City & Wallring | Boulevard Kampstraße [Planung&Bau]

  • Rheinische/Westentor/Königswall/Westentorallee, 15/08/2009


    Quelle: Mein Bild



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  • Westentorallee, 15/08/2009

    Wenn man so will, besteht der 1. Bauabschnitt des Boulevards (Westentorallee) in sich noch einmal aus zwei Bauabschnitten. So entstand während des "ersten" die Verkehrsfläche vom Westentor bis zur St. Petri Kirche (also auf Länge der gesamten Allee). Außerdem wurde parallel dazu mit der Bepflasterung im Westen begonnen. Die Bepflasterungsarbeiten sind mittlerweile unweit der Dresdner Bank. Damit gehen die Arbeiten an der Westentorallee in ihre letzte Phase. Da beim östlichen Bereich nur noch die Gehwege errichtet werden müssen, ist davon auszugehen, dass die "zweite Hälfte" um einiges schneller fertig gestellt wird.



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  • Brüderweg (2. Bauabschnitt)

    Der Brüderweg, östliches Pendant der Westentorallee, ist definitiv der zweite Bauabschnitt. Die geplante Fertigstellung ist Ende 2010. Das bedeutet, dass es wohl nach der Fertigstellung der Westentorallee nahtlos weitergehen wird. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Stadtbahn-Bahnhof Reinoldikirche wird ein Spielpunkt entstehen. Jetzt etwas Originelles: An Ort und Stelle wird auch eine Kletterskulptur errichtet. Diese soll die Form und Farbe eines Graffitis erhalten. Für Planung/Bau der Skulptur sind rund 110.000 € veranschlagt und 210.000 € für den gesamten Spielpunkt. Land und Bund beteiligen sich zu 80 Prozent.



    Quelle: Stadt Dortmund


    Stadt Dortmund

  • ^^
    Eine Kletterskulptur in Graffitiform? Da hat jemand wohl ganz tief in die Trickkiste gegriffen... Ich dachte das soll ein "Boulevard" werden. Wie soll das klappen, wenn man Plätze und Sichtachsen mit solch zeitgeistgeschuldetem Blödsinn verstellt. Man sollte diesen öffentlichen Raum nicht unnötig adoleszieren und pseudoverniedlichen.
    Wer soll denn da auch schon spielen? Dort wohnt doch keiner. Über kurz oder lang werden solche Plätze dann von den "schwierigen Jugendlichen mit der MC Donald´s Tüte in der Hand" okkupiert und das will dann auch keiner.
    M.e. ist auf der Kampstraße + Seitenstraßen ohnehin schon viel zu viel von diesem Spielzeug installiert. Das muss jetzt nicht noch auf den Hellweg überschwappen. Kinderspielplätze schön und gut, aber alles hat seinen Ort.
    Wie wär´s stattdessen mit Kunst im öffentlichen Raum?

  • Brüderweg (2. Bauabschnitt)

    Graffitis, Bilder, Teks sind für mich durchaus Kunst im öffentlichen Raum. Aber in der Tat besteht die Gefahr, dass die "Kletterwand" nach Fertigstellung aussehen könnte wie eine 1970er Jahre Skulptur auf einen Gesamtschulhof. Die wichtigere Neuigkeit ist ohnehin die Tatsache, dass der Brüderweg definitiv der zweite Bauabschnitt ist. d.h. Ende 2010 wird der Boulevard vom Wall aus (Westentorallee + Brüderweg) bereits sein endgültiges Gesicht haben.

  • Ich sehe auch das Risiko der Verwahrlosung. Erinnert sich noch einer an die Plastik von Anselm Treese auf dem Reinoldikirchplatz, die heute beim Kreuz B1/B54 steht? (Wikimedia Commons - Anselm Treese)




    Die Spielplätze sind nicht für die Anwohner gedacht, sondern für die Laufkundschaft um mit ihren Kindern kurz zu entspannen. Ich würde somit sagen solche Anlagen sind schon wichtig.

    2 Mal editiert, zuletzt von Flo-Joe-Do () aus folgendem Grund: Link hinzugefügt

  • Das sich hinter der Errichtung von Kinderspielplätzen an dieser Stelle keine philanthropischen Absichten verbergen ist auch mir bewußt. Vielmehr handelt es sich hierbei um den letzten Marketingschrei der Verkaufsstragen des Einzelhandels. Durch eine gezielte Steigerung der Aufenthaltsqualität öffentlicher Plätze, soll eine längere Verweildauer der Passanten [hier Zielgruppe: Mutter + Kind] bewirkt werden. Stets getragen von der Hoffnung eine längere Verweildauer der Passanten wirke auch Umsatzsteigernd.
    Nun, wenn dem so ist, möge man den Einzelhandel auch diesbezüglich zur Kasse bitten. Dafür müssen keine öffentlichen Gelder fließen.

