Sonstige Bauprojekte außerhalb der Wallanlagen

  • Wohnbauprojekt Sandweg 82-84

    Die ehemalige Shell-Tankstelle am Sandweg, Ecke Wingertstraße werden viele kennen (Luftbild). Demnächst wird das Areal neu bebaut.


    Die GeRo Real Estate AG, Frankfurt, und die Hamburger Vivum GmbH errichten ein hochwertiges Mehrfamilienhaus mit Mietwohnungen sowie zwei Stadthäuser (Quelle). Geplant sind insgesamt 37 Wohnungen mit 3.500 m² Wohnfläche. Die Investitionssumme wird mit 12 Mio. Euro angegeben. Baubeginn soll im März 2011 sein, Fertigstellung im Sommer 2012.


    Edit: Die Tankstelle ist noch geöffnet.

  • Ehemalige Tankstelle? Habe gar nicht mitbekommen, dass die geschlossen worden ist. Als ich vor ein paar Monaten das letzte mal dort war, war sie noch in Betrieb. Das könnte allerdings erklären, warum die Shell-Tankstelle gegenüber der FH am Nibelungenplatz seit einigen Wochen wieder geöffnet hat, nachdem sie schon mehrere Monate stillgelegt war. Wahrscheinlich hat Shell schon gewusst, dass die Tanke am Sandweg bald dichtgemacht wird und hat sich dann entschieden, den Standort am Nibelungenplatz, der nicht sehr weit entfernt ist, wieder zu reaktivieren.

  • Neubau einer Kindertagesstätte in Heddernheim

    Der Neubau einer Kindertagesstätte entsteht ab Oktober diesen Jahres auf dem Dreiecks-Grundstück, wo sich die Heddernheimer Landstraße und die Dillenburger Straße an der Nidda kreuzen (Map). Architekt ist Prof. Thomas Zimmermann. Vorgesehen ist ein moderner, zweigeschossiger Bau mit 800m² Nutzfläche. Die geschätzten Kosten liegen bei 3,8 Millionen Euro. Der Bezug wird für Ende 2011 angestrebt.


    Gebaut wird nach dem Baukastensystem. Demnach kann das Konzept der Heddernheimer Kindertagesstätte auf die anderen Neubauten übertragen und die Raumaufteilung durch eine mögliche Wegnahme der Innenwände flexibel gestaltet werden (Quelle).

  • Fechenheim und Alt-Fechenheim


    Der Stadtteil Fechenheim erhält aus einem EU-Förderprogramm unerwartet einen Zuwendungsbescheid über 500.000 Euro. Dienen soll das Geld der Aufwertung des Stadtteils. Derzeit wird in Fechenheim beispielsweise das Mainufer für 1,8 Millionen Euro neu gestaltet. Darüber hinaus soll Fechenheim als Firmenstandort attraktiver werden. Expliziter soll die Neugründung oder Ansiedlung kleiner Unternehmen unterstützt werden. Dies soll zur wirtschaftlichen Stabilisierung der Stadterneuerungsgebiete beitragen.


    Die Grundidee der Geldgeber ist eine allgemeine Stärkung der Wettbewerbs- und Anpassungsfähigkeit der gewerblichen Wirtschaft. Eine Idee sei es, das Geld in den Leerstand von Ladenlokalen zu investieren. So könne die Kommune den Übergang inhabergeführter Geschäfte auf familienfremde Interessenten unterstützen, indem sie die Ausstattung finanziere. Auf diese Weise ließe sich einem Verlust von Arbeitsplätzen und einer Beeinträchtigung des Stadtbildes durch verklebte Schaufenster entgegenwirken. Leerstände auf der sogenannten Langgass' sind in Fechenheim durchaus ein Thema – zusätzlich zur immer wieder beklagten Eintönigkeit der Geschäftslandschaft, in der Imbisse und Handy-Läden eine herausragende Rolle spielen.


    Der Start des Förderprogramms "Aktive Kernbereiche in Hessen" läuft in Fechenheim hingegend beklemmend schleppend an. Ende 2008 wurde Fechenheim als einziger Frankfurter Stadtteil in das neue Städtebauförderprogramm aufgenommen. 2009 wurde die Stelle des Projektmanagers europaweit ausgeschrieben. Anfang 2010, so die ursprüngliche Planung, sollte sie besetzt werden. Bis dato gibt es immer noch keinen Projektmanager. Mit einer Entscheidung über die Personalie rechne man jedoch im Laufe der nächsten 14 Tage.


