Sonstige Bauprojekte außerhalb der Wallanlagen

  • Ich begrüße den Moscheenneubau ebenfalls. Argument pro wurden ja schon zur Genüge genannt, abgesehen davon, dass ich stolz darauf bin, in einem Land zu wohnen, wo sowas problemlos möglich ist. Nicht wie z. B. in der Türkei, wo irgendwelcher vorgeschobener Behördenfilz bis heute der christlichen Minderheit sowas verweigert.


    Von der Wertigkeit bin ich zumindest nach den Renderings aber etwas enttäuscht. Sicher besser als z. B. die Synagoge in München, die es tatsächlich geschafft hat, noch hässlicher als alle christlichen Gotteshäuser der letzten 50 Jahre zu sein. Meiner Meinung nach ist dieses Projekt hier aber noch viel zu wenig "kitschig" - wobei dieses Wort wohl eher beschreibt, wie man als westlich geprägter Mensch diesen Architekturstil empfindet, Kitsch ist IMHO etwas ganz anderes. Etwa "Stilunreinheit", wie man sie z. B. bei schlechter historistischer Architektur findet. Oder im vielzitierten Disneyland.


    Das Ganze wirkt dennoch eher wie ein 08/15-Bürobau, dem man vermeintlich nahöstliche Motive aufgepropft hat, denn eine selbstbewust-traditionelle Moschee mit westlichen Architekturzitaten, was ich mir wünschen würde. Gerade ersteres lässt auf mangelnde Kompetenz bzw. zumindest Beschäftigung der ausführenden Architekten mit der Materie schliessen. Oder natürlich klassische modernistische Prägung, nach der der Ausgangspunkt allen Seins ein Sichtbetonklotz mit asymetrisch verteilten Fenstern ist. ;)

  • Hallo,


    ich finde den Bau auch sehr dezent - noch etwas zu den verkümmerten Minaretten und der Kuppel - es könnte auch daran liegen, dass die islam. Gemeinde nicht den Zwiebelturm der gegenüberliegenden othodoxen Kirche überragen wollte - um so zu umgehen, Spannungen zu provozieren.


    Auch wenn es off-Topic ist - für manche nicht angebracht ist, so finde ich es auch richtig, dass man bei derlei Vorhaben auch auf die Verhältnisse von Christen und Andersgläubigen in islamischen Ländern (den ehemaligen Heimatländern derer, die hier bauen) aufmerksam macht - sicherlich, dass kann und darf kein Maßstab sein aber darauf aufmerksam machen kann man schon und das ist auch jedem sein Recht.


    Ich kann mich an einen Kirchenneubau in Qatar erinnern, der in den meist chr. Medien publiziert wurde - eine Art "Grosskirche" für etliche chr. Konfessionen.


    Die Vorgabe war dort zum Beispiel gewesen, dass das Gebäude von außen als Kirche nicht erkennbar sein durfte und auch nur für die dort lebenden Ausländer chr. Glaubens - also ein Äquivalent zum "Tag der offenen Moschee" war und ist dort verboten. Zudem hat es dort ebenfalls heftige Kritik und Aufregung von islamisch konservativen Kräften gegeben bis hin zu Demonstrationen.


    Interessant finde ich in dem Zusammenhang immer wieder - und hier würde ich mir mehr Kompetenzen / Sensibilität von den jeweiligen Stellen wünschen- wer hier genau eine Moschee baut und woher das Geld kommt. Überspitzt ausgedrückt, ist es etwas verwunderlich, wenn Bsp. eine 20 Köpfige Moschee Gemeinde ein Moschee-Projekt umsetzt in Millionenhöhe und man dann erfährt, dass beträchtliche Gelder aus undurchsichtigen Kanälen aus dem nahen Osten oder gar aus SaudiArabien kommen.


    Adios

  • Tank- und Rastanlage Taunusblick

    Die Rastanlage steht kurz vor der Fertigstellung. Shell-Station und Burger-King sind Standard, der Aussichtsturm der wie man sieht mittlerweile auch steht, wird einen tollen Blick auf die Skyline bieten und ist wirklich etwas besonderes. Tolle Sache!


    So sah es im Januar ....


    .... und so heute aus:




    Bilder von mir

  • Am Martinszehnten (Kalbach/Nieder-Eschbach)

    Das Großrechenzentrum für die Citigroup ist schon fertig und offenbar auch bereits in Betrieb. Bilder aus der Bauzeit und Info zu dem 170-Millionen-Euro-Projekt gibt es weiter oben in diesem Thread (u. a. hier).



