Sonstige Bauprojekte außerhalb der Wallanlagen

  • Bebauungsplan für Wohngebiet "Sandelmühle" beschlossen

    Nach über 4,25 Jahren hat die Stadt jetzt endlich den Bebauungsplan 889 (siehe #714, #791 und #972) fertiggestellt, wie die FNP berichtet. Anders als früher geplant, sollen nun 250 statt vorher nur 160 Wohnungen entstehen, davon 30% geförderter Wohnungsbau. Das Firmengelände von Diehl Aerospace im Osten soll bestehen bleiben.

  • Seit gestern finden dort Bodenarbeiten statt. Ein Ramme scheint bereits mit dem Setzen der Spundwände begonnen zu haben.


    ... und inzwischen tut sich dort tatsächlich (wieder) ein großes Loch auf, es geht offensichtlich weiter, während das andere Projekt das Ende des Rohbaus gesehen haben dürfte.

  • 180 neue Wohnungen an der Ludwig-Landmann-Straße (Bockenheim)

    Einer heutigen Meldung zufolge plant die Bien-Ries AG den Bau einer größeren Wohnanlage an der Ludwig-Landmann-Straße 349-351. Auf einem 8.000 Quadratmeter großen Grundstück an der Ecke zur Königsberger Straße sollen 180 Eigentumswohnungen mit einer Gesamtwohnfläche von 12.400 Quadratmetern entstehen. Mit dem Bau soll im kommenden Jahr begonnen werden, Ende 2018 ist die Fertigstellung geplant.



    Bild: Bien-Ries AG


    Auf dem Areal gegenüber vom Brentanobad steht bisher das "R&L-Center", ein ziemlich großes, dreigeschossiges Gewerbegebäude, zu sehen bei Street View. Weiteres auf der Website für die 1989 erbaute Liegenschaft.


    Das Grundstück liegt im Geltungsbereich des Bebauungsplans Nummer 679 "Am Industriehof", der im Dezember 2015 in Kraft getreten ist. Das Viertel soll dadurch an seinen Rändern mehr Wohnnutzung als bisher erhalten. Es sind also weitere Wohnungen in der Umgebung zu erwarten. Nähere Ausführungen zu den Planungszielen in der Begründung des Bebauungsplans (Seite 6 ff.).

  • Rechenzentrum für Google geplant (Griesheim)

    Google wird in Griesheim ein Rechenzentrum für Cloud-Dienste errichten lassen. Laut Wirtschaftswoche wird Google dabei mit dem unter anderem in diesem Stadtteil ansässigen US-Rechenzentrumbetreiber Equinix zusammenarbeiten. Auf einem 5.000 m² großen Grundstück nahe des bestehenden Equinix-Rechenzentrums, ein früherer Parkplatz, ist ein Neubau geplant. Für Aufbau und Betrieb eines Rechenzentrums dieser Größe sollen Investitionen im hohen zweistelligen bis dreistelligen Millionenbereich erforderlich sein, schreibt die Wirtschaftswoche weiter. Eine Baugenehmigung liegt der IZ zufolge bereits vor.


    Der Griesheimer Equinix-Standort ist in der Lärchenstraße 110. In der Nähe ist nur eine große freie Fläche ersichtlich, dort, wo die Lärchenstraße eine 90-Grad-Kurve macht. Anzunehmen, dass es um dieses Areal geht.

  • Ich weiß, dass es utopisch ist, aber ich fände es eine interessante Idee das Lurgi-Haus (das große Gebäude in der Mitte des Bürogebietes) abzutragen und auf dem eingezäunten Areal mit 4-5 geschossigen Mehrfamilienhäusern zu beabauen. Eventuell wäre ein Teil der bestehenden Tiefagarage nutzbar. Deren Dimension kenne ich allerdings nicht.


    Das Gelände ist enorm groß und durch Wiesen und Parkplatzflächen wird sehr viel Platz ungenutzt vergeudet. Würde man sich an der umliegenden Mehrfamilienhausbebauung richten, könnten dort durchaus 400-500 Wohnungen geschaffen werden. Für Grünflächen wäre dann immer noch ausreichend Platz.


    Der ÖPNV-Anschluss (U-Bahn: Riedwiese / Bus: Sebastian-Kneipp-Straße) wäre gegeben und ein kleines Einkaufszentrum befindet sich ebenfalls direkt gegenüber. Zudem der Anschluss an die A661 und die Rosa-Luxemburg-Straße.


