Sonstige Bauprojekte außerhalb der Wallanlagen

  • OllaPeta, das ist kein Passivhaus, sondern ein KfW85-Bau (d.h. er verbraucht 15% weniger Energie als die aktuelle Neubaurichtlinie), das ist im aktuellen Frankfurter Vergleich eher Low Tech. Wesentlich effizientere Häuser können deutlich heller ausfallen.


    Zur kleinen Ehrenrettung des Hauses sei auf die etwas tröstlicher stimmende Rückansicht verwiesen:


    http://www.schlossstrasse-ffm.…&show=1&s=0&ks=&upid=band


    Vielleicht sind Neubauten mit Nachkriegsflair ja auch das nächste große Ding... ;)

  • Griesheimer S-Bahnhof


    Ein Griesheimer Investor plant den verfallenen Griesheimer S-Bahnhof zu sanieren.


    Nach dem Erwerb des Bahnhofs vor wenigen Monaten plant der Investor Francesco Parrinello sich nun einen langgehegten Wunsch zu erfüllen – und zwar die Sanierung selbigen Bahnhofs. Eigentlich beabsichtige die Stadt den Bahnhof selbst zu kaufen, befand sich mit dem Besitzer sogar bereits in Verhandlungen, dieser entschied sich jedoch letztlich für das Angebot Parrinellos.


    Geplant ist nach den Vorstellungen Parrinellos eine kleine Shopping-Mall, ähnlich wie im Hauptbahnhof, nur eben eine Nummer kleiner. Eine Bäckerei, eine Eisdiele, eine Reinigung sowie ein Zeitungsgeschäft, eine Änderungsschneiderei sowie ein Reisebüro sollen mit Öffnungszeiten von bis zu 18 Stunden täglich für Leben sorgen. Zuvor soll aber die Sanierung des Gebäudes anstehen, einschließlich neuer Sanitäranlagen. Außerdem soll der Vorplatz aufgewertet werden. Vor dem Bahnhof soll künftig ein Wochenmarkt für noch mehr Publikumsverkehr und ein Sommerfest sowie ein Weihnachtsmarkt für ein positives Image des heruntergekommenen Bahnhofsgebäudes sorgen (Quelle).

  • Bahn baut ICE-Werk Griesheim für 40 Mio. Euro aus

    Gestern war erster Spatenstich für den Ausbau des ICE-Werkes in Frankfurt-Griesheim. 15 neue ICE-Züge werden in Griesheim beheimatet. Auszüge aus einer Pressemitteilung der Deutschen Bahn vom 9. Juli 2010:


    [INDENT]Im Dezember 2008 hat die DB AG für den weiteren Ausbau des nationalen und internationalen Hochgeschwindigkeitsverkehrs 15 mehrsystemfähige Hochgeschwindigkeitszüge bestellt, die ab Ende 2011 zum Einsatz kommen werden. Für 40 Millionen Euro Gesamtinvestition wird das ICE-Werk Griesheim um eine Werkstatthalle erweitert, die mit einer Höhe von 10 Metern, einer Länge von 238 Metern und einer Breite von 35 Metern drei Gleise umschließt, auf denen die neuen Züge instand gehalten werden können. Hinzu kommen eine Lagerhalle, ein Sozialgebäude und ein Wertstoffhof. Die Werkstatthalle wird so ausgelegt, dass zeitgleich auf bis zu sechs Ebenen Inspektions-, Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten an den ICE-Zügen ausgeführt werden können.


    Die Inbetriebnahme des neuen ICE-Werkes ist rechtzeitig zur Indienststellung der neuen ICE 3 für den Dezember 2011 geplant. Der neue ICE 3 besteht aus acht Einzelwagen und bietet bis zu 460 Reisenden Platz. Mit einer Antriebsleistung von 8.000 Kilowatt (rund 11.000 PS) ist er bis zu 320 km/h schnell. Der neue ICE 3 verfügt über einen unterflur angeordneten, verteilten Antrieb und ist deshalb besonders spurtstark.