  • Der Spielplatzverein steuert zur Skulptur 10.000€ bei.
    Quelle: WR, 19.August 2009


    In der genannten Zeitung befand sich auch ein Konzeptbild, wie die Skulptur in den Boulevard eingegliedert wird. Abfotografieren und reinstellen ist wohl rechtlich verboten oder?
    Es sieht auf den Foto meiner Meinung nach sehr deplatziert aus, kann mich nich damit anfreunden 50m Westlich vom Pylon so eine Skulptur stehen zu haben. Es passt mit irgendwie nicht mit dem Oberbegriff "Boulevard" zusammen (ich weiß es ist kein tatsächlicher Boulevard, aber immerhin wird er so genannt ;)).

  • nikolas


    Bravo - ganz deiner Meinung!


    Im Moment ist doch "state of the art" die Innenstädte von Schnick-Schnack und Unmengen von verottender Möblierung (Vordächer, Bänke, Mülltonnen, Telefonzellenumbauten, überbordenden TG- und U-Bahnzuangsaufbauten, Spielgeräten) zu entrümpeln und zu leeren. Häufig ist auch ein Ziel "unerwünschte Personengruppen" den Aufenthalt in kommerziell hochsensiblen Citylagen zu verwehren (wie immer man dazu stehen mag), aber auch weil die Städte in den letzten Jahren immer mehr und kunterbunt zugstellt wurden. Letzterem stimme ich uneingeschränkt zu.


    Da finde ich es erstaunlich, dass sich Dortmund mit diesem Quietsch-Objekt so etwas antun will. Schon allein diese Idee mit der überdiensionalen Teekannen-Skulptur am Platz von Netanya(?) war ja gruselig. Da muss man schwer aupassen, dass dieser Boulevard nicht zur provinziell-goutierten Lachnummer wird.

  • Kann mich den Meinungen von Nikolas und Benevolo nur anschließen.


    Plus: Sollte das Ding aufgestellt werden, wird es an dieser Stelle, dem Start- und Zielpunkt aller Nachtexpresslinien, wahrscheinlich zumindest abends und nachts vorwiegend von Partygängern bestiegen werden. Ich würde mir einen attraktiven Freiraum wünschen, der genügend Platz und Aufenthaltsqualität bietet, um Kleinkünstler etc. anzuziehen und durch die Menschen und nicht Spielgeräte zum Verweilen einlädt.

  • Mal ganz im ernst. Ich finde diese Idee zwar gut, dass Jugendliche ihre eigenen Anlagen selber mitgestalten dürfen, aber dieses Ding hat auf der neuen Kampstraße nichts verloren. Ich halte es für besser, mehr Sitzgelegenheiten oder auch Bäume zu Pflanzen oder eine größere Freifläche zu belassen. Man könnte ja auch einen ebenerdigen Brunnen mit Fontainen mit einer Höhe von bis zu 50 cm installieren.
    Ist dezenter als das Kletter-Monstrum und bei schönem Wetter werden auch die Kinder auf ihre Kosten kommen ;)

  • Wall auf Höhe der Westentorallee/Lange Straße

    Im Zuge der Umgestaltung des Westentors/Westentorallee/Rheinische Straße wird auch die "Lange Straße" neu gestaltet. – Die Lange Straße verläuft auf gesamter Länge parallel zur Rheinischen. – Die folgenden Aufnahmen zeigen den Wall zwischen Lange Straße und Westentor bzw. Westentorallee. So erhält dieser Wallabschnitt nun ebenfalls eine Begrünung/Grünstreifen. Kurz nach dem Ende des Bereichs, in östlicher Richtung, siehe Bild 3, befindet sich übrigens das Thier-Areal.



    Quelle: Mein Bild



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  • Hat hier schonmal jemand erwähnt, dass die Roten Laternen jetzt auch wie angekündigt silber sind? Ich finde, diese Laternen sahen in rot besser aus. Jetzt sind die mehr sowas wie ein steriler Pinn ;)

  • Westentorallee, 06/09/2009

    Die Arbeiten an der Westentorallee sind zu einem Großteil kurz vor dem Abschluss. Lediglich der Bereich nach/auf Höhe der WestLB erinnert noch an die vergangenen Monate, wobei auch hier Fortschritte erkennbar sind, siehe letztes Bild. Wie bereits erwähnt wurden nun auch die Leuchten grau lackiert. Genau an diesen kann man schön erkennen, wie weit der Boulevard bereits reicht. Nicht mehr lange und man kann wieder trockenen und sauberen Fußes vom Westentor bis zur Petrikirche marschieren.



