Aktuelles | Sonstige Meldungen und Projekte

  • Interessanter Artikel, ich finde dass eine Stadt wie Berlin als Hauptstadt und internationaler Anziehungspunkt sich durchaus leisten kann, Geld für solche Experimente in einem gewissen Rahmen auszugeben. Zumal damit ja auch auf sich verändernde Lebensverhältnisse reagiert wird. Positiv finde ich auch den Ansatz zumietbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen, z.B. um Großeltern oder Eltern mit aufnehmen zu können. Schließlich ist es in unserer Gesellschaft schon länger gang und gäbe, ältere Menschen eher ins Altersheim überzusiedeln als noch räumlich mit dem Rest der Familie in Verbindung zu lassen. Außerdem altert die Bevölkerung bekanntlich, auch ein Grund, in dieser Richtung einiges auszuprobieren.


    PS: Ich mein den Artikel von 'Rotes Rathaus':P

  • Wenn man da schon großvolumig verdichten will, dann besser so als mit einem Fellini-Retro-Bau oder ähnlichem hier unpassenden Zeugs...


    Das sicher nicht. Aber etwas modernes könnte hier m.E. durchaus gewagt werden. Etwas wie die Planung für ein Wohnhochhaus in der Naumannstraße:



    (C) immolog.architekten


    So ist es halt nur ein weiterer monotoner Block ohne Charme.

  • Der Berliner Senat will innerhalb von sechs bis zehn Monaten 15.000 „Express-Wohnungen“ (*schauder*) in Leichtbauweise bauen lassen, die öffentliche Ausschreibung soll noch bis Oktober erfolgen. 60 Grundstücke aus dem Besitz des Landes und der landeseigenen Bima stehen dafür zur Auswahl. Die Quartiere sollen von Privatfirmen gebaut und an öffentlichen Wohnungsunternehmen übertragen werden:


    http://www.tagesspiegel.de/ber…ungen-bauen/12325218.html

  • Projektentwickler und Bauträger hatten es bereits im letzten Jahr vorhergesagt - jetzt ist es amtlich: die Zahl der Neubaugenehmigungen in Berlin sinkt drastisch (-7,8 Prozent). Die Entwicklung wird sich - da diese zeitversetzt zum staatlichen Handeln statistisch meßbar wird - im Jahr 2016 noch verschärfen. Die fortwährenden Bekentnisse des Senats zu mehr Wohnungsbau erscheinen so für Entwickler wie für Wohnungssuchende als blanker Hohn.


    Ursächlich ist hier auf der einen Seite die aktive Bauverhinderungspolitik mancher Bezirksämter. Aber auch die Tatsache, dass die Mehrzahl der Freiflächen innerhalb des S-Bahnrings, auf denen stadtverträglich gebaut werden kann, dem Land selbst gehören und dieses seit mehr als zwei Jahren diese nicht mehr benötigten Areale nur noch in homöopatischen Dosen veräußert. Hinzu kommt, dass planerische Prozesse ewig dauern, z.B. befindet sich der B-Plan "Klosterviertel/Molkenmarkt" im 13. Planungsjahr und eine Festsetzung steht in weiter Ferne. Für eine Baugenehmigung ist nach Aufstellung eines Bebauungsplans bei einem leidlich komplexen Sachverhalt, wie er innenstadttypisch ist, heute mit einer Plandauer von etwa 7 Jahre zu rechnen.


    Die Meldung im Einzelnen.

  • Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung über einen Wettbewerb für kostengünstigen und experimentellen Wohnungsbau:


    Für 9 hat man sich schließlich entschieden. Diese können hier eingesehen werden.

  • Architekten-Publicity beim rbb. Ein Pariser Büro hat - wie wohl schon viele andere Architekten vorher - eine Hochhausidee für Berlin. Und das allein ist dem rbb ein Artikel wert:






    (C) FERMINNAN


    Die Vision trägt den Namen Kaleidoscope Tower und soll 166m hoch sein


    Die Architektur sieht ja ganz nett aus, aber kurz vor der kleinteiligen Spandauer Vorstadt hat so ein hohes Gebäude nichts verloren. Dann besser am Alex.

  • Sieht übrigens so aus als hätten sie es anstelle dieses scheusslichen Trums in der Rochstr. platziert.


    http://www.emporis.de/images/s…ew-view-from-the-east.jpg


    Nein, sondern auf der anderen Straßenseite, schräg gegenüber der Schule und Rücken an Rücken zum "Liebknechtblock". (siehe RBB-Link mit Kartenausschnitt von Bato)


    Ich finde solche Projekte an dieser Stelle mehr als unpassend.
    Gerade auf dieser Seite der Rochstraße und gerade an dieser Stelle bietet sich immernoch die Gelegenheit einer teilweisen Stadtreparatur indem man die Bebauung von der Rosenstraße in angemessener Blockrandbebauung weiter führt.


    Wie dies gelingen könnte sieht man einpaar Meter weiter Richtung Litfaßplatz.


    Wenn dann noch irgendwann der von dir gezeigte "scheussliche Turm" verschwindet (und vielleicht die Schule dahinter) wäre in diesem (Altstadt-) Gebiet sehr viel mehr möglich um die schon begonnene Wiederherstellung der Beziehungen (zum Rest des Heiliggeistviertel, zur Spandauer Vorstadt) weiter voranzutreiben.
    Würden dann noch die restlichen Räumlichkeiten unter dem Stadtbahn- bzw. Markthallenviadukt öffentlich, ähnlich der schon bestehenden zwischen Rochstr. und Luxemburgstr...das wäre was.