    Die Sicherheitsvorkehrungen sind massiv. Neben doppeltem Zaun und Kameraüberwachung gibt es an der Pforte hochgefahrene Durchbruchsperren für Fahrzeuge.



    Vor ein paar Tagen erst eröffnet: Neues B&B-Hotel (AHGZ-Meldung dazu). Na ja, ein Zweckbau im Gewerbegebiet eben.



    Daneben eine ebenfalls ganz neue Hamburger-Braterei. Das wäre nicht weiter erwähnenswert, gäbe es hier - zumindest für mich neu - nicht eine Art Mini-Sporthalle, "Ronald Gym Club" genannt.



    Bilder: Schmittchen

  • Umbau des Amerikahauses zum Instituto Cervantes

    In der nächsten Woche wird das Cervantes-Institut im ehemaligen Amerikahaus, das bis 1957 nach einem Entwurf von Skidmore, Owens und Merrill gebaut wurde, mit einem reichhaltigen Veranstaltungsprogramm eröffnet. Zur Eröffnungsfeier am Montag kommt der spanische Kronprinz Felipe mit Gattin Letizia. Über ein Jahr hat der von den Frankfurter Architekten Schneider + Schumacher geleitete Umbau gedauert, ein Bericht dazu heute in der FNP. Etwas über die Geschichte des Hauses sowie Bilder vom Umbau und den fertigen Räumen gibt es auf der Website des Instituto Cervantes:


    Geschichte des Amerikahauses
    Bilder vom Umbau
    Fotos der fertigen Räume

  • Aus dem Posting vom 25.08.08:

    Das Großrechenzentrum für die Citigroup ist schon fertig und offenbar auch bereits in Betrieb.


    Heute war die Vorstellung des neuen, "grünen" Citigroup-Rechenzentrums, "eines der umweltfreundlichsten Rechenzentren der Welt". Durch neue Technologien (Design der Datenhallen, Verlegung der Verkabelung, Bodenplatten mit variablen Durchlassöffnungen, Freikühlung, Dieselaggregate mit rotierenden Massen etc.) soll bis zu 25% Energie eingespart werden.
    Siehe http://www.heise.de/newsticker…nzentrum--/meldung/116760

  • Was wird das in der Rossittener Strasse in Rödelheim?

    Ich bin neulich mal in der Rossittener Strasse in Rödelheim vorbeigefahren.
    Da ist ja ein riesiger Bauplatz - so gross wie ein paar Fussballfelder.


    Was wird denn da gebaut?


    IcePick

  • Ist das der Platz(zwischen Squashcenter und Neue Börse) wo Kleingärten sind bzw. waren? Als ich vor 6 Jahren noch in der Straße gearbeitet habe, da war schon irgendetwas geplant aber leider kann ich mich nicht mehr erinnern was es war.

  • Die Antwort findest du in #491, IcePick.


    Kleingärten waren dort nicht. Es waren Gewerbebrachen, unter anderem eine aufgelassene LKW-Werkstatt. Satellitenaufnahme von 2002 (rechts oben die Neue Börse), etwa im roten Rahmen die aktuelle Baustelle:



    Bild: Google

  • Cityliving XXL, siehe auch Beitrag 355ff

    Der 1. BA ist fast fertig und nur noch wenige Wohnungen zu verkaufen. Jetzt bekommt man beim Kauf einer Wohnung noch einen Smart dazu - passt zu XXS.
    Ich war am Wochenende mal in der Gegend und wurde mächtig enttäuscht! Innen XXL mit teilweise 75m2 Wohn-Essbereich und aussen XXS - auf der U-Bahn zugewandten Seite gibt es Stellplätze mit Zufahrt und auf der anderen Seite hat man ein Wohnhaus in "greifnähe" davorgesetzt!!!