    Seit Ende 2004 wird der ICE 3 in vier verschiedenen Spannungssystemen eingesetzt. Die internationalen ICE 3-Linien nach Amsterdam, Brüssel und Paris haben ihren gemeinsamen Start- und Endpunkt in Frankfurt.[/INDENT]

  • Bebauungsplanänderung für Stockborn 1-7 (Deutsches Haus)

    Mit Beschluss vom 1.7. beauftragt die Stadtverordnetenversammlung den Magistrat mit der Änderung des Bebauungsplans für das Gebiet Am Stockborn 1-7 (Karte). Folgende Ziele wurden formuliert (Zitat aus dem Beschluss):


    Zitat
    • Wohnbebauung bei Berücksichtigung eines 30-prozentigen Anteils an gefördertem Wohnungsbau
    • die Zahl der Vollgeschosse angepasst an die Umgebung
    • Einzelhandel mit maximal 1.500 qm Bruttogeschossfläche
    • Erschließung des Einzelhandels von der Straße "Am Stockborn"
    • Integrierung des Einzelhandels in bzw. unter die Wohnbebauung
      [...]


    Wie Project berichtete, habe sich ein Investor gefunden, der bereit ist, das leerstehende 14-stöckige Bestandsgebäude (Deutsches Haus) abzureißen und das Gelände mit erhöhtem Wohnanteil neu zu bebauen. Einen Bauantrag hatte er im Juni noch nicht gestellt. Voraussetzung für die Pläne ist die erwähnte Änderung des Bebauungsplans. Der Investor ist Fred Hofstätter, ein Berliner Grundstücksentwickler (www.fhge.de - die Webseite reagiert zur Zeit leider nicht). Nach eigenen Angaben liegt sein Schwerpunkt beim "Bürohaus oder [...] Mehrfamilienhaus in den Zentren von Groß- und Mittelstädten".


    Die gute Nachricht dabei ist, dass der Antrag nach Bekanntwerden der Investorenpläne im Mai für städtische Verhältnisse zügig diverse Gremien durchlief. Bleibt zu hoffen, dass der Magistrat sich ebenso zügig der Sache annimmt und die geforderte Bebauungsplanänderung formuliert, sodass diese wiederum beschlossen werden kann. Ebenso bleibt zu hoffen, dass der Investor seine Pläne ernst meint und umsetzt. Dem städtebaulichen Bild der Nordweststadt würde der Abriss des Hochhauses und die Angleichung der Bebauung an die Umgebung guttun.

  • Neugestaltung der Notübernachtungsstätte im Ostpark


    Die Notübernachtungsstätte im Ostpark wird für drei Millionen Euro umgestaltet. Die neuen Unterkünfte entstehen in Holzbauweise und sollen sich in das Landschaftsbild des Ostparks optisch einfügen. Die Bewohner der Übernachtungsstätte werden vom Umbau nur indirekt betroffen sein, da dieser in mehreren Bauabschnitten erfolgt.


    Nötig wurde die Neugestaltung der Einrichtung, da der jetzige Komplex über keinen ausreichenden Brandschutz verfügt. Zudem bebaut die Deutsche Bahn im Zuge der Realisierung der Nordmainischen S-Bahn einen kleinen Teil der jetzigen Geländekante. In der Mitte der Bahntrasse wird die Deutsche Bahn einen Lärmschutz einrichten, so dass lediglich die S-Bahnen direkt am Gelände vorbeifahren werden. Im Idealfall soll der Umbau bereits im Dezember diesen Jahres beginnen und im Sommer 2012 abgeschlossen sein (Quelle).

