Karl-Liebknecht-Straße 14 - Büro am Alex

  • < Gut, dann musst du bluten. ;) Dann empfehle ich dir genau zu diesem Thema die Lekture des Rathaus- und Marx-Engels-Forum Strangs von ungefähr 2014. Andere und ich haben sich hier vor Kreativität sprühend gute DAF- Diskussionen geleistet. Natürlich wie bei fast allem hier die Trennung in Rekonstruktion, Teilrekonstruktion mit Mischbebauung heutgen Stils oder mein grandioser Vorschlag selbstredend, einer extrem qualitätsvollen Gartenanlage ähnlich den Tuilerien oder dem Champ de Mars. Lese nun also lieber Endell.


    P.s. Auch unter diesem Aspekt, der mir bei Deiner vehementen Argumentation zu kurz kommt: https://www.stadtmuseum.de/ausstellungen/geraubte-mitte

  • Danke für die Hinweise und den Link camondo. Auch wenn mir nicht ganz klar ist welche Vehemenz du meinen könntest.

    Wissentlich, dass sich vielleicht einiges wiederholt, weil schon besprochen, möchte ich wenigstens versuchen hiermit auf deine Anregung einzugehen.


    Deine Idee von barocker Gartengestaltung geht einer in ihrer Vielschichtigkeit ausufernden Bebauungsidee natürlich auf elegante Weise aus dem Weg und wäre im Ergebnis wohl sogar ein recht harmonisches Gefüge da sich auf schräge Weise die strenge Geometrie der Kaskaden flankierenden Rabatten der 60er mit den Symmetrien und dem Formschnitt Barocker Gärten vertragen.

    Die Fassung durch eine etwaige stimmige Bebauung gen Westen vielleicht sogar mit Zitaten der Torhäuser von Cremer und Wolffenstein wie sie an der Liebknechtbrücke standen, hätte eine sehr durchkomponierte stimmige Dramaturgie bedeutet die bis zum Schloss Gültigkeit besessen hätte.

    Das wird, wenn auch bedauerlich so niemals kommen.

    In Der Gestaltung der Fassung zur Liebknechtstrasse sähe ich weiterhin die wohl größte Herausforderung. Die Aufgabe der Grossbauten an der Liebknechtstrasse als bestimmende Sichtkannte durch Bebauung wäre für mein Empfinden Wünschenswert und würde das Rathausforum auf ein erträgliches Maß eindampfen.

    Deine Grünanlagenlösung hat zudem einen Haken, sie ist eben Barock - Form ist essentiell und damit Pflegeintensiv

    Die ortsüblich, gängige Verwahrlosung würde bei einer plumpen Version von englischem Landschaftsgarten vermutlich weniger stark auffallen, könnte aber wiederum nicht einen derartigen Gleichklang mit dem bestehendem herstellen.


    Ich sehe wohl die Verhängnisse die sich mit einer und wenn nur stückweisen Bebauung zeitigen.

    Die Konservierung des derzeitigen Flächenkonzeptes ist insofern wirksam als dass sie Fragen der Parzellenermittlung, von Restitutionsansprüchen und etwaige Rechtsnachfolgeschaften gar nich aufkommen lässt.

  • Alles kein Problem, da kommt ein schöner Zaun drum, Wächter achten darauf dass keine Schäden entstehen. Moderne Bewässerungssysteme sind sehr sparsam und effizient. das ganze wird nachts abgeschlossen, wie in anderen großen Städten dieser Welt auch. Wieso soll immer alles in Berlin nicht möglich sein was woanders gang und gäbe ist?

    Ich plädiere sehr dafür dieses 'Alleinstellungsmerkmal' nicht in Marmor zu meißeln weil es durch nichts begründet ist.

    Ausserdem muss mans mit dem Barock auch nicht übertreiben, das Champ de Mars in Paris ist eine sehr späte Schöpfung des 19ten Jahrhunderts und eher auf Berliner Verhältnisse runterzubrechen. Wir hatten seinerzeit auch eine zweite Gebäuderreihe diskutiert, niedriger, entlang der K.L. Strasse um den Anschluß an die Marienkirchen besser zu gestalten. Hier könnten hochwertige Geschäfte, die man schlecht in die bestehende Randbebauung quetschen kann, unterkommen. Diese zweite Reihe könnte in ihrer Formensprache klassische Elemente wie Arkaden und schöne Dächer aufgreifen. Deswegen hätte ich es auch begrüßt, dass der hier diskutierte Neubau wenigstens zur Marienkirche hin schon an Kubatur und Höhe abgenommen hätte. Viel hängt auch daran die Spandauer Straße dichtzumachen.

