Sonstige Bauprojekte außerhalb der Wallanlagen

  • Adalbertstraße 44-48 wird für studentisches Wohnen umgebaut

    Das Projekt wurde oben in #894 vorgestellt. Heute berichtet auch die FNP. Diese zusätzlichen Informationen ergeben sich:


    • Investitionsvolumen über 20 Millionen Euro
    • 264 Appartements geplant
    • komplett eingerichtet und meist 21 m² groß, auch 18 und 30 m² werden angeboten
    • Warmmieten zwischen etwas über 400 bis ca. 550 Euro
    • geplant ist eine Dachterrasse, außerdem "TV-Lounge" und "Coffee-Lounge"
    • 90 Parkplätze in vorhandener zweigeschossiger Tiefgarage
    • der Gebäudebestand ist von 1972 und verfügt über "kerngesunde Bausubstanz"
    • der derzeitige Netto-Supermarkt wird geschlossen
    • nach dem Umbau soll wieder ein Supermarkt einziehen, Netto wird es aber nicht sein
    • der Umbauentwurf kommt von Bieker Architekten, Frankfurt (Website)



    Bild: Bieker Architekten

  • ^ Die Wirkung der Fassade könnte von aufregend bis scheußlich reichen - je nach verwendetem Material. Ich nehme an, sie wird verputzt, und in die Öffnungen für die unregelmäßigen Fensterbänder wird man vorgefertigte Fensterelemente und Blechpanele einsetzen. Dann noch ein paar grüne Plexiglasscheiben hier und da abgehängt, und fertig ist die hausbackene Revitalisierung mit Zeitgeist-Touch. Mit 20 Mio. Euro hätte man meiner Meinung nach mehr aus dem Gebäude herausholen können, von der Fassade und der Kubator her jedenfalls. Ich hatte bspw. auf eine Verbesserung der Einfassung des zerfaserten Platzes gehofft. Das hätte man durch einen Sockel erreichen können, der die Blockrand-Linie und Firsthöhe der Nachbarbauten aus der Schloßstraße wenigstens teilweise fortsetzt. Auf den alles überragenden Technikaufbau hätte ich dafür gerne verzichtet. Siehe bspw. aus der Bing-Vogelperspektive.


    In jedem Fall verliert das Haus seinen unverwechselbaren Charakter. Blaues Haus, adieu!

  • Waldschmidtstraße 5 + 30

    Erfreuliches heute auch aus der Waldschmidtstraße. Zwei bisher wenig attraktive Gebäude werden saniert. Ähnlich wie beim zufällig gerade von Schmittchen vorgestellten Objekt in der Stiftstraße war das Wohnhaus in der Waldschmidtstraße 5 schräg gegenüber vom Mousonturm bisher nicht als Gründerzeitler zu erkennen. Nicht Putz, sondern eine Schuppenhaut aus kleinen Fassadenplatten, wahrscheinlich aus Zementfaser, verdeckte bisher alle historische Substanz. Dementsprechend geschunden sieht das Haus jetzt nach seiner Entblätterung aus. Vergleich: Google Street View mit diesem Eigenschuss von gestern:



    Etwas näher:



    Die hässliche Garage am Eck des Grundstücks hat man ebenfalls entfernt. Die verantwortlichen Architekten raab.schmale (Website) waren bisher vor allem in der Wetterau, aber auch in Frankfurt tätig. Es ist zu hoffen, dass das Haus sein historisches Gesicht wiedererhält. Hier auch der Link zur Karte und zum Bing-Luftbild zum Projekt. Rechts daneben stehen übrigens drei denkmalgeschützte Gebäude, und die Nummer 1 (links an der Ecke zum Sandweg) hat man vor einigen Jahren bereits von einer Haut aus, ich glaube es waren braune!, Kacheln befreit. Somit wird die Folge der Wohnhäuser wieder stimmig.


    Auch die Nummer 30 an der Ecke zur Wittelsbacherallee (Karte, Bing) wird ein Wohn- und Geschäftshaus, das wohl aus den 1970er-Jahren stammt, gerade saniert. Ebenfalls bisher kein Schmuckstück:



    Wenn man die Wittelsbacherallee herunter zum Zoo fährt, fällt das Gebäude als größeres Eckobjekt ins Auge. Insofern ist die Sanierung sehr zu begrüßen. Hier noch eine andere Perspektive:



    Bilder: epizentrum

  • Sandweg 82-84

    Am Sandweg 82-84 geht es nun weiter. Nachdem die oberirdischen Bauten der Tankstelle abgerissen sind, laufen nun die Vorbereitungen für den weiteren Rückbau. Bleibt zu hoffen, dass es dabei keine unliebsamen Überraschungen gibt und wir bald die Umsetzung der hochwertigen Planung aus Schmittchens Beitrag hier sehen können.




