Glasmacherviertel (ehemals Gerresheimer Glas)

  • ^ In Benrath (Paulsmühle) wurde auf EFHs zugunsten des Geschossbaus verzichtet, damit mehr WE entstehen können. Mir ist ein Rätsel, wieso es hier genau umgekehrt sein sollte - wurden in Düsseldorf inzwischen gewaltige Wohnungsleerstände zzgl. einer Bevölkerungsabnahme entdeckt? Was genau sollte für weniger als die geplanten 1400 WE sprechen? (Warum nicht eher ein paar mehr, falls es tatsächlich in der Stadt weniger Baulandreserven als Baubedarf gibt?)

  • Ich bin vor ein paar Wochen mal am Areal vorbeigekommen, hatte nur ein Bohrgerät gesehen und P und Z Bagger weiß jemand mehr hatte leider keine Zeit Fotos zu machen!

  • ^ Als ich am Samstag mit einem Zug vorbeifuhr, sah ich Ähnliches - Baggerarbeiten und Bohrungen. Das kann man sich auch ohne Fotos vorstellen.


    Da ich im November die Siedlung Paulsmühle als mögliches Vorbild erwähnte - gerade läuft ein Bauplanverfahren, in der Begründung wird viel über möglichst effiziente Flächennutzung erzählt. Die Darstellung zeigt kompakte Blockrandbebauung mit 3-5 Geschossen - ähnliche Effizienz wäre auch hier angesagt.


    Dazu noch ein Blick ins Münchner Umland, etwa in Freising solle es die klassischen Einfamilienhäuser nicht mehr geben, sondern nur effizientere Wohnformen. Ich glaube, Gerresheim liegt wesentlich zentraler als Freising, so ist sparsamer Umgang mit Fläche noch mehr angesagt.

  • Bahnhof Gerresheim

    Da es ein ehemaliger Bahnhof ist, passt es vielleicht eher hier als in den Sonstige-Bahnhöfe-Thread. Die WZ schrieb gestern, dass der Umbau des denkmalgeschützten Gebäudes abgeschlossen wurde. Seit Anfang 2016 soll es dort verstärkt Kulturevents geben, außerdem werden Räume für private Feier vermietet.


    Im Redaktionskommentar heisst es, die neuen Bewohner auf dem Areal der Glashütte würden frühestens in fünf Jahren kommen (weswegen Geld der Stadt gefragt sein sollte) - wenn bereits an Fundamenten gearbeitet wird, müssten die ersten Häuser wesentlich früher bezugsfertig sein?


    Erg. - die Arbeiten am 15.08 - schön, dass die sichtbaren Industriealtbauten erhalten werden sollen:



  • ^ Wie kommst du darauf, dass bereits an Fundamenten gearbeitet wird? :confused:


    Bis Ende 2016 laufen noch die Abriss- und Bodensanierungsarbeiten, erst danach sollen erste Bautätigkeiten stattfinden.
    Im letzten RP-Bericht (siehe #41) hieß es allerdings noch, dass Ende 2018 die ersten Häuser fertig sein sollen.
    Das nicht früher Wohnungen fertig werden, soll vor allem daran liegen, dass erst 2019 die Regenrückhalte- und -klärbecken (ohne geht wohl nicht) und die Ortsumgehungsstraße in Gerresheim fertig sind.
    Mittlerweile scheint man ja, wenn von 5 Jharen die Rede ist, von 2020 auszugehen....

  • Als ich am Freitag nach 4 Wochen mal wieder über BAUHAUS nach Erkrath gefahren bin, war ich schon erstaunt, wie sich der Bereich um die Haltestelle Morper Straße verändert hat.
    Alle Bäume im Bereich südlich der Torfbruchstraße zwischen Ecke Nach den Mauresköthen und Heyestraße bis zur ehem. Glashütten-Einfahrt sind weg!
    So offen wird man das Gebiet allerdings nicht mehr lange sehen können, es werden bereits Blechzäune (wie schon im Bereich des Bahnhof Gerresheim vorhanden waren) rund um das Baugebiet aufgestellt.
    Die Zäune werden zwar ca. 2,20 m hoch, ich bin aber groß genug, um darüber zu fotografieren. :D
    Fotos dazu gibt es natürlich auch - Von Nach den Mauresköthen über Torfbruchstraße und Heyestraße bis parallel zur Bahnlinie im Süden - zuerst Foto-Infos über die Denkmäler, die erhalten bleiben:



