  • Ich verstehe den Inhalt der Diskussion nicht.


    Das Panoramahaus bekommt einen Nachbarn. Etwa symmetrisch zu diesem Block steht das neugebaute Alea. Wir werden keinen Abriss eines dieser drei Gebäude erleben.


    Das entschmückte Panoramahaus wird von diesen drei Bauten das ansehnlichste sein - leider.


  • Da bereits die Existenz des Panoramahauses in Frage gestellt wurde, habe ich auf dem Weg zum Humboldtforum ein paar Bilder geknipst.



    Spiegelung im Bahnhof:




    Der Bau tut der Umgebung gut und wird von der Baumasse her jetzt sinnvoll ergänzt. Die Architektur des geplanten Baues überzeugt zwar nicht, ist aber um Längen besser als das Alea.


    Nach einem eventuellen Abriss wäre dann so ein Sch... zu erwarten: 👎

  • ^

    Das Panoramahaus "ansehnlich"?

    Über Geschmack lässt sich zwar kaum streiten, aber was genau macht es das denn? Dieses absurde Gestell von einer Phalanx aus abgefräßten Zahnstochern auf dem Dach? Die weißen Baumarktfenster? Die trashigen Werbeplanen oder der kaum-noch-okkerfarbene Putz, der den Dunst jahrzehnterlanger Abgase von der Karl-Liebknechtstr. in sich aufgesogen hat?


    Ich finde den Zustand traurig und unwürdig und erhoffe mir eine baldige Grundsanierung des Gebäudes. Ich finde auch nicht, dass man mit Verweis auf das Alea101 vor einer Sanierung "Angst" haben müsste. Das Haus bietet sich als Gestaltungsfläche wunderbar an, um mondän und modern "bespielt" zu werden. Von einer Verklinkerung oder Steinapplikationen, über hölzerne Fensterprofile, im Grunde kann das Panoramahaus aussehen wie dieser Neubau am Postbahnhof (links). Und jedes mal wenn ich es sehe, frage ich mich: Warum tut es das noch nicht? What are u waiting for?!


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    Bild@ElleDeBE aus Thread zum Postbahnhof

  • Ich finde auch dass dem panoramahaus neue Fenster und eine teilverklinkerung in diesen Bereichen in gelb oder glasierten weißen Klinkern ähnlich wie beim sanierten Bau am Frankfurter Tor um Längen gut täte.


    Ob man sich dazu durchringen kann und soviel ästhetisches Fingerspitzengefühl bei einer Sanierung aufbringen kann ?


    Ich kann mich erinnern als man bei dem markanten Gebäude am U-Bahnhof warschauer Straße anfing die Fassade zu sanieren und diese blödsinnige Fassadentünche nebst Gestell aus den 90ern abnahm - bei der sogar die alte Pilastergliederung wieder zum Vorschein kam war ich voller Hoffnung, um dann mit nem Styroporbrett eine ins Gesicht zu bekommen die um dann das 90er Fassadenbild wieder ranzubappen.


    Alea und Kino diese schwarzen Schönheiten sind für mich der eigentliche Sündenfall im Umkreis des Fernsehturmes - da hat man sich perspektivisch zu einer Aufwertung des Areales glaube ich gaaaar nichts Gedacht. Ich hab sie längst in meinem persönlichen virtuellen Abrisskalender.

  • Natürlich könnte es eine Sanierung gebrauchen. Die vertikale Gliederung mittels Pilaster aus Muschelkalk, die feine Ornamente aufweisen und die horizontalen Fensterbänder atmen aber den Geist einer Zeit, als Berlin eine unangefochtene, aufstrebende Metropole und Weltstadt war. Dass der Bau durch Sanierungen banaler wurde, ist klar. Aber auch darin liegt eine Geschichte. Ein an dieser Stelle so widerstandsfähiges Gebäude abreißen zu wollen, finde ich ziemlich befremdlich und unsensibel.

  • Update zu dem Abriss des Fußgängertunnels an der Karl-Liebknecht-Straße sowie Baufeld des Grundstücks Haus Nr.14., fotografiert von mir am 08.03.2021


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    d.