    Der Knackpunkt wäre natürlich die bestehenden Mietverhältnisse auf die umliegenden Bürogebäude zu verteilen, was durch die unterschiedlichen Interessen der jeweiligen Eigentümer schwierig wäre. Trotzdem wäre mit einem Schlag der Großteil des erheblichen Leerstands im Mertonviertel abgebaut.


    Wie gesagt, Wunschdenken aber in Zeiten der Wohnungsknappheit und hoher Büroleerstände m.M.n. eine nicht uninteressante Idee.

  • Dass diese Aussage (gemeint sind Altlasten der VDM / Kupferwerke) für das gesamte Mertonviertel oder auch nur den überwiegenden Teil davon gilt, würde ich doch stark in Zweifel ziehen.


    Bzgl. Ex-Batschkapp-Areal - da passiert bisher noch gar nichts. Wann sollen dort eigentlich die Bauarbeiten beginnen?


    Baubeginn soll im kommenden Oktober sein. Grund für den um ein halbes Jahr verzögerten Baustart ist eine Änderung der Planung. Auf Wunsch von Rewe wird nun zusätzlich ein separater Getränkemarkt gebaut, ein Geschoss mit 300 Quadratmetern Verkaufsfläche. Die ABG hat dazu ein weiteres Grundstück erworben, auf dem sich eine Lagerhalle einer Schlosserei befindet oder befand. Der Supermarkt selbst erhält eine Verkaufsfläche von 900 Quadratmetern. Mit der Fertigstellung wird nun in der ersten Jahreshälfte 2018 gerechnet. Quelle ist ein FNP-Artikel von heute, der auch ein Foto der in Trümmern liegenden Bestandsbebauung enthält.

  • Klassisches Wohnen im Mertonviertel - Lurgi 5

    ... die Anmerkung bezog sich auf den vorherigen Kommentar "mit in dem Bereich des Mertonviertels" war - Lurgi 5 und unmittelbare Umgebung gemeint.

  • FRANK-Häuser (Graebestraße)

    Direkt am Altarm der Nidda in der Graebestraße in Alt-Praunheim (Karte) sollen zwei Mehrfamilienhäuser mit elf Eigentumgswohnungen entstehen, die Wohnflächen zwischen 63 und 145 Quadratmeter bieten. Das geht aus einer Projektseite der FRANK-Gruppe hervor. Die Visualisierung:



    Bild: FRANK-Gruppe / bauhaus wohnkonzept


    Die Häuser fügen sich mit ihren Proportionen und den Satteldächern in die dörflich geprägte Umgebung ein. Eine Tiefgarage teilen sich die beiden Gebäude. Die Wohnungen sollen mit Holzpelletöfen beheizt werden. Baustart sei noch in diesem Jahr, Bezug im Herbst 2017.

  • Quartiersgarage, Kita und Sporthalle (Lenau-/Lortzingstraße)

    2013 war in den Beiträgen #850 - #852 von den Planungen zur Quartiersgarage Nordend die Rede. Gegen das Vorhaben formierte sich in der Nachbarschaft erheblicher Widerstand, der sich noch 2014 nicht gelegt hatte. Bis vor einigen Monaten sind die einzelnen Projektbauten nach und nach in Betrieb genommen worden. Es entstanden 100 Tiefgaragenplätze unter dem Areal der Glauburgschule (30 Parkplätze an der Straße entfielen), eine Kindertagesstätte, eine Dreifeldsporthalle für die Schule sowie Grünanlagen rundherum auch als Ersatz für alte Kastanien, die gefällt wurden. Vom Endergebnis habe ich heute Bilder aus der Lenau- und Glauburgstraße geschossen. Die Tiefgaragenzufahrt befindet sich ziemlich unauffällig an der westlichen Stirnseite der Sporthalle:



    Weitergegangen und zurückgeblickt:



    Zwischen der Halle und der Kita befindet sich ein Garten und Spielplätze:



    Das westliche Ende der mit Holz verkleideten Kita-Südseite:



    Die nördliche Seite der Kita:



    Den nördlichen Abschluss bildet das prachtvolle Gebäude der Glauburgschule von 1890:



    Bilder: epizentrum

  • Nordend-Projekte

    Im Nordend zwischen Oeder Weg und der Eckenheimer Landstraße gibt es weitere aktuelle Umbau- und Neubauprojekte, so etwa die Kindertagesstätte "Hexenhäuschen" in der Humboldtstraße 35. Siehe Beiträge #1025f. Die Kita ist inzwischen eingezogen, an Feinheiten und der Außenanlage wird noch gearbeitet:




