Stadtgespräch

  • Zu-Fuß-Laufen-Hauptstadt Europas?

    ^^ Die WAZ veröffentlichte gestern einen dramatisch klingenden Artikel über die knappen EVAG-Finanzen - zuerst werden den Beschäftigten Jobtickets und andere Leistungen gestrichen, dann möglicherweise ein Viertel der Busverbindungen - die Straßenbahnen würden in der "Grünen Hauptstadt" zur Förderung ökologischer Mobilität nur noch alle 15 statt alle 10 Minuten fahren (BTW: Es gibt Städte, wo sie alle 7,5 Minuten oder noch öfter fahren). Vielleicht könnte die Kommunalpolitik intensiver dieses Problem lösen statt sich grünen, roten, blauen, EU-Sackhüpfenhauptstädten oder welchen sonst auch immer widmen?

  • Ruhrturm, Ruhrallee

    Ich konnte gestern beobachten, wie an diesem Turm ein Liebherr Turmdrehkran montiert wird.


    Weiss jemand, welche Umbaumaßnahmen hier vorgesehen sind?


    Soll die Immobilie wieder von EON genutzt werden?:confused:

  • Der Ruhrturm wird doch bereits vollständig genutzt. Nachdem man bereits nun an der Hotelseite von Webers ein weiteres Treppenhaus (wohl Fluchtweg) angebaut hatte, dort der Kran auf wieder aufgebaut wurde und nur noch Restarbeiten an der Fassade zu tätigen sind, ist nun eben auf der anderen Seite (Konferenz- und Bürotrakt) der Kran aufgebaut worden, wohl für die selbe Maßnahme auch dort. Die weißen Fassadenteile wurden dort, zeitgleich wie damals auf der Hotelseite, ja schon an der Schmalseite entfernt. Der Ruhrturm wird ja bereits seit ca. 2 Jahren vielfältig genutzt: Hotel, Konferenzbereich, FOS-Hochschule, Konsulat, Restaurant, Büros, sogar eine Praxis für Schönheits-Chirurgie und einiges mehr.

  • Essen wird "Grüne Hauptstadt Europas" 2017

    Essen wird "Grüne Hauptstadt Europas" 2017, wie derwesten.de heute berichtet. Nach der erfolgreichen gestrigen Präsentation wurde der Titel heute im englischen Bristol verliehen.


    Die ausführliche Bewerbung um diesen Titel kann hier eingesehen werden und die offizielle - in englisch verfasste - Pressemeldung der EU findet ihr hier als PDF.


    Primär geht es bei diesem Titel nicht darum, ihn an die "grünste" Stadt zu verleihen bzw. die Stadt "grüner" im Sinne von "Durchgrünung" zu machen, sondern Maßnahmen der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes zu würdigen und zu fördern.


    Simone Raskob, Umweltdezernentin der Stadt Essen: "Die Grüne Hauptstadt wird keine Bundesgartenschau..." Es gehe nicht um hübsche Blümchen, sondern um Umweltfaktoren, die in der Folge die Lebensqualität der Bürger beeinflussen und auch für wirtschaftliche Erträge stehen. "Die Bewerbung und der Titel erleichtern uns den Zugang zu Fördermitteln", so Raskob. "Wer sich um den Titel bewirbt, hat es leichter, EU-Geld für Umweltprojekte nach Essen zu holen."


    Durch diese nicht unerheblichen Zuwendungen seitens der EU sei es evtl. möglich, so Raskob gegenüber dem WDR, kurzfristig Projekte anzuschieben, die sonst eine langjährige Vorbereitungs- und Finanzierungsphase haben.


    Die Rede ist von Fördergeldern in zweistelliger Millionenhöhe. Allerdings habe ich bisher nicht heraus bekommen, wie diese Förderung genau aussieht: auf Jahre, für bestimmte Projekte, etc.