    Das Förderprogramm sieht ein Konzept für städtebauliche, wirtschaftliche, kulturelle, soziale und finanzielle Aspekte vor. Als besonders wichtig erachtet werden die Sicherung und Aufwertung des Nahversorgungszentrums um die Straße Alt-Fechenheim, die Verbesserung der Grundversorgung, die Schaffung neuer Wohnangebote sowie die städtebauliche Aufwertung der Eingangsbereiche und des Straßenbildes (Quelle).

  • Deutsches Haus (Nordweststadt) wird abgerissen


    Das Grundstück "Am Stockborn 1–7" wird neu bebaut (Luftbild). Derzeit befinden sich dort fünf Gebäude, darunter ein 14-geschossiges Hochhaus, welches seit 2004 nach dem Wegzug des Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge (DV) und des Instituts für Sozialarbeit und Sozialpädagogik leer steht. Nach langer Suche scheint nun ein Investor gefunden zu sein. Derzeit stehe man kurz vor Vertragsabschluss. Ebenso in Verhandlungen sei man mit der Stadt, wie der Komplex, der auch als Hans-Muthesius-Haus bekannt ist, neu bebaut werden könne.


    Die vorhandenen Gebäude sind nicht nur wegen ihrer nicht mehr zeitgemäßen Raumhöhen, sondern auch wegen ihrer Asbestkontamination wirtschaftlich nicht mehr verwertbar. In einem gemeinsamen Antrag fordern CDU und Grüne nun zeitnah den Entwurf eines qualifizierten Aufstellungs- und Offenlagebeschlusses für eine Änderung des bestehenden Bebauungsplanes. Beinhalten soll dieser eine Wohnbebauung bei Berücksichtigung eines 30-prozentigen Anteils an gefördertem Wohnungsbau, einer an die Umgebung angepassten Geschosszahl sowie einem integriertem Einzelhandel mit maximal 1.500 Quadratmetern Bruttogeschossfläche (Quelle).

  • Na das sind doch prima Nachrichten, die Stadtplanung geht an allen Ecken das Thema Büroleerstand an, zont die entsprechenden Areale um und ermöglicht städtische Wohnnutzung!


    Weiter so. Ob neben der Mumm-Villa in Sachsenhausen oder in der Nordweststadt, da gibt es noch viele andere Ecken in der Stadt mit strukturellem Büroleerstand, auch solche, die keine (längerwierigen) B-Plan-Änderungen brauchen.

  • Weiteres Wohngebiet in Nieder-Erlenbach


    Auf dem 2,4 Hektar großen Gewerbegrundstück der Firma Soennecken (nordwestlicher Ortsrand von Nieder-Erlenbach zwischen der Landesstraße 3008 und der Straße "Im Fuchsloch") entsteht ein neues Wohngebiet. Gemäß dem Bebauungsplan Nummer 862 (Westlich im Fuchsloch) sind in Anlehnung an die im Umfeld vorherrschende ortstypische Bebauung Einfamiliendoppel- und Reihenhäusern mit zwei Geschossen sowie eine Verkehrsanbindung an die angrenzenden Wohn- und Gewerbeflächen vorgesehen. Der städtebauliche Entwurf sieht bei einer durchschnittlichen Grundstücksgröße von 200m² maximal 86 Häuser vor. Darüber hinaus ist ein 225m² großer Spielplatz geplant.


    Die Erschließung erfolgt über eine Verlängerung der Kurmarkstraße mit der Mecklenburger Straße. An der Landesstraße 3008 entsteht eine vier Meter hohe Lärmschutzwand. Im Kreuzungspunkt "Mecklenburger Straße / Im Fuchsloch" entsteht ein 350m² großer Quartiersplatz als Zugang zum Wohngebiet. Umfasst wir der Platz von zwei flankierende Gebäudezeilen sowie eine Pergola. Quelle ist die aktuelle Planen + Bauen.