  • Großbaustelle am Fischstein

    Rund um den Industriehofkreisel am Fischstein zwischen Hausen und Industriehof kann man derzeit von einer Großbaustelle sprechen. Hier gibt es gleich vier Bauprojekte: Die Haltestelle "Fischstein" der Linie U6 wird seit etwa einem Jahr verlegt und an neuer Stelle mit barrierefreien Hochbahnsteigen neugebaut (Pläne in M 49 2009). Etwa genauso lange ist die Fatima-Zahra-Moschee in Bau (Visualisierungen und letzte Fotos in #619). Gegenüberliegend ist das Hausener Freibad in diesem Sommer geschlossen, weil es saniert wird. Und seit einigen Wochen ist nun auch noch der Knotenpunkt "Industriehofkreisel" in Umbau (Pläne in #78 Straßenbauthread).


    Da sich die Projekte im öffentlichen Straßenraum schwer in Straßenbau und Nahverkehr gliedern lassen, möchte ich sie ungern voneinander trennen und zeige daher alle Fotos im Sonstige-Projekte-Thread und verlinke sie in den anderen thematischen Threads entsprechend. Die Moschee und das Freibad gehören sowieso hierher. Damit man die Übersicht dabei nicht verliert, einleitend ein Luftbild. Die Nummern beziehen sich auf die Standpunkte der nachfolgenden Fotos:



    (Luftbild: Google Earth, Bearbeitung von mir)



    Bild 1: Die Strecke der Linie U6 ist nach der Station Industriehof derzeit gesperrt. Der Grund: Die Gleise sollen an der zukünftigen Station "Fischstein" näher aneinander rücken, um außen mehr Platz für Bahnsteige zu schaffen. Da das Verlegen der Gleise an neuer Position einige Wochen dauert, die VGF-Zentralwerkstatt für Schienenfahrzeuge am Ende der Strecke an der Heerstraße aber so lange nicht vom restlichen Netz abgehängt werden kann, wird an diesem Wochenende großer Aufwand betrieben ...



    Bild 2: ... vor und nach der zukünftigen Station werden Weichen eingebaut, damit der Abschnitt in den nächsten Wochen noch eingleisig befahren werden kann. Innerhalb dieser Zeit wird dann das aus dieser Perspektive linke Gleis etwas nach rechts verschoben. Am rechten Bildrand ist ein mobiles Signal zu sehen, das unsanfte Begegnungen zweier Züge verhindern wird.



    Bild 3: Ein Stück altes Gleis, das in der Nacht von Freitag auf Samstag ausgebaut wurde. Wie hier gut zu sehen ist, sind Schienen sehr flexibel.



    Bild 4: Hier ist der Bereich der neuen Haltestelle zu sehen. Hier ist schon die Kante zwischen Fahrbahn und Bahnsteig zu sehen sowie eine Absenkung für einen Fußgängerüberweg (in Höhe der Europalette).



    Bild 5: Auf der Außenseite sind Bürgersteige, Radwege, Bushaltestellen und Blindenleitstreifen an Überwegen schon fertiggestellt.



    Bild 6: Jetzt erst beginnt die Bauphase der VGF an der Haltestelle. Zuvor mussten zahlreiche Rohre und Leitungen im Untergrund verlegt werden, da sie aus Gründen der Wartungsfreundlichkeit später nicht unter Gleisen oder Bahnsteigen, sondern unter der Fahrbahn liegen sollen. Hier noch eine provisorische Rohrleitungsbrücke, um die Erschließung aufrecht zu erhalten.



    Bild 7: Im Haltestellenbereich der alten Station "Fischstein" liegt die zweite Weiche am Ende des eingleisigen Abschnitts. Die Station wird während der Eingleisigkeit nicht bedient, es wird durchgefahren.



    Bild 8: An diesem Wochenende gibt es einen Schienenersatzverkehr mit Bussen. Links im Bild ist die nächste Baustelle zu sehen: die Moschee.



    Bild 9: Nach anfänglichen Problemen – das Grundwasser ist wegen der Nidda bekanntlich sehr hoch, was man wohl nicht wusste – geht es nun endlich sichtbar voran. Die Tiefgarage ist fertig und nun sind die Mauern im Erdgeschoss in Bau, wobei es sich hier bisher nur um das nebenstehende Wohnhaus handelt.