    Seht selbst:





    Weiter in Richtung 2. bzw. 3. BA wird es nicht besser - WILMA RheinMain baut dort 8 Reihenhäuser in 3 3er Blocks

  • Eintracht-Neubau im Riederwald


    Die Frankfurter Eintracht investiert auf ihrem Vereinsgelände am Riederwald bis zum Sommer 2010 in einen Neubau für 14 Mio. Euro. Die ehemalige Geschäftsstelle, die in der alten Haupttribüne des Eintracht-Stadions untergebracht war, wird derzeit abgerissen. An ihrer Stelle soll ein 120 m langer Komplex mit einer Drei-Felder-Halle, einem Verwaltungstrakt, Appartements, einer Gaststätte und einem neuen Fan-Shop entstehen. Auf den 7.000 qm Gesamtnutzfläche soll auch die neue Fußball-Talentschule und ein Wellnessbereich untergebracht werden. Die neue Halle soll auch Schulen und Kindergärten zur Nutzung angeboten werden.


    Nachzulesen ist das ganze hier und dort.

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    Mod: Nicht zuletzt auch oben in Beitrag #429.

  • Herrlich. Sich mit Gründerzeitlern und Fachwerk rundherum schmücken und dann am Projekt selbst das krasse Gegenteil produzieren... :nono:


    Nein, ich fordere hier kein Neo-Fachwerk oder sonst was historistisches. Ich finde es nur bezeichnend für den krassen Kontrast im Ästhetikempfinden zwischen Architekten und potenziellen Käufern, dass die Vermarktung auf die Attraktivität von historischen Gebäuden setzt, während die Neubauten selbst nicht im geringsten darauf Bezug nehmen. Würde man dem potenziellen Käufer nicht unterstellen, dass er solche Gebäude als schön empfindet, würde man sie nicht auf der Webseite anpreisen.


    PS: Hat jemand Bilder, wie es dort im Moment aussieht?

  • Bin heute an dem Projekt (Bilder/Diskussion siehe Seite 4 dieses Threads) Ecke Zeiselstraße/Eckenheimer Str. vorbeigefahren. Große Baugrube ist ausgehoben, ansonsten keine Aktivität sichtbar.
    Besonders schnell sind die ja nicht gerade...



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    Moderationshinweis: Verschoben aus "Frankfurter Stadtgespräch" (Diskussion dort ab #48), da mittlerweile konkretes Bauprojekt.

  • Geplanter Neubau der Taqwa-Moschee (Gutleutviertel)

    Auf der Areal Heilbronner Straße 20 (rote Markierung auf diesem Luftbild), südlich des Hauptbahnhof-Gleisfelds, möchte der "Marokkanische Verein für die Förderung des Geistigen und Kulturellen Gutes" ein neues Kulturzentrum einschließlich Moschee bauen. Mit dem Abriss des Altbaus, in welchem der Verein bereits seit 1995 einen Gebetsraum hatte, wird in den nächsten Tagen begonnen. Vor 1995 befand sich ein Wohnheim in diesem Gebäude.


    Vorgesehen sind mehrere Bauabschnitte, auch wegen Problemen bei der Finanzierung. Geplant sind fünf Geschosse. Eine Teilbaugenehmigung liegt seit Dezember 2008 vor. Ende 2010 soll der Neubau stehen. Die Planung ist von dem Offenbacher Architekten Shakil Ahmed, der auch die Moschee in Hausen geplant hat. Weitere Informationen in der FR.


    Links zu einem Lageplan, einer Schnittzeichnung und einer Ansicht von Südwesten. Die Integration in eine geschlossene Blockrandbebauung ist sicherlich eine Besonderheit für einen Sakralbau in Deutschland.


    Außerdem zwei Renderings, zunächst die Ansicht von der Straße:


    Hofansicht:

    Bilder: Gesamtplanungsbüro Shakil Ahmed

  • Ich verstehe zwar nicht viel von "Moschee" Design, aber ganz ehrlich - Ein sehr gelungener Entwurf. Wahrscheinlich wird der Bau aber auch politisch brisante Diskussionen aufwerfen... Naja, meinen Segen haben sie :daumen:

  • Schau an: Meiner Meinung nach (wenn das Rendering nicht trügt) einer der schönsten Moscheebauten in Deutschland. Zweckmäßig und doch sehr dekorativ, zudem wird marokkanische Architekturtradition gelungen und recht dezent zitiert.


    Schade, dass er so versteckt liegt - allerdings ist die Lage auch eine gute Garantie gegen eine übertriebene Gentryfizierung dieser Ecke, falls der Bahntower gebaut wird und das Westhafenvierel weiter wächst. Ich habe den Smily nicht vergessen, das meine ich ernst!

  • Sieht zumindest deutlich besser aus als das Teil das in Hausen gebaut werden soll. Scheint sich auch ganz gut in den Blockrand einzufügen.