Sonstige Bauprojekte außerhalb der Wallanlagen

  • Forster hat hier wieder einmal einen sehr guten Entwurf abgeliefert. Den Detail-Ausführungen von Epi kann ich mich nur anschließen. Auch der Art-Deco-Stil ist auffällig und gefällt.


    Genau das ist es, was ich mir unter guter Architektur vorstelle, die nicht den Kostenrahmen sprengt. Die Baukosten, die durch diesen Entwurf verursacht werden, würde ich geschätzt in einer Mittelklasse-Lage mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis ansetzen. Es sind nach meiner Einschätzung keine extravaganten Luxus-Sperenzchen enthalten, die die Kalkulation des Bauherrn in große Höhen treiben würden. Dennoch ist bestimmt nicht nur die Wohnqualität im Innern überzeugend, sondern auch die äußere Gestaltung. Es sind relativ einfache Mittel (Rundungen, Balkone, Klinker im Erdgeschoss, über Eck laufende Glasflächen, angedeutete Türmchen, stimmige Baumassenverteilung) - nicht die allereinfachsten freilich wie ein bisschen Farbe hier und da - , die eben nicht besonders teuer sind, dennoch aber den Entwurf hundertmal besser machen als das, was teilweise im Europaviertel gebaut wird. Den Wunsch "gute Architektur muss nicht teuer sein" würde ich anhand dieses Beispiels vielleicht umformulieren in "geringfügig höhere Baukosten, deutlich höhere Qualität". So sollte es öfter sein.

  • Der Abriss im rückwärtigen Bereich des Grundstücks Sandweg 82-84 kann erst im September 2011 beginnen. Bis Ende August besteht für diesen Teil der ehemaligen Roma-Garagen (Foto) noch ein Pachtvertrag. Die Pächter und Betreiber des Antik- und Möbelmarkts Leipold wollten ein Angebot der GeRo Real Estate für eine vorzeitige Aufhebung des Pachtverhältnisses gegen Zahlung einer Abfindung nicht annehmen. Steht in der FNP.

  • Sandweg 82-84

    M.E. sind die Entwürfe nicht schlecht, sieht in der Tat recht schick aus. Wenn es fertig ist wird es sicherlich zu einer optischen Aufwertung des nicht gerade ansehnlichen oberen Abschnitts des Sandwegs beitragen. Wollte die Stadt den Sandweg nicht schon lange mal aufbessern? Bislang ist es wohl leider beim Pflanzen von zwei, drei Bäumchen geblieben. Der große Wurf fehlt hier bislang.


    Bilder von heute, hier geht es jetzt abbruchtechnisch richtig zur Sache:



    Bilder: marty-ffm

  • "Westpark Office" in Sossenheim

    Nicht zuletzt des beträchlichen Volumens wegen sicher mit Vorsicht zu genießen: Laut immoportal.de wurde für das Projekt "Westpark Office", Neubau von drei Bürogebäuden, eine Bauvoranfrage gestellt (Auschreibungen werden zwar auch erwähnt, erscheinen mir in dieser Projektphase aber verfrüht).


    Es handelt sich dabei um ein Projekt der OFB Projektentwicklung im Gewerbegebiet von Sossenheim. Laut Website sind auf einem 9.752 m² großen Grundstück drei Bürogebäude mit jeweils fünf Obergeschossen und zwei Untergeschossen geplant. Die oberirdische BGF wird mit 35.000 m² angegeben.



    Bild: OFB Projektentwicklung

  • Sozialrathaus Bockenheim zieht in Interimsstandort

    aus 04/2009: Ein mit nur zwölf Stockwerken zwar kleineres, doch reichlich verschandelnd wirkendes Hochhaus aus dem Jahr 1964 könnte bald in Bockenheim fallen. Und zwar das sogenannte Sozialrathaus, Rohmerplatz 15, also ...