  • Huthpark: Denkmalgeschützter Pavillon wird zum Parkcafé

    Der 18,2 Hektar große Huthpark im nordöstlich gelegenen Stadtteil Seckbach entstand in den Jahren 1910 bis 1913. Innerhalb des Parks ließ die Stadt um 1930 unter der Ägide des Stadtbaumeisters Ernst May einen Pavillon im Stil der Frühen Moderne errichten. Dieser diente dem Schulsport als Umkleidegebäude mit sanitären Anlagen und den Parkbesuchern als Unterstand bei widrigen Witterungsverhältnissen. So sah der inzwischen denkmalgeschützte Pavillon (Innenaufnahme) im Mai 2009 aus:



    Bild: Martin-vogel (mit GNU-Lizenz für freie Dokumentation)


    Die Stadt hat im vergangenen Jahr die Sanierung und den Umbau zu einem Café beschlossen. Dazu die Vorlage aus dem Jahr 2009. Einer heutigen =6963659"]Pressemitteilung zufolge beginnt jetzt der Umbau:


    [INDENT]Noch steht im unteren Teil des Huthparks eine unansehnliche Ruine. Doch in diesen Tag beginnen die Bauarbeiten um das denkmalgeschützte Kleinod aus den 1920er Jahren zu restaurieren und darin ein Parkcafé einzurichten. Nach dem kürzlich eröffneten Fitnessparcours entsteht in dem Volkspark hinter der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik bis zum nächsten Frühjahr ein zweiter Publikumsmagnet. „Wer bisher nur den Lohrberg kennt, erhält im Huthpark eine wunderschöne Ausflugs-Alternative“, sagte Umweltdezernentin Manuela Rottmann.


    In gut dreijähriger Planungsphase fanden Fachleute von Grünflächenamt, Hochbauamt und Denkmalamt für den Pavillon eine Lösung, die die Belange des Denkmalschutzes mit den Anforderungen eines zeitgemäßen, energiesparenden, funktionalen und vor allem runden Gebäudes vereinbart. Das Planungsteam hatte die Aufgabe, nicht nur einen Schönwetter-Kiosk einzurichten, sondern die Voraussetzungen für einen ganzjährigen Gastronomiebetrieb zu schaffen. Auf der Gartenterrasse des Cafes werden sich bei schönem Wetter bis zu 150 Gäste bei erfrischenden Getränken und leckeren Speisen erholen können. Im inneren Gastraum werden Sitzplätze für etwa 40 Besucher und Besucherinnen entstehen.


    Bis dahin wird es in Teilen des Parks zu Beeinträchtigungen durch LKW-Verkehr kommen. Der bei Joggern und Walkern beliebte Rundweg wird aber immer zur Verfügung stehen. Allerdings werden die Parknutzer um erhöhte Aufmerksamkeit im Umfeld des Pavillons gebeten.


    Im nächsten Frühjahr sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein, so dass der Park, ergänzt um die neue Gastronomie, wieder voll den Besucherinnen und Besuchern zu Verfügung steht.[/INDENT]


    So soll das Café nach Planung von Dreysse Architekten aussehen:




    Bilder: D. W. Dreysse

  • Die Nassauische Heimstätte modernisiert derzeit 231 Wohnungen im Frankfurter Stadtgebiet. Betroffen sind unter anderem die Rhönstraße 40–44 und die Waldschmidtstraße 111 (Ostend). Unter anderem werden in die Jahre gekommene Balkone erneuert. In der Wittelsbacher Allee 3–9 werden die Bauten durch neue Vorstellbalkone ergänzt. Die Hauseingänge werden zum Teil neue Vordächer und Gegensprechanlagen erhalten. Die Arbeiten sollen in einem engem Zeittakt erfolgen. Die Kosten belaufen sich nach Angaben des Unternehmens auf sechs Millionen Euro (Quelle).

  • Taqwa-Moschee (Heilbronner Str. 22)

    Nachdem der Rohbau steht und die Dachkuppel bereits Formen annimmt, sodass das Gebäude Bahnreisenden auffällt, wurde es Zeit für einen Fototermin. Bei diesem Betonbau im Blockrand...



    ...handelt es sich um den Neubau der Taqwa-Moschee der marokkanischen Gemeinde, genauer: um das Marokkanische Kulturzentrum des Marokkanischen Vereins für die Förderung des Geistigen und Kulturellen Gutes e. V. in der Heilbronner Straße 22. Es ersetzt das Anfang 2009 abgerissene Vorgängergebäude, das der marokkanisch-islamischen Gemeinde seit 1995 bereits Gebetsräume (Männer und Frauen getrennt) und Treffpunkt bot. Den Neubau stellt Schmittchen in diesem Beitrag ausführlich vor. Dort sind auch Renderings, Schnittzeichnung und Lageplan enthalten. Baubeginn war unmittelbar nach dem Abriss des Bestandsgebäudes, einem ehemaligen Wohnheim übrigens. Fertigstellung soll Ende 2010 sein.


    Das arabische Wort Taqwa bedeutet Frömmigkeit. Die Gemeinde kam 2004 allerdings in die Presse, als nach einem Hinweis einer Schülerin, in der Koranschule der damaligen Moschee würden gewaltverherrlichende Videos gezeigt, die unter anderem zum "Heiligen Krieg" und Märtyrertum aufriefen, die hessischen Ermittlungsbehörden eine Razzia durchführten und umfangreiches Material beschlagnahmten (spiegel.de, europenews.dk). Mir ist nicht bekannt, ob sich der Verdacht erhärtete. 2007 kam die Gemeinde ins Gespräch wegen Schmerzensgeldklagen zu unfreiwilligen Beschneidungen. Der Verein selbst stellt sich und seine Aktivitäten auf seiner eigenen Webseite auch in deutscher Sprache dar. Dort findet sich auch eine Fotodokumentation bis zur Grundsteinlegung. In den Grundstein wurde feierlich eine (kupferne?) Koranrolle eingemauert.


    Der Verein finanziert sich und den 3,5 Mio. Euro teuren Moscheebau überwiegend aus Spenden. 2009 hatte der knapp 400 Mitglieder zählende Verein das benötigte Geld noch nicht zusammen, war aber zuversichtlich (FR). Architekt des Gebäudes ist das Gesamtplanungsbüro Shakil Ahmed aus Offenbach (Webseite). Das Büro baut(e) in der Umgebung auch die letztes Jahr in der Öffentlichkeit heftig umstrittene Fatima Zahra Moschee (Frankfurt-Hausen, siehe Beiträge #380 und #625) und die Mevlana Moschee (Offenbach). Hier ist der Infoteil des Bauschildes der Taqwa-Moschee:



    Eine Rarität für den Sakralbau in Deutschland ist, dass das Gebäude im Blockrand integriert ist. Es passt sich den Nachbarn durch Aufnahme der Traufhöhen und durch das Staffelgeschoss an, enthält jedoch zwei leicht vorgesetzte Türme, die an Minarette erinnern sollen. Durch die Mitte des Gebäudes geht ein zylindrischer Baukörper mit deutlich sichtbarer Dachkuppel. Hier zwei Details der Kuppel:



    Holzbalken tragen die Kuppel:



    Die Fassade an den sakralen Räumen ist mit langen Schlitzfenstern vertikal gegliedert, wie hier auf dem folgenden Bild zu sehen:



    Hier noch durch eine Hofeinfahrt gelunst der Blick auf die Rückseite des Gebäudes:



    Bilder: epizentrum


    Der Betonteil im Vordergrund gehört zur Moschee. Er erhält ein begrüntes Dach.

    Einmal editiert, zuletzt von epizentrum () aus folgendem Grund: Nachtvertipper beseitigt

  • Sanierung Max-Hirsch-Straße 49-57 und Neubau Rümelinstraße

    Im Mai wurde nach turbulenter Vorgeschichte die vollständige Sanierung des seit kurzem denkmalgeschützten Bestandsgebäudes an der Max-Hirsch-Straße 49-57 im Riederwald beschlossen. Hintergründe und Fotos von 2008 sind in Beitrag #728 zu finden.


    Inzwischen ist das Gebäude entkernt, es sind teilweise neue, denkmalgerechte Fenster eingesetzt:



    Ein Detail:



    Ein Eingang mit einem der zukünftigen Läden im Bogen:



    An der Rückseite grenzt die Baustelle eines Neubaus an, der, von den Baumaschinen, Werkstoffen und Zäunen zu schließen, zum selben Projekt gehören muss:



    Dieser Teil des Grundstücks ist die westliche Grenze eines Platzes, den dort die zweigeteilte Rümelinstraße mit Grünstreifen in der Mitte bildet. Das Grundstück war zuvor mit einem langgestreckten Mehrfamilienhaus mit Satteldach bebaut (Bing Maps).


    Rund um die Max-Hirsch-Straße - etwa zwischen Johanna-Tesch-Platz und Engelsplatz - steht noch ein Großteil der Originalbauten um 1910. Die im damaligen "Heimatstil" gebaute Siedlung ist von freistehenden Mehrfamilienhäusern mit spitzen Walm-, Krüppelwalm- und Satteldächern sowie Mischformen mit großen Gauben aller Art geprägt. Die Siedlung war eine Keimzelle der Frankfurter Sozialdemokraten und hält diese Tradition nach wie vor aufrecht, sichtbar bspw. im Ergebnis der letzten OB-Wahl. Aufschlussreich: Wikipedia

  • Zur Riederwaldsiedlung und zu #771: An der Rümelinstraße 16, wo heute die Baugrube ist, befand sich ein ziemlich unscheinbares Mehrfamilienhaus aus der Nachkriegszeit. Anders als die Ladenzeile war es nicht denkmalgeschützt. Der Abriss war Teil des Kompromisses zwischen Stadt und Volks- Bau- und Sparverein, wegen des Ensembleschutzes der Siedlung wird der Neubau so aussehen wie das frühere Haus. Das steht ebenfalls in dem in Beitrag #728 verlinkten FNP-Artikel.

  • Bürohaus Hafenstraße

    Groß + Partner stellt auf ihrer Webseite das Projekt "Bürohaus Hafenstraße" vor, das ich hier noch nicht gefunden habe. Status ist "in Planung". Nachfolgend die Visualisierung, die auf der Projektseite zu finden ist:



    Bild: Groß + Partner / Gruber + Kleine-Kraneburg Architekten


    Hafenstraße hört sich nach Westhafen an, bei Nr. 40 handelt es sich aber um die zur Zeit als Parkplatz genutzte Fläche nördlich der Hauptbahnhof-Gleisanlagen, zwischen Hafenstraße, Rudolfstraße und Niddastraße. Das Gelände liegt damit im aufstrebenden Gebiet rund um die westliche Niddastraße, in dem im letzten Jahrzehnt Projekte wie das Design-Hotel "the pure", das Commerzbank-Investment-Center, der Wohnkomplex "Saar-Carré" und die Komplettsanierung des ehemaligen Bahn-/Post-Blocks entwickelt wurden.


    Gruber + Kleine-Kraneburg Architekten - ansässig übrigens in der Niddastraße - sind nach dem 1. Preis aus einem Gutachterverfahren mit der Planung beauftragt. Auf ihrer Projektseite (Planung -> Bürohaus Hafenstraße) sind aussagekräftigere Visualisierungen zu finden. Einmal von Norden:



    ...und einmal von Süden:



    Bilder: Gruber + Kleine-Kraneburg Architekten


    Eckdaten laut Groß + Partner: ca. 5.000 m² Bruttogrundfläche Büro, ca. 5.000 m² Bruttogrundfläche Appartmentwohnungen, ca. 5.000 m² Hotel. Weitere Eckdaten aus der Architekten-Seite: 6 Geschosse + Staffelgeschoss, Bruttogeschossfläche ca. 31.100 m².


    Die loft-artige, industrielle Architektur orientiert sich durchaus an Gebäuden der näheren Umgebung (Loft im Hof der Niddastr. 84, ehem. Postgebäude, Commerzbank-Investment-Center). Die Verkleidung und die Arkade sind allerdings ungewöhnlich für das Viertel. Die Architekten wurden in den 90er-Jahren mit ihrem umgesetzten Siegerentwurf des Bundespräsidialamtes in Berlin bekannt und bauten in Frankfurt das mit rotem Sandstein verkleidete Mainforum-Hochhaus (IG Metall). Ob die ebenfalls von ihnen geplanten Taunusturm-Hochhäuser gebaut werden, ist derzeit unsicher.

  • Ein großartiges Projekt meiner Meinung nach, hoffenlich besteht Aussicht auf Realisierung. Arkaden sind an dieser Stelle ein großer Gewinn für die Aufenthaltsqualität, Material und Dachabschluss sind an dieser Stelle zumindest ungewöhnlich - mir gefällt es sehr. Der gigantische Pluspunkt ist jedoch ein anderer: Das unsägliche Saar-Carré wird versteckt. Und darüber freut sich sicher nicht nur der Saarländer (Schande über uns).

  • Schon. Allerdings kommt das Projekt (das hier übrigens doch bereits erwähnt wurde) seit Jahren nicht vom Fleck. Mir fiel dieses Areal gleich im Zusammenhang mit der Suche der Stadt nach einem Standort für ein Behördenzentrum ein. Weil aber den Flächenangaben zufolge selbst bei reiner Büronutzung nicht mehr als 30.000 m² möglich sein dürften, die Stadt aber 45.000 m² haben möchte, wird das wohl nichts.

  • Das ist ja schon hornalt ;-) Sorry fürs Reposten. Es wäre tatsächlich schön, wenn sich auf der noch immer ziemlich hässlichen Ecke etwas bewegte. Als Behördenzentrum würde sich die Lage und Dimension gut eignen. Und teuer ist das Viertel auch (noch) nicht.

  • Kleinere Projekte in Bockenheim

    1.


    Update zum "Quartier et_cet_er_a" am Westbahnhof (Informationen in Beitrag #633 und letztes Update in #700):



    2.


    An der Salvador-Allende-Straße, westlich des Ökohauses Arche und südlich des Bernusparks, steht noch dieses "Clubhaus":



    Ein früherer Güterschuppen, soweit ich weiß, und so ziemlich das letzte Überbleibsel der früheren Bahn-Güteranlagen am Westbahnhof. Jetzt wird abgerissen, das Bauschild mit der Genehmigung:



    Bisher nicht herauszufinden, was danach gebaut werden soll. Der noch relativ neue Bebauungsplan B680 "Wohn- und Gewerbegebiet am Von-Bernus-Park" weist das Areal als Mischgebiet aus. Zulässig ist ein fünfgeschossiger Riegel in geschlossener Bauweise, gewerbliche Nutzung ist möglich.

    3.


    An der Schloßstraße 32-34 befand sich ein eingeschossiger, früher gewerblich genutzter Bau. Von einer Europcar-Autovermietung, wenn ich mich recht erinnere. Zuletzt stand das Gebäude (Luftbild) lange leer. Inzwischen ist diese Bebauung abgerissen, die entstandene Lücke wird mit einem Wohnhaus neu bebaut. So sieht es aus:



    Gut. Wie ein Schlag ins Gesicht leider die Architektur, da reißt auch das Satteldach nichts mehr raus. Nicht zu unterscheiden von einem Primitiv-Mietwohnungsblock aus den 1960er-Jahren, der in der letzten Zeit Wärmedämmung und einen neuen Anstrich erhalten hat. Die Krönung stellen die schätzungsweise vier Meter hohen Mauern zu den beiderseitigen Nachbargebäuden dar, vermutlich mit TG-Einfahrt und ansonsten schicken Plakatwänden. All das ist schon deswegen kaum zu glauben, weil nicht Sozialmietwohnungen, sondern Eigentumswohnungen entstehen, die rund 3.200 Euro je Quadratmeter kosten. Mehr auf der Projekt-Website des Unternehmens aus dem Bayerischen Spessart.



    Fotos: Schmittchen

  • Schlossstrasse (hui, so viele s...)

    Ich versuche mal das Positive zu sehen: eine Brache verschwindet, das Gebäude fügt sich harmonisch in den Bestand ein und ist dabei trotzdem durch die dreiteilige Gliederung und die Gauben nicht so öde, wie die umgebenden Originalblocks.


    Ansonsten natürlich wieder mal das Passivhaus-Problem: kleine Fenster und dicke Dämmung, was sich nicht wirklich positiv auf den Gesamteindruck auswirkt. Vermutlich ist der Frankfurter Wohnungsmarkt aber auch so überhitzt, dass man alles was einen halbwegs modernen Standard bietet, auch für solche Preise an den Mann bringt. Leider keine qualitätsfördernde Situation...

  • Zynischerweise muss man sagen, dass sich das Projekt an der Schlossstraße exzellent in die umgebende 50er-Jahre-Bebauung einfügt... Das Satteldach an sich ist schon sehr außergewöhnlich, und auch sonst spart man sich die längst wieder überholten gestalterischen Extravaganzen, die Frankfurter Neubauten im Moment so gerne aufweisen. Die Mauer nach Berliner Art ist dagegen eine ziemliche Zumutung.


    Insgesamt ist es im Kontext mit den anderen Projekten aber erfreulich zu sehen, dass diese schon etwas verwahrloste Ecke ein bisschen erneuert wird.