    Bild 10: Das Gemeindehaus selbst ist noch nicht in Bau und wird nebendran entstehen. Im Hintergrund ein Studentenwohnheim.



    Bild 11: Der Innenkreis des Kreisels ist ordentlich aufgewühlt. Hinter der linken Warnbake ist anhand der abgespannten Markierungen schon zu sehen wo die künftige Straße entlang führen wird.



    Bild 12: Die Betriebspause auf der U6 nutzt man sinnvollerweise, um gleich schonmal den zukünftigen Bahnübergang herzustellen.



    Bild 13: Auch ein neuer Fußgängerüberweg wurde schon asphaltiert. Bisher gab es an dieser Stelle weit und breit keine ebenerdige Querung für Fußgänger und Radfahrer. Der Überweg ist in Höhe des Eingangs zum Hausener Freibad, womit ich beim nächsten Projekt wäre...



    Bild 14: Hier zu sehen der Eingangsbereich mit Umkleidekabinen und Technikräumen in Bau.



    Bild 15: Im Hintergrund ist die erste Außenwand des neuen Beckens in Bau. Die alten Schwimmbecken wurden zuvor komplett zerstört. Es gab ein Nichtschwimmerbecken und ein 25-Meter-Schwimmerbecken (siehe Luftbild am Anfang). Zukünftig wird es auf etwa dem gleichen Grundriss ein zusammenhängendes Becken mit unterschiedlicher Tiefe geben. Hier floss vor hundert Jahren übrigens noch die Nidda, denn das Freibad entstand nach der Begradigung der Nidda in einem Altarm – wie das Brentanobad, das Eschersheimer und das Höchster Freibad auch.


    (Bilder von mir)

  • Das Gebäudeduo "Harry & Sally" (Eschersheim) ist fertig gestellt. Entstanden sind 87 Wohneinheiten zwischen 60 und 130 Quadratmetern auf einer der letzten großen Teilflächen des 7,4 Hektar großen neuen Wohngebietes am nördlichen Innenstadtrand.


    Insgesamt entstanden für zirka 1.500 Einwohner rund 550 Wohneinheiten, zu denen überwiegend Eigentumswohnungen, Einfamilien- und Reihenhäuser zählen. Neben den neuen Wohnmöglichkeiten wurde hier auch ein Geschäfts- und Einkaufszentrum sowie eine Kindertagesstätte errichtet (Quelle).

  • Neubau Bereichswache 21

    Bekanntlich sucht die Branddirektion nach einem Grundstück für den Neubau der Bereichswache 21 der Berufsfeuerwehr, die aktuell noch im Nordwestzentrum ist (unter Media Markt). Die Räumlichkeiten dort sind zu groß und entsprechen nicht mehr den Anforderungen. Unter anderem ist in einem Einkaufszentrum wahrscheinlich auch die Miete nicht unbedingt sehr günstig.


    Bisher bevorzugte die Branddirektion den Schwarzen Platz nördlich des Nordwestzentrums, das steht aber in Konflikt mit diesem Projekt, das im Herbst beginnen soll.


    Anfang des Jahres wurde nun bekannt, dass ein Grundstück neben der Römerstadtschule an der Ecke In der Römerstadt / Ernst-Kahn-Straße südlich des Nordwestzentrums in Betracht gezogen wurde. Der Ortsbeirat 8 (Niederursel, Heddernheim) ist damit scheinbar nicht sehr zufrieden und formulierte ein Auskunftsersuchen an den Magistrat. Es wird eine Belastung des Wohngebiets befürchtet und, dass keine Erweiterungsmöglichkeiten für die Schule bestehen. Der gültige Bebauungsplan von 1965 sieht an dieser Stelle wirklich Flächen für den "Gemeinbedarf / Schule" vor, daher dürfte das Grundstück mit rund 3.000 m² bereits in städtischer Hand sein. Nach Auskunft vom Stadtschulamt ist eine Erweiterung der Schule trotzdem noch möglich. Das teilt der Magistrat dem Ortsbeirat in seiner Stellungnahme mit (aus der auch einige weitere der oben genannten Informationen entnommen sind).