    Alle Bildrechte liegen bei mir!

  • Günthersburgpark - Wohnungen und Erweiterung

    In der Magistratsvorlage M117 geht es um den Neubau des zusammengelegten Grünflächen- und Straßenbau-/Erschließungsamtes. Sie zeigt ein Rendering und Pläne, die ich hier zusammengetragen habe. Es ist aber auch ein bemerkenswerter Nebensatz enthalten:


    [INDENT][...] die frei werdenden Flächen in der Wetteraustraße (rd. 20.000 m²) für die Erweitung des Güntherburgparks und ein Wohnungsprojekt sowie die entbehrlich gewordene Sanierung der Werkstätten [...][/INDENT]


    Am Nordrand des Günthersburgparks (Satellitenkarte) residiert zur Zeit das Grünflächenamt. Für die Klickfaulen hier der entsprechende Kartenausschnitt:



    Karte: (C) OpenStreetMap and Contributors, CC-BY-SA, auf dafmap.de


    Es betreibt dort die genannte Werkstatt. Offensichtlich wird der Komplex und damit die große Fläche von 20.000 qm frei für die angedeutete Nutzung: Parkerweiterung und Wohnungen. Letztere werden sicher entlang der Wetteraustraße entstehen, und der Günthersburgpark könnte ein ganzes Stück in Richtung Norden und damit in Richtung Dortelweiler Straße / Wasserpark / Friedhof Bornheim wachsen. Dazwischen liegen ausgedehnte Schrebergartenanlagen und einige versprengte Mischbauten.


    Das ist doch einmal eine gute Perspektive für Bornheim.

  • Taqwa-Moschee (Heilbronner Str. 22)

    Von der Taqwa-Moschee im Gutleut habe ich zuletzt im April berichtet. Der Beitrag enthält Verweise auf Vorbeiträge. Inzwischen wurden wenige weitere (durchsichtige) Glaselemente eingebaut; es geht leider nur langsam voran. Dafür erhält der Kuppelturm gerade seine Zierscheiben - und die sind der Knaller:



    Auf viele von uns "Abendländern" wirkt die Farbgebung vielleicht etwas dick aufgetragen. Mir gefällt es, und ein Hingucker wird der Bau dadurch auf jeden Fall. Aus der Nähe sieht man die Muster:



    Bilder: epizentrum


    Darüber kommt später eine Metallhaut mit einem Muster aus sich kreuzenden, diagonal angelegten Linien. Die darunter liegenden Glasmuster und die schillernden Farben werden durchscheinen und einen reizvollen optischen Effekt erzeugen. Das Rendering von 2009 ist inzwischen überarbeitet, die erwähnte Metallhaut scheint jetzt dichter zu sein. Hier ist das Rendering der überarbeiteten Fassade von der Projektseite des Büros Shakil Ahmed & Partner, Offenbach (Website, Bilder klicken für große Versionen):



    Auch die Rückseite ist leicht verändert:



    Bilder: Gesamtplanungsbüro Shakil Ahmed, Offenbach


    Die Projektseite enthält auch Innenansichten und Fotos von der Baustelle, inklusive der Kuppel.

  • Mittlweile kann man den alten, bislang aufs Hässlichste verschandelten Gründerzeitler aus Epizentrums Beitrag #910 in seiner vollen komplett entkernten "Pracht" erkennen. Die Abdeckungen sind verschwunden. Fotos von gestern (sorry, nur Handy). Bin mal gespannt und freue mich darauf wenn's fertig ist.




    Bilder von mir

    Einmal editiert, zuletzt von marty-ffm () aus folgendem Grund: habe Urheberrechtsvermerk für Bilder vergessen

  • Arnsbergerstraße 9

    In der Arnsburgerstraße wurde zum einen ein Haus aufgestockt und daneben auf dem Grundstück eines alten Getränkemarktes ein Neubau errichtet. Das Ensemble fügt sich jetzt sehr gut in die Blockrandbebauung ein und ist eine wirkliche Aufwertung. Leider konnte ich bei Google Street View nichts zum Vor-Zustand posten, weil dieser Teil der Arnsburger nicht zugänglich ist bei Street View.


    Hier der Neubau, der auf dem ehemaligen Getränkemarkt steht:



    Und hier die Aufstockungsmaßnahme, die ich persönlich architektonisch nicht so gelungen finde, das ganze sieht etwas unmotiviert und nicht recht passend aus. Die aufgestockten Etagen passen einfach nicht zum Rest.




    Bilder von mir

    Einmal editiert, zuletzt von marty-ffm () aus folgendem Grund: Habe Urheberrechtsvermerk für Bilder vergessen

  • ^^
    Wow, eine neue Retrovariante: DDR-Aufstockung, Marke Eigenbau, 80er Jahre. Sperrholz, Plaste und ein bisschen Putz.
    Wie elegant der Durchgang überbaut wurde und erst die Fensterformate...