  • Karstadt sucht eine neue Firmenzentrale

    Der angeschlagene Warenhauskonzern Karstadt sucht eine neue Firmenzentrale. Der Umzug ist in den nächsten zwölf bis 18 Monaten geplant. Es wird eine Büroimmobilie mit ca 25.000 qm und 500 bis 600 Parkplätzen zu Miete im Ruhrgebiet oder auch Düsseldorf gesucht. In Essen würde nur Büropark Bredeney, gleich um die Ecke der Karstadt-Zentrale an der Theodor-Althoff-Straße, und das Rheinstahl-Haus in der Kruppstraße in Frage kommen. Es haben sich auch die Wirtschaftsförderer von Bochum und Mülheim zu Wort gemeldet. Beide sind der Meinung, dass die Zentrale auf jeden Fall in der Metropole Rur bleiben muss.


    Zu Zeit befindet sich die Zentrale noch in dem im Jahr 1969 in Betrieb genommene Verwaltungskomplex im Essener Stadtteil Bredeney an der Theodor Althoff-Straße 2. Das Gebäude entspricht weder funktional noch technisch den Anforderungen eines modernen Arbeitgebers und Unternehmens. Die alte Zentrale mit ca. 65.000 qm Bürofläche wird sehr wahrscheinlich abgerissen und die Fläche neu entwickelt.


    Quellen: WAZ - Karstadt sucht leere Büros, die Essen kaum hat | WAZ - Sorge um Karstadt-Zentrale

  • Zum Thema Karstadt fallen mir aber noch ein paar Alternativen ein. Vielleicht kann sich Karstadt im Fall einer Neuentwicklung ja auch noch etwas länger als 18 Monate gedulden.


    Wenn dem so ist, kommt z.B. auch das Areal ehemalige Volkshchschule in Frage. Sehr zentral, die Pläne für ein nahezu passendes Objekt liegen in der Schublade - man müsste nur ein paar Quadratmeter auf den bisherigen Plan aufsetzen (sofern möglich).



    Daneben fällt mir auch das Iduna-Haus ein. Wie die WAZ berichtet soll das Gebäude gegenüber der Keimzelle der Karstadtgeschichte zwangsversteigert werden. Meiner Meinung nach ein guter Standort für Karstadt - zentral, nahe am Karstadthaus Limbecker Platz...! Das Gebäude ist zwar etwas klein, aber ein Entwickler könnte die alten Pläne herauskramen (da war doch mal etwas Größeres für GFKL etwas geplant?) und dann könnte man eine passende Zentrale entwickeln.


    Oder aber das Bahnhochhaus (Siehe WAZ) - gute Lage, nahe Hbf, nahe Kettwiger, am Puls des Handels - das könnte ich mir auch gut vorstellen.


    Ich hoffe, die Projektentwickler in Essen sind im Fall Karstadt kreativ - es gibt neben dem Rheinstahl-Haus aus meiner Sicht viele Alternativen. Es wäre zu schade, wenn ein Essener Traditionsunternehmen die Stadt verlassen würde.


    Fallen Euch noch passende Standorte ein?

  • Die Frage ist wie viel Karstadt bereit wäre für Miete zu zahlen? Da bekanntlich die Mietpreise bei Neubauten relativ hoch sind, ist es fraglich ob ein Neubau in Betracht käme.


    Das Iduna-Haus soll erst im Oktober versteigert werden und eine Asbestsanierung dauert ziemlich lange. Außerdem denke ich das Hochhaus ist zu klein.


    Das Bahnhochhaus wäre denkbar, wenn es einen Anbau bekommt.


    Im Büropark Bredeney wären Flächen bis zu 20.000 qm sofort verfügbar.

  • Beim Idunahaus gab es doch mal Planungen für einen zweiten Turm. Mit diesen Plänen sollte genug Platz für Karstat gegeben sein.


    Im Büropark Bredeney wäre Karstdt ein Mieter unter vielen. Ich wäre mir nicht sicher, ob das den Ansprüchen an eine Unternehmenszentrale einer Firma wie Karstadt gerecht würde.

  • Karstadt-Zentrale im Thyssen-Krupp-Haus?