    Nun ist es amtlich. Voraussichtlich im August 2011 zieht das Sozialrathaus Bockenheim vom Rohmerplatz 15 in die naheliegende Liegenschaft Rödelheimer Straße 45, direkt östlich der Bahngleise und nahe des Arbeitsamtes.

    Weiß jemand mehr, ob der Bestand saniert oder ob neu gebaut wird?

  • Trianon

    Nach Bemühen der Suchfunktion war ich etwas überrascht, dass es keinen Thread zum Trianon gibt.. daher poste ich mal hierhin:
    Laut eines Bekannten der im Trianon arbeitet, scheint dort eine Renovierung des Eingangsbereichs bevorzustehen. Das Restaurant würde im Zuge dessen wohl (vorerst) schließen. Die Renovierung sei bereits vor knapp zwei Jahren Thema gewesen, damals aber noch verworfen worden.

  • Adalbertstraße 44-48 wird für studentisches Wohnen umgebaut

    In Bockenheim wird das markante und wenig attraktive Gebäude Adalbertstraße 44-48 an der Ecke zur Schloßstraße umgebaut (Quelle). Nach der Entkernung sollen 260 Studentenwohnungen entstehen. Im Erdgeschoss sind 800 Quadratmeter Einzelhandelsfläche vorgesehen. Käufer und Projektentwickler ist Benchmark Real Estate Development, Frankfurt am Main (Website).


    Ein Bauantrag soll Ende dieses Monats gestellt werden. Die Fertigstellung ist schon für Frühsommer 2012 geplant. Eine Visualisierung habe ich bisher nicht gefunden.


    In dem Gebäudekomplex war früher auf einigen Etagen das Verwaltungsgericht untergebracht. Dieses ist 2006 in einen Neubau ein paar Hausnummern weiter stadteinwärts gezogen. Die türkisfarbene Fassade hat das Gebäude nach meiner Erinnerung erst bei einer weniger als 15 Jahre zurückliegenden Sanierung erhalten. Eine Belebung durch studentisches Wohnen ist natürlich zu begrüßen. Besonders in Verbindung mit einer Umgestaltung der Kreuzung Schloßstraße und Adalbertstraße, untersucht wird die Einrichtung eines Kreisverkehrs, könnte sich hier eine kaum hoch genug einzuschätzende städtebauliche Verbesserung ergeben. Die Planung des Kreuzungsumbaus ist wegen der noch unklaren Linienführung der Straßenbahnringlinie allerdings zurückgestellt.


    Ein wenig erbaulicher Anblick - die Adalbertstraße 44-48 im März 2010:



    Bild: Karsten11 (mit allgemeiner Gestattung)

  • Huthpark: Denkmalgeschützter Pavillon wird zum Parkcafé

    Seit Beitrag #849 wurden gerade einmal Fenster eingesetzt. Sonst ist außen wenig passiert, wie der Vergleich mit dem dort verlinkten FNP-Foto zeigt. Dabei sollte schon in diesem Frühjahr Übergabe an die Pächter sein.



    Liegt's daran, dass das städtische Hochbauamt die Projektleitung übernommen hat?



    An der Rückseite liegt das Untergeschoss frei, dort sollen Küche, Lagerräume und Toiletten untergebracht werden:



    Sollte der Pavillon eines hoffentlich nicht sehr fernen Tages fertig sein, wird er sicher zu einer Bereicherung für den Park. Ohnehin zählt der Huthpark mit seinen ausgedehnten Wiesen, altem Baumbestand und großzügigen Wegen für mich klar zu den schönsten Parks der Stadt. Allzu viele Leute sieht man nicht, ein Geheimtipp also - damit das so bleibt, behalten wir das bitte alle für uns.


    Derzeit werden im Park Wege erneuert, teilweise neu angelegt, auch Beleuchtung wird installiert. Abschließend ein Foto für die die Hände in Unschuld waschende Frau Kiefer, das ist die u. a. für den Goetheplatz tätige Berliner Landschaftsarchitektin: So wie unten sieht der hierzustadte verwendete Deckbelag für Wege und Plätze aus, der dem Goetheplatz so sehr viel besser gestanden hätte. Grauer Schotter wird dagegen für den Unterbau verwendet (wie man auch auf dem Foto ganz oben sehen kann).