  • Das sieht echt aus wie so eine DDR-Reparatur eines kriegsbeschädigten oder später zusammengesackten Gründerzeitlers. Kann man beispielsweise im Leipziger Osten bis heute noch an ein paar Stellen sehen. Man muss schon ernsthaft die Frage stellen, wie so etwas genehmigungsfähig ist. Zumal so eine Wucherung einen noch schlimmeren Dammbruch als die ganzen Wärmedämmungsgeschichten darstellt, hier wird jeglicher gestalterischer Anspruch endgültig beerdigt.

  • Neubau Wasgaustraße

    Auf dem Rückweg ist mir folgende Baustelle in der Wasgaustraße aufgefallen. Dem Bauschild waren folgende Info zu entnehmen: Mehrfamilienhaus mit 5 Wohneinheiten, Bauherr Fahrudin Dizdarevic, Unternehmen für Rohbau SD Bau, Samir Dizdarevic aus Groß-Gerau und projekt62 consult GmbH aus Worms. Letztgenannte Tatsache lässt , aufhorchen und weckt die Erwartung auf ein modernes Gebäude, wenn hervorragend gestaltet, ein architektonisches Ausrufezeichen in der Wasgaustraße setzen könnte. Dieses Büro ist im DAF anscheinend noch nicht mit Projekten vertreten, freuen wir uns also auf diese Premiere.


    Beim Umrunden des Rohbaues habe ich dann festgestellt das nicht nur für diesen Neubau sondern auch im hinterem Areal, also im Karree Soonwaldstraße, Pfälzer Straße und Astronomenweg, der Altbestand komplett abgeräumt wurde. Ob der o.g. Bauherr auch mit der weiteren Bebauung dieses Areals in Verbindung zu bringen ist konnte ich nicht recherchieren. Weiß hier jemand im DAF mehr?
    Lt. Google und Bing muss hier wohl vorher eine Fabrik gewesen sein. Interessanterweise sind bei den jüngeren Bildern auf Bing schon die Abbrucharbeiten voll im Gange, im Gegensatz auf Google.
    Für Investoren mag eine „Nachverdichtung“ mit Reihenhäuser lukrativ sein aber ob Unterliederbach an dieser Stelle dadurch gewinnt? Hoffen wir mal das wenn Geschosswohnungsbau entsteht, das dieser sich nicht am Klotz in der Nachbarschaft orientiert. Ein Schwenk vom Astronomenweg zur Soonwaldstraße.



    Bilder von mir

  • (Aktuelle) Wohnbauprojekte in Bergen

    Ich habe heute mal einen kleinen Rundgang zu großteils in Bau befindlichen Wohnbauprojekten im Bergener Teil von Bergen-Enkheim gemacht. Bergen-Enkheim hat das Problem, daß gleich 2 große Wohnbauprojekte nicht so laufen, wie sie sollten. Zum einen handelt es sich um das seit ca. 10 Jahren schon geplante Wohnbaugebiet "Leuchte" in Enkheim, bei dem derzeit noch die "berühmten" Eidechsen des Enkheimer Ried`s umgesiedelt werden müssen...


    Zum anderen fällt das geplante Neubaugebiet Bergen-Nord oberhalb der Strasse "Nordring" der Siedlungsbeschränkung des Flughafenausbaus zum Opfer. Was übrigens heute auch für die "Leuchte" gelten würde, wäre nicht vorher planfestgestellt worden.


    Und so wird derzeit quasi an "allen Ecken und Enden" in Bergen-Enkheim "nachverdichtet".
    Baulücken werden gefüllt, bzw. alte Gebäude werden abgerissen und die Flächen neu bebaut.


    Zunächst ein größeres Mehrfamilienprojekt an der vielbefahrenen Vilbeler Landstrasse gelegen:


    Rechte Seite:


    Linke Seite:


    Ca. 600m weiter geht es um die Ecke in die Strasse "Am Rebenborn", wo ein weiteres Mehrfamilienprojekt geplant ist:


    Renderings zeigen, wie es einmal aussehen soll:



    Hier steht man allerdings noch vor dem Ausheben der Baugrube:


    Weiter geht`s über die alte Holzbrücke am Berger Hang in die Strasse "Neuer Weg", wo lt. Bauschild eine "moderne Stadtvilla" am Entstehen ist:


    Der Rohbau scheint weitgehend abgeschlossen zu sein:


    Nur das "Flugdach" fehlt noch:


    Über Geschmack läßt sich ja bekanntlich streiten. Das in den letzten Jahren direkt nebenan (sh. auch 2. Bild linker Rand) fertiggestellte Mehrfamilienhaus mit Satteldach und Gauben kann mal zum Vergleich dienen...