    ^ Die WAZ schrieb gestern, dass demnächst das leer stehende Thyssen-Krupp-Haus mit 16.000 Qm Fläche angeboten wird. Zum Ende heisst es, dass das Hochhaus 240 Stellplätze habe, während Karstadt 500-600 suche. So viele brauchte man vielleicht in Bredeney, wo man nur mit dem Auto hinkommen konnte - Karstadt müsste doch einsehen, dass dies in der Nähe des Hauptbahnhofs ganz anders aussieht? Den Mitarbeitern Jobtickets anbieten und gut ist.

  • Grüne Hauptstadt Europas 2017

    PM: "Essen kann mit Fördergeldern des Bundes für das Projekt "Grüne Hauptstadt Europas 2017" rechnen. Auf gemeinsamen Antrag der Koalitionsfraktionen hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages bereits im November eine Million Euro zur Förderung von Maßnahmen als Grüne Hauptstadt Europas beschlossen.


    Im Juni war Essen zur "Grünen Hauptstadt Europas 2017" gekürt worden. Mit diesem Titel zeichnet die Europäische Kommission Städte aus, die in Bereichen wie Energieeffizienz, nachhaltige Verkehrssysteme, Luftqualität und Öko-Innovation eine Vorreiterrolle übernehmen."


    Quelle: idr
    siehe auch: Bund fördert Grüne Hauptstadt Essen mit einer Million Euro | WAZ.de


    Das Gesamtbudget soll sich auf rund 10 Milllionen Euro belaufen. Welche Projekte und Veranstaltungen damit umgesetzt werden sollen lässt sich im folgenden WAZ-Artikel nachlesen: Das plant Essen als „Grüne Hauptstadt Europas“ 2017 | WAZ.de

  • Karstadt Konzernzentral

    Noch vor Monaten wurde verkündet, dass die Karstadt Konzernzentrale sehr wahrscheinlich in das Thyssen-Krupp-Haus ziehen wird. Nun scheinen diese Pläne vom Tisch zu sein. Essen will aber weiterhin der Standort der Zentrale bleiben und bietet Alternativen an. Doch denkbar wäre auch, dass das Unternehmen mit seinen 1000 Mitarbeitern auch nach Oberhausen oder Düsseldorf zieht. Hoffen wir, dass am Ende das Unternehmen dem Ruhrgebiet erhalten bleibt. ;)


    Quelle: WAZ - Kampf um Konzernzentrale: Essen fehlt, was Karstadt sucht | WAZ - Essen droht Verlust der Karstadt-Zentrale – Oberhausen hofft

  • ^ In diesem WAZ-Artikel fällt u.a. der Vorschlag aus dem Rathaus, Teile der Stadtverwaltung in die Karstadt-Zentrale zu verlegen, damit der Konzern bloß auf der Restfläche bleibt. Aus einem perfekt ÖV-erschlossenem Standort im Zentrum in die Pampa, wo ein Bus nur selten vorbeifährt und nach langer Zeit gerade mal Kettwig oder die Messe als Endstation erreicht - ich hoffe, dass man es den Rathaus-Beschäftigten nicht antun wird. Vernünftiger ist bereits der Vorschlag eines Neubaus am einstigen VHS-Standort an der Hollestraße, das ist bereits in HBf-Nähe. Vielleicht braucht man an besser erreichbarem Standort etwas weniger als 500-600 Parkplätze?


    Die Stadt hat in der Hand, auf den Denkmalschutz für die bisherige Zentrale aus dem Jahr 1969 zu verzichten, was eine Umwidmung und den Verkauf erleichtern würde - irgendwie muss man alternative Standorte finanzieren. Auf den früheren historischen Stadtkern wird nicht geachtet, aber ein keinesfalls herausragender Nachkriegsbau soll den Denkmalstatus bekommen?

  • # Bau-Lcfr

    Ganz so ist es nicht, was die angesprochenen "schlechten" Verbindungen angeht. Natürlich können diese nicht mit der Innenstadt mithalten, aber neben dem 142er fährt dort auch noch der 169, der ebenfalls Anschluß an eine U-Bahn hat.