    Luftbild: Google Earth, Markierungen von mir.

  • Hanauer Landstraße Ecke Sonnemannstraße

    Es ist zwar ein sehr kleines Projekt, aber meiner Meinung nach durch furchtbar genug, um erwähnt zu werden.


    Die Hanauer Landstraße 86, Ecke Sonnemannstraße (Restaurant Frankfurter Küche) hat in den vergangenen Wochen einen Umbau erfahren. Der Altbau hatte zwar schon früher einen Gaubenaufbau (hier zu sehen bei bing, wenn man die Vogelperspektive aktiviert), allerdings wurde der gesamte Dachaufbau massiv verschlimmert. An der Ecke gibt es nun einen völlig deplatziert wirkenden Klotz, der sich für meinen Geschmack in keinster Weise in diese Gegend integrieren kann. Aber seht selbst:




    Alle Bildrechte liegen bei mir!

  • Ach Du lieber Gott, ist doch gar nicht so schlimm, prägnante Betonung einer Ecke von einer Blockrandbebauung halt, so what.


    Häubchen drauf und schon ist´s mehrheitsfähig.

  • Ich stelle mir gerade die Wohnqualität des Turmzimmers und der Dachterrasse vor...
    Das muss ja herrlich sein. Ein unverbaubarer Blick auf die EZB. In diesem Gebäude wäre ich auch gern Mieter. Ja, denn von drinnen würde man die Hässlichkeit des Aufsatzes nicht sehen. Mal ehrlich, für ein paar Euro mehr hätte man echt was draus machen können.
    Zumindest hätte man an der Ecke die Traufe weglassen können, farblich nach unten fortsetzen und nicht gerade Baumarktfenster im erhältlichen Format einsetzen sollen.

  • Wie Schmittchen ganz richtig bemerkt hat, sowas passiert, wenn man nicht mehr baut, sondern nur noch Immobilien als solche bis in den letzten Quadratmeter ausschlachtet. Die Negierung des Begriffs der Architektur. Wer sowas gutheißt, sollte sich klar sein, dass wir mit sowas in Zeiten so ehrlicher Architektur wie die 1970er zurückkehren, wo man mit dreißigstöckigen Plattenbauten auch unverhohlen Massenmenschhaltung und Gewinnmaximierung der Vermieter auf der grünen Wiese betrieben hat.

  • Nun fühle ich mich mal angesprochen und kann hier bei dem "bösartigen Tumor" aber beim besten Willen keine Rückkehr in die "dunklen 70er" mit "unverhohlener Massenmenschhaltung und Gewinnmaximierung" erkennen. Außerdem sind mir keine privatfinanzierten 30-stöckigen Plattenbauten bekannt, diese Fehler begingen damals eher die öffentlichen Hände und die Neue Heimat/ Gewerkschaften.


    Um mal die Maßstäbe in ein vernünftiges Verhältnis zu rücken: wir sind hier am vorderen Ende der Hanauer und die Ecke hat ihren eigenen (gewerblichen, noch ärmlichen) Charme. Wir haben dort für frankfurter Verhältnisse breite Straßen und evtl. künftig nette Platzsituationen. Ein angedeutete voll ausgebildete 5. Etage an so einer Ecke ist kein Untergang und keine Ausschlachtung des Quartiers, sondern dient vielmehr der stetigen Milieuverbesserung in Vorbereitung für die EZB.