    Der Brandschutz hatte in diesem Fall einen hohen Preis:



    In der Hermannstraße 15 (Karte) ist das Umbauprojekt samt Hinterhausneubau (Nr. 15H) abgeschlossen. Nachfolgend das Ergebnis, bei dessen Fenstergestaltung sich mir allerdings die Nackenhaare aufstellen (nur einen Hauch zurückgesetzte großflächige Fenster mit Loftprofilen, dazu Rolläden in zwei Varianten!?):



    Weiter geht es mit der Humboldtstraße 17 / Ecke Oberweg (Karte, siehe zuletzt hier mit Verweisen auf weitere Beiträge), die schon Opfer der unsäglichen Sprühkampagne wurden:



    Die Händelstraße 1 ist schon länger fertig und wurde in #981 auch schon abgelichtet. Zur Ergänzung ein Foto der Rückseite und zur Erinnerung eines der Front zur Eckenheimer Landstraße:




    Dann noch Unterweg 12-16, an dem ein Studentenwohnheim mit 56 Einheiten und Kita im EG entstehen soll - siehe #1098 und auf der Karte. Am Bestand wird bereits gearbeitet, links im Hintergrund die Nr. 12, an der abgebrochen wird (nur angeschnitten im ersten Bild):




    Bilder: epizentrum

  • Feuerwache 21 (Erich-Ollenhauer-Ring)

    Für die Feuerwache 21 gibt es seit 2010 konkrete Planungen. Zunächst zum Nachschlagen: Überlegungen, Infobeitrag, Update, Karte. Nach einigen Verzögerungen auch wegen archäologischer Untersuchungen, ist jetzt das Bauwerk am Nordwest-Zentrum äußerlich fast fertiggestellt; es läuft der Innenausbau sowie die Arbeiten an den Zufahrten und der Außenanlage. Die Feuerwehr hat auf ihrer facebook-Seite ein Bilderalbum auch mit Ansichten aus dem Inneren veröffentlicht: Klick!


    Kommenden Januar soll die Wache in Betrieb gehen.

  • Westerbachstraße 164 | Sossenheim

    Die Cumerius Storage 1 GmbH aus Frankfurt plant Anfang 2017 den Einstieg in den Selfstorage Markt und baut deshalb ihr erstens Gebäude für ein Selbstlager mit Schnellgastronomie im EG und 34 Parkplätzen. Zu diesem Zweck wurde ein Grundstück in der Westerbachstraße 164 erworben auf dem dafür 88 Parkplätze entfallen. Das Architektenkontor Faller & Krück works GmbH ist für die Planung verantwortlich.
    Zurzeit ist die Kolb Erdbau & Abburch GmbH mit Abbruch - und Erdarbeiten beschäftigt.


    Dieses Büro in Offenbach hat schon zwei Verbrauchermärkte in 2014 und 2012 entworfen, deren Entwurfsqualität deutlich über dem Maß artverwandter Gebäude lag. Hoffentlich liefert das Kontor auch die Qualität sofern der Bauherr auch dieses Ergebnis beauftragt hat. Für die Westerbachstraße wäre das ein Highlight und würde zur Aufwertungs dieses Straßenteilstücks beitragen.

  • Erweiterung Hessen-Center

    Da die gestalterische Planung noch am Anfang ist wurden nur Entwürfe über die Kubatur heute Abend gezeigt.
    In einem der Neubauten an der Borsigallee wird evtl. ein Bibliothekszentrum für die Stadtteile Bergen-Enkheim, Fechenheim und Riederwald untergebracht.
    Mitte 2017 soll ein Architektenwettbewerb ausgelobt und Ende 2017 der Bebaungsplan offen gelegt werden. Bringt die öffentliche Diskussion in dieser Phase keine Verzögerungen, dann könnte in 2018 der Baustart gelingen (Quelle).

  • Es gibt da nur ein Problem, ob nämlich die Erweiterung der Verkaufsfläche um 1/3 des bisherigen Bestandes im Einklang mit dem Regionalen Einzelhandelskonzept steht. Diesbezügliche Bedenken sind laut FAZ (vor einigen Tagen) z.B. aus Hanau geäußert worden. Die Stadt Frankfurt hätte allen Grund, solche Bedenken ernst zu nehmen. Ich erinnere mal an das Honsell-Dreieck, dessen Einzelhandelsnutzung an Offenbacher Bedenken gescheitert war. Dies zum Thema Änderung des Bebauungsplans.