    Bilder: Schmittchen

  • Großbaustelle am Fischstein

    Die U-Bahnstation "Fischstein" ist seit ca. einer Woche fertig und wird (wieder) angefahren:


    Alles schön barrierefrei gearbeitet...,


    links und rechts der Haltestelle wird aber noch fleissig gewerkelt (Bild fehlt, Batterien mal wieder leer:mad:)


    Hazrat-Fatima-Moschee:
    Der Hazrat-Fatima-Wohnhaus-Rohbau ist fertig, erste Fenster im EG sind bereits gesetzt:
    #


    ...und auch bei der Moschee geht es nun voran:


    Mühsam verändert sich der ehem. Fischsteinkreisel:


    Bilder: skyliner

  • "Griesheim-Center" wird umgebaut

    Die May und Porth Gruppe hat das "Griesheim-Center" aus einer Insolvenzmasse erworben. Das 2008 an der Mainzer Landstraße eröffnete Fachmarktzentrum bietet derzeit rd. 8.000 m² Verkaufsfläche. Diese Fläche will May und Porth um knapp 1.000 m² erweitern. Damit und mit einer Optimierung der vorhandenen Flächen wurde der Berliner Projektentwickler Concarus Real Estate Invest beauftragt. Vorgesehen ist, der Parkfläche im Obergeschoss eine große Verkaufsfläche abzugewinnen. Zudem soll durch eine Optimierung der Flächen im Erdgeschoss ein weiterer Laden entstehen. Das "Griesheim-Center" war ein Projekt der britischen Investmentgesellschaft Merchant Place.




    Bilder: Concarus

  • Schloßstraße 32-34

    Ein kleineres Objekt an der Schloßstraße, hatten wir glaube ich noch nicht. Bauschild anbei, Objektseite hier


    By thomasfra at 2011-06-13



    By thomasfra at 2011-06-13

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    Mod: Dazu auch oben #709 ff.

    2 Mal editiert, zuletzt von thomasfra () aus folgendem Grund: Bilder neu gesetzt

  • Heinrich-Schleich-Haus (Fachfeldstraße 42)

    Arme Alte, Teil XVII: Seit bald drei Jahren (!) wohnen die Senioren aus dem Heinrich-Schleich-Haus in der Fechenheimer Fachfeldstraße nun bereits "übergangsweise" in Offenbach und warten auf die Sanierung ihres Heimes. Eine kleine Chronologie dieser für sie leidigen Endlosgeschichte stellte ich im Februar an dieser Stelle zusammen.


    Stadträtin Birkenfeld erläuterte im Stadtparlament jetzt den aktuellen Stand der Dinge (siehe Frage Nr. 4):


    • Das Land Hessen stellte erst am 21. Dezember 2010 den Förderbescheid für das Projekt zu
    • In den letzten Monaten sei das Bestandsgebäude von 1972 entkernt und für den Abriss vorbereitet worden
    • Im Mai begann der Abriss der vierstöckigen Gebäudeteils
    • In diesen Tagen wird die Fassade des Hauptgebäudes demontiert
    • Danach kommt der Abriss des Hauptgebäudes dran
    • Den Neubau wolle man bis Ende 2012 fertigstellen


    Die Adresse befindet sich hier.