    Da in Frankfurt dank zu restriktiver Stadtpolitik im Vergleich zu anderen Großstädten (siehe Hamburg) viel zu wenig im Bereich Dachgeschoßausbau läuft, bin ich froh, wenn überhaupt mal was passiert. Es ist sicherlich nicht der Gelungenste hier, keine Frage, aber gut ist, das er nun da ist.

  • Immobilienmogul : "...sondern dient vielmehr der stetigen Milieuverbesserung in Vorbereitung für die EZB." - das ist ja wohl nicht Dein Ernst oder? Das ist keine Milieuverbesserung, sondern schlimmster baulicher Dilettantismus. Auf solche Dachaufbauten kann Frankfurt/M. getrost verzichten.

  • @ Immobilienmogul, eine Hasenkiste aufs Dach zu platzieren hat wohl keineswegs etwas mit stetiger "Milieuverbesserung in Vorbereitung für die EZB" zu tun, sondern eher etwas mit fehlendem Geschmack. Und ich bezweifel auch stark, dass in dem Ding da oben sowas wie Wohnqualität vorherrscht. Mir erschließt sich zudem die zwei auf Bodenniveau heruntergezogenen Fenster nicht. Wer die aufmacht, läuft Gefahr, weit hinunter zu fallen. Allein deshalb kann ich mir nicht vorstellen, dass dafür eine Baugenehmigung erfolgte.

  • Der Architekt hat's doch gut gemeint (das Gegenteil von gut gemacht).


    Er hat die Fenstergliederung der Etagen 1-3 übernommen, die bodentiefen Fenster innen mit Absturzsicherungen versehen, so dass sie nur noch gekippt werden können. Sein eigentlicher Fehler bestand darin, dass er die Etagenhöhe der bestehenden Mansadenetage (4. Stock) nicht angepasst hat und insbesondere deren Fenstergliederung bestehen ließ, die nicht zum restlichen Bau passt (war vermutlich dem Bauherrn zu teuer).


    Hätte er dann statt des Flachdachs noch ein flaches Pyramidendach (darin kann man so eine Antenne verstecken) mit kleinem Überstand und Traufe aufgesetzt, wäre die Tumetage nicht nur optisch flacher geworden und das Ganze hätte so ähnlich ausgesehen wie die Achtzehnhundertungrad entstandenen Gebäude z.B. an der Offenbacher Waldstraße, wo sie den Bahndamm kreuzt, mit ihren quadratischen Ecktürmen.


    Mit dem Flachdach wirkt die aufgesetzte Etage noch höher als sie ist und der jetzt plattgedrückt wirkende 4. Stock mit den alten Gaubenfenstern bringt die Proportionen komplett durcheinander.

  • Dieser krause "Entwurf" sieht für mich eher nach Hausmeister als nach Architekt aus.


    Deine lange und hervorragend umschriebene Aufzählung der Gestaltungsmängel möchte ich noch um die Dacheindeckung ergänzen. Um den auch so schon vielfältigen Stilmix weiter zu steigern, wurden schwarze Dachpfannen verwendet, während der untere Teil des Mansarddachs verschiefert ist. Der Ortgang der Dachterrasse wurde dann wieder verschiefert, freilich (mit ziemlicher Sicherheit) mit Kunstschiefer. Wenn ich das richtig sehe, sind die Dachpfannen auch noch glasiert! So heben sie sich ja auch viel besser ab vom im Laufe der Jahre stumpf gewordenen Naturschiefer. Sa-gen-haft!

  • Wie hoch stehen eigentlich die Chancen – falls hier „schwarz“ gebaut wurde – dass man „die hässliche Hasenkiste“ abtragen müsste um dieses Pasquil wieder in ein Gebäude zu verwandeln?


    In den Immobilienannoncen dieser Gegend wird stets erwähnt „in der Nähe der zukünftigen EZB“ (wahrscheinlich als Hinweis auf den Ort-unüblichen Preis).
    Auf diese Art ließe sich der hier zur Zeit verfügbare Wohnraum schnellstens vergrößern, falls Nachahmer folgten.