    Das gezeigte Projekt (wie auch jedes weitere Hochhaus an dieser Stelle) würde all dies verhindern.



    Gruß, Jockel

  • Ein bisschen Rumgealbere mit verschobenen Klötzchen. Das haut mich nicht vom Hocker. Wird dort aber mit ziemlicher Sicherheit ohnehin nix.

  • Cortenstahl-Optik trifft es wohl eher.



    ... auweia Corthenstahl wird dem geschätzten Forumsmitglied Konstantin wirklich nicht gefallen. Ich hingegen finde es nahezu poetisch wie die beiden Pariser, wenn es den nun Corthenstahl sein soltte, mit dem Material umgehen. Was besonders bei den Nacht-Visus deutlich wird. Auch wenn es wie Saxonia schon unkt, wahrscheinlich keine Chance auf Realisierung hat, bringt es doch ein Bisschen Esprit in die etwas festgefahrene Berliner Formensprache und Materialität. :cool:

  • Neorationalistischer Würfelhusten mit geheuchelten Berlinbezug in Klinker und (des Architekten heimlicher Liebling) Cortenstahl-Optik. Einfallsloser sind nur Baumhochhäuser oder Wooden-Skyscraper.:nono:

  • ^ Kann ja sein, dass es nicht deinen Geschmack trifft, aber was ist daran bitte einfallslos? Allein die Loch-Muster in der Fassade sind doch recht originell, habe ich in Berlin jedenfalls so noch nicht gesehen.

  • "Wir brauchen eine neue Karl-Marx-Allee" ...

    ...meint Hans Kollhoff in einem Artikel des Tagesspiegels (heute online). Er kritisiert darin die Mutlosigkeit des Bauens in Berlin. Schall- und Denkmalschutz kriegen ihr Fett weg, ebenso die Zersiedelung des Stadtrandes.


    Stimmann bekommt ein bisschen Lob, Lüscher schon weniger.


    Nett zu lesen, aber die große Vision fehlt dann doch

  • Berlin braucht Stadtquartiere statt Großsiedlungen

    Auch in der Berliner Zeitung gibt es heute einen Beitrag zum Wohnungsbau in Berlin von Engelbert Lütke Daldrup, Staatssekretär für Bauen und Wohnen in Berlin.


    Es klingt ja gut, wenn gesagt wird, dass die Fehler der Vergangenheit zu vermeiden sind. Allerdings lässt sich auch schwerlich in die Zukunft blicken.
    Ein gutes Beispiel ist das Entwicklungsgebiet am Elsterwerdaer Platz in Biesdorf Süd.


    Erst wurde (aus heutiger Sicht richtig) verdichteter Wohnungsbau geplant. Allerdings war das zur damaligen Zeit nicht zu vermarkten. Der Zuzug aus dem Westen war nicht so enorm wie zunächst erwartet. Die Folge: Es wurden Einfamilienhäuschen gebaut. Statt 5000 Wohnungen gibt es dort jetzt knapp 1500. In erstklassig angebundener, stadtnaher und dennoch grüner Lage.


  • Dabei fällt mir sofort meine Mutter ein. Wie soll man die kleinen Schmuckfenster denn putzen?


    Wenns eine Backstein- oder Metallverblendung vor einer großen Scheibe ist: Von außen wirkt das toll. Von innen glotzt man durch Glas auf eine Wand. Sieht aus wie in einem Antikenmuseum.

  • Ein weitere Hochhaus-Vision die von den Medien aufgegriffen wird. Diesmal stammt sie aus der Feder von Christoph Langhof der anscheinend recht viel Zeit für solche Arbeiten hat (Hardenberg Tower).
    Die wesentliche Idee sei es, die gesamte Gebäudetechnik, Lagerräume, Parkplätze für Elektroautos oder auch Fahrradstellplätze nicht mehr wir üblich in Untergeschossen unterzubringen, sondern stattdessen im Bauch des Gebäudes. Dazu kämen eine begrünte Fassade und vertikale Gärten. Man könne im Turm wohnen und arbeiten.
    Der Turm hätte eine Höhe von 65m.


    Visus:







    (C) LANGHOF®


    Artikel Mopo
    Artikel baunetz

  • http://m.immobilien-zeitung.de…nbauten-fuer-fluechtlinge
    http://www.bz-berlin.de/berlin…ion-der-plattenbauten-aus


    Erste neuen Plattenbauten vom Typ "MUF"
    Dazu Lüscher:
    „Heute ist Vorfabrikation etwas ganz anderes“, sagt die Senatsbaudirektorin. „Man produziert nicht drei Plattentypen und wirft sie übers ganze Land aus. Sondern man kann ganz viel variieren nach individuellen Entwürfen von Architekten.“


    HAHAHAHA


    Die achso Nachkriegsmoderne-Affine Lüscher hat sich wohl noch nie mit Plattenbauten beschäftigt.

  • Alter Wein in neuen Schläuchen. Manchmal fragt man sich schon, ob Lüscher wirklich ernst meint, was sie öffentlich so von sich gibt.
    Allerdings ist es auch bummi ob man derlei Blöcke als Platten hinstellt oder klassisch hochzieht und dann außen mit Styropor zuschmeißt. Armselig ist beides, aber die Platte ist da wohl tatsächlich nachhaltiger.