Sonstige Bauprojekte außerhalb der Wallanlagen

  • Wohnen auf dem Hochbunker (Griesheim)

    Südöstlich der Griesheimer Omega-Brücke, an der Straße Am Gemeindegarten, steht ein Hochbunker (Fotos / Luftbild). Im Jahr 2008 hat diesen der Heidelberger Architekt Till Kuhlmann von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) gekauft. Zur Zeit wird auf dem Dach des Bunkers gebaut. Ein Gerüst steht bereits, demnächst wird eine Außentreppe und ein Aufzug angebaut, wie die FNP heute schreibt. Bis Ende Ende 2012 sollen acht Wohnungen mit jeweils rund 100 Quadratmetern entstehen. Diese sollen vermietet werden. Ansonsten soll der Hochbunker unverändert bleiben. Die Architekten Kuhlmann & Partner sind in Frankfurt bereits durch das Neubauprojekt "City-Lofts" bzw. "The Brick" zwischen Allerheiligen- und Battonnstraße und die Umnutzung "Living Holzhausen" in Erscheinung getreten.




    Bild: Architekten Kuhlmann & Partner

  • Neues Wohngebiet An der Sandelmühle (Heddernheim)

    In Heddernheim, östlich der U-Bahn-Station Sandelmühle, befand sich lange Zeit ein Werk der VDO. In Laufe der 90er-Jahre wurde der Betrieb in kleinere Einheiten zerlegt, heute liegt das Areal größtenteils brach (Luftbild von 2010). In einer Ecke besteht oder bestand noch ein Werk von Diehl Aerospace (kleines Foto). Aufgrund der Übernahme von VDO Automotive im Jahr 2007 gehört das Gelände heute dem Continental-Konzern.


    Die Stadt will nun die planungsrechtliche Grundlage für eine Folgenutzung als allgemeines Wohngebiet schaffen und möchte einen Bebauungsplan (Nr. 889 - An der Sandelmühle) aufstellen. Das ist das Plangebiet:



    Und so soll es aussehen: An der Ostseite der U-Bahn-Station sind Riegelbauten mit vier Stockwerken geplant, ggf. plus Staffelgeschoss. Hier soll ein Stadtplatz sowie eine Ladenzeile entstehen. Das berichtet die FNP. Im Norden, am Urselbach, sind Mehrfamilienhäuser vorgesehen, in der Mitte des Areals Reihenhäuser mit zwei Geschossen. Auch eine Kita ist vorgesehen. Der östliche Teil schließlich soll offensichtlich weiterhin gewerblich genutzt werden.



    Pläne: Stadt Frankfurt am Main

  • Was ich bei dem neuen Wohngebiet "An der Sandelmühle" nicht verstehe, ist, was aus Diehl Aerospace werden soll. Als ich das letzte Mal dort mit dem Fahrrad vorbeigefahren bin (ist ca. 3 Monate her) war das ein aktiver Standort. Die Diehl-Website listet Frankfurt auch weiterhin als Standort auf [Quelle].


    Außerdem komme ich mit den qm-Werten aus dem FNP-Artikel nicht klar. Das gesamte im Plan eingezeichnete Gebiet ist doch deutlich größer als 20.000 qm, selbst wenn man das Diehl-Gelände mal außen vorläßt. Man kann das schön mit der Messfunktion des von Schmittchen verlinkten Luftbild-Stadtplans nachvollziehen. Grob geschätzt hat das im 2. Bild von Schmittchens gezeigte grüne Areal gut 40.000 qm OHNE das Diehl-Areal. Mit sind es eher 70.000 - 80.000 qm.

  • Projekt "Jordan Garten" statt Supertramp (Bockenheim)

    Informationen zum Projekt oben in #982 ff. An der Jordanstraße standen um den ehemaligen Laden des Outdoor-Ausrüsters gestern Schilder die ab heute das Parken verbieten. Höchste Zeit also für Dokumentation:



    Bild: Schmittchen


    Im Schaufenster hängt Werbung zum Neubauvorhaben, die gibt es so aber auch auf der Projekt-Website.

  • Adalbertstraße 44-48 wird zu "Headquarter" umgebaut (Bockenheim)

    Der unter anderem hier vorgestellte Umbau der Adalbertstraße 44-48, das Gebäude war bis vor einigen Jahren auch Sitz des Verwaltungsgerichts, feiert heute Nachmittag Richtfest. Bereits fertig gestellt sind zwei Musterappartements. Einzelheiten hier.


    Eine Website hat das zunächst "CU - Smart Living" genannte Projekt bereits, mit allerdings noch wenig Inhalt, und demnach auch einen neuen Namen: "Headquarter".

  • Sandweg 82-84

    Die neuen Wohngebäude am Sandweg / Ecke Wingertstraße wachsen in die Höhe. Beim Vorderhaus ist die dritte Etage erreicht (Blickrichtung Sandweg Richtung Nordosten):




    Und beim Hinterhaus wird bereits das Dach gezimmert:


    Blickrichtung vom Sandweg:




    Blickrichtung von der Wingertstraße:



    Bilder vom 6.3.2012: Marty-FFM

  • Zu #1015: Insgesamt recht gelungen, allerdings sind die Ziergitter ja wohl mal der allerübelste Baumarkt-Kitsch, wo selbst mir nur noch das Wort „Disneyland“ in den Mund kommt. Stilistisch und farblich vollkommen unpassend.

  • Tschuldigung RMA, aber in welchem Baumarkt kaufst du ein?
    Diese Fensterbrüstungen sind mit Sicherheit Sonderanfertigungen, nach wohlüberlegten und gut ausgearbeiteten Detailplänen. Auch Neues darf mal verspielt sein ohne in den Verdacht zu geraten, in vergangenen Epochen abgekupfert zu haben. Mich stört eher dieses durchgänge kühle, ornamentlose Planen der meisten heutigen Architekten.