    Bilder von mir / 23.10.2016

  • Wenn ich das richtig verstanden habe, wird in eines der historischen Gebäude, die im Glasmacherviertel erhalten bleiben, eine Kirche hineingebaut. Was ich etwas befremdlich finde.


    Nur 1 km nach Norden hin gibt es die ev. Gustav-Adolf-Kirche, direkt südlich der Bahnlinie eine katholische - und im alten Gerresheimer Zentrum die altehrwürdige Basilika St. Margaretha.


    Wer braucht da noch eine weitere Kirche? Man klagt doch allerorten, dass immer mehr Gläubige aus der Kirche austreten - und nicht zuletzt wurden (und werden!) in Düsseldorf immer wieder Kirchen profaniert, umgebaut oder abgerissen. Wegen mangelnden Gottesdienstbesuchs.


    Aber gut ... wenn's schee mocht ...

  • ^ Was ist die Quelle für die Infos mit der Kirche? Persönlich bezweifle ich - seit Jahren werden Kirche eher verkauft und abgerissen als neue eingerichtet. Selbst falls eine in einem der Räume eingerichtet werden sollte (genauso denkmalgerecht wie bei jeder Nutzung Denkmalschutz gilt) - was wäre daran schlimmer im Vergleich zum Kulturzentrum oder einem Einkaufszentrum?


    Wie der Zufall will, am Samstag machte ich einige Fotos der Industriedenkmäler vom nahen Bahnsteig. Als Bauprojekt war nichts spektakuläres zu sehen - der Boden wird immer noch aufbereitet.

  • ^ Was ist die Quelle für die Infos mit der Kirche? Persönlich bezweifle ich - seit Jahren werden Kirche eher verkauft und abgerissen als neue eingerichtet. Selbst falls eine in einem der Räume eingerichtet werden sollte (genauso denkmalgerecht wie bei jeder Nutzung Denkmalschutz gilt) - was wäre daran schlimmer im Vergleich zum Kulturzentrum oder einem Einkaufszentrum?



    Ich habe die Kirche auf Modellfotos vom Glasmacherviertel gesehen, die den Zustand zeigen, wie es dort einmal aussehen soll. Leider finde ich diese Fotos im Netz nicht mehr.


    Es geht mir ja auch nicht darum, dass ich eine Kirche an dieser Stelle "schlimm" fände. Ich habe nur gesagt, dass ich nicht verstünde, wenn dort eine hin käme.

  • Das im Glasmacherviertel eine Kirche (oder ein anderes Gebetshaus) entstehen soll, habe ich noch nie gehört, nur das eine Infomationsveranstaltung im Haus der evangelischen Kirchengemeinde an der Hardenbergstraße stattgefunden hat, hier bei report-D und RP-online.
    Vielleicht hast du dich auch von so einer Visualierung der E-Zentrale (siehe die Denkmaltafel auf dem ersten Bild unter #48), wie ich es unter #15 gezeigt habe, täuschen lassen:


    Auf den ersten Blick könnte man die E-Zentrale wirklich für eine Kirche halten.


    Bei RP-online gilt es auch einen Artikel darüber, dass die Baumschützer gegen die aktuellen Baumfällungen protestiert haben....

