Ex-Philips-Hochhaus am Heimeranplatz [in Bau]

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    Die neue Version gefällt mir deutlich besser, die Entscheidung der SGK kann ich zu 100% nachvollziehen.


    Das Gebäude ist nun strenggenommen um drei Stockwerke gewachsen, das oberste im ersten Anlauf war nur ein kleines Staffelgeschoss. Hier nochmal die alte Ansicht vom Bahnhof aus, die die Stummelwirkung drastisch aufzeigt, auch die Drehung scheint selbst hier nicht allzu stark gewesen zu sein:
    https://www.abendzeitung-muenc…8b08abcc.original1024.jpg


    Die Drehung könnte nun freilich trotzdem stärker ausfallen, doch in Summe hat sich für mich die Überarbeitung deutlich gelohnt. Das Höhen-Breiten-Verhältnis zum Nachbarbau ist nun stimmiger.


    Alte Fassung:


    http://media-cdn.sueddeutsche.…e&cropRatios=0:0-Zoom-www


    Neue Fassung:


    http://media-cdn.sueddeutsche.…e&cropRatios=0:0-Zoom-www


    Die Fassade scheint mir nun eleganter gegliedert, drei Terrassen zum Heimeranplatz kamen offensichtlich hinzu.

  • Absolut, das sehe ich genau so. Die schlankere, höhere Formgebung tut gut. Verwunderlich finde ich allerdings, dass nun ausgerechnet bei diesem Projekt Politiker aus dem Stadtrat und den Stadtteilen den ursprünglichen Entwurf weiter favorisieren und die Rolle der Stadtgestaltungskommission infrage stellen :nono: Aber gut, wir sollten vermutlich dankbar sein, dass Stadträte und BA-Mitglieder auf einmal ihr Interesse für abwechslungsreiche (und hohe!) Architektur entdeckt haben! :D


    http://www.sueddeutsche.de/mue…eniger-verdreht-1.3939452

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    wir sollten vermutlich dankbar sein, dass Stadträte und BA-Mitglieder auf einmal ihr Interesse für abwechslungsreiche (und hohe!) Architektur entdeckt haben!


    Der SPD gefällt es, der CSU und den Grünen ist die Überarbeitung nicht mutig genug. Die SGK setzt sich kritisch mit den Entwürfen auseinander.


    Genau diese Art der Debatte brauchen wir.


    Dass sich auf höchster Ebene und damit auch öffentlichkeitswirksam kritisch mit der Architektur und den Ansprüchen an sie auseinander gesetzt wird.
    Einmal setzen sich die Geschmäcker der einen durch, einmal die der anderen.


    Es gibt Standorte an denen klare Vorgaben und Grenzen einzuhalten sind (z.B. Altstadt, Lehel), die überwiegende Mehrheit ließe sich dennoch frei jeglicher architektonischer Limitationen gestalten.
    Ich hoffe das Interesse der Politik verliert sich nicht, sondern etabliert sich in Form intensiver öffentlicher Debatten.


    Bzgl. des Heimeranplatzes wäre es aus Sicht der CSU oder der Grünen nun die einzig logische Konsequenz, die Clusterentwicklung im Umfeld des Platzes konsequent weiter voranzutreiben.

  • Also geht es u.a. auch darum, diesen Standort möglicherweise für ein kleines City Cluster zu entwickeln. Dann sage ich: Zwar schöner Entwurf. Da aber das alte Philips HH 44m höhe hat, paßt es meiner Meinung nach, dann eher nicht so zu ADAC und Fraunhofer Haus. Wie hoch werden die 14VG werden? 55-60m?


    Um optisch etwas Dazupassendes tu bauen, im Sinne eines Clusters, wäre eine Höhe von 80-85m auch nicht verkehrt gewesen. Wenn es zu unmutig ist bzw. das Verdrehte nicht so stark rauskommt, dann hätte ich mal gern gesehen, wie es aussehen würde, wenn noch 2-3mal 3VG oben draufkommen und diese auch verquert zu den anderen stehen.


    Dürfte dann auf 80-85m kommen und wäre wohl eines der schönsten HH in München.

  • Sehr gute Überarbeitung! Die Kernidee wurde beibehalten, dafür dezenter umgesetzt und etwas höher. In meinen Augen hat der Entwurf deutlich an Qualität gewonnen.

    Dann sage ich: Zwar schöner Entwurf. Da aber das alte Philips HH 44m höhe hat, paßt es meiner Meinung nach, dann eher nicht so zu ADAC und Fraunhofer Haus. Wie hoch werden die 14VG werden? 55-60m?


    Das Bestandsgebäude ist 36m hoch, der erste Entwurf hatte 44m, es müssten jetzt also etwas über 50m sein. Finde ich an dieser Stelle absolut angemessen, auch wenn ein oder zwei Stockwerke mehr auch verträglich gewesen wären.

  • Bist du dir sicher? Habe gerade mit Google Earth die Höhe des Philips HH abgemessen. Die Straße daneben liegt auf 528m ü.M.!


    Das Dach des HH auf 572m ü.M. ! Das ergibt 44m!

  • Siehe Link in Beitrag #9. Aber ich lag falsch, dort wird die Höhe des Bestands mit 38m angegeben. Das macht 3,8m/Stockwerk. Der 1. Entwurf mit 44m und 12 Stock läge bei 3,7m/Stockwerk. Theoretisch wären das beim neuen Entwurf dann also 44m + 2 x 3,7m = 51,4m (wahrscheinlich etwas weniger, da höheres EG).