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  • Wallring auf Höhe der Westentorallee/Lange Straße

    Die Umgestaltungsmaßnahmen zwischen der Westentorallee und der Lange Straße, siehe hier, gehen zügig voran. So sind die Arbeiten am zukünftigen Grünstreifen bereits fast beendet (Stand 13/09/2009). Zurzeit erhält der äußere Fahrstreifen eine neue Asphaltierung. Zudem wurde die Auffahrt/Einfahrt des Hotel Unique dem Straßenniveau angepasst. Unterdessen gleicht die Lange Straße - Parallelstraße der Rheinischen, sie mündet in den Wallring auf Höhe der Westentorallee - einem Schlachtfeld. Hier werden die Anwohner wohl noch ein paar Monate starke Nerven haben müssen



    Quelle: Mein Bild



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  • Ich wusste gar nicht, dass sofort nach dem Umbau der Rheinischen Straße und des Westentors auch die Lange Straße umgestalltet wird. Aber ich finde es gut. Ich denke mal, die Lange Straße wird auf dem Stück verkehrsberuhigt? Und dass der Wallring mit den Bäumen weiter geschlossen wird, finde ich großartig. Wenn dann in 10-15 Jahren auch diese Bäume eine stattliche höhe erreicht haben, wird dies bestimmt ein tolles Bild abgeben werden :D:D

  • Westentorallee, 20/09/2009

    Die alte Asphaltierung des verbliebenen Teilabschnitts vor der Dresdner/WestLB wurde in der letzten Woche entfernt. Somit kann auch bald hier mit der Bepflasterung begonnen werden. Auf der östlichen Straßenseite sind die Arbeiten praktisch an der Petrikirche angelangt. Lediglich einige Meter fehlen bis zum vorläufigen Ende des Boulevards. Danach sind "Großreinemachen", hier und da eine Ausbesserung und natürlich die Bepflanzung der Grünstreifen angesagt. - Der "Boulevard" ist sehr wichtig zur Steigerung der Aufenthaltsqualität in der Innenstadt, auch unter Berücksichtigung der Thier-Arkaden als eine Art von "Gegenpol". d.h. Es wäre schön, wenn Menschen auf dem Weg vom Hbf zum ECE, einen Zwischenstopp in einem Cafe an der Kampstraße einlegen würden. Daher kann ich nur hoffen, dass die Arbeiten zum 2. Bauabschnitt zeitnah beginnen werden, trotz Haushaltssperre. Noch zur Ergänzung: Der "Bauabschnitt Brüderweg" wird, soll oder sollte zu 80 Prozent vom Land gefördert werden. -



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    Mod: Bitte auf die Update-Häufigkeit achten. Nachdem wir kein reines Bauforum sind, sollte ein Baufortschritt [im Vergleich zu älteren Postings] auch für den Laien sofort erkennbar sein. Die Velegung von Bordsteinkanten muss nicht in jedem Einzelfall inflationär Erwähnung finden. Hier empfiehlt es sich etwaige Baumaßnahmen über einen längeren Zeitraum zu sammeln, um sie dann in einem großen - und damit aussagekräftigeren - Update zu dokumentieren. nikolas

  • Promenadenband/Wasserlauf

    M.E. wird durch beide Projekte versucht dem Raum eine unnötige Symmetrie/ Geradlinigkeit aufzuzwingen, die ohnehin schon "zu sehr" vorhanden ist.


    I'm sorry: In der Innenstadt herrscht so gut wie keine Symmetrie/Geradlinigkeit (zumindest der Bereich rund um die Kampstraße). Sie ist dicht und ungeordnet, ja fast schon chaotische bebaut. Das Promenadenband + der Wasserlauf werden das Erscheinungsbild erheblich "beruhigen".

  • Um hier keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen, solltest du mich schon in Gänze zitieren.
    Um den projektierten Wasserlauf war es es mir in diesem Kontext gar nicht bestellt, sondern um die geplante "Verbauung" der Petrikirche.
    Zu den Steelen, deren Umgebung und meinen dahingehenden Symmetrievorwurf lass ich einfach deine Bilder sprechen.


    Auch mit Bäumen errinert mich das Ganze in seiner Linienführung mehr an eine holländische Autobahn, denn an einen innerstädtischen und verkehrsberuhigten Boulevard.
    Eine wie auch immer ['Zick-Zack', 'Schlangenlinie', etc....] versetzte Anordnung der Gestaltungselemente, hätte m.E. eine harmonischere Wirkung in diesem Teilabschnitt erzielt.

  • nikolas

    Du kannst es drehen und wenden wie du möchtest: Es gibt einfach keine unnötige Symmetrie/Geradlinigkeit, egal in welchem Kontext. Wie schon gesagt ist die Bebauung entlang der Kampstraße fast schon chaotisch. Ein beruhigende Gestaltung macht daher mehr als Sinn. "Zick-Zack-" oder "Schlangenlinie" wären eine planerische Katastrophe gewesen.