  • Vielleicht siehst du dir erst einmal an, wie das Gebäude vorher aussah RMA, wenn dir nichts besseres in den Sinn kommt, als die Balkongitter zu kritisieren. Da fällt mir echt nichts mehr ein... :nono:

  • Nordend: Baumweg/Julius-Heymannstraße

    Über dieses Projekt im Innenhof der beiden genannten Straßen wurde dort und dort berichtet.


    Mittlerweile ist die komplette Vorbebauung weg und das Grundstück frei. Bin mal gespannt, wie es da weiter geht. Das Nordend wird weiter verdichtet, jedes halbwegs geeignete Grundstück wird bebaut. So sah es dort letzten Freitag mit Blickrichtung aus Richtung Baumweg aus:





    Bilder: Marty-FFM

  • Unterliederbach, Areal der früheren Lederfabrik

    Das Höchster Kreisblatt berichtet von einem Projekt in Unterliederbach: Das kontaminierte Gelände einer früheren Lederfabrik wird vom Mannheimer Bauträgers Bamac entwickelt, in acht Wochen soll es schon losgehen, Mitte 2013 ist als Fertigstellungstermin genannt.


    Höchster Kreisblatt über "Wohnen am Liederbach"


    Im Artikel ist von 25 Wohungen, einer Kita und einem Edeka-Markt die Rede, meiner Meinung nach ein geradezu ambitioniertes Projekt für diese eher bescheidene Lage. Die Zeitung will auch schon eine Anzeige im Internet ausgemacht haben, die sich auch einfach im allgemein bekannten Portal finden ließ. Das gezeigte Rendering ist nichts besonderes für die üblichen frankfurter Maßstäbe, für die Lage (und vor allem städtebaulich!) aber ganz große Klasse! Mich irritiert, dass in der Anzeige von "Betreutem Wohnen" die Rede ist - das kommt in dem Artikel nicht raus.


    Der andere Teil der Industriebrache ist als Altersheim projektiert, für das angeblich noch ein Betreiber fehlt. Interessantes Detail: Einem Altenheim wird wohl der Vorzug gegeben, da hierfür weniger Stellplätze nachgewiesen werden müssen.


    Pikates lässt sich ebenfalls nachlesen: Das Areal ist kontaminiert, daher soll es versiegelt werden, auch eine Tiefgarage oder Kellergeschosse wurden nicht genehmigt. Na Mahlzeit.

  • Sandweg 82-84

    Ein Foto-Update vom Sandweg. Das letzte dazu stammt von Marty. Das "Haus 1" wächst seiner Endhöhe entgegen:



    Dahinter erkennt man noch das Plateau mit Unterkellerung, auf deren Ende der "Leipold-Markt" stand:


    Haus 1 ist, wie damals vermutet, drumherumgebaut:



    Auf dem Bild ist links "Haus 2" zu sehen. Hier in voller Größe:



    Die Gefängnis- Mauer:



    Anders als im Rendering zu sehen, wird Haus 2 höher und erhält ein Walmdach:



    Bilder: epizentrum

  • Waldschmidtstraße 5

    An der Waldschmidtstraße 5 (Karte) freute ich mich letztes Jahr über die freigelegten Backsteinmauern des Wohnhauses. Er war jahrzehntelang mit unansehnlichen Platten verkleidet. Inklusive der Sandsteineinfassungen. Jetzt sieht es so aus, als würden sie die nächsten Jahrzehnte wieder verdeckt:



    Putz drüber, und weg ist der Sandstein. Immerhin kein Abriss. Die bodentiefen Fenster zur Straße hin:



    Bilder: epizentrum

  • Toll, bisher war der Gründerzeitler unter den Platten noch in der Fensterteilung erhalten. In den neuen Bundesländern wäre jetzt mit Sicherheit die Wiederbestuckung und Innendämmung erfolgt. In Frankfurt am Main zerstört man anno 2012 noch mehr der historischen Substanz und haut wahrscheinlich anschließend noch einen halben Meter Außendämmung drauf. :nono: Wo findet man eigentlich noch Leute, die sowas planen?

  • Am Martinszehnten

    Neues Gewerbegebiet. Eigendlich nichts interressantes, sieht ziemlich genau so aus wie ich es vorher erwartet hatte, große anomyme Kisten, alles sehr weitläufig, als ob da riesige Menschen- oder LKW-Mengen erwartet werden. Architektur ist an einen solchen Ort nicht nötig, wer hier her kommt, hat andere Sorgen. Dafür sehr viel grün, wohl um die Ökobilanz aufzuhübschen oder, wenn die Bäume mal groß sind, die Banalität zu verdecken.
    Auch Daimler baut hier die LKW-Bereiche neu, die bisher an der Heerstrasse sitzen. Und auch Daimler scheint keinen Sinn für Gestaltung zu haben, es kommt ja auch kein Mercedes-Käufer hierher. Auf dem Bauschild ist der Architekt nicht mal genannt, als Generalplaner tritt Daimler mit seiner Abteilung selber auf.





    Ein kleiner Lichtblick ist der Neubau der Deutschen Bundesbank. Offiziell "Dienstgebäude am Martinszehnten", ansonsten Technikgebäude. Auch kein Architekt, nur der Generalplaner Schnabel AG. Geplant seit 2009, Richtfest war Feb. 2011 und jetzt sind die Gärtner an den Außenanlagen. Sehr martialisch wirkende Sicherheitsmaßnahmen außen rum. Das Gebäude eher einfach, mit ein paar guten Details wie die Fassadenbekleidung, die Ranggitter und der Eingangspavilion.




    alle Bilder von mir