    Hintergrund der Diskussion ist eine Entscheidung des HessVGH aus dem Jahr 2015. Die Stadt Bad Vilbel hatte ein Normenkontrollverfahren gegen den Regionalplan Südhessen und den Regionalen Flächennutzungsplan verloren, mit dem die Nebensortimente von Möbelmärkten begrenzt werden. Zu Gunsten der Segmüller-Ansiedlung wollte Bad Vilbel diese Regulierung kippen und ist gescheitert. (Segmüller will zum Verdruss des Einzelhandels in Bad Homburg, Oberursel u.a. ein Beisortiment von Küchenartikeln, Haushaltswaren und -textilien auf 3.000 m² Verkaufsfläche präsentieren).


    Dieses Urteil ist insofern von Bedeutung, als das Gericht eine Reihe raumordnerischer Festlegungen zur Steuerung des Einzelhandels nicht zu beanstanden hatte. Zu nennen sind hier insbesondere das Zentralitätsgebot, das Kongruenzgebot und das Beeinträchtigungsverbot. Zudem wurde das regionale Einzelhandelskonzept auch unter unionsrechtlichen Gesichtspunkten nicht bestandet. Und Hanau liegt nicht weiter entfernt vom Hessen-Center als die Frankfurter Innenstadt.

  • Tunnelklick ich stimme dir zu, dass das kein Selbstläufer wird.


    Einerseits ist vor 2 Jahren die geplante Ansiedlung eines Baumarktes der Marke Bauhaus an der fehlenden Mehrheit in der Regionalversammlung Südhessen gescheitert einen Flächennutzungsplan dafür zu ändern. Hattersheim wollte nämlich auf einem 18.000 qm großen Areal an der A 66 dieses Vorhaben realisieren. Nachbarkommunen wie Kriftel (damals noch mit einem Baumarkt der Marke Praktiker auf der schräg gegenüberliegenden Seite der A 66 ausgestattet) und Hofheim (mit einem Baumarkt der Marke Globus) liefen dagegen Sturm aus ebendiesen Grund.


    Anderseits wurde das Main Taunus Zentrum von ECE gegen die Widerstand von Frankfurt auch erheblich erweitert. Neben dem Apple Store und den Gastronomiebetrieben sind jedoch überwiegend Markentextil Geschäfte eingezogen. Sollte ECE beim Hessen-Center ein gleichartiges Konzept umsetzt, wovon ich ausgehe, dann würde ich die Realisierungs-Chancen wiederum besser einschätzen als beim o.g. Beispiel oder den von dir genannten.


    Der regionale Flächennutzungsplan entscheidet nach der Klassifizierung der Kommune nach Ober-, Mittel- und Unterzentrum welche Art und Größe des Einzelhandels zulässig ist.

  • Anderseits wurde das Main Taunus Zentrum von ECE gegen die Widerstand von Frankfurt auch erheblich erweitert.


    ..aber m.W. nur, weil das Rechtsamt eine Rechtsmittelfrist versäumt hat! In Höchst kann man allerbestens erkennen, wie es Innenstädten neben solchen Einkaufszentren ergehen kann.

  • Projekt "myBockenheim", Robert-Mayer-Straße 48-50

    Die Robert-Mayer-Straße 48-50, bisher ein Bürogebäude, wurde vor ungefähr sechs Jahren saniert. Ein Foto gibt es oben in Beitrag #1000. Die straßenseitige Fassade hatte sich dadurch verändert, aber nicht wirklich verbessert, wie sich im Vergleich mit der Ausgangszustand bei Street View zeigt. Auch nicht entscheidend verbessert hatte sich wohl der Vermietungsstand, denn im vergangenen Jahr wurde mit dem Umbau zu einem Wohngebäude mit 27 Eigentumswohnungen begonnen. Den Entwurf erstellte das Architektenkontor Faller & Krück. Visualisierungen gibt es oben in #1067.


    Nun ist der Umbau von außen beinahe abgeschlossen. Von gestern:



    Ganz gut gelungen, meine ich. Innerhalb der gründerzeitlich geprägten Umgebung stört das Gebäude kaum noch.



    Bilder: Schmittchen