhof Ostkreuz selbst ein Bild machen.


    Deshalb wurde heute also geschraubt, asphaltiert, gewienert und gestrichen als ob es kein Morgen gäbe...


    Hier noch ein paar Bilder von heute:


    Der provisorische Teer auf der Nordseite ist fertig:




    Die Abgänge sind weitgehend fertig gestrichen:



    S-Bahnsteig stadteinwärts, Blick nach Westen:



  • Im nächsten Schritt wird dann im Jahr 2019 am Empfangsgebäude gearbeitet. Bin gespannt wie sich das dann im Detail gestalten wird bzw. ob dort dann auch nochmal Einzelhandel entsteht. (im Bild in rot markiert)


    Weiß jemand wann das alte Beamtengebäude renoviert wird? Ist ja nun schon seit Jahren eingerüstet...



    Bild vom Infobildschirm der deutschen Bahn am Ostkreuz abfotografiert.

  • Nach einer Pause von über 3 Monaten geht es weiter - es wird am Empfangsgebäude gearbeitet. (Ha! war ich doch dieses mal wirklich schneller als Ostkreuzblog, dessen Berichterstattung hier doch hoffentlich weiter geht?)


  • Ein paar kleine Anmerkungen zur weiteren Gestaltung der Vorplätze und der denkmalgeschützen Gebäude am Ostkreuz nach der Teilnahme an der Führung zu "Denkmalen im Boxhagener Kiez" anlässlich des Tag des offenen Denkmals 2019. Die Führung wurde vom Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin für die SPD Sven Heinemann geleitet, der zwar Stadtsoziologe, nicht Historiker, aber regionalgeschichtlich außerordentlich bewandert in der Geschichte Friedrichshains und des Ostkreuzes ist (und zu beiden Themen auch publiziert hat).


    Der mir zuletzt bekannte Stand der Planung der Vorplätze stammt von 2017 aus der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen. Dort lautete es - bezugnehmend auf die fehlende Entwässerung:



    Laut Sven Heinemann werden die Vorplätze nun nicht mehr von den Bezirken und der Bahn umgesetzt, sondern - wenn ich es richtig verstanden habe - auf der Nord- wie der Südseite von der "Grün Berlin GmbH". Dafür wird allerdings die Planfeststellung der Straßenbahn Tram Ostkreuz abgewartet.


    Bei bestehender Baufreiheit soll das seit Jahren eingerüstete, denkmalgeschützte Beamtenwohnhaus für Eisenbahner auf der Nordseite des Ostkreuzes von der Bahn veräußert werden und der Wasserturm völlig entkernt werden (geplant sind offenbar Tonstudios und ein Biergarten).

  • Ich finde es schwierig nachzuvollziehen, was die Sanierung des Wasserturms mit der Planfeststellung der Tram zu tun hat. Auch das Beamtenhaus hätte längst saniert werden können.


    Diese Untätigkeit gibt es in vielen weiteren Bereichen und ich will jetzt nicht schon wieder die Senatskeule rausholen, weil dies in diesem Fall sicherlich etwas zu einfältig wäre, aber unverständlich bleibt es trotzdem.


    In Friedrichshain gibt es unzählige weitere Beispiele nach dem Motto, "was ist eigentlich mit":
    - Dem westlichen RAW Gelände? Dort dümpeln seit ewigen Zeiten ungenutzte, verfallene Industriehallen vor sich hin. Dort - weit genug vom Trubel der Clubs entfernt - hätte längst Wohnbebauung entstehen können.
    - Mit dem Grundstück gleich neben dem "WAVE" an der Spree? Offensichtlicherweise ein Filestück, aber seit Jahren keine Bewegung
    - Die riesigen Flächen entlang der S-Bahn, östlich der Krautstraße?


    wir sollten mal einen extra Thread für dieses ungenutzte Potential erstellen.

  • Ich finde es schwierig nachzuvollziehen, was die Sanierung des Wasserturms mit der Planfeststellung der Tram zu tun hat. Auch das Beamtenhaus hätte längst saniert werden können.


    Baufreiheit für Wasserturm wie Beamtenwohnhaus scheint erst mit der Anlage der Vorplätze zu bestehen. Letzteres ist derzeit im Eigentum der Bahn, die es aber nicht selbst entwickeln, sondern höchstbietend verkaufen will. Die Sanierung obliegt also den dann neuen Eigentümern.

  • ^ Der Wasserturm gehört ebenso wie der Postbahnhof, das Funkhaus Nalepastraße etc. Uwe Fabich. Baufreiheit gab es aber offensichtlich nicht, da der Entwicklungsplan geändert werden musste. Offenbar gestaltet sich gerade die Freistellung und Überplanung von ehemaligen Anlagen des Eisenbahn-Bundesamtes und der Deutschen Bahn AG schwierig.

  • Schnappschuss bei Nacht: Das Empfangsgebäude nimmt (sehr) langsam Form an. Ich finde es wirkt gelungen. Es soll angeblich auch öffentliche Toiletten geben, was vermutlich die Anzahl der Wildpinkler in der Umgebung um 10% reduziert.


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    Da man dort fürs Pinkeln 1€ bezahlen muss, ist das auch nicht sehr verwunderlich.


    Für eine schnöde Pinkelrinne wie z.B. in der (kostenlosen!) Toilette am Preußenpark ist sich die Bahn wohl zu fein.