  • Es scheinen bereits große Teile des Geländes saniert zu sein, aktuell wird hauptsächlich im Bereich bei BAUHAUS (Nach den Mauresköthen Ecke Torfbruchstraße) gebuddelt und Fundamente entfernt.
    Die Bereiche direkt rund um die Gebäude, die erhalten bleiben sollen, fehlt ebenfalls noch:
    Auch im Bereich, der noch der Stadt gehört (westliches Gelände) gebuddelt.
    Ein paar Bilder dazu:









    Bilder von mir / 06.05.2017 - hier mehr Bilder dazu

  • Abschied von Patrizia

    Die RP berichtete heute, dass Patrizia AG aufgrund der Verzögerungen das Projekt mit 1500 WE auf 200 Tsd. Qm Grund verkaufen will. U.a. die neue Planung der Verkehrsinfrastruktur habe ein Jahr gekostet. Aus den zuerst für 2010 angekündigten ersten Fertigstellungen wurde inzwischen Mitte 2019.
    Es werden laut RP etwa 60 Mio. EUR erwartet, also wer es zufällig in der Tasche hat... Die Bodensanierung soll laut Artikel ununterbrochen weiter gehen - im Oktober soll sie fertig sein.

  • ^ Ich habe mich heute vor Ort umschaut - bereits die Vorbereitung war/ist von den Dimensionen her eine Großbaustelle. Einige Stellen scheinen bereits aufbereitet zu sein:



    Ich hoffe, die Visualisierungen sind bloß eine städtebauliche Studie und die Fassaden noch differenziert werden. Im Augenblick wirken sie zu sehr einerlei:



    In einem der Threads wurden mal Wohnhochhäuser in Gerresheim vorgeschlagen. Etwas überrascht habe ich festgestellt, dass es auch bei normalen Höhen zumindest von einigen Fenstern und Terrassen Blicke auf die Skyline geben dürfte - im Tal inmitten der Hügel nicht selbstverständlich zu erwarten. Rechts von der Bautafel sieht man das LVA-Hochhaus und den Rheinturm:


  • ^ Da die Bodensanierung bereits im Oktober abgeschlossen sein soll (wie du selbst in deinem Beitrag davor geschrieben hast), dürfte bereits der Großteil der Sanierung abgeschlossen sein, zumal sie seit 2015 läuft! ;)


    Die Visualisierung (die übrigens seit 2013 da steht, siehe auch hier unter #15) ist natürlich noch nicht verbindlich, es gibt bisher weder einen Flächennutzungsplan (nur den Vorentwurf) und auch keinen Bebauungsplan.


    Das Gerresheim oder das Glasmacherviertel in einem Tal liegen soll, wäre mir neu! :confused:

  • Der südliche Teil Gerresheims liegt noch in der Kölner Bucht, am Rande der unteren Uferterrasse, auf dem sich der historische Kern Gerresheims befindet.


    Auf Grund der geplanten Veräußerung des Areals durch Patrizia dürfte sich ein Baubeginn sicherlich verzögern.

  • ^ Die NRZ veröffentlichte gestern einen Artikel über die Verzögerung der Bodensanierung, der sonst zumeist aus SPD-Aussagen besteht, vermutlich dem Wahlkampf geschuldeten. Es wird u.a. gefordert, bei der Suche nach neuen Investoren Wohnungsgenossenschaften zu berücksichtigen (die mehr preisgedämpfte Wohnungen bauen würden als einst geplant) - ob welche bereits Interesse zeigen, das entnehme ich dem Artikel nicht. Zu den konkreten Aussagen gehören noch der barrierefreie Umbau der Bahnhofsunterführung und ein P+R-Parkhaus, wofür es politische Grundsatzbeschlüsse geben sollte.

  • Verkaufsverahren

    In der heutigen rp sind einige Details zum aktuellen Verkaufsstand veröffentlicht worden.


    Der Verlaufsprozess startete dem Vernehmen nach bei 60 Millionen Euro, nun soll es bereits um einen rund doppelt so hohen Betrag gehen. Und das Verfahren ist noch nicht am Ende, der Preis kann weiter in die Höhe getrieben werden. Die Patrizia beantwortet Nachfragen dazu nicht.


    Der Verkaufspreis für das Areal erreicht eine Höhe, dass die Mieten bei mindestens 14 oder 15 Euro kalt liegen.


    http://www.rp-online.de/nrw/st…explodieren-aid-1.7116165