  • Nachgereicht diese PM von ehret+klein:


    Quelle: http://www.ehret-klein.de/de/presse/680-ein-stadtbildprägender-hochpunkt-für-münchen-einstimmiges-votum-der-stadtgestaltungskommission-zum-neubaukonzept.html

  • Ein lächerliches 08-15 Hochhäuschen. schon auf dem Bild zum langweilen, das wahrscheinlich in 30-40 Jahren ebenfalls wieder abgerissen wird. Nur weil zwei Elemente leicht versetzt gebaut werden, soll das ein stadtbildprägendes Zeichen und neue Qualität usw. sein?? :lach::nono:
    Aber sehen wir's so: zumindest wurden nicht die üblichen 5 Stockwerke realisiert, schnurstracks ohne irgendeine Spielerei an der Fassade. Nur liebe Stadt oder sonstige Verantwortliche tut bitte nicht so, als sei dieses Haus nun etwas Besonderes. Ist es nämlich definitiv nicht.

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    Das Besondere an dem Projekt ist doch die vorausgegangene Diskussion um den ursprünglichen Entwurf. Die CSU wollte es verdrehter haben, die Stadtgestaltungskommission ruhiger, dafür höher. Das Gebäude wurde so einer der Treiber Manuel Pretzl´s Generalkritik an Gremien und Jurys. Von dieser Warte aus betrachtet: Der Erstentwurf war mutiger, allerdings von drei Seiten halt wirklich hässlich. Und dass das Marketing wieder übertreibt, ist ja nun wirklich auch nichts Neues :).

  • Das stimmt natürlich. Jedes Projekt, egal was, wird hervorgehoben beworben. Normal. Nun gut, gestern war ich vielleicht etwas destruktiv mit meiner Bewertung, geben wir dem Entwurf eine Chance, vielleicht wirkt es in echt dann gar nicht so schlecht, wenngleich ich mir sicher wäre: Wenigstens noch einen Dreier-Pack Geschosse drauf, hätte dem Haus von den Proportionen her gut getan.

  • Also wenn man mal die Fernwirkung bedenkt, dann täten sogar eher noch zwei Dreier-Pack Geschosse gut.


    Man sieht das ADAC Haus relativ gut und das 88m hohe Senioren Wohnheim. Aber das 65m hohe Fraunhofer Haus ist schon relativ unscheinbar.


    Darum kann ich bei diesen Texten, in denen ein 50-60m Türmchen als "Stadtbildverändernd" beschrieben wird, nur lachen.


    Ab 75-80m macht sich ein Gebäude in München, auch von der Ferne bemerkbar.

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    Das Wort "stadtbildverändernd" muss ja nicht die Fernwirkung betreffen. Der Heimeranplatz als Verkehrsknotenpunkt wird auf jeden Fall in seinem Erscheinungsbild verändert.

  • Auch auf den zuletzt gezeigten Visualisierungen wirkt das Gebäude all zu gedrungen. Und eben nicht wie ein "Turm", der es ja eigentlich sein will. Wenn man mit diesen verdrehten Elementen arbeitet, ist eine gewisse Höhe unabdingbar. Sonst wirkt es einfach nur unbeholfen und verschachtelt.

  • Ich finde die Überarbeitung und Aufstockung des Entwurfs ist eindeutig eine Verbesserung. Ein Landmark wird damit aber noch lange nicht geschaffen. Aber zumindest ist es eine Entwicklung in die richtige Richtung. So langsam habe ich mich damit arrangiert dass es in München nur mit kleinen Trippelschritten vorangeht... den großen (oder auch nur mittelgroßen) Wurf wird es in absehbarer Zeit eh nicht geben. Wer hier für sein Wohlbefinden mehr Dynamik braucht, der sollte lieber die Stadt wechseln oder besser gleich das Land.

  • MiaSanMia : Naja, wenn man den Begriff "stadtbildverändernd" so auslegt, wie Du, dann ist ja jedes neue Gebäude "stadtbildverändernd" :)
    Ein 4-5VG Büroriegel verändert auch das Erscheinungsbild des XY Platzes, etc.


    Ich sehe "stadtbildverändernd" eher so an, daß sich das tatsächliche Stadtbild (also die Silhoutte der Stadt, in anderen Städten auch Skyline genannt) verändert.
    Und das wird dieses Mini-Türmchen keinesfalls verändern.


    Oh mann, die Meßlatte liegt ja verdammt tief in München...

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    Ich verstehe das Problem ehrlich gesagt nicht.


    Seit wann werden Worte von Marketingbeauftragten auf die Goldwaage gelegt?


    Ist doch klar, dass jemand, der das Ding vermieten will, alle Register zieht, um das Projekt möglichst gut dastehen zu lassen.


    Das hat doch nichts mit einer "Messlatte" zu tun, selbst ein Reihenhaus in Olching wird auf solche Weise angepriesen...


    Savills könnte natürlich auch schreiben: "Neubau eines Geschäftshauses mit monotoner Rasterfassade an schadstoffbelasteter Stadtautobahn, wahlweise mit Blick auf Kleingartenanlagen oder ein heruntergekommenes Sheraton Hotel. Verfügbar ab 35 Euro / QM..."