    Wenn Karstadt bliebe, weil sich der Konzern mit dem Vorschlag der Stadt anfreunden kann, wäre das ein riesiger Erfolg. Immerhin spart das Unternehmen die Kosten für einen Umzug und für Miete und Nebenkosten, wenn die Stadt mindestens ein Modul der Gebäudegruppe übernimmt. Die Stadt wiederum benötigt für die Sanierung des Rathauses Ausweichflächen. In meinen Augen eine Win-Win-Situation.


    Noch kurz zu einem etwaigen Neubau: Für mich sprechen zwei Dinge gegen einen Neubau, nämlich zum Einen der zeitlich eng gestreckte Zeitplan, in dem das Unternehmen umziehen will und zum Anderen das Risiko eines vermeintlichen Investors, der einem krisengeschüttelten Unternehmen ein Gebäude mit langjährigem Mietvertrag errichtet. Wenn Karstadt umziehen sollte, hat meiner Auffassung nach Düsseldorf die besten Karten, da dort die gewünschten Büroflächen zur Verfügung stehen und ein Umzug zeitnah erfolgen könnte. Manko könnte hier nur die hohe Miete sein.

  • Einwohnerzahlenentwicklung

    PM: "Am 31. Dezember 2015 waren in Essen 584.782 Personen mit Hauptwohnsitz gemeldet - rund 8.100 mehr als am Jahresende 2014. Damit ist ein deutlich höherer Bevölkerungszuwachs als in den drei Vorjahren zu verzeichnen. Die Zahl der Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit hat um mehr als 10.000 zugenommen. Hier spiegelt sich insbesondere die Flüchtlingszuwanderung wider.
    Bei den stark wachsenden Bevölkerungsgruppen handelt es sich in erster Linie um Minderjährige und junge Erwerbsfähige. Mit Blick auf die noch in jüngster Vergangenheit diskutierten Probleme einer Überalterung der Stadt zeichnen sich hier neue Entwicklungschancen ab."


    Quelle: https://www.essen.de/meldungen/pressemeldung_973643.de.html

  • Grüne Hauptstadt Europas 2017

    PM: "Baden in der Ruhr, ein autofreier Tag in der Innenstadt und geführte Fashion-Touren - dies und viel mehr bietet die Grüne Hauptstadt Essen im Jahr 2017. Eröffnet wird das Projekt-Jahr mit der Eröffnungsfeier am 21. und 22. Januar im Grugapark - der Eintritt ist frei. Insgesamt gehören zur Grünen Hauptstadt mehr als 300 Aktionen und Programmpunkte, die heute vorgestellt worden sind. Dazu gehören auch Kongresse und Fachtagungen. Bereits im Bau ist die Badestelle am Seaside Beach am Baldeneysee, die im Sommer eröffnet werden wird. Am Tag der Bewegung, am 2. Juli, wird dann der Essener Innenstadtring zur autofreien Zone. Auch die viel befahrende Altendorfer Straße soll am 24. September zum Familienfest autofrei sein. Durch eine Vielzahl kleiner Pflanzenkisten wird die Festmeile zum längsten Garten des Reviers.
    Die Veranstalter hoffen auf mehr als 500.000 Touristen im Jahr 2017. Das Budget der Grünen Hauptstadt Essen umfasst rund 16 Millionen Euro von EU, Land, Stadt Essen und privaten Sponsoren."


    Quelle: idr
    siehe auch: http://www.derwesten.de/staedt…atgefuehl-id12370341.html
    Das komplette Programm unter: www.gruene-hauptstadt.essen.de

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    Es ging nur um die Skyline, um nichts anderes, da muss ich sagen, Eschborn und dieser Stadtteil von Frankfurt haben das Niveau von Essen, so grotesk es auch klingen mag, wenn man die Größe vergleicht. Und: “... wirkt vieles gewollt hässlich“, das scheint mir bei der Planung nicht der rechte Ansatz zu sein in Bezug auf Mietersuche. :)
    Niederrad ist aber schon im Wandel begriffen. Es findet die Transformation eines monofunktionalen Bürogebietes unter dem neuen Namen „Lyoner Viertel“ statt. 100 Hektar Kernzone der Bürostadt sind vorgesehen für den Bau von 4000 Wohnungen für bis zu 8000 Einwohner. Also, ich denke mal, das wird was. :daumen: