Sonstige Bauprojekte außerhalb der Wallanlagen

  • ^Torsten
    Es geht um Architektur und ihre Wirkung auf die Umwelt und die ist bei diesem Gebäude in der Umgebung störend.


    Zitat Torsten

    Und es ist nicht die Zeit die ihre Berechtigung hat, sondern es sind unsere Zeitgenossen, welche Ansprüche an ihren Wohnraum, an ihr Zuhause haben und diese auch gerne umsetzen möchten, wenn sie schon viel Geld in einen Neubau stecken. Und da rangiert der äußere Auftritt eines Gebäudes nicht mehr an oberster Stelle.


    Du sagst es, heutzutage zählt die Aussenwirkung eines Gebäudes leider nicht mehr viel. Das heißt die Allgemeinheit muß sich damit abfinden, dass sich die Bauhherrn und somit die Architekten kaum mehr darum scheren wie ihr Gebäude auf die Umwelt wirkt. Haubtsache die Wohnung selbst ist komfortabel, oder der Büroraum günstig. Passt zu unserer Zeit, in der der Egoismus über das Gemeinwohl siegt.


    Das Gebäude selbst gefällt mir übrigen, jedenfalls wenn es in einem Viertel stehen würde in dem es von anderen Gebäude dieser art umringt wäre. Zum Beispiel in der Nachbarschaft des IG-Farbenhauses (Uni Campus).
    Allerdings würde ich nicht gerne in diesem Gebäude wohnen, da mir diese recht kleinen Fenster (Schießscharten) nicht zusagen.

  • Ich bin bei dieser Diskussion gelinde gesagt sprachlos: Da wird ein extrem hochwertiges, umwerfend schönes (Achtung: Persönlicher Geschmack!) und seiner Umgebung durchaus huldigendes Gebäude in einer "stinknormalen" Wohnstraße mit eher unterdurchschnittlicher Gründerzeitbebauung errichtet. Und hier kochen die Emotionen über?


    Ein paar Punkte möchte ich dazu loswerden:
    - Menschen haben unterschiedliche Geschmäcker.
    - Außergewöhnliche und überdurchschnittliche Gebäude sind und waren per definitione die Ausnahme.
    - Diese Diskussion kann hier und heute keine Sieger oder Verlierer haben.
    Zum Trost: In rund 100 Jahren werden wir die Auflösung zur zweiten Frage bekommen, meine persönliche Meinung ist, dass dieser Punkt sticht und hier eine solche Ausnahme geschaffen wurde. An die Nachwelt: Wenn ich Unrecht habe, dürft Ihr das gerne in meinen Grabstein ritzen.



    BTW: Ich habe das Gebäude noch nicht live gesehen, aber: Ist das nicht Travertin? Nach Sandstein sieht mir die Fassade nun garnicht aus.

  • ^Du sagst es Wahnfried, es ist ein Ausdruck unserer Zeit. In einer sogenannten freiheitlichen Gesellschaft, in der der Individualismus idealisiert wird, ist Egoismus faßt schon ein positives Persönlichkeitsmerkmal.


    Mich ärgern allerdings kurze pauschale Urteile über ein Gebäude, welche dann im nachhinein noch begründet werden. Dann kann man in diesem Forum auch eine Datenbank mit allen Projekten einrichten, wo jeder Datensatz die Möglichkeit zur Bewertung gibt. So in der Art
    [ ] gefällt mir
    [ ] gefällt mir nicht
    [ ] passt nicht in die Umgebung
    [ ] potthässlich
    Meinetwegen noch mit einem Kommentarfeld für die jeweilge Bewertung von maximal 256 Zeichen.
    Und die, welche wirklich über ein Gebäude diskutieren möchten, die haben dann einen extra Bereich im Forum.


    Ich habe bspw. in meinen Beiträgen noch nicht gesagt, ob ich das Gebäude nun gut oder schlecht finde, schön oder hässlich.
    Ich finde nämlich, man kann es nie so pauschal ausdrücken.
    Bei dem genannten Gebäude von Franzke gebe ich Dir fast uneingeschränkt recht. Ein sehr durchdachtes, wertig ausgeführtes Gebäude. Optisch gefällt es mir, wenn ich es allein für sich betrachte. Auch wenn ich selbst nicht über vier bis fünf Etagen geschichtet wohnen wollen würde. Und ja, es harmoniert in keiner Weise mit den Nachbargebäuden.
    Es zeugt von einem gesunden Selbstbewußtsein des Bauherrn ;)

  • Die Fassade besteht aus hellem (natürlichem) Kalksandstein. Das geht aus einer Presseinformation hervor, die mir Ende Juli 2009 von einer vom Büro Franzke beauftragten Agentur zugeschickt wurde. Hier ist sie (und am Ende erfährt ihr auch, von wem das mit der "Gründerzeitlangeweile" stammt):


    [indent]Ein neues Haus als "Ausrufezeichen in der Gründerzeitlangeweile"

    Das Frankfurter Nordend gehört zu den Vierteln der Stadt, die durch den Zweiten Weltkrieg wenig zerstört wurden. Bis heute prägen gründerzeitliche Wohnhäuser das Bild des Viertels, das seit jeher zu den begehrten Wohnlagen im innerstädtischen Bereich zählt. In der architektonisch quartierstypischen Wielandstraße wurde durch den Neubau eines Wohnhauses von Jo. Franzke Architekten die letzte Lücke in der Straße geschlossen.


    Für den fünfgeschossigen Neubau musste aufgrund der Begrenzung des Grundstücks und nachbarschaftlicher Einwände im Rahmen des Genehmigungsverfahrens eine maßgeschneiderte Lösung entwickelt werden. So hat das Haus zwar die Breite eines Mietshauses, ist aber nur 6,5 Meter tief. Demzufolge wurden die unterschiedlichen, qualitativ hochwertig ausgebauten Wohnbereiche (Arbeiten, Küche, Bibliothek, Wohnraum, Schlafzimmer, Bad- und Wellnessbereich) auf je eine Etage konzentriert, wodurch der Bauherr und Bewohner Moritz Hunzinger nun ein "Leben in der Vertikalen" führt, wie er selbst sagt. Auf dem Dach des Hauses befindet sich eine Terrasse, die den Blick auf die Frankfurter Skyline freigibt.


    Aufzug und Treppenhaus zeichnen sich als Rückgrat des Hauses ab. Über beide werden die einzelnen Wohnbereiche erschlossen. Zur Straße hin zeigt sich das Gebäude bewusst schlicht, fast abweisend, wodurch die edlen Baumaterialien zur Geltung gebracht werden. Die präzise gefügte Natursteinfassade aus hellem Kalksandstein erweckt einen monolithischen Eindruck, der durch in der Farbe des Steins verputzte Fugen subtil verstärkt wird. Die massive Front ist durch hochrechteckige, in die Fassade eingeschnittene Fenster und einen mittig die Fassade beherrschenden Steinerker gegliedert.


    "Wir wollten uns in der Formsprache stark zurücknehmen", erläutert der Architekt Jo. Franzke, "aus dem extremen Understatement sollte beinahe eine neue Form der Übertreibung werden." Zudem zeige das Haus, wie der Forderung nach einer sinn- und phantasievollen Nachverdichtung städtischen Raumes Genüge getan werden kann. Beim diesjährigen Tag der Architektur entwickelte sich das Stadthaus Hunzinger in der Wielandstraße zu einem der Publikumsmagneten. Als "braungraues Ausrufezeichen ragt es aus der benachbarten Gründerzeitlangeweile heraus", wie es Alf Haubitz, Redakteur beim Hessischen Rundfunk, in einem zum Tag der Architektur entstandenen Beitrag formuliert hat.


    Projektdaten


    Neubau: Stadthaus Hunzinger
    Adresse: Wielandstraße 3, 60318 Frankfurt am Main
    Bauherr: Moritz Hunzinger
    Fertigstellung: 2009
    BGF: 390 m²
    Nutzung: Wohnen
    Leistungsphasen: 1-9[/indent]


    Bilder vom Patio (oben links), dem Treppenhaus und weiteren Innenräumen, ergänzend zu den Fotos von Golden Age und Miguel oben:



    Copyright: Jo. Franzke Architekten / Fotograf: Christian Richters, Münster

  • ^Torsten auch in der Gründerzeit waren die Menschen weitestgehend frei, zumindest die welche es sich leisten konnten, also die welche gebaut haben. Trotzdem besassen die Bauherren, oder vielleicht waren es auch die Behörden, genug Allgemeinsinn um eine harmonische Bebauung zu gewährleisten.
    Das Gebäude von Franzke würde wunderbar in einer Straße, in der alle anderen Gebäude das selbe Fassadenmaterial haben und die selben Formensprache besitzen, passen. So, ein Viertel würde ich als sehr reizvoll empfinden.
    Viertel mit ausschließlich moderner Bebauung können durchaus reizvoll sein. Wie zum Beispiel der Westhafen zeigt.
    Was mich und vermutlich eine Menge andere Leute auch stört, ist das durcheinander von Baustile die sich gegenseitig beißen. Das ist wie wenn jemand weiße Socken, zu schwarzen Hosen und schwarzen Schuhen anzieht. Mancher mag das als ein Zeichen von gesunden Selbstbewußtsein sehen. Für die Allgemeinheit ist es ein optisches Ärgernis.

  • Sehe ich anders Wahnfried, es ist nicht eine Person, die unpassende Kleider kombiniert, sondern mehrere Personen, wo eben ein adrett gekleideter Banker in einer Trachtengruppe steht ;)


    Aber das ist eben diese Art von Freiheit um die es hier geht. Nicht darum, dass man sich heutzutage nicht ums äußere kümmern würde. Das gilt vielleicht für einige sehr "sachlich gehaltene" Wohngebäude in der City West oder den Vororten. In diesem Fall ist die Außengestaltung doch sehr bewußt gewählt.

  • @ torsten: ich hab mich ja ausdrücklich nur auf das äußere des gebäudes bezogen. der artikel, den ich gelesen habe, klingt vielversprechend. aber um eine meinung hierzu (zum inneren) abgeben zu können, muss ich es mit eigenen augen gesehen haben.


    ...distanz als ein ziel.. nun, dieses wurde mit dem gebäude gewiss verfehlt. ;)


    außerdem geb ich dir ja vollkommen recht! natürlich gibt es noch viele andere aspekte, die bedacht werden müssen (verschattung zb). natürlich finde ich das gebäude nicht von grund auf schlecht. ich bin eben zunächst einmal auf das eingegangen, was mich an dem bau stört, und das ist die eingliederung ins umfeld, was ich für sehr wichtig halte....


    leider muss ich mich jetzt aus der interessanten diskussion aus urlaubsgründen ausschalten. aber sobald ich wieder im lande bin, werde ich mit interesse nachlesen, was ihr noch geschrieben habt :)


    mfg bionic

  • Zurück zum Hunzinger Bau: Ich persönlich finde den Bau sehr gelungen. Er ist ausgesprochen modern und doch passt er sich in Form-, Farb- und Materialwahl (m.E.!!!) der Umgebung an. Als größtenteils erhaltenes Altbaugebiet müssen m.E. im Nordend die bestehenden Lücken nicht mit Rekos augefüllt werden. Obwohl ich sonst ein ausgesprochener Altbaufan bin finde ich solche Neubaukontraste spannend. Man sollte bedenken, dass der Straßenzug ist eher von einfachen, denn von hochwertigen Altbauten geprägt ist. Abgesehen von der mangelnden Dachandeutung kann ich aus meiner ganz persönlichen Sicht keine stichhaltigen Kritikpunkte erkennen. Ich persönlich kann in diesem Fall auf eine Dachgestaltung verzichten.

  • OK, ich bin ein bisschen spät für die Hunzinger-Bau-Diskussion.
    Aber ein Aspekt wurde hier noch garnicht betrachtet: Auf einer ganzen Parzelle wurde EINE Wohnung für EINE Person errichtet! Auch wenn die anscheinend geringe Tiefe des Grundstücks keine 3-4 Zimmer Geschosswohnungen möglich gemacht hat, ist doch die Errichtung dieses extrem üppig geratenen Einpersonenhauses mitten im Nordend städtebaulich sehr fragwürdig.
    "Wenn das jeder machen würde..." wäre zwar bald das Parkplatzproblem im Nordend erledigt, aber es dürfte dann doch sehr dörflich ruhig in den Strassen werden.
    Klar, schön für Herrn Hunzinger, wenn man sich eine Wohnung mit 390qm BGF leisten kann. Soll er auch gerne irgendwo hinbauen. Aber in dieser städtebaulichen Struktur finde ich das extrem grosskotzig.

  • headz : Zum Hunzinger Bau schreibst Du: "...Aber ein Aspekt wurde hier noch gar nicht betrachtet: Auf einer ganzen Parzelle wurde EINE Wohnung für EINE Person errichtet! "


    Ich sehe das anders: es ist viel besser, es wohnt dort eine Person in einem besonderen Haus, als gar niemand in einer Baulücke. Die Lücke gab es wohl schon etwas länger und offensichtlich hat sich all die Jahre keiner aufgerafft, dort ein Mehrparteienwohnhaus zu errichten.

  • Die Ostendstraße 8-12 wird "von Grund auf saniert bzw. im Dachbereich ausgebaut".
    Anscheinend werden auch die Grundrisse geändert, außer im Erdgeschoss, wo familiengerechte Wohnungen entstehen sollen, sind für die oberen Geschosse Singlewohnungen geplant. Quelle:


    http://www.ostend-online.de/wohnumfeldverbesserung/index.htm


    Das hört sich nach einem sehr ähnlichen Rezept an wie in der Lyoner Straße 19, Umnutzung in Singlewohnungen. Vielleicht haben wir es hier mit einem neuen Ansatz bei der Vitalisierung alter Wohn-/Büroblocks zu tun? Klingt eigentlich ganz vernünftig.


    So bleibt der Block sicherlich einer der ganz Hässlichen (und ich hoffe, dass "wird im Dachbereich ausgebaut" nicht als Aufstockung zu verstehen ist, das würde den aktuellen, eher um Rückbau bemühten, Tendenzen in der Stadt doch arg zuwider laufen), aber er scheint einer interessanten Nutzung entgegen zu gehen und die Sanierungsarbeiten sehen doch recht ernsthaft aus:



    Nochmal bei besserer Sicht:


  • Fatima Zahra Moschee

    Für die in Bau befindliche Moschee am Rande des Industriehofs in Bockenheim gibt es neue Renderings. Im Gegensatz zum alten Entwurf (Beitrag #380 von Schmittchen) sind die Minarette und das Eingangsportal deutlich schlichter gestaltet. Weitere Informationen auf der Webseite des Architekten.


    Gemeindehaus:



    Wohnhaus:



    Rückseite:



    Grafiken: Gesamtplanungsbüro Shakil Ahmed


    Durch Rückbau des Fischsteinkreisel entsteht anders als in den ersten beiden Grafiken dargestellt ein kleiner Platz vor der Moschee (anstelle der Straße). Ingesamt dürften die einzelnen Maßnahmen am Fischstein und der Moscheebau eine städtebauliche Aufwertung für diese Ecke sein.


    Nachfolgend zwei aktuelle Bilder von der Baustelle:




    (Fotos von mir)

  • Projekt "Moritz-von-Schwind-Haus", Bockenheimer Anlage 3

    Das Projekt "Moritz-von-Schwind-Haus" der GeRo Real Estate, dazu oben Beitrag #565, ist abgeschlossen. Wie erwähnt, bezieht die Berenberg Bank die gesamte Mietfläche. Die denkmalgeschützte Villa heute:



    Der nach Abriss neu errichtete Anbau. Wohl so ziemlich das beste, was man über ihn sagen kann: Von öffentlichen Flächen aus sieht man ihn (fast) nicht.



    Gedenktafel an der Bockenheimer Anlage:



    Bilder: Schmittchen

  • Neubau auf der östlichen Seite des Westbahnhofes

    Beim Blick aus der S-Bahn ist mir gestern am Westbahnhof eine größere Baustelle neben dem Gebäude "Ökohaus " an der Kasseler Strasse aufgefallen.
    Leider konnte ich kein Bauschild erkennen, weiß jemand was genaueres ???

  • "Quartier et_cet_er_a" am Westbahnhof

    Zu muellifras Frage in #676:


    Das ist das Grundstück Ederstraße 14. Laut aushängendem Bauschild (A4-Zettel) wird ein Studentenwohnheim gebaut. Im Einzelnen:


    • Studentenwohnheim mit 181 Wohneinheiten
    • Tiefgarage mit 60 Stellplätzen
    • Bauherr: Quartier etc. GmbH, Königstein im Taunus
    • Architekten: Planquadrat Elfers Geskes Krämer, Darmstadt
    • Rohbau: ARGE Anton H. Wagner, Ober-Mörlen


    Es gibt bereits eine Projekt-Website. Die Wohnungen werden auch an nicht studierende Interessenten vermietet, da es sich um einen privaten Investor und nicht um ein Studentenwerk o. ä. handelt. Fertigstellung des Gebäudes mit 181 Wohnungen soll im Oktober 2010 sein. Foto von heute:



    Bild: Schmittchen


    Ziemlich vage bleibende Grafik:



    Grafik: Quartier etc. GmbH / Planquadrat Elfers Geskes Krämer

  • Was für eine hässliche Kiste. Wobei sie sich natürlich nahtlos ins Umfeld einfügt und eine etwas bessere Architektur in der Gegend komplett verschwendet wäre...

  • Wohnbebauung Eckenheimer Landstraße/Zeißelstraße

    Als Update des Posts #617, ist zumindest eine Fertigstellung zu verzeichnen. Die Wohnbebauung Eckenheimer Landstraße/Zeißelstraße (Eckenheimer Landstraße 66 und Zeißelstraße 50) wird nun enthüllt. Erstaunlich wie schnell es ging, die 25 Mietwohnungen dürften gut weg gegangen sein.



    PS: Trotz der vielen imposanten Aufwertungsmaßnahmen im Nordend, gibt es noch einiges an Potenzial. Neulich fuhr ich die Glauburgstrasse entlang. Erstaunlich wie viel Leerstand (z.B. der ehemalige Fisch Brenner) und herunter gekommene Immobilien dort vor sich hin gammeln. Wenn das Nordend wirklich das Frankfurter "In-Viertel" schlechthin sein will, dann muss hier zumindest mit ein bisschen Belebung dringend nachgeholfen werden.

  • Da gebe ich Dir recht, Aufwertungspotenzial gibt es noch an vielen Stellen.


    Ob das Nordend im Zuge fortgesetzter Gentrifizierung dauerhaft ein "In-Viertel" bleibt, wenn seine derzeit gut dosierte Lebendigkeit in behäbige Annehmlichkeit umschlägt, muss man abwarten.