  • Adalbertstraße 44-48 wird für studentisches Wohnen umgebaut

    Das Projekt wurde oben in #894 vorgestellt. Heute berichtet auch die FNP. Diese zusätzlichen Informationen ergeben sich:


    • Investitionsvolumen über 20 Millionen Euro
    • 264 Appartements geplant
    • komplett eingerichtet und meist 21 m² groß, auch 18 und 30 m² werden angeboten
    • Warmmieten zwischen etwas über 400 bis ca. 550 Euro
    • geplant ist eine Dachterrasse, außerdem "TV-Lounge" und "Coffee-Lounge"
    • 90 Parkplätze in vorhandener zweigeschossiger Tiefgarage
    • der Gebäudebestand ist von 1972 und verfügt über "kerngesunde Bausubstanz"
    • der derzeitige Netto-Supermarkt wird geschlossen
    • nach dem Umbau soll wieder ein Supermarkt einziehen, Netto wird es aber nicht sein
    • der Umbauentwurf kommt von Bieker Architekten, Frankfurt (Website)



    Bild: Bieker Architekten

  • ^ Die Wirkung der Fassade könnte von aufregend bis scheußlich reichen - je nach verwendetem Material. Ich nehme an, sie wird verputzt, und in die Öffnungen für die unregelmäßigen Fensterbänder wird man vorgefertigte Fensterelemente und Blechpanele einsetzen. Dann noch ein paar grüne Plexiglasscheiben hier und da abgehängt, und fertig ist die hausbackene Revitalisierung mit Zeitgeist-Touch. Mit 20 Mio. Euro hätte man meiner Meinung nach mehr aus dem Gebäude herausholen können, von der Fassade und der Kubator her jedenfalls. Ich hatte bspw. auf eine Verbesserung der Einfassung des zerfaserten Platzes gehofft. Das hätte man durch einen Sockel erreichen können, der die Blockrand-Linie und Firsthöhe der Nachbarbauten aus der Schloßstraße wenigstens teilweise fortsetzt. Auf den alles überragenden Technikaufbau hätte ich dafür gerne verzichtet. Siehe bspw. aus der Bing-Vogelperspektive.


    In jedem Fall verliert das Haus seinen unverwechselbaren Charakter. Blaues Haus, adieu!

  • Waldschmidtstraße 5 + 30

    Erfreuliches heute auch aus der Waldschmidtstraße. Zwei bisher wenig attraktive Gebäude werden saniert. Ähnlich wie beim zufällig gerade von Schmittchen vorgestellten Objekt in der Stiftstraße war das Wohnhaus in der Waldschmidtstraße 5 schräg gegenüber vom Mousonturm bisher nicht als Gründerzeitler zu erkennen. Nicht Putz, sondern eine Schuppenhaut aus kleinen Fassadenplatten, wahrscheinlich aus Zementfaser, verdeckte bisher alle historische Substanz. Dementsprechend geschunden sieht das Haus jetzt nach seiner Entblätterung aus. Vergleich: Google Street View mit diesem Eigenschuss von gestern:



    Etwas näher:



    Die hässliche Garage am Eck des Grundstücks hat man ebenfalls entfernt. Die verantwortlichen Architekten raab.schmale (Website) waren bisher vor allem in der Wetterau, aber auch in Frankfurt tätig. Es ist zu hoffen, dass das Haus sein historisches Gesicht wiedererhält. Hier auch der Link zur Karte und zum Bing-Luftbild zum Projekt. Rechts daneben stehen übrigens drei denkmalgeschützte Gebäude, und die Nummer 1 (links an der Ecke zum Sandweg) hat man vor einigen Jahren bereits von einer Haut aus, ich glaube es waren braune!, Kacheln befreit. Somit wird die Folge der Wohnhäuser wieder stimmig.


    Auch die Nummer 30 an der Ecke zur Wittelsbacherallee (Karte, Bing) wird ein Wohn- und Geschäftshaus, das wohl aus den 1970er-Jahren stammt, gerade saniert. Ebenfalls bisher kein Schmuckstück:



    Wenn man die Wittelsbacherallee herunter zum Zoo fährt, fällt das Gebäude als größeres Eckobjekt ins Auge. Insofern ist die Sanierung sehr zu begrüßen. Hier noch eine andere Perspektive:



    Bilder: epizentrum