    Vom "Neuen Weg" geht es direkt in den "Heinrich-Bingemer-Weg", wo ich das kürzlich fertiggestellte und sehr interessante Einfamilienhaus gesichtet habe:

    Man beachte auch den überdachten "Porsche-Stellplatz"!


    Ein Stück weiter des gleichen Weg`s noch ein letztes Projekt von ffm-architekten (http://www.ffm-architekten.de):


    Hierzu war leider kein Bauschild oder Rendering angebracht.


    Das etwas größere Neubaugebiet "Im Steinchen" in Bergen ist nun wirklich nicht alltäglich, da es einige wirklich futuristische Projekte beinhaltet, die ich Euch demnächst gesondert vorstellen möchte.


    Bilder: skyliner

  • Bergen-Enkheim: Heinrich-Bingemer-Weg

    Danke für die Exkursion ins eingemeindete Ex-Nachbardorf :) Das Projekt von "ffm-architekten" dürfte dieses hier in retro-futuristischer Büroklammer-Architektur sein: Am Hang. Die Renderings aus der Projektseite:



    Bilder: ffm-architekten, Cilia und Hendrik Tovar, Frankfurt

  • Bei Projekten wie den oben genannten (die architektonisch an der Stelle wohl nicht weh tun) bin ich mir irgendwie nicht ganz sicher, ob hier Wohnraum, oder nicht eher Luxusimmobilienwerte geschaffen werden soll. Auch wenn ich zugleich erstaunt bin, dass der fragwürdige Trend zu letzterem nun schon das beschauliche Bergen-Enkheim erreicht hat.

  • Je nachdem, auf welche Projekte sich das jetzt konkret bezieht, finde ich eher die Bandbreite liegt zwischen tut nicht weh und recht gelungen

    Ganz besonders das von Epizentrum vorgestellte Haus am Hang finde ich ausgesprochen ansprechend.

    Was die allseits beklagte, und wohl auch hier gemeinte "Gentrifizierung" angeht, so muss man doch sagen, dass sie Folge einer sehr gesunden Entwicklng ist. Bergen Enkheim ist Teil von Frankfurt, und wenn es hier der Beschaulichkeit an den Kragen geht, dann finde ich das besser, als noch mehr Neubaugebiete im Taunus. Hatten wir ja schliesslich Jahrzehntelang.
    Braucht kein Mensch!

    Auch für teuer neu geschaffener Wohnraum ist übrigens immer noch neu geschaffener Wohnraum. Wenn Dagobert Duck hier baut, damit Gustav Gans hier einzieht, dann atmet Donald Duck auf, denn sonst wär er mit seiner Wohnung ins Fadenkreuz geraten.

  • So ist das mit den Geschmäckern. Das einzige was mir wirklich weh tut ist das biedere Mehrfamilienhaus mit Satteldach. Der Porsche-Carport hat bestimmt von der Hangseite mehr zu bieten (auch wenn die geschlossene Wand den Nachbarn gegenüber etwas arrogant rüberkommen dürfte).


    Der Bau vom Heinrich Bingemer-Weg ist dann wohl die Wohn-Version des Audi-Terminals.

  • Genauso ist es Chewbacca. Irgendwo müssen ja auch die Gutverdiener und/ oder Vermögenden wohnen. Deshalb habe ich mit der "Gentrifizierung" auch an sich kein Problem. Ich kann allerdings verstehen, dass betroffene Altmieter, die sich Mietpreissteigerungen nicht leisten können, wenig begeistert sind. Im Westend dürfte das eher kein Problem sein, da hier auch viele ehemaligen Büroflächen umgenutzt werden. Im Nordend vermutlich schon eher. Man darf dabei aber auch nicht vergessen, dass die damit oft einhergende Sanierung und ökologische Ertüchtigung der Gebäude politisch gewollt ist. Gerade von den Grünen. Wenn leere Wohnungen "luxussaniert" werden oder luxuriöse Neubauten entstehen, sollte das eigentlich kein Problem sein, auch wenn sich viele schon darüber beschweren. Bei vermieteten Wohnungen dürfte es auch nicht allzuoft vorkommen, dass der Vermieter anfängt Parkett zu verlegen, Mamorbäder einzubauen und goldene Wasserhähne anzuschrauben. Das kann er auch schwerlich umlegen. Hier sind tatsächlich ökologische Sanierungen das "Problem". Die Geister die ich rief...

  • Irgendwo müssen ja auch die Gutverdiener und/ oder Vermögenden wohnen.


    Das soll ja wohl auf Frankfurt bezogen ein schlechter Witz sein, oder?